Bodenpersonal in Berlin streikt
BERLIN - Fluggäste in Berlin-Tegel und Schönefeld sind am Donnerstag von einem Warnstreik überrascht worden. Der Ausstand führte zu Verspätungen.
In Tegel standen die Maschinen auf dem Vorfeld Schlange, weil die Abfertigung stockte. Nach Angaben des Bodendienstleisters GlobeGround Berlin konnten nur jeweils zwölf Maschinen pro Stunde starten und landen - ein Drittel des Üblichen.
In Tegel gab es 20 Flüge, bei denen sich Reisende bis zu 60 Minuten gedulden mussten. Streikbedingt fielen keine Flüge aus, wie ein Sprecher der Flughafengesellschaft am Abend sagte. In Schönefeld waren die Auswirkungen gering, weil dort deutlich weniger Flüge angesetzt waren.
Der Warnstreik dauerte von 16.00 Uhr bis 19.00 Uhr. Die Gewerkschaft Verdi hatte den Großteil des Flughafenpersonals dazu aufgerufen und den Arbeitskampf eine Viertelstunde vor Beginn bekanntgegeben. Hintergrund sind die stockenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern GlobeGround Berlin (GGB) und Acciona. Die Flughafengesellschaft kritisierte die kurzfristige Ankündigung.
Beide Seiten ringen in dem Tarifstreit um die künftigen Einkommen der rund 2100 Beschäftigten, die sich um die Passagier- und Gepäckabfertigung kümmern und die Fracht verladen. Verdi fordert Einkommenserhöhungen bei GlobeGround sowie die Aufnahme der Tochterfirma GSI in die GlobeGround-Tarifverträge. Bei Acciona will die Gewerkschaft Gehaltskürzungen verhindern.
© dpa