Beitrag vom 03.10.2026 - 08:30 Uhr
Also nicht mal Nachbarländer tauschen sich über Gefahrder aus...
Hätte vermutet, daß man da seit dem 11. September weiter ist.
Man kann nur froh sei, daß der Täter nicht einfach ein paar Wochen oder Monate auf eine Gelegenheit gewartet hat, wo der Kollege auf's WC entschwindet.
Offenbar gab es beim Täter einen inneren Drang, die Tat möglichst zeitnah zu verüben.
Das Ganze löst sehr beklemmende Gefühle aus...
Beitrag vom 03.10.2026 - 11:35 Uhr
Ich denke die Zugänge zum Cockpit sollten neu geregelt werden. Und zwar so dass eine weitere Person der Crew, immer wechselnd wer, einen Zugang von außen hat. Meinetwegen per Fingerabdruck, den man vor jedem Start neu einlesen muss. Also jeder von den zweien da vorne plus eine weitere Person.
Beitrag vom 03.10.2026 - 11:38 Uhr
…und ich finde den Hype um den "Helden" (Kapitän) etwas übertrieben.
Der hat sich selbstverständlich für alle eingesetzt. Danke, gut gemacht.
Aber am Ende hat er sich gewehrt, so wie ich es auch tun würde wenn je,and mich mit einer Axt angreift. Und weiß dass ich sicher sterben werde wenn ich nichts mache. Entweder per Axt oder per Absturz. Da komme ich schon in die Gänge…
Aber die Medien brauchen einen Helden.
Bin auch weiterhin gespannt ob wirklich der Klempner die Maschine so sauber und kontrolliert abgefangen hat dass sie nicht in der Luft zerbrach.
Beitrag vom 03.10.2026 - 11:55 Uhr
Bin auch weiterhin gespannt ob wirklich der Klempner die Maschine so sauber und kontrolliert abgefangen hat dass sie nicht in der Luft zerbrach.
Klempner?
Und ganz offensichtlich wurde die Maschine ja abgefangen und ist nicht in der Luft zerbrochen!
Beitrag vom 03.10.2026 - 12:34 Uhr
Das "Klempner" bezieht sich wohl auf die Antwort des Mannes, was er beruflich mache, verstopfte Klos reparieren, wurde kolportiert.
@ppler
Die verschliessbare Tür dient der Sicherheit des Cockpits, dass gerade nicht ein Terrorist den Zugang zum Cockpit erzwingen können soll, indem er einen Schlüsselträger identifiziert. Man muss es denen nicht noch leichter machen.
Beitrag vom 03.10.2026 - 13:02 Uhr
Das "Klempner" bezieht sich wohl auf die Antwort des Mannes, was er beruflich mache, verstopfte Klos reparieren, wurde kolportiert.
Genau das meinte ich, war nicht negativ gemeint für den Mann. Ich bin mir aber nichtmsicher ob er wirklich derjenige ist der das Abfangen durchgeführt hat. Bei über Mach 1 und so kontrolliert das eben nicht mehr passiert ist.
@ppler
Die verschliessbare Tür dient der Sicherheit des Cockpits, dass gerade nicht ein Terrorist den Zugang zum Cockpit erzwingen können soll, indem er einen Schlüsselträger identifiziert. Man muss es denen nicht noch leichter machen.
Ich denke auch dass ließe sich regeln. Z.B. indem man wie bei den Amis eine Schleuse einbaut, hatte ich gerade bei DL gesehen. Wenn die Crew aufs Klo geht wird davor abgesperrt. Und wenn beide im Cockpit sind kommt auch der Schlüsselträger nicht rein, außer von innen wird der Zugang bestätigt.
Beitrag vom 03.10.2026 - 14:21 Uhr
Die Geschichte mit dem "Klempner, der die 737 gerettet hat" würde ich dann doch etwas relativieren.
