Inventarverkauf

AIG prüft neue Option für Leasinganbieter ILFC


NEW YORK - Der angeschlagene US Versicherungs- konzern AIG könnte nach einem aktuellen Agenturbericht Planungen zum Verkauf seiner Tochtergesellschaft ILFC zurückstellen. Allerdings prüfe AIG, "weniger als 10 Prozent" der ILFC Flotte an ein Konsortium um ILFC Vorstandschef Steve Udvar-Hazy und die Finanzinvestoren Onex Corp und Greenbriar Equity zu veräußern, meldet "Reuters" unter Berufung auf Informationen aus Verhandlungskreisen.



Das Konsortium wurde zuletzt auch als Kandidat für eine vollständige Übernahme der ILFC gehandelt. Einem Verkauf der gesamten Sparte könnten gegenwärtig jedoch unterschiedliche Unternehmensbewertungen der ILFC zwischen Interessenten und AIG im Wege stehen.

Die AIG vorgelegten Angebote für eine Übernahme der ILFC lagen nach Medieninformationen durchweg bei unter fünf Milliarden US Dollar. Im Januar wurde der Unternehmenswert der ILFC von Branchenanalysten noch auf acht bis zehn Milliarden US Dollar geschätzt.

Schwarze Zahlen zum Halbjahr

Für das Jahr 2008 wies die ILFC einen Gewinn nach Steuern von 703,1 Millionen US Dollar aus. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres konnte ILFC bereits ein Ergebnis nach Steuern von 439,8 Millionen US Dollar erwirtschaften. Seit Juni verdichteten sich daher Spekulationen, nach denen AIG auch einen Verkauf der ILFC in Teilen in Erwägung zieht, die Kontrolle über das Unternehmen aber vorerst behalten will.

ILFC ist mit einer Flotte von 1.000 Flugzeugen in einem Bilanzwert von zuletzt 44,5 Milliarden US Dollar der weltweit größte Anbieter für Flottenleasing.


© aero.de