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Beitrag vom 06.09.2019 - 09:33 Uhr
UserIkarus1961
User (8 Beiträge)
Air Canada hat in der Vergangenheit in dem Segment 737/A320 auf einen Hersteller-Mix gesetzt. Der Trend bei vielen Airlines zur Verschlankung der Flottenstruktur (Kostenreduzierung) führt anscheinend auch häufiger zu einer Entscheidung Boeing oder Airbus. Im Falle eines Groundings ist das natürlich fatal. Das würde auch umgekehrt geschehen. Angenommen, die A319-321 müssten aus irgendeinem Grund am Boden bleiben, dann würde das z.B die Lufthansa genauso heftig treffen. Von daher bleibt die Frage ob der sog. Flottenmix aufgrund solcher nie ganz auszuschließenden Groundings nicht letztlich die klügere Flottenstrategie bleibt.
Beitrag vom 06.09.2019 - 10:25 Uhr
UserD-AIQU
User (58 Beiträge)
>Von daher bleibt die Frage ob der sog. Flottenmix aufgrund solcher nie ganz auszuschließenden Groundings nicht letztlich die klügere Flottenstrategie bleibt.

Klassisches Risikomanagement: Schadenshöhe x Eintreffenswahrscheinlichkeit.
Und ein Grounding der kompletten Airbus-SA-Flotte erscheint mir doch etwas zu unwahrscheinlich. Von daher...
Beitrag vom 06.09.2019 - 10:59 Uhr
UserYankeeZulu1
User (135 Beiträge)
ob Flottenmix oder nicht, das hängt doch von mehreren Faktoren ab. Klar, die Risikomanagementbetrachtung (s. D-AIQU) ist OK, aber je kleiner die Flotte, desto einheitlicher sollte diese sein wegen der Einsatzmöglichkeiten der Piloten (Typeratings).
Ryanair hat mit der 737-Flotte die Möglichkeit, mit einem kleineren Piloten"stamm" auszukommen, als wenn die Flotte gemischt wäre. Da spielt aber auch er Routenmix rein (Streckenlänge, erwartete bzw reale Passagierzahl etc).
Unter dem Gesichtspunkt eines möglichen Groundings, aber auch der Preisverhandlungen mit den Herstellern, ist ein Mix wesentlich vorteilhafter; es benötigt aber eine größere Anzahl an Piloten.
Beitrag vom 06.09.2019 - 12:38 Uhr
Userjasonbourne
User (1699 Beiträge)
Tja, wer als einziger vom A320 auf B737 max wechselt, während alle anders rum wechseln, ist halt der geisterfahrer.
Beitrag vom 06.09.2019 - 17:35 Uhr
Usersf260
User (477 Beiträge)
Stimmt so nicht ganz.
Silkair wechselt vom A320 auf 737Max, genauso wie teilweise United Airlines, sowie VietJet.
Beitrag vom 06.09.2019 - 18:33 Uhr
UserPropeller45
User (167 Beiträge)
Tja, wer falsch herum wechselt holt sich ein Problem ins Haus. Mit der MAX wird es, zumindest außerhalb der FAA-Zuständigkeit, erstmal nichts:
 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/european-aviation-safety-agency-sets-strict-demands-for-737-max-return-to-flight/

z.B.: "Ky said that EASA communicated to Boeing and the FAA in July a list of significant technical issues, which included system failures insufficiently monitored; forces needed to move the manual trim wheel too high; and a risk of crew confusion in some failure cases, especially an Angle of Attack single failure at takeoff."

usw., lesen lohnt sich.

Das System FAA/Boeing ist entlarvt. Die FAA bremst und beschwichtigt, EASA u.a. gehen systematisch vor und stellen nach und nach die Ungereimtheiten fest. Offensichtlich ein kriminelles Vorgehen mit 346 Toten. Das ist es was mir nicht aus dem Kopf geht.
Beitrag vom 06.09.2019 - 20:09 Uhr
Userjasonbourne
User (1699 Beiträge)
Stimmt so nicht ganz.
Silkair wechselt vom A320 auf 737Max, genauso wie teilweise United Airlines, sowie VietJet.

Abwarten.
United hat gepennt und AA hat bestpreis klausel.
Daher bleibt united nicht viiel übrig.
Der rest spielt keine rolle, und mal abwarten was in Vietnam am Ende wirklich passiert.
Da spielt Politik auch rein.
Beitrag vom 07.09.2019 - 13:25 Uhr
Usersf260
User (477 Beiträge)
Man kanns sich auch so hindrehen, wie man will, ne ;) Es war nicjt absehbar, dass so etwas passieren wird und hätte AIrbus genauso treffen können (haben ja auch genug Mist gebaut in der Vergangenheit).
Beitrag vom 07.09.2019 - 13:47 Uhr
Userresponsive
User (10 Beiträge)
Man kanns sich auch so hindrehen, wie man will, ne ;) Es war nicjt absehbar, dass so etwas passieren wird und hätte AIrbus genauso treffen können (haben ja auch genug Mist gebaut in der Vergangenheit).