Dass Yaniv Hayoun tatsächlich Klempner ist, ins Cockpit gelangte, bei der Überwältigung des Copiloten half und offenbar auch kurz die Kontrolle der Maschine übernommen hat, scheint inzwischen ziemlich gut belegt zu sein. Das allein ist schon bemerkenswert genug.
Daraus wird in der medialen Weitererzählung aber schnell: "Klempner schaut Mayday und fängt deshalb eine abstürzende 737 ab."
Genau dieser Teil ist meines Erachtens bislang nicht sauber belegt. An Bord befand sich eine flydubai-Reservecrew, die anschließend die Kontrolle übernahm und die Maschine sicher nach Tabuk brachte. Entscheidend wäre also die genaue zeitliche Abfolge: Was machte der Autopilot? Wer hatte während des rapiden Sinkflugs tatsächlich die Kontrolle? Was genau tat Hayoun – festhalten, ziehen, Autopilot bedienen, Maschine stabilisieren? Und wann übernahm die Reservecrew?
"Er hatte kurzfristig die Kontrolle" und "er hat als völlig untrainierter Klempner eine 737 aus einem Sturzflug gerettet" sind eben zwei ziemlich unterschiedliche Aussagen.
Dass er zusammen mit anderen Passagieren in einer extremen Situation eingegriffen und möglicherweise eine Katastrophe verhindert hat, schmälert das überhaupt nicht. Aber für die fliegerische Heldengeschichte à la Hollywood würde ich erst einmal den Untersuchungsbericht abwarten.
Beitrag vom 03.10.2026 - 14:56 Uhr
Offensichtlich stellt sich in Bezug auf Flydubai nach dem, was wir jetzt wissen, schon die grundsätzliche Frage nach der Personalpolitik in Bezug auf Flight Crews. Wie ich auch bereits andernorts im Netz gelesen habe wäre jetzt in mehrfacher Hinsicht wichtig zu wissen: Handelt es sich bei diesem First Officer um den einzigen Extremisten, der da bei dieser Airline als Pilot beschäftigt ist bzw. war oder muss man sich da auf weitere böse Überraschungen gefasst machen?
Beitrag vom 03.10.2026 - 15:16 Uhr
Offensichtlich stellt sich in Bezug auf Flydubai nach dem, was wir jetzt wissen, schon die grundsätzliche Frage nach der Personalpolitik in Bezug auf Flight Crews. Wie ich auch bereits andernorts im Netz gelesen habe wäre jetzt in mehrfacher Hinsicht wichtig zu wissen: Handelt es sich bei diesem First Officer um den einzigen Extremisten, der da bei dieser Airline als Pilot beschäftigt ist bzw. war oder muss man sich da auf weitere böse Überraschungen gefasst machen?
Die Frage nach der Personalpolitik und insbesondere nach dem Screening halte ich inzwischen auch für absolut berechtigt. Bei der Schlussfolgerung "Wie viele Extremisten sitzen dort noch im Cockpit?" wäre ich allerdings vorsichtig.
Bislang gibt es meines Wissens keinerlei belastbaren Hinweis darauf, dass es sich bei flydubai um ein grundsätzliches oder gar systematisches Problem innerhalb der Pilotenschaft handelt. Aus einem solchen Fall sollte man das auch nicht ableiten.
Was ich allerdings wesentlich beunruhigender finde: Nach den inzwischen bekannt gewordenen Informationen war der Mann offenbar nicht völlig unauffällig. Bei Oman Air war er wegen Sicherheitsbedenken bzw. extremistischer Inhalte bereits aus dem Flugbetrieb genommen worden. Trotzdem konnte er anschließend wieder eine fliegerische Tätigkeit aufnehmen und landete schließlich als First Officer bei flydubai.
Damit stellt sich für mich weniger die Frage "Wie viele Extremisten hat flydubai noch?", sondern vielmehr: Wie konnte diese Information beim Recruiting und Security Screening entweder unbekannt bleiben oder ohne entsprechende Konsequenzen bleiben?
