Korean Airlines bestellt fünf Boeing 747-8 Intercontinental
SEATTLE - Korean Air hat fünf Boeing 747-8 Intercontinental bestellt. Dies bestätigte die Fluggesellschaft am Freitag in einer Stellungnahme. Korean ist damit nach der Lufthansa der zweite Airlinekunde, der einen Auftrag für die Passagierversion der 747-8 platziert hat. Die Flugzeuge sollen zwischen 2013 und 2015 an Korean Air ausgeliefert werden, erklärte eine Unternehmenssprecherin gegenüber aero.de. Korean wird aus früheren Aufträgen Ende 2010 mit der Eingliederung von sieben B747-8F beginnen.
Korean Air ist im Programm 747-8 als Zulieferer beteiligt. Die Unternehmenssparte Tech Centre wird Tragflächenkomponenten für das Flugzeug herstellen. In dieser Woche hat Boeing das Konstruktionsdesign der 747-8I zu 90 Prozent festgelegt. Die Produktion der 747-8I wird Mitte 2010 beginnen, schreibt Boeing Marketingdirektor Randy Tinseth im Unternehmensblog.
Wegen Produktions- und Absatzproblemen im Programm musste Boeing zuletzt Sonderbelastungen in Milliardenhöhe verkraften. Rund 640 Millionen Dollar (435 Mio Euro) der Gesamtbelastung entfallen nach Unternehmensangaben auf die wegen Verzögerungen gestiegenen Produktionskosten.
Eine Belastung von 360 Millionen Dollar resultiert aus der Entscheidung des Konzerns, die Produktionskapazität für die 747-8 zwei Jahre länger als ursprünglich geplant auf nicht mehr als 1,5 Flugzeuge pro Monat zu erhöhen. Zuvor beabsichtigte Boeing, die Fertigung auf 2 Maschinen im Monat einzuspielen.
Die Auslieferungen der 747-8F sollen im vierten Quartal 2010 beginnen. Die Passagier-Variante des Flugzeugs soll etwa ein Jahr später das erste Mal ausgeliefert werden. Die Deutsche Lufthansa war mit 20 bestellten Einheiten der bislang einzige Airlinekunde des Passagiermodells.
Fünf Airbus A380 bis Ende 2011
Korean Airlines ist ebenso wie Lufthansa auch Kunde des Airbus Großraumflugzeugs A380. Im Frühjahr baute die Gesellschaft ihren Auftrag um zwei Einheiten auf zehn Flugzeuge aus. Korean erwartet ihren ersten A380 Ende 2010. Im Jahr 2011 sollen vier weitere Einheiten in die Langstreckenflotte eingegliedert werden.
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