Airbus hält sich weitere Senkung der Fertigungsraten offen
PARIS - Airbus könnte im Falle einer Verschärfung der Wirtschaftskrise die Produktionsraten nochmals senken. "Wir haben je nach Flugzeugtyp unsere Fertigungsplanung bereits um 15 bis 20 Prozent angepasst", sagte Airbus Vorstandschef Tom Enders in einem Gespräch mit der Zeitung "Le Parisien". "Wenn sich die Krise verschärft, müssten wir gegebenenfalls nochmal Tempo rausnehmen."
Airbus hatte im Frühjahr beschlossen, die Fertigungsrate in der A320-Familie ab Oktober von 36 auf 34 Flugzeuge monatlich zu senken. Die Produktion der A330/A340-Serie läuft gegenwärtig weiter mit einer Rate von 8,5 Flugzeugen im Monat. Planungen zu einer Aufstockung auf 9,2 Einheiten ab diesem Monat und auf zehn Flugzeuge ab Januar 2010 hatte Toulouse verworfen.
Im Mai hatte Airbus auch seine Fertigungsplanung im A380-Programm für die Jahre 2009 und 2010 der Nachfrageentwicklung angepasst. Der aktuelle Plan sieht die Auslieferung von 14 A380 im laufenden Jahr und von mehr als 20 A380 im Laufe des Jahres 2010 vor.
Am Donnerstag hatte mit Singapore Airlines allerdings ein weiterer wichtiger Programmkunde die Verlegung von Auslieferungsterminen für acht bestellte A380 um sechs bis zwölf Monate bestätigt. Der Schritt wird in erster Linie die Fertigung im Jahr 2010 belasten.
Airbus bleibt 2009 rentabel
Airbus halte an seinem Ziel fest, 2009 etwa genauso viele Flugzeuge wie im Vorjahr auszuliefern, bekräftigte Enders. Im Jahr 2008 hatte Toulouse die Rekordzahl von 483 Flugzeugen produziert und übergeben. Bis Ende Juli hat Airbus im laufenden Jahr bereits 288 Flugzeuge ausgeliefert.
Trotz der schweren Luftfahrtkrise bleibe Airbus im Jahr 2009 rentabel. «Wir haben das klare Ziel, 2009 Gewinne zu schreiben», sagte Enders.
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