Airbus zeigt erstmals A400M der Öffentlichkeit
BERLIN - Airbus hat am Dienstag erstmals seinen Militärtransporter A400M der Öffentlichkeit präsentiert. Das Testflugzeug mit der Seriennummer 001 wurde auf der 10. Berlin Air Show ILA direkt neben dem Großraumflugzeug A380 der Deutschen Lufthansa geparkt. Bundeswehrsoldaten posierten für Fotos jedoch lieber vor der A380, mit der die deutsche Fußball- Nationalmannschaft nach Südafrika geflogen war. «Bis der andere Flieger abhebt, dauert das noch ein Weilchen», sagte einer.
Die Bundeswehr ist größter Kunde der A400M, muss aber wegen zeitlicher Verzögerungen des Programms viel länger als geplant auf ihren neuen Transporter warten.
Bis Donnerstag sind mehrere Schauflüge der A400M für das Fachpublikum vorgesehen. Dann werde das Flugzeug wieder für das Testprogramm gebraucht, erklärte Airbus. Die Entwicklung hat sich um mehrere Jahre verzögert und mehr als ein Viertel verteuert. Die erste A400M soll Anfang 2013 an die französischen Streitkräfte gehen.
Die A400M liegt mit 37 Tonnen Nutzlast zwischen dem taktischen Transporter C130 Hercules (21 Tonnen) von Lockheed Martin und dem strategischen düsengetriebenen Transporter C17 Globemaster (75 Tonnen) von Boeing. Beide Konkurrenten sind ebenfalls auf der ILA zu sehen.
Airbus bietet den militärischen Frachtflieger auch mit besonderer Ausstattung als Lufttanker an. Die Bundeswehr ist mit 60 Maschinen größter Kunde, doch Hersteller und Kundenstaaten sind noch nicht über die neue Aufteilung der Mehrkosten, neue Liefertermine und die Funktionen der einzelnen Maschinen einig.
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