Airbus schließt Testserie mit Getriebefan ab
TOULOUSE - Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat eine Testserie mit dem PW1000G Geared Turbofan abgeschlossen. Die Testreihe wurde seit Oktober gemeinsam mit dem Hersteller Pratt & Whitney durchgeführt. An einem A340-600 Testbed durchlief das Demonstratortriebwerk in 75 Flugstunden verteilt auf 27 Flüge Testverfahren, die auch bei Zulassung bereits serienreifer Antriebe nachgewiesen werden müssen.
Der Testserie waren im Sommer 2008 zwölf Erprobungsflüge an der Tragfläche einer Pratt & Whitney Boeing 747SP vorausgegangen. Das Triebwerk lief darüberhinaus bereits rund 300 Stunden im Teststand. "Es ist das erste Mal, dass ein derartiger Testumfang mit einem Demonstratortriebwerk durchgeführt wurde", sagte der Pratt & Whitney Programmverantwortliche Bob Saia.
"Einzelanfertigungen wie dieses Triebwerk sind eigentlich nur auf bis zu 100 Teststunden ausgelegt. Es ist daher wirklich außergewöhnlich, dass das PW1000G 406 Teststunden einschließlich 120 Stunden im Flugbetrieb durchlaufen hat", kommentierte Saia. Wir konnten alle Ziele der Flugtests mit einem einwandfrei funktionierenden Triebwerk verwirklichen".
In dem Testprogramm wurden Triebwerksleistung und -ansprache gemessen und die Lärmentwicklung des Antriebs festgestellt. Pratt & Whitney werde die ermittelten Daten in den kommenden Monaten auswerten, teilte Saia mit. Das Triebwerk habe aber bereits während der Tests Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Technik nachweisen können.
Mit dem Ende der Tests beginnt Pratt & Whitney die endgültige Serienspezifikation des PW1000G für den Einsatz an der Bombardier CSeries und dem Mitsubishi Regional Jet festzulegen. Beide Flugzeuge werden 2013 am Markt erwartet. Die Technologie wurde zunächst ausschließlich für den Einsatz an Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen entwickelt. Pratt & Whitney fasst in einem Entwicklungshorizont von weiteren 10 bis 15 Jahren aber auch Abwandlungen höherer Leistungsklassen für Langstreckenmaschinen ins Auge.
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