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Beitrag vom 04.08.2022 - 12:08 Uhr
UserEricM
User (4108 Beiträge)
Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Äh... bei 3000€ brutto sind 250€ brutto mehr aber keine 10%. Was übersehe ich da?
Beitrag vom 04.08.2022 - 12:28 Uhr
Userrambazamba123
User (137 Beiträge)
Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Äh... bei 3000€ brutto sind 250€ brutto mehr aber keine 10%. Was übersehe ich da?


Ich gehe davon aus, dass man dabei das schön gerechnete Modell der zusätzlichen 2% im Falle von ausreichend Konzerngewinn mit reingenommen hat in die >10%.

3000 auf 3250€ Brutto = 8,33% und darauf noch mal 2% optional auf 3.315€, die aber schon mal zum schönrechnen als sicher eingestuft werden. Und schwupps stehen da auf dem Papier wunderbare 10,5%.

Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Die Anordnung der Sätze des Aero Artikels ist daher in meinen Augen falsch.

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2022 12:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2022 - 12:33 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)
Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Äh... bei 3000€ brutto sind 250€ brutto mehr aber keine 10%. Was übersehe ich da?


Ich gehe davon aus, dass man dabei das schön gerechnete Modell der zusätzlichen 2% im Falle von ausreichend Konzerngewinn mit reingenommen hat in die >10%.

3000 auf 3250€ Brutto = 8,33% und darauf noch mal 2% optional auf 3.315€, die aber schon mal zum schönrechnen als sicher eingestuft werden. Und schwupps stehen da auf dem Papier wunderbare 10,5%.

Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Die Anordnung der Sätze des Aero Artikels ist daher in meinen Augen falsch.

Wo steht denn etwas darüber, dass die +10 % sicher sind? Da steht doch nur, dass das das Gesamtangebot wäre. Und darüber wird doch am Ende verhandelt, oder nicht?

Beitrag vom 04.08.2022 - 12:39 Uhr
Usercontrail55
User (3439 Beiträge)
Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Äh... bei 3000€ brutto sind 250€ brutto mehr aber keine 10%. Was übersehe ich da?
Es sind 2 Einmalzahlungen sowie eine prozentuale Erhöhung. In dem Beispiel wäre es 250,- + 2% von 3000,- (60,-) = 310,- = > 10%.
Das ist unglücklich formuliert

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2022 12:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2022 - 12:53 Uhr
Userrambazamba123
User (137 Beiträge)
Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet.

Äh... bei 3000€ brutto sind 250€ brutto mehr aber keine 10%. Was übersehe ich da?


Ich gehe davon aus, dass man dabei das schön gerechnete Modell der zusätzlichen 2% im Falle von ausreichend Konzerngewinn mit reingenommen hat in die >10%.

3000 auf 3250€ Brutto = 8,33% und darauf noch mal 2% optional auf 3.315€, die aber schon mal zum schönrechnen als sicher eingestuft werden. Und schwupps stehen da auf dem Papier wunderbare 10,5%.

Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Die Anordnung der Sätze des Aero Artikels ist daher in meinen Augen falsch.

Wo steht denn etwas darüber, dass die +10 % sicher sind? Da steht doch nur, dass das das Gesamtangebot wäre. Und darüber wird doch am Ende verhandelt, oder nicht?




Das habe ich ja den Rechnern von LH zur Last gelegt, sonst würden sie nicht jetzt schon >10% propagieren, sondern von 8,33% schreiben. Liest sich aber nicht so toll, wenn man das LH Propaganda-Blasrohr nutzt ;-)

"Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet."

Klingt für mich nach Tatsachen ;-)

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2022 12:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2022 - 12:53 Uhr
UserX-Ray
User (274 Beiträge)
Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Das würde allerdings mal wieder die Unfähigkeit der Gewerkschaften unterstreichen, wasserdichte Tarifverträge abzuschließen. Selbst schuld.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:01 Uhr
Userrambazamba123
User (137 Beiträge)
Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Das würde allerdings mal wieder die Unfähigkeit der Gewerkschaften unterstreichen, wasserdichte Tarifverträge abzuschließen. Selbst schuld.

Na deshalb hat ver.di doch genau diese 2% von vorneherein schon mal komplett abgelehnt und pocht auf eine feste Erhöhung für alle ohne Falltüren. Und das war dann auch einer der Mosaiksteine für den ersten richtigen Ausstand des Bodenpersonals seit mehr als 20 Jahren.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:13 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)
Wo steht denn etwas darüber, dass die +10 % sicher sind? Da steht doch nur, dass das das Gesamtangebot wäre. Und darüber wird doch am Ende verhandelt, oder nicht?