Und daran schließt sich die eigentlich branchenweite Frage an: Wie funktioniert der Austausch solcher sicherheitsrelevanten Informationen zwischen Airlines, Behörden und Staaten überhaupt? Eine nicht bestandene Musterberechtigung oder ein medizinisches Problem dürfte in einer Pilotenakte relativ zuverlässig Spuren hinterlassen. Aber was passiert mit der Information "aus Sicherheitsgründen wegen extremistischer Auffälligkeiten aus dem Cockpit entfernt"?
Genau das sollte die Untersuchung klären.
Denn wenn sich bestätigt, dass flydubai lediglich einen normalen Background Check durchgeführt hat und dabei eine bei einem vorherigen Arbeitgeber bereits bekannte sicherheitsrelevante Auffälligkeit nicht auftauchte, haben wir möglicherweise weniger ein spezifisches "flydubai-Problem" als eine ziemlich unangenehme Lücke im internationalen Luftsicherheitssystem.
Und fast noch kurioser: Zusätzlich muss geklärt werden, warum ein omanischer Staatsbürger überhaupt auf einem Flug nach Israel eingesetzt wurde. Auch dazu gibt es inzwischen offene Fragen.
Das alles ist für mich wesentlich relevanter als jetzt ohne Belege zu spekulieren, wie viele weitere Extremisten bei flydubai beschäftigt sein könnten.
Beitrag vom 03.10.2026 - 15:28 Uhr
Also nicht mal Nachbarländer tauschen sich über Gefahrder aus...
Hätte vermutet, daß man da seit dem 11. September weiter ist.
Man kann nur froh sei, daß der Täter nicht einfach ein paar Wochen oder Monate auf eine Gelegenheit gewartet hat, wo der Kollege auf's WC entschwindet.
Offenbar gab es beim Täter einen inneren Drang, die Tat möglichst zeitnah zu verüben.
Das Ganze löst sehr beklemmende Gefühle aus...
>
In der Tat. - Ich habe inzwischen mehrfach den Hinweis gefunden, dass dieser Flug sozusagen ideal für so einen Anschlag war: Ein Flug nach Israel, bei dem absehbar ein großer Teil der Passagiere israelische Staatsangehörige waren mit einem indischen Kapitän, der offenbar Hinduist ist, in der Perspektive eines islamistischen Extremisten also ein "Ungläubiger", um den es nicht weiter schade ist. - Es ist zwar eine reine Vermutung und wichtig, sie als solche zu kennzeichnen, aber sie würde zu den derzeit bekannten Fakten des Ereignisablaufs passen - nämlich dass dann anscheinend drei Dinge nicht so gelaufen sind wie es sich der Attentäter womöglich vorgestellt hat:
- Zwei Stunden nach dem Take-off vergingen und der Kapitän hatte immer noch nicht das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Inzwischen war man kurz vor dem Top of Descent. Also ergab sich für den Attentäter die Notwendigkeit eines physischen Angriffs auf den Kapitän, der dann aber auch nicht sein Ziel erreichte: Der Kapitän hat es offenkundig noch geschafft, die Cockpit-Tür von innen zu öffnen.
- Die schnelle und rabiate Intervention von Passagieren hatte der Attentäter hatte der Attentäter wohl auch nicht antizipiert.
- Obwohl es dem Attentäter trotzdem noch gelang, die Maschine in einen Sturzflug zu schicken, gelang es irgendwem irgendwie, sie trotz struktureller Höchstbelastung, sie abzufangen. Zudem befanden sich zwei Piloten unter den Passagieren, die die Maschine trotz ihrer schweren Beschädigung zum nächstgelegenen Flughafen fliegen und dort sicher landen konnten.
