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Fundstelle für Black Box des abgestürzten Air France A330 eingegrenzt


PARIS - Neue Hoffnung auf Aufklärung des Airbus-Absturzes vom Juni 2009: Die Auswertung von früheren Signalen der Flugschreiber hat jetzt eine Eingrenzung des Absturzgebietes im Atlantik auf fünf Quadratkilometer ermöglicht. Ob sie auch geborgen und ausgewertet werden können, ist aber noch völlig unklar. «Ich würde äußerst vorsichtig bleiben», sagte der französische Regierungssprecher Luc Chatel am Donnerstag dem Rundfunksender France Info.

Die Signale wurden bereits im Sommer 2009 von dem französischen Atom-U-Boot «Emeraude» aufgefangen worden. Sie wurden erst jetzt nach einer erneuten Computerauswertung der Sonaraufzeichnungen durch den Rüstungselektronik-Konzern Thales identifiziert. Thales hatte auch die am Flugzeug angebrachten Pitot-Sonden zur Geschwindigkeitsmessung gebaut, deren Ausfall zu Beginn des Absturzes stand.

Jetzt senden die Flugschreiber keine Signale mehr, denen man bei der Suche folgen könnte. Es kann sein, dass sie von den Tauchrobotern in dem zerklüfteten Seegebiet nicht gefunden werden oder dass sie in einer Felsspalte unzugänglich bleiben. Das Pariser Amt für Unfallanalyse BEA bleibt daher vorerst zurückhaltend.

Vierte Suche läuft seit Dienstag

Eine Woche nach dem Ende der dritten Suchaktion hat am Dienstag der vierte und möglicherweise letzte Versuch begonnen, den vor einem Jahr im Atlantik versunkenen Airbus doch noch zu finden. Das norwegische Schiff «Seabed Worker» sei mit zwei unbemannten U-Booten und einem Tauchroboter wieder im Suchgebiet aktiv, teilte das Pariser Amt für Unfallanalysen BEA mit.

Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf dem Nachtflug von Rio nach Paris im Unwetter abgestürzt, nachdem die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen waren. Alle 228 Insassen starben. In dem Wrack werden die Flugschreiber vermutet, deren Auswertung Aufschluss über die Unglücksursache geben könnte.

Airbus und Air France hätten jeweils 1,5 Millionen Euro bereitgestellt, um die Fortsetzung der Suche bis etwa zum 25. Mai zu ermöglichen. Es sei noch möglich, das Wrack zu finden, versicherte das BEA. Die «Seabed Worker» soll zwei Zonen am Rande des alten Suchgebietes überprüfen. Zudem soll ein besonders zerklüftetes Gebiet in der Region erneut erkundet werden.



© dpa, aero.de