Streitigkeiten um Piloten-Jobwechsel von Tyrolean zu AUA
WIEN (dpa-AFX/APA) - Nach den Flugausfällen vom Vortag ist bei Austrian Airlines (AUA) am Dienstag zumindest im Flugverkehr wieder Ruhe eingekehrt. Eine fünfstündige Betriebsversammlung der Tyrolean-Belegschaft - teilweise unter Anwesenheit von AUA-Chef Alfred Ötsch - hatte den AUA-Betrieb in Teilen lahm gelegt, 58 Flüge wurden gestrichen.
Weitere Informationsveranstaltungen in nächster Zeit seien nicht angekündigt, sagte AUA-Sprecherin Livia Dandrea am Dienstag zur österreichischen dpa-AFX-Partneragentur APA. Es gebe keine konkrete Forderungsliste.
Der Betriebsrat der Tyrolean war auch am Dienstag für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Ein Sprecher der Gewerkschaft vida erklärte dazu, wie schon am Vortag, es sei eine interne "Betriebsratsangelegenheit" der Tyrolean. Man habe keine neuen Informationen. Anlass für die über Stunden währende Infoveranstaltung am 26. November waren Streitigkeiten zwischen Management und Betriebsrat um die Bedingungen für einen Jobwechsel für Piloten von der Tyrolean zur AUA.
Das Modell werde weiter verhandelt, hieß es am Dienstag von Seiten der AUA. Ziel sei es, eine "ausbalancierte" Lösung zu finden. In anderen Bereichen, etwa im Servicebereich oder bei den Dienstplänen, will sich die AUA Einwände der Tyrolean Belegschaft "ansehen". Man werde sich der Probleme annehmen, hieß es.
Die Gehälter für die Piloten selbst wurden bereits im August auf 2,4 Prozent rückwirkend mit 1. April 2007 erhöht. Allerdings hat der Tyrolean-Betriebsrat den endgültigen Kollektivvertragsabschluss mit der Einigung auf das Übertrittsmodell verknüpft. Deshalb ist die Gehaltserhöhung für Tyrolean-Piloten und Bordpersonal bisher nicht wirksam geworden.
© dpa-AFX