Quartalsbilanz

British Airways baut Verluste im operativen Geschäft ab


LONDON - Flugausfälle durch Vulkanasche und Streiks haben British Airways den Start in das Geschäftsjahr 2010/2011 erschwert. Im ersten Quartal (30. Juni) flog der Konzern einen Verlust nach Steuern von 122 Millionen GBP (146,5 Millionen Euro) ein. Im Vorjahr stand ein Minus von 106 Millionen GBP unter der Bilanz. Eine wieder anziehende Nachfrage begleitet von steigenden Erlösen hat die im operativen Geschäft angefallenen Verluste allerdings begrenzt.

Der Umsatz stieg gegenüber dem ersten Quartal 2009 um 2,3 Prozent auf 1,937 Milliarden GBP, teilte British Airways mit. Die Durchschnittserlöse im Passagierverkehr verbesserten sich um 13,5 Prozent auf 6,88 Pence (RPK). Nach einem Minus von 94 Millionen GBP im Vergleichszeitraum 2009 weist British Airways für die Monate April bis Juni noch einen operativen Verlust von 72 Millionen GBP aus.

"Die Entwicklung des Passagier- und Frachtverkehrs zeichnet mit anziehenden Yields und sinkenden Kosten weiterhin ein positives Bild", sagte British Airways Vorstandschef Willie Walsh. Das ausgewiesene Konzernergebnis wurde durch zusätzliche Finanzkosten und Währungseffekte allerdings nocheinmal belastet. Vulkanasche und Streiks kosteten British Airways im ersten Quartal laut Walsh 250 Millionen GBP.

Rückkehr in die schwarzen Zahlen erwartet

Im Gesamtjahr will British Airways zumindest vor Steuern wieder einen Gewinn erwirtschaften. Das Geschäftsjahr 2009/2010 musste der Konzern noch mit einem Rekordverlust von 425 Millionen GBP abschließen.

Getragen von der einsetzenden Erholung soll im laufenden Geschäftsjahr auch die Kapazität wieder leicht steigen. Zum Winter wird British Airways eine Boeing 747-400 wieder zurück in ihr System holen.

In der strategischen Planung setzt British Airways auf den Schulterschluss mit ihren Allianzpartnern im Bündnis oneworld und konnte hier zuletzt mehrere Erfolge an ihre Anleger melden. Die geplante Fusion mit Iberia erhielt ebenso die Zustimmung der Wettbewerbshüter wie ein bereits seit den 1990er Jahren angestrebtes Transatlantikbündnis mit American Airlines.

Mit dem im Juli verkündeten oneworld-Beitritt von Air Berlin bis 2012 wird für British Airways künftig zudem auch eine bessere kontinentale Anbindung verbunden sein.




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