Beitrag vom 17.04.2025 - 17:47 Uhr
Ich frage mich ja, warum es immer noch keine Entwicklung einer Auto-Bot Kanone gibt, die man als Modul auf Panzer und Gepanzerte Fahrzeuge aufsetzen, oder in Stellungen aufstellen kann, die einen Tracker und ein MG hat, den Himmel selbstständig nach FPV Drohnen scannt und diese runter holt. Das dürfte im Betrieb auch nicht so teuer sein und ist gegenüber Laser auch noch allwettertauglich. Man muss nur Munition nachfüllen. Mechanische Zerstörung dürfte wohl immer noch die effektivste sein. Flugzeugträger haben sowas ja auch im großen Format mit Ihren Phalanx Miniguns.
Beitrag vom 17.04.2025 - 20:31 Uhr
Wie ich es verstanden habe soll das System einen größere Anzahl Drohnen ( Schwarm ) mit einem Schlag ausschalten und richtet sich nicht primär gegen einzelne FP-Drohnen.
Beitrag vom 17.04.2025 - 20:36 Uhr
Steht doch im Text:
"Bei geschätzten Kosten von zehn britischen Pence (knapp neun Cent) pro Schuss könne das System, [...] , eine kostengünstige Ergänzung zu herkömmlichen Raketensystemen sein, ..."
Das ist rund die Hälfte konventioneller Munition - plus kein Verschleiss weil keine Mechanik. Deutlich weniger Logistik-Aufwand im Nachschub. Zudem weniger Kolateral-Schäden durch Munition, die vom Himmel fällt. Des weiteren psychologisch für die Bervölkerung besser, da diese Methode deutlich leiser sein dürfte.
Beitrag vom 17.04.2025 - 21:10 Uhr
Steht doch im Text:
"Bei geschätzten Kosten von zehn britischen Pence (knapp neun Cent) pro Schuss könne das System, [...] , eine kostengünstige Ergänzung zu herkömmlichen Raketensystemen sein, ..."
Und wo genau habe ich Raketen erwähnt?
Beitrag vom 18.04.2025 - 01:02 Uhr
Und wo genau habe ich Raketen erwähnt?
Ja nirgends - aber ich meinte auch normale Munition und nicht Raketen - sorry.
Beitrag vom 18.04.2025 - 03:56 Uhr
Und wo genau habe ich Raketen erwähnt?
Ja nirgends - aber ich meinte auch normale Munition und nicht Raketen - sorry.
Alles gut, passiert.
Ich für meinen Teil sehe elektronische Maßnahmen immer etwas skeptisch. Störsender für Drohnen funktionieren nur begrenzt auf kleine Distanz, bis der Gegner seine Elektronik weiter härtet, oder die Maßnahmen anderweitig umgeht. Ist ja derzeit ein rasantes Katz und Maus Spiel. Dazu kamen dann die Glasfaserdrohnen mit einer mittlerweile bis zu 20km langen Winch.
Der nächste ummantelt vielleicht die Elektronik mit Alufolie für ein paar Cent und ggf. funktioniert dann schon die sicherlich superteure Funkwellenkanone nicht mehr.
Dazu kommt die kurze Reichweite von 1km.
Auch Laser maximal 3km, aber nur bei klarem Himmel.
Konventionell hat zwar Verschleiß und braucht Nachschub an Munition, ist aber dafür extrem zuverlässig, da ausentwickelt. Konventionelle Munition funktioniert gegen Drohnen prinzipbedingt immer.
In die Rechnung des Artikels, dass ein â??Schussâ?? Strahlen weniger kostet, als konventionelle Munition, würde ich gerne die Anschaffungs- und Betriebskosten des neuartigen Gerätes mit einbeziehen. Wenn ein solches Gerät mit 1km Reichweite bei bestem Wetter 100x so viel kostet wie ein konventionelles Gerät mit 3-4km Reichweite bei jeder Wetterlage, würde ich persönlich für das Geld die 100 fache konventionelle Menge mit dreifacher Reichweite kaufen, brauche kaum geschultes Personal und habe die Sicherheit, dass das Zeug zuverlässig funktioniert.
Darüberhinaus stellt sich dann noch die Frage der lieferbaren Mengen und in welchem Zeithorizont.
