Flugschreiber dokumentieren Landeunfall von Lufthansa Cargo
FRANKFURT - Nach dem Unfall einer MD-11F der Lufthansa Cargo am 27. Juli in Riad liegen den Ermittlern erste belastbare Erkenntnisse zum Ablauf der Landung vor. "Die Auswertung der Flugschreiber durch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig ist erfolgt", erklärte ein Lufthansa Cargo-Sprecher am Mittwoch gegenüber aero.de. "Nach ersten Erkenntnissen kam es nach dem Anflug zu einem ersten normalen Aufsetzen."
Danach folgten zwei weitere Bodenberührungen. "Das Heck brach daraufhin direkt hinter dem Hauptfahrwerk ab", erläuterte Lufthansa Cargo die ausgewerteten Daten. "Die Landung erfolgte auf dem vorgesehenen Landebahnabschnitt. Nach ca. 2.400 Metern verließ das Flugzeug die Runway zur linken Seite. In der letzten Phase knickte das Bugrad ein. Nach weiteren 375 Metern kam das Flugzug im Sand zum Stillstand und fing Feuer."
Beide Piloten konnten sich über die fehlerfrei auslösende Rutsche 1L in Sicherheit bringen. Der 39 Jahre alte Kapitän der Maschine blieb unverletzt, sein 29-jähriger Erster Offizier musste im Krankenhaus behandelt werden. Die in den Unfall verwickelte MD-11F mit dem Kennzeichen D-ALCQ wurde vollständig zerstört und soll in Saudi Arabien abgewrackt werden.
Nach Informationen des "Spiegel" befanden sich an Bord des verunfallten Flugs LH 8460 aus Frankfurt neben weiterer Fracht auch zwei als Gefahrgut gekennzeichnete Paletten.
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