aero.de aero.at gmail
|
logo
logo

Tarifkonflikt

Älter als 7 Tage
   
print pdf comment bookmark

Verdi und UFO wollen Lufthansa-Gehälter vor Sparrunde klären

Foto
Lufthansa Boeing 747-400, © Deutsche Lufthansa AG
Verwandte Themen
MÖRFELDEN-WALLDORF - Bei ihren Tarifverhandlungen mit der Lufthansa streben die Gewerkschaften Verdi und UFO einen schnellen Abschluss an. Hintergrund ist das erneute Sparprogramm, das gerade mit einem Umfang von 1,5 Milliarden Euro bei Europas größter Fluggesellschaft entworfen wird. Die Entgeltfrage für rund 50 000 Beschäftigte dürfe nicht mit strukturellen Veränderungen verknüpft werden, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle am Montag der Nachrichtenagentur dpa.

Man sei allerdings bereit, nach dem Abschluss weiter mit der Lufthansa über die Strukturfragen zu sprechen.

Die Lufthansa hatte schon in der ersten Verhandlungsrunde im Januar ein Angebot vorgelegt, dieses allerdings von Veränderungen bei der Catering-Gesellschaft LSG und den Regeln für das Kabinenpersonal abhängig gemacht. Mit 3,3 Prozent auf 15 Monate Laufzeit stimme auch die Höhe noch nicht, sagte Behle. Auf 12 Monate umgerechnet ergebe das 2,6 Prozent. Nach Nullrunden in den vergangenen zwei Jahren hätten die Beschäftigten dringenden Nachholbedarf.

Die Tarifparteien treten nach Verdi-Angaben am Dienstag in Mörfelden bei Frankfurt wieder in die Verhandlungen ein. Sie könnten bis Mittwoch andauern, hieß es.

Die Arbeitnehmer sind laut Behle bereit, den Restrukturierungsprozess «konstruktiv, aber kritisch» zu begleiten. «Die Lufthansa ist aber kein Sanierungsfall, sondern ein solventes Unternehmen. Am Ende geht es nicht, dass die Beschäftigten über Lohnverzicht neue Flugzeuge bezahlen», betonte die Gewerkschafterin.

Nach Behles Darstellung will die Lufthansa bei der LSG die Arbeitszeiten weiter flexibilisieren. Das Kabinenpersonal solle weniger Möglichkeiten erhalten, in höhere Gehaltsgruppen aufzusteigen: «Im Kern geht es um die Aufstiegsmöglichkeiten. Wenn für die meisten die tarifliche Endstufe faktisch nicht mehr erreichbar wäre, ist das für uns nicht akzeptabel.»

Widerstand der Gewerkschaften werde es auch beim Personaleinsatz der Lufthansa-Flotte am neuen Hauptstadtflughafen Berlin geben. Der von der Lufthansa angekündigte und mit Einsparungen begründete Einsatz von Leiharbeitskräften sei in den Tarifverträgen eindeutig ausgeschlossen, sagte Behle. Wie zuvor bereits UFO kündigte auch Verdi an, notfalls auf Einhaltung des Vertrages zu klagen: «Die Lufthansa braucht uns, um dieses Problem zu lösen.»

© dpa | Abb.: Lufthansa | 23.01.2012 12:50




Leser-Kommentare (0)

Um einen Kommentar schreiben zu können, müssen Sie sich bei aero.de registrieren oder einloggen.

Anzeige

Schlagzeilen

Community
Fachdiskussionen zu aktuellen Ereignissen und Entwicklungen in der Luftfahrtbranche
Anzeige

Shop
Bild
Zürich - Shanghai (Swiss A340)

Engine aus ‐ und ab nach Haus: Die neue Folge von PilotsEYE.tv zeigt erstmals einen technischen Zwischenfall, der die Crew auf dem Weg von Zürich nach Shanghai zum Umkehren zwang.

Im aero.de-Shop nur EUR 25,95
Versandkostenfreie Lieferung!

Magazin
Bild
AIRIC: Neues Kompetenzzentrum für Luftverkehrs-Infrastruktur
WIEN - Im Presseclub Concordia wurde am Dienstag mit dem 'AIRIC - Aviation Infrastructure Research & Innovation Centre' ein neues Kompetenzzentrum für Luftverkehrsinfrastruktur vorgestellt. In Zusammenarbeit mit Institutionen aus Forschung und Wissenschaft will die neue Plattform innovative Lösungen für Infrastrukturträger erarbeiten. Dazu zählen die Entwicklung neuer Produkte sowie der Transfer von Know-how zur industriellen Nutzung bereits geleisteter Grundlagenforschung.

Meistgelesene Artikel

Reise
Bild
Mit dem Vulkan-Expreß von Brohl nach Engeln
BROHL - Nicht viele wissen, wo der linksrheinische Ort Brohl auf der Landkarte zu finden ist. Bekannter ist vielleicht der alte Werbespruch: "Trink Brohler, dann geht`s Dir wohler", der für die Qualität des bekannten Mineralwassers aus diesem Ort am Mittelrhein steht.

Partner