Bei der geringen Reichweite braucht es ja eine große Menge. Nur für eine einzige Stadt im Hinterland von 100km2 = mindestens 33 von diesen Funkkanonen, eher mehr, da ja eine gewisse überlappung notwendig ist.
Hier stellt sich die Frage, was das Gerät z.B. mit Shahed anstellt, die höher fliegen können bzw. als aktuell neue Taktik einen senkrechten Sturzflug im Zielgebiet vollziehen.
Lückenhaft aufstellen ist in der Stadt auch nicht, dann kann man bequem drumherum navigieren.
In Frontnähe wiederum, wo man sich gegen Schwärme von FPV Drohnen wehren muss, stehen solche überaus teure seltene Geräte ganz oben auf der Liste von attraktiven Zielen, die der Gegner bevorzugt als erstes ausschalten möchte. Eine größere Menge verstreut aufgestellter, günstigerer konventioneller Geräte wäre da wesentlich schwieriger zu zerstören und ist nicht so attraktiv, bzw. kostet viel eigenen Materialaufwand bei wenig Ertrag, wie umgekehrt das Missverhältnis von teuren Raketen gegen Drohnen. Und auch hier wieder die geringe Reichweite von 1km
Nicht umsonst sind alte Geräte wie der Gepard, das neue Skynex fürs Hinterland, oder andere viel einfacherere konventionelle Geräte in Frontnähe sehr beliebt bei den Truppen.
Der Faktor Bevölkerung dürfte in einem Krieg zumindest für frontnahe Geräte weniger eine Rolle spielen. In Frontnähe sind kaum Zivilisten und geschossen wird hauptsächlich in Richtung Gegner. Da wäre es mir herzlich egal, wenn die konventionellen Geschosse, die vorbei gehen, als netter Seiteneffekt noch auf den Gegner herabregnen.
Das Geschäft mit den Drohnen entwickelt sich derzeit in einem dermaßen hohen Zeitraffer Tempo, dass langwierige teure Entwicklungen m.E. kaum Chancen haben mit diesem Entwicklungstempo mitzuhalten.
Das sind nur mal ein paar der Gedanken, die mir so bei dieser Sache durch den Kopf gekreist sind. Vielleicht sind sie einfach nur blöde, vielleicht aber auch berechtigt.
Beitrag vom 18.04.2025 - 12:38 Uhr
Die Drohnenabwehr muss nur mit höchster Wahrscheinlichkeit treffen und viele Ziele in Sekundenbruchteilen ansprechen können, dann reichen meist schon 500 m Reichweite.
Was sind "Drohnen"?
Das sind doch unbemannte Flugkörper von 737-Grösse bis zu DJs aus dem Supermarkt.
Entsprechend breitgefächert muss die Abwehr sein.
Drohnen lassen sich auch für die Verteidigung einsetzen....
Beitrag vom 18.04.2025 - 13:47 Uhr
In einer Stadt und sogar auf dem Gefechtsfeld wäre ich mit mehr oder weniger gut gebündelten Hochleistungs Sendern bzw einem Magnetron am Boden eh sehr vorsichtig. Man möchte ja nicht in 1km Umkreis alle Elektronik grillen, die man selbst noch benötigt.
Inklusive der eigenen Drohnen, aber auch Computer, Autos, Panzer oder Fernseher, Herzschrittmacher, etc.
Beitrag vom 18.04.2025 - 15:05 Uhr
Tolle Geschichte welche Angriffsdrohnen aber auch z.B. intelligente Landminen (beides ohnehin recht dumme Konzepte) vollständig verdrängen wird nachdem Kleindrohnen das Gewicht eines zuverlässigen faradayschen Käfigs d.h. einer Blechhülle mit entsprechend 'abgedichteten' Druchbrüchen für Sensoren, Antrieb usw. i.d.R einfach nicht tragen können und eine solche wohl auch zu teuer wäre.
Es wird auch interessant zu sehen sein inwiefern man damit z.B. Zünder zum Auslösen bringen oder Menschen nichtletal bekämpfen kann.
Diese Mikrowellenkanonen bauen auf GaN Radartechnik auf d.h. es ist eine entsprechend flache Bauform und elektronische Strahlschwenkung und Fokusierung möglich ...
https://www.infineon.com/cms/de/product/power/gallium-nitride/gallium-nitride-transistor/?redirId=295249
bei einem Betrieb mit bis zu 700V und 100A kann man davon ausgehen dass die Drohne nach ein paar Impulsen gar ist.
