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Beitrag vom 27.04.2020 - 09:35 Uhr
UserEricM
User (2361 Beiträge)
Jetzt darf sie also. Ob sie sollte ist eine andere Frage.
Im Nachhinein wird sich die Bundesregierung fragen lassen müssen, warum ein Ferienflieger, der schon vor der Krise ein Sanierungsfall war, ohne absehbare Aussicht auf Rettung mit viel Geld noch eine Weile länger durchgeschleppt wurde und stattdessen viele andere Firmen, die nach der Krise wieder glänzende Aussichten gehabt hätten, keine oder zuwenig Hilfe für ein Überleben bekamen ...
Schwierig.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2020 09:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:05 Uhr
Userairlinepilot
User (10 Beiträge)
Es ist unbegreiflich wie die Bundesregierung Steuergelder zum Fenster hinauswirft.
380 Mio sind schon in die Condor geflossen, nun fließen nochmals mehrere 100 Mio in ein Unternehmen, dessen Zukunftprognose mehr als fraglich ist.
Bei einem jährlichen Gewinn von 30 Mio zu Zeiten der Hochkonjunktur dauert allein die Rückzahlung des Darlehen Jahrzehnte. Wann die Reisebranche wieder auf die Beine kommt, ist derzeit noch völlig unklar. Angebot am Markt jedenfalls gibt es mehr als Nachfrage.
Ich vermute die Bundesregierung tut das um der Lufthansa mal wieder in die Arme zu spielen.
Sind ja nur Steuergelder und ein Beamter und Regierungsmitarbeiter muss ja nicht um seinen Job oder Gehaltskürzungen fürchten.
Ach ja und dann gibt es ja noch die Vermögensabgabe, die derzeit juristisch geprüft wird....
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:10 Uhr
UserCharlie-Alpha
User (185 Beiträge)
Nicht im Ansatz ein Sanierungsfall aus eigenem Verschulden und vor allem aber systemrelevant für einen Markt nach Corona.

Damit der Markt eben nicht ausschließlich durch LH assoziierte Flugbetriebe beherrscht wird. Systemrelevant vor allem auch für die Standorte am Boden.

Mancher hat die aktuelle Lage in der weltweiten Luftfahrt immer noch nicht ansatzweise verstanden.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2020 10:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:19 Uhr
UserCargofan
User (23 Beiträge)
In absehbarer Zeit wird sich die Lage nicht bessern und das Geld reicht auch nicht ewig zur Überbrückung. Es freut mich für die Mitarbeiter, aber richtig aufatmen werden sie nicht können. Die LC in Europa sind so gut aufgestellt, dass die der LH schon weiterhin Druck machen werden. Da braucht es keine Condor. Das Geld dürfte auf jeden Fall weg sein.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:21 Uhr
UserBald-Lokführer
User (387 Beiträge)
Gut das die ersten 3 Schreiber ganz genau wissen was die Condor als Konzept der Bundesregierung vorgelegt hat und damit auch ganz genau wissen ob dieses Konzept aufgeht oder nicht.
Gibt es Interessenten für nach der Krise? Was machen Touristikanbieter die nicht auf LH angewiesen sein wollen?
Habt ihr euch mal überlegt, ob es in der Regierung auch Menschen gibt die ein Hirn haben und das eventuell manchmal benutzen bevor sie die Millionen raushauen.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:27 Uhr
UserCharlie-Alpha
User (185 Beiträge)
Egal von welchem Akteur wir in der Branche gerade reden, ob Lufthansa, TUI ect., die Hilfen sind doch aktuell so wesentlich, dass die Schnelligkeit der Rückzahlung einfach gegenüber der Wichtigkeit für den Markt in den Hintergrund rückt.

Momentan hat man andere Sorgen in der Luftfahrt als die Frage, ob die Rückzahlung nun 2, 5 oder 10 Jahre benötigt. Eine Nichtgewährung wäre erheblich teuer - auch wenn die genaue Lage unklar ist.

@AirBus-Fahrer - eine gute Einschätzung von Ihnen!

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2020 10:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:32 Uhr
UserMHalblaub
User (626 Beiträge)
Die LC in Europa sind so gut aufgestellt, dass die der LH schon weiterhin Druck machen werden. Da braucht es keine Condor. Das Geld dürfte auf jeden Fall weg sein.

Nur verstehen Sie nicht ganz den Unterschied nicht zwischen einem Low Cost Carrier und eine Ferienflieger. Selbst Lufthansa bekommt die Ferienfliegerei nicht richtig hin. Condor war profitabel und hat Geld an die Mutter Thomas Cook überwiesen.

Warten wir mal ab, wie es mit Ryanair so weiter geht.
Beitrag vom 27.04.2020 - 10:48 Uhr
Usersunjet
User (199 Beiträge)
Egal von welchem Akteur wir in der Branche gerade reden, ob Lufthansa, TUI ect., die Hilfen sind doch aktuell so wesentlich, dass die Schnelligkeit der Rückzahlung einfach gegenüber der Wichtigkeit für den Markt in den Hintergrund rückt.