Da haben dem bekannten Modell zufolge offenbar gleich mehrere "Käsescheiben" mit knapper Not gehalten - sonst würden wir jetzt über einen Crash mit 180 Toten reden. Das ist wirklich beklemmend - und es stellt sich wie erwähnt die Frage nach der Personalpolitik bei Flydubai.
Beitrag vom 03.10.2026 - 15:42 Uhr
Offensichtlich stellt sich in Bezug auf Flydubai nach dem, was wir jetzt wissen, schon die grundsätzliche Frage nach der Personalpolitik in Bezug auf Flight Crews. Wie ich auch bereits andernorts im Netz gelesen habe wäre jetzt in mehrfacher Hinsicht wichtig zu wissen: Handelt es sich bei diesem First Officer um den einzigen Extremisten, der da bei dieser Airline als Pilot beschäftigt ist bzw. war oder muss man sich da auf weitere böse Überraschungen gefasst machen?
Die Frage nach der Personalpolitik und insbesondere nach dem Screening halte ich inzwischen auch für absolut berechtigt. Bei der Schlussfolgerung "Wie viele Extremisten sitzen dort noch im Cockpit?" wäre ich allerdings vorsichtig.
Bislang gibt es meines Wissens keinerlei belastbaren Hinweis darauf, dass es sich bei flydubai um ein grundsätzliches oder gar systematisches Problem innerhalb der Pilotenschaft handelt. Aus einem solchen Fall sollte man das auch nicht ableiten.
Was ich allerdings wesentlich beunruhigender finde: Nach den inzwischen bekannt gewordenen Informationen war der Mann offenbar nicht völlig unauffällig. Bei Oman Air war er wegen Sicherheitsbedenken bzw. extremistischer Inhalte bereits aus dem Flugbetrieb genommen worden. Trotzdem konnte er anschließend wieder eine fliegerische Tätigkeit aufnehmen und landete schließlich als First Officer bei flydubai.
Damit stellt sich für mich weniger die Frage "Wie viele Extremisten hat flydubai noch?", sondern vielmehr: Wie konnte diese Information beim Recruiting und Security Screening entweder unbekannt bleiben oder ohne entsprechende Konsequenzen bleiben?
Und daran schließt sich die eigentlich branchenweite Frage an: Wie funktioniert der Austausch solcher sicherheitsrelevanten Informationen zwischen Airlines, Behörden und Staaten überhaupt? Eine nicht bestandene Musterberechtigung oder ein medizinisches Problem dürfte in einer Pilotenakte relativ zuverlässig Spuren hinterlassen. Aber was passiert mit der Information "aus Sicherheitsgründen wegen extremistischer Auffälligkeiten aus dem Cockpit entfernt"?
Genau das sollte die Untersuchung klären.
Denn wenn sich bestätigt, dass flydubai lediglich einen normalen Background Check durchgeführt hat und dabei eine bei einem vorherigen Arbeitgeber bereits bekannte sicherheitsrelevante Auffälligkeit nicht auftauchte, haben wir möglicherweise weniger ein spezifisches "flydubai-Problem" als eine ziemlich unangenehme Lücke im internationalen Luftsicherheitssystem.
Und fast noch kurioser: Zusätzlich muss geklärt werden, warum ein omanischer Staatsbürger überhaupt auf einem Flug nach Israel eingesetzt wurde. Auch dazu gibt es inzwischen offene Fragen.
Das alles ist für mich wesentlich relevanter als jetzt ohne Belege zu spekulieren, wie viele weitere Extremisten bei flydubai beschäftigt sein könnten.