Das habe ich ja den Rechnern von LH zur Last gelegt, sonst würden sie nicht jetzt schon >10% propagieren, sondern von 8,33% schreiben. Liest sich aber nicht so toll, wenn man das LH Propaganda-Blasrohr nutzt ;-)

Ich verstehe Ihren Punkt nicht. Dass die in diesem einen Satz über das Gesamtangebot sprechen und nicht in einem Satz den gesamten Tarifvertrag Inhalt mit allen Sonderklauseln verpacken?


"Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet."

Klingt für mich nach Tatsachen ;-)

Das ist das gesamte Angebot. Also passt es doch. Es liegt doch offen auf dem Tisch, zu welchen Bedingungen, warum also hier dieser Aufschrei?
Insofern ist es doch auch eine Tatsache. Das Angebot, dass auf dem Tisch liegt, gibt das her.
Dass Sie das jetzt an diesem einen Satz festmachen... naja, Ihr Ding.

Aber wenn wir jetzt jeden einzelnen Satz von den Gewerkschaften und den Unternehmen danach bemessen wollen, ob die Ihre eigene Position versuchen positiv darzustellen, dann wird das eine lange Diskussion.

Liegt doch in der Natur der Sache.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:16 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)
Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Das würde allerdings mal wieder die Unfähigkeit der Gewerkschaften unterstreichen, wasserdichte Tarifverträge abzuschließen. Selbst schuld.

Na deshalb hat ver.di doch genau diese 2% von vorneherein schon mal komplett abgelehnt und pocht auf eine feste Erhöhung für alle ohne Falltüren. Und das war dann auch einer der Mosaiksteine für den ersten richtigen Ausstand des Bodenpersonals seit mehr als 20 Jahren.

Das ist doch keine Falltür. Das ist ein unternehmerisch sinnvolles Angebot. Was bringt es denn, 2% mehr zu versprechen, wenn dann aber nächstes Jahr, 10% weniger Umsatz hätte?

Dass die Gewerkschaft (oder Sie) hier dann scheinbar nur schwarz weiß sehen, macht das nicht automatisch zu einer Falltür. Man kann das doch auch an Bedingungen knüpfen, welcher Gewinn denn entscheidend ist. Investitionen ausklammern o.ä.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:21 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)
Ich lese es ein wenig anders:
"Der Konzern hatte bei einer Laufzeit von 18 Monaten eine zweistufige Erhöhung der Grundvergütung um zusammen 250 Euro angeboten. Daraus ergäben sich für Vergütungsgruppen bis 3.000 Euro brutto zweistellige Zuwachsraten, hatte das Unternehmen vorgerechnet."
Mit der Erhöhung der GRUNDVERGÜTUNG steigen auch die prozentual errechneten Zuschläge. Damit kommt man dann (im Durchschnitt?) auf über 300 Euro Mehrverdienst.
Das ist natürlich trotzdem schlecht ausgedrückt. Aber das nur der LH anzulasten, ist auch nicht richtig. Verdi könnte das ja auch klarstellen.
Der eine oder die andere AN wird möglicherweise keine Schichten arbeiten und nicht so hoch davon profitieren, aber das wird nicht der Normalfall sein.
Die 2 % Gewinnbeteiligung kämen dann noch obendrauf. Für alle.

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2022 13:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:39 Uhr
UserX-Ray
User (274 Beiträge)
Und in 2023 heißt es dann: "Die Situation gibt die optionalen 2% nicht her, sorry" und es bleibt bei 8,33% :-)

Das würde allerdings mal wieder die Unfähigkeit der Gewerkschaften unterstreichen, wasserdichte Tarifverträge abzuschließen. Selbst schuld.

Na deshalb hat ver.di doch genau diese 2% von vorneherein schon mal komplett abgelehnt und pocht auf eine feste Erhöhung für alle ohne Falltüren. Und das war dann auch einer der Mosaiksteine für den ersten richtigen Ausstand des Bodenpersonals seit mehr als 20 Jahren.

Aha.

Weil Verdi nicht in der Lage ist, einen sauber formulierten Vertragstext sicherzustellen der keine Hintertür für den Arbeitgeber offen lässt, pocht man einfach auf eine feste Erhöhung. Das ist natürlich schon ein Armutszeugnis für diese Gewerkschaft.

