Bombardier meldet Einbruch bei Neubestellungen
MONTREAL - Der kanadische Flugzeugbauer Bombardier Aerospace hat im vergangenen Geschäftsjahr (31. Januar) mit 302 Flugzeugen 47 Maschinen weniger ausgeliefert als noch ein Jahr zuvor.
Wesentlich dramatischer entwickelte sich im Geschäftsjahr 2009/2010 aber die Auftragsbilanz der Kanadier. Bereinigt um Abbestellungen weist Bombardier lediglich elf neue Aufträge für das vergangene Jahr aus. Im Geschäftsjahr 2008/2009 verbuchte das Unternehmen noch einen Nettoauftragseingang von 367 Flugzeugen.
Schleppende Verkäufe bei Business Jets
Auch das Geschäft mit Business Jets entwickelte sich 2009/2010 rückläufig. Nach 235 Auslieferungen im Vorjahr konnte Bombardier nur noch 176 Jets an Kunden übergeben. Für das laufende Jahr erwartet Bombardier in diesem Segment nochmals einen Abschlag von rund 15 Prozent.
Bombardier Aerospace wird im ersten Halbjahr 2010 weitere 715 Arbeitsplätze abbauen. Als Grund für den im November beschlossenen Stellenabbau führte Bombardier eine Rücknahme der Fertigungsrate im CRJ-Programm an. Bombardier Aerospace hatte im Geschäftsjahr 2009/2010 bereits die Streichung von unternehmensweit 4.360 Arbeitsplätzen beschlossen.
"Es gibt aktuell nicht genug Verkäufe im CRJ-Programm, um die gegenwärtige Fertigungsrate aufrecht zu erhalten", erklärte Bombardier Aerospace Vorstand Guy Hachey im November.
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