Flug LH 8460

Ermittler: Lufthansa Cargo MD-11F nach harter Landung verunfallt


RIAD - Ein Reifenschaden bei der Landung hat das Unglück eines Lufthansa-Frachtjets in der saudischen Hauptstadt Riad verursacht. Das hat die saudi-arabische Flugaufsichtsbehörde in einem ersten Untersuchungsbericht vom Wochenende festgestellt. Die Räder der Maschine vom Typ MD-11F seien beim Aufsetzen auf die Landebahn am Dienstag zerstört worden, hieß es. Pilot und Co-Pilot wurden bei dem Unglück verletzt.

Maschine und Ladung wurden weitgehend zerstört. Der Reifenschaden habe die Maschine in Brand gesetzt, erklärte der Sicherheitsbeauftragte der saudischen Zivilluftfahrtbehörde, Abdel Rahim Bukhairy, zum vorläufigen Ergebnis der Untersuchung. Am Tag des Unglücks hatte der Fernsehkanal al-Arabiya noch gemeldet, vor der Landung sei Rauch aus dem Flugzeug gedrungen.

Ein Bericht der amerikanischen Behörde für Verkehrssicherheit, NTSB, spricht ebenfalls von einer "harten Landung" der MD-11F D-ALCQ, in deren Folge die Maschine verunfallte. Ein Feuer im Frachtraum noch vor der Landung gilt inzwischen nicht mehr als wahrscheinlich.

Die Maschine kam 27. Juli aus Frankfurt und sollte planmäßig in Riad landen. Der Sprecher von Lufthansa Cargo, Nils Haupt, sagte am Samstag, das Unternehmen könne noch keine Stellung zu dem Bericht nehmen. Experten von Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik seien für Untersuchungen in Saudi-Arabien.



© aero.de, dpa