Boeing 787 Testflugzeug ZA002 in Texas notgelandet
LAREDO - Wegen dichten Rauchs in der Kabine musste am Dienstag das Boeing 787 Testflugzeug ZA002 in Laredo im US Staat Texas notlanden. Die Besatzung habe die Maschine über Sicherheitsrutschen verlassen, teilte eine Sprecherin der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA mit. Nach ersten Angaben waren rund 30 bis 40 Flugtechniker an Bord. Der Testflug war in Yuma (US Bundesstaat Arizona) gestartet und sollte in Harlingen (US Bundesstaat Texas) landen.
"Wir sammeln weiter Daten, nachdem sich in der Kabine der zweiten 787 (der Testflotte, Red.) unter normalen Flugbedingungen Rauch gebildet hat", schreibt Boeing in einer ersten Stellungnahme über Twitter. Nach Informationen der "Flight International" war Feuer im Elektronikraum im Heck der Maschine ausgebrochen. Das Primary Flight Deck Display und die Auto Throttle-Funktion seien ausgefallen.
Die Stauluftturbine (RAT) des Flugzeugs war ausgefahren. ZA002 hat nach ihrem Erstflug am 22. Dezember 2009 auf bislang 179 Einsätzen gut 558 Flugstunden absolviert. Boeing hat für Mittwoch alle Flüge mit den sechs 787 seiner Testflotte abgesagt.
Boeing hatte den Lieferbeginn der 787 wiederholt verschoben. Das erste Modell des Langstreckenfliegers könne erst Mitte des ersten Quartals 2011 ausgeliefert werden, teilte das Unternehmen Ende August mit. Der Grund für die erneute Verzögerung liege beim Triebwerkshersteller Rolls-Royce, hieß es damals.
Die «Aviation Week» berichtete in der vorigen Woche unter Berufung auf Branchenkreise von noch längeren Verzögerungen. Bereits jetzt liegt das Modell fast drei Jahre hinter dem Zeitplan.
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