Gespräche beendet

Verhandlungen zwischen Ryanair und Boeing gescheitert


DUBLIN - Ryanair hat Verhandlungen mit dem US Flugzeugbauer Boeing über einen milliardenschweren Auftrag für 200 neue Maschinen endgültig für gescheitert erklärt und abgebrochen. Nachdem Boeing auf Forderungen von Ryanair nicht eingegangen sei, werde das Unternehmen die Flotteninvestitionen zwischen den Jahren 2012 und 2015 deutlich reduzieren, teilte die irische Fluggesellschaft am Freitag in einer Stellungnahme mit.

Ryanair Vorstandschef Michael O`Leary verzichtete allerdings auf frühere Drohungen, die Geschäftsbeziehungen zu Boeing ganz zu beenden. «Vielleicht gibt es in Zukunft andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit für Ryanair und Boeing», sagte O`Leary. Verhandlungen mit anderen Flugzeugbauern solle es nicht geben.

Die 200 neuen Flugzeuge, um die es bei den Verhandlungen ging, sollten in den Jahren 2013 bis 2016 ausgeliefert werden. O`Leary bekräftigte am Freitag die Absicht des Unternehmens, freies Kapital in den Jahren 2012 bis 2015 an Aktionäre auszuschütten.

"Ich halte es für angemessen, Kapitalüberschüsse an die Anteilseigner auszuschütten, wenn wir das Geld nicht (...) zum Erwerb von Flugzeugen einsetzen", erklärte O`Leary.

112 Auslieferungen bis Ende 2012


Laut O`Leary hatten sich die Geschäftspartner zwar auf den Kaufpreis der 200 Maschinen geeinigt, Boeing habe sich aber auf andere Vertragsbedingungen aus früheren Geschäften nicht einlassen wollen.

Bis Ende 2012 wird die Ryanair noch 112 Boeing 737-800 in ihre Flotte übernehmen. Im kommenden Jahr werden 48 Flugzeuge an die Gesellschaft ausgeliefert, teilte Ryanair am Freitag mit. Im Jahr 2011 werden 37 Maschinen folgen, 2012 die verbleibenden 27 Einheiten in die Flotte eingegliedert.



© dpa, aero.de