Kannst Du den sogannten "Mist" auch mal nennen. Aber verwechsel dabei Airbus nicht mit ihren Zulieferern.
Beitrag vom 07.09.2019 - 20:16 Uhr
UserPropeller45
User (167 Beiträge)
Laut Seattle Times hat der ehemalige Chef-Technikpilot für das MAX-Projekt der bei Boeing von 2011-2018 gearbeitet hat, sich geweigert von der Grand Jury angeforderte Dokumente vorzulegen.
Lest selbst:
 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/former-boeing-official-subpoenaed-in-737-max-probe-wont-turn-over-documents-citing-fifth-amendment-protection/
Beitrag vom 08.09.2019 - 07:36 Uhr
Usercontrail55
User (928 Beiträge)
Laut Seattle Times hat der ehemalige Chef-Technikpilot für das MAX-Projekt der bei Boeing von 2011-2018 gearbeitet hat, sich geweigert von der Grand Jury angeforderte Dokumente vorzulegen.
Lest selbst:
 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/former-boeing-official-subpoenaed-in-737-max-probe-wont-turn-over-documents-citing-fifth-amendment-protection/
Und? Das ist ein völlig normaler Vorgang im amerikanischen Rechtssystem, würden Sie wahrscheinlich selbst so machen. "The Fifth" bedeutet, wenn die Möglichkeit besteht, dass Ihre Aussage gegen Sie verwendet werden könnte, können Sie die Aussage verweigern. Man muss nicht gegen sich selbst aussagen. Daraus lässt sich keinerlei Schuldfrage ableiten und wie der Artikel auch schreibt, ein übliches juristisches Spielchen.


Dieser Beitrag wurde am 08.09.2019 07:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.09.2019 - 12:46 Uhr
UserPropeller45
User (167 Beiträge)
Laut Seattle Times hat der ehemalige Chef-Technikpilot für das MAX-Projekt der bei Boeing von 2011-2018 gearbeitet hat, sich geweigert von der Grand Jury angeforderte Dokumente vorzulegen.
Lest selbst:
 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/former-boeing-official-subpoenaed-in-737-max-probe-wont-turn-over-documents-citing-fifth-amendment-protection/
Und? Das ist ein völlig normaler Vorgang im amerikanischen Rechtssystem, würden Sie wahrscheinlich selbst so machen. "The Fifth" bedeutet, wenn die Möglichkeit besteht, dass Ihre Aussage gegen Sie verwendet werden könnte, können Sie die Aussage verweigern. Man muss nicht gegen sich selbst aussagen. Daraus lässt sich keinerlei Schuldfrage ableiten und wie der Artikel auch schreibt, ein übliches juristisches Spielchen.

Völlig richtig, steht ja auch so im Text, entspricht unserem Zeugnisverweigerungsrecht.
Ich hab’s hier verlinkt, weil der Vorgang ein weiterer Mosaikstein ist und zeigt, wie in diesem Zusammenhang von allen Seiten gemauert wird, als wenn es noch Möglichkeiten gäbe weiter zu verheimlichen.
Die EASA hat letzte Woche ihre Forderungen an den Komplex FAA/Boeing formuliert. Für mich als Passagier nachvollziehbar und erwarte im Sinne der Sicherheit die Ausführung.
Beitrag vom 08.09.2019 - 13:16 Uhr
UserEricM
User (1464 Beiträge)
Völlig richtig, steht ja auch so im Text, entspricht unserem Zeugnisverweigerungsrecht.

Mit dem Unterschied, dass dieses Recht in den USA tatsächlich auch Firmen zusteht.
Zum Rest: Volle Zustimmung.
Beitrag vom 08.09.2019 - 14:07 Uhr
Userjasonbourne
User (1699 Beiträge)
Man kanns sich auch so hindrehen, wie man will, ne ;) Es war nicjt absehbar, dass so etwas passieren wird und hätte AIrbus genauso treffen können (haben ja auch genug Mist gebaut in der Vergangenheit).

haha, das zeugt nur von mangelndem Verständnis was da eigentlich alles schief gelaufen ist.

Ursprung dieser Sache ist schon bei der B787 zu finden, battery issues und der Zulassung durch die FAA.
Wer so einen UNsinn wie sie schreibt, der hat nicht kapiert was da los war.
Unzureichende Entwicklung, Qualitäts- und Konstruktionsprozesse, die Verquickung mit der FAA und der Selbstzertifizierung, einstufung als nicht sicherheitskritisch, keine Reprüfung nach gravierenden Änderungen, etc.

Fakt ist: Das wäre in Europa so nie durch die Zertifizierung gekommmen und so Zugelassen worden.
Beitrag vom 08.09.2019 - 17:40 Uhr
Userfbwlaie
User (4211 Beiträge)
Lt. Seattle Times hat der Testpilot auch die Abstufung der Bedeutung von MCAS an die FAA "verkauft". Da könnte er auch Ärger von Boeing bekommen.

Air Canada muss sich natürlich fragen, wie genau die Firma die 737NG kannte und die 737 MAX kennenlernen wollte. Die Änderung beim trim runaway war doch gravierend und ohne erkennbaren Grund durchgeführt worden.
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