PARIS - Die A320NEO soll für Airbus eine der homogensten Boeing-Flotten in den Vereinigten Staaten öffnen. Die EADS-Tochter habe American Airlines 130 A320 der aktuellen Generation und 130 A320NEO angeboten und eine Vorzugsfinanzierung über 6,0 Milliarden US Dollar arrangiert, meldet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Verhandlungskreise. Die drittgrößte Fluggesellschaft der Vereinigten Staaten will in großem Umfang neue Single Aisles für ihre Flotte bestellen.
Für die Europäer ist es alleine schon ein Erfolg, dass American Airlines
überhaupt mit ihnen verhandelt. Denn bislang betreibt die Linie eine
reine Boeing-Flotte. Vor allem in die Jahre gekommene MD-80-Jets müssen dringend ersetzt werden.
Seit Anfang 2009 hat American Airlines hierzu bereits 78 neue Boeing 737-800 in ihre Flotte genommen. Seattle will weitere 737 an American Airlines liefern und entgegnet dem Airbus-Angebot nach Informationen des "Wall Street Journal" mit 737-800 und 737-900ER.
Die A320NEO ist einer der größten Verkaufserfolge in der jüngeren Airbus-Geschichte. Seit Programmstart im Dezember 2010 gingen bei Airbus Aufträge und Kaufabsichten für mehr als 1.000 A320NEO ein.
Airbus will die erste A320NEO im Oktober 2015 ausliefern. Frühe
Lieferpositionen sind inzwischen nicht mehr zu haben. "Wir verfügen über
freie NEO-Slots ab Ende 2018, aber auch nur, weil wir ab diesem
Zeitpunkt auf eine vollständige neo-Produktion umstellen können", sagte
Airbus COO John Leahy auf der Luftfahrtmesse Paris Le Bourget im Juni.
© aero.de, dpa-AFX | Abb.: Airbus S.A.S. | 12.07.2011 08:52
.