NTSB will Cockpitgespräche stichprobenartig kontrollieren
WASHINGTON - Piloten von Verkehrsmaschinen sollen nach dem Willen einer US-Behörde stichprobenartig während des Fluges im Cockpit belauscht werden können.
Wie die Zeitung "USA Today" am Mittwoch berichtete, gab die Nationale Behörde für Verkehrssicherheit (NTSB) eine entsprechende Empfehlung an die Flugbehörden. Die Nutzung der sogenannten "Black Box" im Cockpit soll demnach zur Unfallvermeidung dienen. Anlass sind eine Reihe von Flugunfällen in den USA, die mutmaßlich abgelenkte Piloten verursacht hatten.
Bisher darf die per Flugschreiber aufgezeichnete Konversation im Cockpit lediglich abgehört werden, um den Hergang eines Unfalls nachzuvollziehen. "Es ist wichtig zu wissen, was im Cockpit geschieht, wenn wir die Unfallraten reduzieren wollen", erklärte NTSB-Vorsitzende Debbie Hersman der Zeitung. Die Pilotengewerkschaft protestierte gegen den Schritt.
Im vergangenen Februar waren 49 Menschen bei einem Flugzeugunglück in Buffalo im Bundesstaat New York ums Leben gekommen, weil die Maschine bei vereistem Wetter per Autopilot geflogen war. Offenbar waren die Piloten im Cockpit durch eine Unterhaltung abgelenkt. Im vergangenen Oktober verpassten zwei Piloten mit ihrer Passagiermaschine den Zielflughafen, weil sie von einem Computerprogramm auf ihren privaten Laptops abgelenkt worden waren.
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