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Beitrag 1 - 2 von 2
Beitrag vom 28.07.2019 - 04:43 Uhr
UserTrevorSaldana
User (2 Beiträge)
Ich fliege mit Iceland Air von Helsinki über Reykjavik in die USA. Sie mussten Flugzeuge verkleinern und 70 Leute wurden zum späteren Flug getreten. XXXXXXXXXXX

Es ist nur 4 Stunden Verspätung und sie haben mir 500 Euro erstattet, mein Abendessen am Flughafen bezahlt und meinen Sitzplatz aufgewertet. Das alles, während wir noch um 22 Uhr in den USA landen. Ich war zufrieden https://xnxx.onl/

Beim Abendessen habe ich die Erstattung von 500 Euro beantragt. Ich habe einen Code bekommen und wurde darauf hingewiesen, dass ich die Rückerstattung in den kommenden 2-3 Wochen sehen soll. Die Reise wurde auf der Reisekarte meiner Firma gebucht und auf diese Karte werden die 500 Euro erstattet.

Meine Frage:

Ich möchte das Konto, das sie erstatten, auf mein persönliches Konto und nicht auf das Reisekonto meines Unternehmens ändern. Ist das möglich? Wenn das so ist, wie? Immerhin bin ich derjenige, der durchgesessen hat und mit der Verzögerung fertig geworden ist. Ich bin mir sicher, dass meine Firma mich das kosten lassen würde, aber ich würde lieber nicht fragen und diesen Prozess durchlaufen.

Danke im Voraus!

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Weideblitz, Moderator

Dieser Beitrag wurde am 03.08.2019 14:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 28.07.2019 - 12:40 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (272 Beiträge)
Grundsätzlich gilt: Die EU Fluggastrechteverordnung bezieht sich ausschließlich auf Fluggäste.

Damit steht auch auf Dienstreisen die Entschädigung bei Flugverspätung grundsätzlich dem Fluggast, also dem Arbeitnehmer zu. Dies gilt unabhängig davon, wer den Flug bezahlt oder gebucht hat. Da die Entschädigung bis zu 600 Euro pro Passagier beträgt, kann dabei gerade bei Vielfliegern einiges zusammenkommen. Die Entschädigung ist dabei unabhängig davon, welcher Schaden durch die Flugverspätung tatsächlich entstanden ist und nur von der Strecke und der Dauer der Verspätung abhängig.

Es gibt von dieser Regel jedoch auch eine Ausnahme: Manche Firmen lassen sich bei Geschäftsreisen die Entschädigungsansprüche ihrer Mitarbeiter abtreten. Die Abtretung des Anspruchs auf Entschädigung bei einer Flugverspätung findet sich dabei z.B. in der Reiserichtlinie, im Dienstreiseantrag oder sogar direkt im Arbeitsvertrag.

Doch auch, wenn sich der Arbeitgeber die Ansprüche auf Entschädigung bei Geschäftsreisen nicht abtreten lässt, kann er für den durch die Flugverspätung entstandenen Aufwand Schadensersatz von der Fluggesellschaft fordern. Das hat der EuGH so entschieden (Aktenzeichen C-429/14). Grundlage dafür ist das Montrealer Übereinkommen (auch als Montrealer Abkommen bekannt). Beispiele, für die der Arbeitgeber Schadenersatz verlangen kann, wenn seine Mitarbeiter auf einer Dienstreise eine Flugverspätung haben, sind:

Kosten für verlorene Arbeitszeit inkl. Sozialversicherungsbeiträge
Überstundenzuschläge und andere Zuschläge, die dem Arbeitnehmer aufgrund der Verspätung zustehen
Vertragsstrafen wegen nicht eingehaltener Termine
entgangene Umsätze (z.B. für einen verpassten Beratungseinsatz oder Vortrag des Mitarbeiters)
Im Gegensatz zur Entschädigung nach der EU-Fluggastrechteverordnung gibt es für den Schadensersatz nach dem Montrealer Übereinkommen jedoch keine Pauschalen. Der Arbeitgeber muss also konkret belegen, welcher Schaden ihm durch die Flugverspätung auf der Dienstreise entstanden ist.

Schadensersatz kann jedoch auch bei Dienstreisen nicht in unbegrenzter Höhe gefordert werden. Nach dem Montrealer Übereinkommen beträgt der maximale Schadensersatz für Flugverspätungen pro Passagier 4.694 sogenannte "Sonderziehungsrechte" (eine künstliche Währungseinheit). Aktuell (11. Juli 2016) entspricht das etwa 5.900 €

 http://www. flugrecht.de

Dieser Beitrag wurde am 28.07.2019 12:41 Uhr bearbeitet.