Im Grunde d´accord - nur: Ich bin auch schon mal mit Flydubai geflogen - und bevor ich dort einen eventuellen nächsten Flug buche bzw. von meinem Arbeitgeber für mich buchen lasse möchte ich in meinem elementaren Eigeninteresse wissen, ob das der einzige gewaltbereite Extremist war, der bei dieser Airline als Pilot ganz legal Zugang zu den Cockpits ihrer Maschinen hatte oder ob man sich ganz konkret bei dieser spezifischen Airline auf weitere böse Überraschungen dieser Art gefasst machen muss. Das dürfte eine Frage sein, die sich nach den jetzt bekannt gewordenen Informationen momentan nicht nur mir stellt bzw. nicht nur von mir an Flydubai gestellt wird. Eine Frage, die im Übrigen in überhaupt keinem Gegensatz zu den wichtigen und notwendigen allgemeineren und grundsätzlicheren Fragen in Bezug auf eventuelle Lücken im internationalen Luftsicherheitssystem steht.
Dieser Beitrag wurde am 03.10.2026 15:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.10.2026 - 16:30 Uhr
Mir stellt sich noch eine lapidare Frage,
wie bitte zerrt man eine vermutlich angeschnallte, sich wehrende Person aus diesem äußerst beengten Cockpit?
Und wie schafft man es dann auch noch einer anderen Person die Möglichkeit zum Recovern der Maschine zu verhelfen?
Da bin ich jetzt schon auf die neue "Mayday"-Folge gespannt ...
Beitrag vom 03.10.2026 - 18:11 Uhr
Wie war das eigentlich noch mal mit diesem Kuwaitischen Piloten welcher gleich drei verbündete Amerikanische F15 abgeschossen hat?
Die haben da unten am Golf ziemlich viele ziemlich krasse Spielzeuge aber leider sind sie entweder unfassbar inkompetent oder islamistisch indoktriniert oder beides - so wie hier.
Gewisse Dinge kommen mal vor und passieren auch den besten aber weder der Fall der F15 noch die 737 gehören dazu.
Der Donald sollte den Deal mit den F35 für die Saudis dringend nochmal überdenken.
Diese Länder sind alle Kartenhäuser.
Beitrag vom 03.10.2026 - 19:58 Uhr
Mir stellt sich noch eine lapidare Frage,
wie bitte zerrt man eine vermutlich angeschnallte, sich wehrende Person aus diesem äußerst beengten Cockpit?
Und wie schafft man es dann auch noch einer anderen Person die Möglichkeit zum Recovern der Maschine zu verhelfen?
Da bin ich jetzt schon auf die neue "Mayday"-Folge gespannt ...
Dazu gibt es jetzt inzwischen eine Reihe von Bildern und auch von Zeugenaussagen, die das ziemlich eindeutig und im Detail klären, so dass man auf eine solche nicht zu warten braucht. Keiner der beiden Piloten saß noch angeschnallt in seinem Sitz als die Tür von innen aufging, sondern der Kapitän lag auf dem Boden vorne an der Tür und der First Officer stand über ihm und drosch mit der Notfallaxt auf ihn ein, als Passagiere das Cockpit dann enterten - zum Glück (oder vielleicht auch Gott sei Dank, je nachdem ob man religiös ist oder nicht) hatte es der Kapitän - wie inzwischen bekannt ist - noch geschafft, diese Tür von innen zu öffnen. Von den Passagieren wurde der auf dem Boden liegende Kapitän daraufhin in die Kabine gezerrt (es gibt Bilder, die ihn dort blutüberströmt mit mehreren Kopfwunden auf dem Boden liegend zeigen) und es gab dann eine im Wortsinne sehr handfeste Prügelei im Cockpit zwischen dem First Officer und den Passagieren, in deren Verlauf der First Officer den Sturzflug einleitete (der erst zu diesem Zeitpunkt begann). Er wurde dann jedoch überwältigt, zusammengeschlagen (man muss es in dieser Deutlichkeit so sagen, es sind sehr drastische Bilder, die das zeigen) und dann ebenfalls in die Kabine gezerrt, wo ihn Bilder mit auf dem Rücken gefesselten Händen auf dem Boden neben dem Kapitän liegend zeigen, die drei goldfarbenen Streifen auf den Schulterklappen seines Uniformhemds sind dabei deutlich sichtbar. Einer der Passagiere hat sich dann zunächst in den Kapitänssitz gesetzt und die Steuerung der Maschine übernommen bis sich wenig später schließlich die beiden Deadheading-Piloten Zutritt zum Cockpit verschafften und dann die beiden Pilotensitze einnahmen, so dass ab da die Maschine dann wieder regulär von zwei Piloten gesteuert wurde. Die gesamte Ereignissequenz hat offenbar nur etwa fünf Minuten gedauert.