Momentan hat man andere Sorgen in der Luftfahrt als die Frage, ob die Rückzahlung nun 2, 5 oder 10 Jahre benötigt. Eine Nichtgewährung wäre erheblich teuer - auch wenn die genaue Lage unklar ist.

@AirBus-Fahrer - eine gute Einschätzung von Ihnen!

Wenn es den Hilfesuchenden außerhalb der Luftfahrt auch so angenehm gemacht wird, mit der Gleichgültigkeit der Schuldenbegleichung mag das ok sein. Ich sehe persönlich sehe jetzt keine Systemrelevanz für einen Anbieter von Flügen in die touristische Ferne. Das kann man neben Lufthansa auch mit diversen Linienfliegern machen. Da sich Condor ja ziemlich auf FRA für die Langstrecke spezialisiert hat, muss der Großteil der Deutschen so oder so einmal umsteigen.
Wenn ich dann mal Richtung Reisebüros schaue, die mit ihren Gutscheinen nicht durchgekommen sind ( das möge jeder für sich beurteilen ), die ja selbst nur Vermittler sind und das Geld der Kunden nicht auf ihren Sparkonten haben, aber groß dazu beitragen, dass auch eine Condor ihre Flugzeuge gefüllt sind. Da sind 500 Mio für 100.000 Menschen scheinbar Zuviel verlangt.
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:03 Uhr
UserWrightBrotha
User (5 Beiträge)
Es ist unbegreiflich wie die Bundesregierung Steuergelder zum Fenster hinauswirft.
380 Mio sind schon in die Condor geflossen, nun fließen nochmals mehrere 100 Mio in ein Unternehmen, dessen Zukunftprognose mehr als fraglich ist.
Bei einem jährlichen Gewinn von 30 Mio zu Zeiten der Hochkonjunktur dauert allein die Rückzahlung des Darlehen Jahrzehnte. Wann die Reisebranche wieder auf die Beine kommt, ist derzeit noch völlig unklar. Angebot am Markt jedenfalls gibt es mehr als Nachfrage.
Ich vermute die Bundesregierung tut das um der Lufthansa mal wieder in die Arme zu spielen.
Sind ja nur Steuergelder und ein Beamter und Regierungsmitarbeiter muss ja nicht um seinen Job oder Gehaltskürzungen fürchten.
Ach ja und dann gibt es ja noch die Vermögensabgabe, die derzeit juristisch geprüft wird....

Noch verbittert durch die AB Pleite, "airlinepilot"? Vmtl. wie 90% der Kommentare hier, aber nehme ich Ihnen nicht übel.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2020 11:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:08 Uhr
UserFair Play
User (7 Beiträge)
Zunächst freut es mich für die Mitarbeiter.

Also das Argument, dass Condor profitabel ist, stimmt leider nicht. Thomas Cook wollte sich vor der Pleite von den Airlines trennen, um sich Liquidität zu besorgen. Somit hat man die Braut geschmückt, und für Plätze mehr bezahlt als marktüblich. Somit war es für Condor möglich auf dem Papier profitabel zu sein. In Wahrheit fliegt Condor mit alten Gerät, und leider nicht profitabel seit Jahren. Deswegen kann ich die Politik nicht verstehen, aber es feut mich für die Mitarbeiter. Warum rettet man eigentlich LGW nicht?
Warum hat Condor niemand gekauft wie sie von Thomas Cook zum Verkauf angeboten wurde.
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:11 Uhr
UserEricM
User (2361 Beiträge)
Nicht im Ansatz ein Sanierungsfall aus eigenem Verschulden

Mein Stand ist: Condor lag jeweils knapp über einer schwarzen Null bei Verzicht auf eigentlich notwendige Flotten-Investitionen.
Anders gesagt, um eine heute nicht überalterte, abgeschrieben Flotte zu haben, hätte Condor die letzten Jahre Verlust machen müssen.
Und das in absoluten Boom Zeiten.
D.h. Condor hatte schon vor der Corona-Krise ein massives Problem.


und vor allem aber systemrelevant für einen Markt nach Corona.

Systemrelevanz bezieht sich auf das gesamtwirtschaftliche System Deutschlands. Dafür ist denke ich kein Ferienflieger, nicht mal alle zusammen relevant.

Mancher hat die aktuelle Lage in der weltweiten Luftfahrt immer noch nicht ansatzweise verstanden.

Mein Verständnis: Es werden Firmen pleite gehen. Es wird Entlassungen geben. In größerem Umfang als es vom Staat durch Hilfen vermieden werden könnte.
Zusätzlich wird gerade das weltweite Feriengeschäft noch lange leiden.

Meine Folgerung: Daher sollte sich der Staat bei seinen Hilfen auf Firmen konzentrieren, die vor der Krise gesund waren und bei denen daher die Überlebenswahrscheinlichkeit in einem Post-Corona Umfeld relativ hoch ist.
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:12 Uhr
UserWrightBrotha
User (5 Beiträge)
Nicht im Ansatz ein Sanierungsfall aus eigenem Verschulden

Mein Stand ist: Condor lag jeweils knapp über einer schwarzen Null bei Verzicht auf eigentlich notwendige Flotten-Investitionen.
Anders gesagt, um eine heute nicht überalterte, abgeschrieben Flotte zu haben, hätte Condor die letzten Jahre Verlust machen müssen.
Und das in absoluten Boom Zeiten.
D.h. Condor hatte schon vor der Corona-Krise ein massives Problem.


und vor allem aber systemrelevant für einen Markt nach Corona.

