Einsparung beim fliegenden Personal

SAS Group im ersten Halbjahr tief in den roten Zahlen


STOCKHOLM - Die schwedische SAS Group hat im ersten Halbjahr 2009 einen Verlust nach Steuern von 1,79 Milliarden SEK (rd. 174,38 Millionen Euro) eingeflogen. Zwar habe sich die Auslastung im zweiten Quartal etwas stabilisiert, teilte die Gesellschaft am Mittwoch bei Vorlage ihres Ergebnisses mit. Die erzielten Yields seien aber weiter zurück gegangenen.



In den Monaten Januar bis Juni 2009 zählte die SAS Group 12,6 Millionen Passagiere. Dies entspricht 16,4 Prozent weniger Reisenden als im ersten Halbjahr 2008. Der Erlös aus der operativen Geschäftstätigkeit ging um 12,1 Prozent auf 23,52 Milliarden SEK zurück. Zusätzlich belasteten höher als erwartet ausgefallene Restrukturierungskosten das Ergebnis.

Im letzten Monat des zweiten Quartals gingen die Yields um 7,6 Prozent zurück. Auch im Juli zeichnete sich keine Stabilisierung des Geschäfts ab. Die Passagierzahl lagen mit 2,0 Millionen Reisenden 14,1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Verkehrsleistung nahm gegenüber dem Vorjahr im Juli um 13,6 Prozent (RPK) ab. Die Entwicklung wurde von einer Kürzung des Angebots um 17,3 Prozent (ASK) begleitet, wodurch die Auslastung um 3,6 Prozentpunkte auf 83,8 Prozent gesteigert werden konnte.

Einsparungen beim fliegenden Personal

SAS wird weiter Kosten im Unternehmen abbauen. Zusätzlich zum gerade erweiterten Maßnahmenpaket CORE SAS, in dessen Rahmen 4,5 Milliarden SEK eingespart werden sollen, plant SAS Einsparungen von weiteren 2,0 Milliarden SEK beim fliegenden Personal. Die Gehälter und Pensionen der Kabinen- und Cockpitcrews sollen um 10 bis 20 Prozent sinken.

In CORE SAS wird die Gesellschaft ihr Angebot um rund 20 Prozent zurücknehmen und den Betriebsschwerpunkt auf die profitablen Teile des Streckennetzes verlagern. Zwei Langstrecken- und 19 Kurzstreckenmaschinen werden aus der Flotte ausgegliedert.

Die SAS Group um SAS Scandinavian Airlines, Widerøe und Blue1 unterhält eine Gesamtflotte von 256 Flugzeugen und hatte zum Quartalsende offene Bestellungen über 14 weitere Maschinen.

"Es ist gerade jetzt wichtig, dass wir die Kostenlücke zu unseren Wettbewerbern schließen", begründete SAS Vorstandschef Mats Jansson. "Dies ist eine Frage der Wettbewerbsfähigkeit, gleicher betriebswirtschaftlicher Rahmenbedigungen und in letzter Instanz auch des Überlebens der SAS."


© aero.de