"Der Spiegel"

Airbus A400M hatte Triebwerksprobleme bei Erstflug


SEVILLA - Der Erstflug des Airbus Militärtransporters A400M am 11. Dezember 2009 verlief entgegen Konzerdarstellungen nicht problemfrei. Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" fiel nach etwa einer halben Stunde in der Luft ein Steuerungscomputer der Triebwerke aus. In das Ersatzsystem seien daraufhin nur noch unzureichende Daten über die Stellung der Schubhebel übetragen worden, ein Triebwerk wurde daher in den Leerlauf geschaltet.

"Der Spiegel" beruft sich auf vertrauliche Unterlagen des Triebwerkherstellers Europrop. Airbus Military hat den Vorfall zwischenzeitlich bestätigt, verweist aber darauf, dass das Auftreten technischer Probleme in frühen Phasen der Flugerprobung eines neuen Flugzeugs nicht ungewöhnlich ist. Das Problem habe schnell behoben werden können.

"Solche Vorfälle sind bei Jungfernflügen absolut nichts besonderes", sagte Konzernsprecherin Barbara Kracht. Die A400M sei beim Erstflug länger in der Luft geblieben als geplant. Dies sei der beste Beweis, dass die Fehlermeldung kein Problem gewesen sei. Mittlerweile habe die Maschine bereits mehr als 30 Flugstunden hinter sich.

Ob der Militärtransporter überhaupt in Großserie gebaut wird, ist unterdessen weiter nicht endgültig geklärt. In Europa wächst die Sorge vor einem Scheitern des Rüstungsprojekts. Verhandlungen zwischen den sieben Käuferstaaten und der Airbus-Mutter EADS über die Finanzierung des Militärtransporters wurden am Freitag in Berlin erneut vertagt.




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