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Beitrag vom 21.04.2019 - 11:31 Uhr
Usertip
User (405 Beiträge)
Erlaube mir mal den Link, gepostet von didigolf um 09:36 in "FAA: International koordinierte Wiederzulassung von 737 MAX", hierher zu kopieren.

 https://www.nytimes.com/2019/04/20/business/boeing-dreamliner-production-problems.html?action=click&module=Top
Beitrag vom 21.04.2019 - 12:16 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Also das was in dem Artikel steht ist ja echt haarsträubend, weder Boeings BWLer noch die eigentlichen Fachkräfte scheinen allzu helle zu sein.

Allein schon die Praxis die Mittarbeiter überhaupt zu bewerten.

Die Qualitätskontrolleure - also diejenigen die bei fehlerhaft gebauten Flugzeugen die Verantung übernehmen müssen - zu bestrafen wenn sie was finden...

Man muss aber auch sagen das US Arbeiter wohl sehr selten so hoch qualifiziert sind wie europäische.
Allein schon das da regulär Werkzeuge und Müll im Flieger gefunden wird, Standarts wie im Schiffsbau des 19Jh.

Wenns in der Endmontage schon so zugeht kann man nur froh sein das die Komponenten in Japan gebaut werden.
Beitrag vom 21.04.2019 - 12:16 Uhr
UserPropeller45
User (139 Beiträge)
Da scheint man wohl aus der Geschichte keine Lehren gezogen haben. Erstaunlich.
Siehe:  https://www.youtube.com/watch?v=rvkEpstd9os
Beitrag vom 21.04.2019 - 12:21 Uhr
UserPropeller45
User (139 Beiträge)
Auch sehr lesenswert, Murks allerorten:

 https://www.welt.de/wirtschaft/article191274515/Boeing-Tankflugzeug-KC-46-macht-grosse-Probleme.html

Fröhliche Ostern!
Beitrag vom 21.04.2019 - 14:43 Uhr
UserClemi
Elektroniker
User (1091 Beiträge)
Dazu das Boeing Statement von Boeing South Carolina:
 https://weareboeingsc.com/new-york-times-story-paints-inaccurate-picture-boeing-south-carolina/
Beitrag vom 21.04.2019 - 18:02 Uhr
Userfbwlaie
User (4191 Beiträge)
Was soll eine Fluglinie unternehmen, wenn sie nach dem erfolgreichen Abnahmeflug Müll im Flieger findet?
Der Flieger ist doch schon eingeplant...

"New York Times story paints an inaccurate picture of Boeing South Carolina" also kein falsches Bild.
Beitrag vom 21.04.2019 - 19:36 Uhr
UserClemi
Elektroniker
User (1091 Beiträge)
Was soll eine Fluglinie unternehmen, wenn sie nach dem erfolgreichen Abnahmeflug Müll im Flieger findet?
Der Flieger ist doch schon eingeplant...

"New York Times story paints an inaccurate picture of Boeing South Carolina" also kein falsches Bild.


Jedoch sind das die selben Vorwürfe wie von 2014...
Und Ich denke nicht das irgendeine Airline bewusst Fehlerhafte Flugzeuge abnimmt und sie dann auf Linie schickt.
Beitrag vom 21.04.2019 - 21:10 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
Sitze gerade in einer solchen - bin aber guten Mutes ohne Probleme anzukommen. Macht allerdings keine Spaß sowas zu lesen... .
Beitrag vom 21.04.2019 - 21:28 Uhr
UserKahuna75
User (19 Beiträge)
Man muss aber auch sagen das US Arbeiter wohl sehr selten so hoch qualifiziert sind wie europäische.Allein schon das da regulär Werkzeuge und Müll im Flieger gefunden wird, Standarts wie im Schiffsbau des 19Jh.

Wurden im Airbus A400M nicht auch schon Werkzeuge nach Auslieferung an Stellen gefunden, wo keine sein sollten?

Beitrag vom 21.04.2019 - 21:48 Uhr
UserClemi
Elektroniker
User (1091 Beiträge)
Man muss aber auch sagen das US Arbeiter wohl sehr selten so hoch qualifiziert sind wie europäische.Allein schon das da regulär Werkzeuge und Müll im Flieger gefunden wird, Standarts wie im Schiffsbau des 19Jh.

Wurden im Airbus A400M nicht auch schon Werkzeuge nach Auslieferung an Stellen gefunden, wo keine sein sollten?


Richtig, das war 2015.
Beitrag vom 21.04.2019 - 22:54 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Also das was in dem Artikel steht ist ja echt haarsträubend, weder Boeings BWLer noch die eigentlichen Fachkräfte scheinen allzu helle zu sein.

Allein schon die Praxis die Mittarbeiter überhaupt zu bewerten.

Die Qualitätskontrolleure - also diejenigen die bei fehlerhaft gebauten Flugzeugen die Verantung übernehmen müssen - zu bestrafen wenn sie was finden...

....