Ich finde es in der jetzigen Situation völlig legitim, dass der Arbeitgeber einen Teil des Angebots erfolgsabhängig machen will. Corona ist weiter ein Thema und eine mögliche Rezession steht vor der Tür. Da ist der weitere Geschäftsverlauf mehr als unklar.
Beitrag vom 04.08.2022 - 13:54 Uhr
Userrambazamba123
User (137 Beiträge)
@X-Ray? Wissen wir das? Sitzt jemand von uns am Verhandlungstisch, ob nicht gerade sowas verhandelt wird, eventuell ein Kompromiss aus dieses Jahr 7, nächstes Jahr 2%?

Ich habe lediglich formuliert, dass man die Falltür von "vielleicht" 2% mehr, nicht akzeptiert. Und das ist auch richtig so.

Was wer am Ende für legitim und angemessen hält, entscheiden am Ende einzig und allein die Mitarbeiter, die Mitglied bei der Gewerkschaft sind und am Ende über ein irgendwann zwischen den Gewerkschaftsvertretern und dem Arbeitgeber vereinbarten Abschluss abstimmen werden. Niemand anderes. Nicht wir hier im Forum, nicht irgendwelche Schreihälse auf der Welt, nicht der Arbeitgeber und auch nicht die Vertreter der Gewerkschaft.


@FloCo: das kam alles nur nch Ihrem Hinweis 3000 + 250 10% Erhöhung (was ja auch erst einmal richtig ist) zur Sprache. Ich habe es versucht zu erklären, "Ein Leser dieser Seite" hat einen anderen Ansatz, der genau so richtig sein kann.

Dieser Beitrag wurde am 04.08.2022 13:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.08.2022 - 15:02 Uhr
UserX-Ray
User (274 Beiträge)
@X-Ray? Wissen wir das? Sitzt jemand von uns am Verhandlungstisch, ob nicht gerade sowas verhandelt wird, eventuell ein Kompromiss aus dieses Jahr 7, nächstes Jahr 2%?

Ich habe lediglich formuliert, dass man die Falltür von "vielleicht" 2% mehr, nicht akzeptiert. Und das ist auch richtig so.

Und ich habe lediglich formuliert, dass diese variable Komponente keine "Falltür" sein muss, wenn man es vertragssicher und einklagbar verhandelt. Dann wäre es auch nicht von der Willkür des Arbeitgebers abhängig, so wie Sie es ja darstellen. Das ist alles.
Beitrag vom 05.08.2022 - 09:03 Uhr
UserBoeing757767
User (775 Beiträge)
diese ganze gewinnabhängige Geschichte ist den Piloten schon mal vor Jahren auf die Füsse gefallen.

Die ausgewiesenen Gewinne werden dann durch Rücklagen und Investitionen und sonstiges ( man kauft noch schnell vor Fristablauf 2 Flugzeuge etc ) alleine durch die GF gesteuert.
Da kann man noch so sauber formulieren.
Da hat der MA keinen Einfluss drauf, die Gewerkschaften auch nicht und schwupps am Ende heist es : Sorry ja wir sind leider unter der Schwelle und gibt nix.

Es ist richtig, dass die Gewerkschaft nach dem Motto agiert: Was man hat, das hat man. Die GF hat mit diesen Mustern in der Vergangenheit zu viel Vertrauen verspielt.

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2022 09:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.08.2022 - 09:12 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1196 Beiträge)
diese ganze gewinnabhängige Geschichte ist den Piloten schon mal vor Jahren auf die Füsse gefallen.

Die ausgewiesenen Gewinne werden dann durch Rücklagen und Investitionen und sonstiges ( man kauft noch schnell vor Fristablauf 2 Flugzeuge etc ) alleine durch die GF gesteuert.
Da kann man noch so sauber formulieren.
Da hat der MA keinen Einfluss drauf, die Gewerkschaften auch nicht und schwupps am Ende heist es : Sorry ja wir sind leider unter der Schwelle und gibt nix.

Es ist richtig, dass die Gewerkschaft nach dem Motto agiert: Was man hat, das hat man. Die GF hat mit diesen Mustern in der Vergangenheit zu viel Vertrauen verspielt.

Das zeigt nur, dass Sie bzw. dann scheinbar auch die Gewerkschaften, keine Ahnung von wirtschaftlichen Kennzahlen haben.

Es ist sehr wohl möglich solche schnellen Investitionen oder Rückstellungen aus einer solchen Klausel auszuschließen.
Da kommen wir dann zu dem, was @X-Ray schrieb, dass die Gewerkschaft scheinbar einfach zu dumm ist sowas zu machen bzw. zu durchblicken.
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