Erstflug noch 2009

Qatar Airways erhält erste Boeing 787 Ende 2011


NEW YORK - Qatar Airways geht davon aus, dass Boeing noch vor Jahresende mit der 787 fliegen wird. Dies sagte Qatar Airways Vorstandschef Akbar Al Baker gegenüber Medienvertretern in New York. Al Baker hatte sich am Wochenende mit Vertretern von Boeing Commercial Airplanes getroffen, um sich über die jüngsten Verzögerungen im Programm zu informieren.



Qatar Airways hat 30 787-8 fest bestellt und hält Optionen auf weitere 30 Einheiten. Die Fluggesellschaft werde die ersten vier Flugzeuge aus dem Auftrag im vierten Quartal 2011 erhalten, sagte Al Baker nach dem Treffen. "Die gesamte Flotte wird bis 2015 zur Verfügung stehen."

Sollten andere Airlines Auslieferungen verlegen, könnten Optionen zudem früher eingelöst werden. Al Baker zeigte sich zuversichtlich, dass Boeing die Lieferzusagen einhalten wird. "Wenn sie es diesmal nicht hinbekommen, hat Boeing vergessen, wie man Flugzeuge baut", zitiert "Reuters" den Qatar Vorstandschef.

Boeing hatte im Juni den Erstflug der 787 nach Auftreten eines Strukturproblems am Übergang von Tragflächen und Wingbox kurzfristig abgesagt. Ein neuer Zeitplan für das Programm soll im laufenden Quartal vorgestellt werden.

Vertrauen in A350 XWB

Al Baker bekräftigte in New York sein Vertrauen in das A350 XWB-Programm des Boeing-Wettbewerbers Airbus. Der A350 XWB soll mit 80 bestellten Einheiten einschließlich Optionen das Herzstück der künftigen Qatar-Flotte bilden. Die Fluggesellschaft wird der erste Betreiber des neuen Modells sein.

Qatar Airways will die ersten Flugzeuge aus ihrem Auftrag im vierten Quartal 2013 in die Langstreckenflotte eingliedern und sieht im Programm ein Verzögerungsrisiko von nicht mehr als sechs Monaten. "Zugleich sind wir aber zuversichtlich, dass Airbus die Maschinen termingerecht liefern wird", kommentierte Al Baker in der Vorwoche.

Gallois: Lieferslots bis 2015/2016 ausgebucht

Am Dienstag hatte EADS Vorstandschef Louis Gallois den Programmplan bekräftigt. "Ich bin mit der Leitung des Programms sehr zufrieden", sagte Gallois nach Vorstellung der EADS Quartalszahlen. "Der Terminkalender ist sicher eng gefasst, aber wir befinden uns weiter im Zeitplan."

Gallois geht nicht davon aus, dass die Verzögerungen der 787 dem A350 XWB-Programm nutzen. "Dies hilft dem A350 XWB nicht wirklich, da für dieses Flugzeug bis 2015/2016 keine Lieferslots mehr verfügbar sind", zitiert "Bloomberg" Gallois in einem Interview. Eher profitiere das A330-Programm von den Problemen der 787.











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