Ich denke wir sollten den Ball flach halten und überaus vorsichtig in der Bewertung von solchen Artikeln und Videos sein.
Alle dort gemachten Angaben sind umkonkret, ungenau und fast immer nicht datiert. Zudem äußern sich vornehmlich (natürlich) frühere Boeing-Mitarbeiter, die durchaus verschiedene Motivationen haben können, schlecht über Boeing zu reden. Und mit diesem Motivationen meine ich nicht die angesprochenen Qualitätsthemen...

Dazu das Boeing Statement von Boeing South Carolina:
 https://weareboeingsc.com/new-york-times-story-paints-inaccurate-picture-boeing-south-carolina/

Sorry, ein solches Statement vom VP Brad Zaback ist doch eher peinlich, wenn man schon ein Statement von Suparna Airlines herhalten muss zumal die nur eine einzige 787 und diese auch nur zeitweise in der Flotte hatten (heute haben sie keine mehr).

Was soll eine Fluglinie unternehmen, wenn sie nach dem erfolgreichen Abnahmeflug Müll im Flieger findet?
Der Flieger ist doch schon eingeplant...

"New York Times story paints an inaccurate picture of Boeing South Carolina" also kein falsches Bild.


Jedoch sind das die selben Vorwürfe wie von 2014...
Und Ich denke nicht das irgendeine Airline bewusst Fehlerhafte Flugzeuge abnimmt und sie dann auf Linie schickt.

Die beschrieben Qualitätsprobleme mit im Flugzeug verbliebenen Produktionsresten ('debis') werden die Airlines im Regelfall kaum bis gar nicht aufwecken können. Keine Airline nimmt wissentlich fehlerhafte Flugzeuge ab, unwissentlich aber schon..

=======
Die Story halte ich bis dato für nicht stichhaltig, solange keine konkrete Daten & Fakten vorliegen. Gut möglich, das hier kalte Kaffee aufgewärmt worden ist. Das heisst aber auf der anderen Seite aber auch, dass es kalten Kaffee gegeben hat, d.h. an den Qualitätsproblemen war/ist etwas dran, zumindest in der Vergangenheit. Selbst das kann man aus dem Kommentar von B. Zaback klar herauslesen.

Das eigentlich schwerwiegende Übel sehe ich in der Unternehmenskultur, in der nachweislich Show & Marketing vor Realität (Rollout der 787-Attrappe am 08.07.07, aber dann 4 Jahre Verspätung und Batteriefeuer+Grounding) und Business vor Safety (737Max-Unfälle+Grounding trotz Wissen von schlechter MCAS-SW) ging bzw. geht.
Beitrag vom 22.04.2019 - 00:19 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
Bis jetzt läuft alles normal, und ich bin auch sicher das die B787 sicher und ohne Probleme landen sird
Beitrag vom 22.04.2019 - 05:17 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
Sind wir. Das Thema Boeing bringt halt gerade Klicks und Schlagzeilen ... :)
Beitrag vom 22.04.2019 - 08:04 Uhr
Usermlowrey
User (77 Beiträge)
Im Flieger zurückgelassenes Werkzeug kommt auch in der Wartung immer mal wieder vor.
Allerdings gibt es hier einen gravierenden Unterschied zwischen FAA und EASA zugelassenen Betrieben.
Als jemand, der der sowohl die einen als auch die anderen regelmäßig auditiert weiß ich da von was ich rede.

In FAA Betrieben ist es leider Gang und Gäbe, dass Mechaniker ihr eigenes, privates Werkzug verwenden dürfen und häufig keinerlei Kontrollmechanismus installiert ist um festzustellen, wenn nach getaner Arbeit etwas fehlt. Die EASA hingegen schreibt eine deutlich genauere Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Tools sowie Werkzeugkontrollen im Rahmen des Release to Service vor. D. h., selbst wenn mal ein Schraubendreher o. ä. fehlt (und nichts und niemand ist fehlerfrei), lässt sich relativ einfach nachvollziehen wo er abgeblieben sein muss.

Metallspäne in kritischen Bereichen sind vermeintlich ein No-Go, sind aber durchaus auch bei anderen US Herstellern immer wieder festzustellen. Ich habe selber schon mehrere Meldung solcher Ereignisse an ein und denselben Hersteller und die FAA als Aufsichtsbehörde verfasst. Das Feedback bleibt i. d. R. aus. Und das obwohl die FAA selber, die sog. EWIS Trainings ins Leben gerufen hat um diese Fehler zu minimieren bzw. auszuschließen.

Aus meiner Sicht bedarf es sowohl bei der FAA, als auch bei den US Unternehmen eines gewissen Umdenkens. Alleine nur von Safety zu reden reicht eben nicht.
Beitrag vom 22.04.2019 - 11:04 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Ich gebe zu das sowohl der NYT Bericht als auch insbesondere die Al Jazeera Doku etwas sensationsgeil rüberkommen und insbesondere die interviewten Arbeiter in der Doku selten konkrete Probleme nennen.


Diese Anschuldigungen klingen aber durchaus plausibel, ich kenne mich jetzt nicht mit den FAA Regulationen für die Betriebe aus aber allein schon die Tatsache das die Arbeiter da in ihren Privatklamotten rumlaufen und eigenes Werkzeug verwenden dürfen ist ein Unding und lässt mehr vermuten.
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