Nur weil in Deutschland/ Bayern die technologische Basis und durch diverse Sondervermögen auch das Geld dafür existiert heißt aber natürlich nicht dass bei uns auch daran geforscht wird denn das wäre ja "Laptop und Lederhosn" und nicht "Laserleberkäse" bzw. Fleischpanzerung bzw. Wehrpflicht.
Beitrag vom 20.04.2025 - 10:28 Uhr
Ich stimme grundsätzlich vielen der Ausführung zu. Aber genauso sollte man beachten, dass mit Nutzung von Drohnen nicht die anderen Angriffsvektoren ersetzt wurden. Ein Konflikt wurde mit den Drohnen nur um eine weitere Komponente ausgebaut. Das bedeutet der Laptop und die Wehrpflicht sind kein entweder oder...
Beitrag vom 20.04.2025 - 21:34 Uhr
„Waffen gegen den Krieg ist wie Schnaps gegen den Alkoholismus.“
- William Booth -
Beitrag vom 20.04.2025 - 22:17 Uhr
â??Waffen gegen den Krieg ist wie Schnaps gegen den Alkoholismus.â??
- William Booth -
Gegenthese: Mutually Assured Destruction durch Atomwaffen hat im Kalten Krieg 50 Jahre lang den Frieden zwischen übel verfeindeten Atommächten erhalten. Kann man heute noch bei Indien/Pakistan "bewundern". Ohne Atomwaffen würden da alle paar Jahre die Panzerheere rollen.
Gut, das funktioniert nur, weil der Homo Sapiens eine extrem bescheuerte Spezies ist, bei der die Entwicklung der Territorialinstinkte irgendwann um den Homo Erectus herum eingestellt wurde - aber immerhin.
Beitrag vom 21.04.2025 - 13:19 Uhr
@Tagesprophet,
"Waffen gegen den Krieg ist wie Schnaps gegen den Alkoholismus."
Wladimir Putin
(Waffen sollen nur für Spezialoprationen eingesetzt werden.)
Beitrag vom 21.04.2025 - 16:02 Uhr
Ich stimme grundsätzlich vielen der Ausführung zu. Aber genauso sollte man beachten, dass mit Nutzung von Drohnen nicht die anderen Angriffsvektoren ersetzt wurden. Ein Konflikt wurde mit den Drohnen nur um eine weitere Komponente ausgebaut. Das bedeutet der Laptop und die Wehrpflicht sind kein entweder oder...
Doch sind sie.
Die Wehrpflicht kostet nämlich extrem viel Geld was ursprünglich auch der Grund dafür war sie auszusetzen.
Andere mittelgroße Länder kennen dieses Phänomen von ihren Atomarsenalen welche aus allen anderen Teilstreitkräften aber mangels Atomkomponennte insb. dem Heer das Geld heraussaugen und dementsprechend schaut das Britische; Indische; Französische; Israelische und teilweise sogar das US Heer trotz teilweise wesentlich größerem Verteidigungshaushalt/ BIP auch aus.
Entweder Laptop oder Atom oder Wehrpflicht.
Kapiert aber weder die Bratwurst noch seine zukünftige "das check ich nicht" Flugtaxi Forschungsministerin und die Sozen welche wieder den Verteidigungsminister stellen werden sowieso nicht.
Beitrag vom 21.04.2025 - 16:41 Uhr
Entweder Laptop oder Atom oder Wehrpflicht.
Ich versuche da mal einen Sinn zu entdecken.
Alle diese Dinge kosten Geld - also schließt eine Investition die beiden anderen aus?
Falls das gemeint sein sollte: Alles kostet Geld, auch das reine Vorhandensein der Bundeswehr.
GemÃ¤ß Ihrer Logik also: Entweder Laptop oder Atom oder Wehrpflicht oder Bundeswehr.
Das ist natürlich Unsinn.
Und Ihre ständigen Schmähungen einzelner Politiker nerven gewaltig.
"Bratwurst" ist der gleiche Kindergartenstil, den viele Erwachsene auch bei Trump kritisieren ...
Dieser Beitrag wurde am 21.04.2025 17:03 Uhr bearbeitet.