Solche Bilder möchte man eigentlich nie sehen, aber dank der Tatsache, dass heutzutage sozusagen alle ständig ein Handy dabei haben, existieren sie jedenfalls - auch wenn man sich offen gesagt ernsthaft fragt, ob man sie als Reenactment in so einer Netflix-Serie eigentlich zeigen sollte, wenn man in Rechnung stellt, wieviel grobe, brutale Gewalt sie enthalten.
Dieser Beitrag wurde am 03.10.2026 19:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.10.2026 - 20:00 Uhr
Also nicht mal Nachbarländer tauschen sich über Gefahrder aus...
Hätte vermutet, daß man da seit dem 11. September weiter ist.
Man kann nur froh sei, daß der Täter nicht einfach ein paar Wochen oder Monate auf eine Gelegenheit gewartet hat, wo der Kollege auf's WC entschwindet.
Offenbar gab es beim Täter einen inneren Drang, die Tat möglichst zeitnah zu verüben.
Das Ganze löst sehr beklemmende Gefühle aus...
>
In der Tat. - Ich habe inzwischen mehrfach den Hinweis gefunden, dass dieser Flug sozusagen ideal für so einen Anschlag war: Ein Flug nach Israel, bei dem absehbar ein großer Teil der Passagiere israelische Staatsangehörige waren mit einem indischen Kapitän, der offenbar Hinduist ist, in der Perspektive eines islamistischen Extremisten also ein "Ungläubiger", um den es nicht weiter schade ist. - Es ist zwar eine reine Vermutung und wichtig, sie als solche zu kennzeichnen, aber sie würde zu den derzeit bekannten Fakten des Ereignisablaufs passen - nämlich dass dann anscheinend drei Dinge nicht so gelaufen sind wie es sich der Attentäter womöglich vorgestellt hat:
- Zwei Stunden nach dem Take-off vergingen und der Kapitän hatte immer noch nicht das Cockpit verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Inzwischen war man kurz vor dem Top of Descent. Also ergab sich für den Attentäter die Notwendigkeit eines physischen Angriffs auf den Kapitän, der dann aber auch nicht sein Ziel erreichte: Der Kapitän hat es offenkundig noch geschafft, die Cockpit-Tür von innen zu öffnen.
- Die schnelle und rabiate Intervention von Passagieren hatte der Attentäter hatte der Attentäter wohl auch nicht antizipiert.
- Obwohl es dem Attentäter trotzdem noch gelang, die Maschine in einen Sturzflug zu schicken, gelang es irgendwem irgendwie, sie trotz struktureller Höchstbelastung, sie abzufangen. Zudem befanden sich zwei Piloten unter den Passagieren, die die Maschine trotz ihrer schweren Beschädigung zum nächstgelegenen Flughafen fliegen und dort sicher landen konnten.
Da haben dem bekannten Modell zufolge offenbar gleich mehrere "Käsescheiben" mit knapper Not gehalten - sonst würden wir jetzt über einen Crash mit 180 Toten reden. Das ist wirklich beklemmend - und es stellt sich wie erwähnt die Frage nach der Personalpolitik bei Flydubai.
Zustimmung.
Allerdings ist wohl anzunehmen, daß der Täter, man kann ihn ja jetzt auch Attentäter nennen, das Flugzeug nicht nur einfach so zum Absturz gebracht, sondern wohl auch ein (aus seiner Sicht lohnendes) Ziel angesteuert hätte.