La Tribune

Airbus-Programm A350 XWB droht Verzögerung um bis zu 18 Monate


PARIS - Der europäische Flugzeugbauer Airbus steht vor einer Verzögerung im Programm A350 XWB. Die neue Langstreckenmaschine werde zwischen zwölf und 18 Monaten später ausgeliefert als im Programmplan vorgesehen, schreibt "La Tribune" am Montag unter Berufung auf Projektkreise. Airbus wies die Meldung zurück. Konzerngeschäftsführer Fabrice Brégier sieht das Unternehmen bei der Entwicklung des A350 XWB weiter auf Kurs.

Der neue Langstreckenjet soll - so sieht es der Programmplan vor - ab Sommer 2013 ausgeliefert werden. Airbus liegen mehr als 500 Aufträge für das Flugzeug vor. Der Konzern entwickelt zunächst die mittlere Ausbaustufe A350-900 XWB, von der sich anschließend die Varianten A350-800 XWB (EIS 2014) und A350-1000 (EIS 2015) ableiten werden.

Im April hatte Airbus die für die Flugerprobung des A350-900 XWB vorgehaltene Zeitspanne um drei auf zwölf Monate verkürzt, um sich in der abschließenden Konstruktionsphase Luft zu verschaffen. Der Konzern wird eine Testflotte von fünf Flugzeugen aufbauen, die ab 2012 in das Zulassungsverfahren gehen sollen.

Erst in der vergangenen Woche erhielt Airbus einen neuen Auftrag im Programm. Hong Kong Airlines unterzeichnete während der Luftfahrtmesse von Farnborough eine Absichtserklärung zum Kauf von 15 A350 XWB mit Lieferterminen ab 2018.




© aero.de