Starker Gegenwind für Intersky
FRIEDRICHSHAFEN - Mit Sommerflugplan 2010 plant der Lufthansa-Budgetflieger Germanwings die Aufnahme von Liniendiensten an den Bodenseeairport Friedrichshafen. Zunächst soll Köln/Bonn werktags im doppelten Tagesrand mit dem Bodenseeairport verbunden werden, am Wochenende je ein Mal. Geflogen wird mit 150-sitzigen Jets vom Typ Airbus 319. Die Flüge sind bereits freigeschaltet und ab 19,99 Euro buchbar.
Claus Bernatzik, Geschäftsführer der am Bodenseeairport residenten Intersky gibt sich zu der Konkurrenz auf der seit über fünf Jahren erfolgreich bedienten Strecke gelassen und setzt auf ein bewährtes Produkt: "Wir bieten unseren Geschäftspartnern und Kunden seit Jahren hohe Qualität zu günstigen Preisen. Das wird auch weiterhin so bleiben."
Für Intersky, Österreichs größte Fluggesellschaft in Familienbesitz, stehen der Kunde und seine Wünsche, striktes Kostenmanagement und die ausgezeichnete Zusammenarbeit des Teams im Vordergrund. "Wir sind bestens gewappnet".
Ob das ausreicht, wird sich spätestens im Sommer zeigen: Nach der inzwischen durch Air Berlin übernommenen Strecke Graz-Berlin und deren umfangreichem Angebot vom nur 80 Kilometer entfernten Allgäuairport steht nun auch einer ihrer Kernmärkte unter Druck: Durch den neuen Konkurrenten erhöht sich das Sitzangebot auf deren Brot & Butter-Strecke ins Rheinland schlagartig um über 200 Prozent. Von Plan B ist derzeit aber keine Rede.
Des einen Leid ist oft des anderen Freud. Für den Bodenseeairport ist Germanwings ein attraktiver Zuwachs, wenn auch mit Risiken. Flughafenchef Hans Weis: "Wir stehen voll hinter unserem langjährigen Homebase Carrier InterSky, welcher uns seit Jahren Wachstum bringt und die Bedürfnisse der Wirtschaftsregion verlässlich abdeckt".
© Edition Airside, Wien