Systemrelevanz bezieht sich auf das gesamtwirtschaftliche System Deutschlands. Dafür ist denke ich kein Ferienflieger, nicht mal alle zusammen relevant.

Mancher hat die aktuelle Lage in der weltweiten Luftfahrt immer noch nicht ansatzweise verstanden.

Mein Verständnis: Es werden Firmen pleite gehen. Es wird Entlassungen geben. In größerem Umfang als es vom Staat durch Hilfen vermieden werden könnte.
Zusätzlich wird gerade das weltweite Feriengeschäft noch lange leiden.

Meine Folgerung: Daher sollte sich der Staat bei seinen Hilfen auf Firmen konzentrieren, die vor der Krise gesund waren und bei denen daher die Überlebenswahrscheinlichkeit in einem Post-Corona Umfeld relativ hoch ist.

Zum Glück interessiert sich nur niemand für Sie ;-)
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:14 Uhr
UserBald-Lokführer
User (387 Beiträge)
Nicht im Ansatz ein Sanierungsfall aus eigenem Verschulden

Mein Stand ist: Condor lag jeweils knapp über einer schwarzen Null bei Verzicht auf eigentlich notwendige Flotten-Investitionen.
Anders gesagt, um eine heute nicht überalterte, abgeschrieben Flotte zu haben, hätte Condor die letzten Jahre Verlust machen müssen.
Und das in absoluten Boom Zeiten.
D.h. Condor hatte schon vor der Corona-Krise ein massives Problem.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begründete die weitere Unterstützung für Condor mit guten Aussichten für die Airline: "Das Unternehmen war in normalen Zeiten operativ gesund und profitabel und hat eine gute Zukunftsperspektive"

Nicht meine Meinung nur als Begründung seitens der Politik warum Condor gerettet wird.
Beitrag vom 27.04.2020 - 11:42 Uhr
UserCharlie-Alpha
User (185 Beiträge)
@EricM

(Zitat EricM) "Systemrelevanz bezieht sich auf das gesamtwirtschaftliche System Deutschlands. Dafür ist denke ich kein Ferienflieger, nicht mal alle zusammen relevant."

Mal an den Standort FRA, MUC oder DUS ect. gedacht!?

Systemrelevant für den gesamten Tourismussektor, für den nicht nur Mitarbeiter bei den Fluggesellschaften selbst arbeiten.
Glaubst Du nicht, dass da schlaue Mensche genau auf dem Schirm haben, was ein Kollaps verschiedener Firmen für Folgeschäden verursachen würde!? Im Konrekten Fall hier beispielsweise nicht nur die direkt gegebenen Millionen. Wir lasen kürzlich, wie es zum Beispiel den Abfertigern oder den Flughäfen selbst geht.

Im Moment ist JEDER im Markt am straucheln was bedeutet, dass ein Vakuum anschließend überhaupt nicht gefüllt werden könnte.

Auch eine Lufthansa hat keinen Schimmer, wie lange sie für 10 Milliarden Euro in einer "postapokalyptischen" Zeit (bildlich gesprochen) zum Zurückzahlen brauchen würden. Damit will ich verdeutlichen, die Zeiten sind eben unvergleichlich zu der Zeit zuvor.

(Zitat) "Anders gesagt, um eine heute nicht überalterte, abgeschrieben Flotte zu haben, hätte Condor die letzten Jahre Verlust machen müssen.
Und das in absoluten Boom Zeiten.
D.h. Condor hatte schon vor der Corona-Krise ein massives Problem."

Sie haben schon verstanden, dass die Flugzeuge weitestgehend geleased sind!? Im Gegensatz zu 2019 dürfte sich die Situation um 180° in der Fliegerei gedreht haben, die Wüsten stehen im Moment voll von neuesten nicht eingesetzten Langstreckenflugzeugen.
Also unter den zahlreichen Herausforderungen dürfte das Problem an neue Flugzeuge zu kommen, wirklich das geringste sein. Vor allem weil Leasingraten für andere neuere Flugzeuge jetzt im Coronageschehen ins bodenlose fallen.

Wie schon so oft gesagt - wir sind eben nicht mehr im Jahr 2008, 2016 oder 2019! Da hast Du eher ein Problem, wenn Dir der größte Teil der Flotte selbst gehört (Stichwort LH) und die gedachten Werte auf dem Papier angesichts fehlender möglicher Interessenten dahin schwinden.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2020 11:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2020 - 12:02 Uhr
UserDebaser
User (322 Beiträge)

Zum Glück interessiert sich nur niemand für Sie ;-)
(...)
Noch verbittert durch die AB Pleite, "airlinepilot"? Vmtl. wie 90% der Kommentare hier, aber nehme ich Ihnen nicht übel.

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