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Beitrag vom 20.04.2026 - 23:55 Uhr
Usermucin
User (223 Beiträge)

Stimmt. Wenn man sich die Kont-Zahlen anschaut ist nach außen völlig unklar, ob es nicht doch billiger ist sofort zu schließen oder in den nächsten Monaten weiter Verluste einzufliegen.
Aaaah, der ContrailCarsten ist auch wieder da!
Na dann erklären Sie uns doch mal, warum man nicht auch gleich die ganze Mainline Kont-Flotte stillgelegt hat? Die ist ja angeblich auch defizitär.
Ah, immer noch bockig und ohne Substanz. Ich dachte Sie wären raus, wegen Zeitverschwendung und so.

Bockig? Wie kommen's denn da jetzt drauf? Ohne Substanz? Ich hab Ihnen - mal wieder - eine ziemlich substanzielle Frage gestellt, aber da kommt ja wieder nix von Ihnen.
Gestern war ich raus, weil mir die Diskussion mit Ihnen - oder besser gesagt der Versuch eine zu führen - zu blöd wurde. Jetzt hab ich aber grad wieder etwas Zeit. ;-)
Beitrag vom 21.04.2026 - 07:07 Uhr
UserVB
User (483 Beiträge)
@Mucin: Cityline=defizität, Mainline=zu hohe Kosten , so kann man das denke ich verstehen.

Das hat ja historische Gründe: die Cityline hat in den letzten Jahren zwar "nur" noch Zubringer geflogen, ist von der Struktur letztlich aber immer noch die Regionalfluggesellschaft, die sie eigentlich mal war. Die Cityline kommt aus einer Zeit, als es noch Augsburg Airways, Contact Air usw. gab - ihr Geschäftsfeld waren mal Strecken wie Köln-Paris oder Köln-Wien. Die wurden von Ryanair/Eurowings übernommen oder auch einfach von der Bahn. Die Cityline gab es als LH-Unternehmen zwar irgendwie noch im Zubringerverkehr, war letztlich aber nur ein Unternehmensteil zu viel ohne eigenes Geschäftsfeld. Auch deshalb im Übrigen, weil man dank Gewerkschaften die Cityline nicht mit den Flugzeugen in einer Größe ausstatten konnte, die z. B. für eine komplette Übernahme der LH-Zubringer (statt VL-Neugründung) notwendig gewesen wäre.
Insofern kann man schon sagen, dass das Unternehmen isoliert betrachtet defizitär war. Aber weniger im Vergleich mit den Zubringern der Mainline, sondern eher mit Eurowings, die das ursprüngliche Cityline-Geschäft im Konzern übernommen hat.
Beitrag vom 21.04.2026 - 07:39 Uhr
Usercontrail55
User (6145 Beiträge)

Stimmt. Wenn man sich die Kont-Zahlen anschaut ist nach außen völlig unklar, ob es nicht doch billiger ist sofort zu schließen oder in den nächsten Monaten weiter Verluste einzufliegen.
Aaaah, der ContrailCarsten ist auch wieder da!
Na dann erklären Sie uns doch mal, warum man nicht auch gleich die ganze Mainline Kont-Flotte stillgelegt hat? Die ist ja angeblich auch defizitär.
Ah, immer noch bockig und ohne Substanz. Ich dachte Sie wären raus, wegen Zeitverschwendung und so.

Bockig? Wie kommen's denn da jetzt drauf? Ohne Substanz? Ich hab Ihnen - mal wieder - eine ziemlich substanzielle Frage gestellt, aber da kommt ja wieder nix von Ihnen.
Bockig deswegen, weil die Frage völlig sinnfrei ist. Sie ist rein auf Krawall ausgerichtet. Sie haben in Ihrer Bubbel schon völlig verdrängt um was es in diesem Austausch hier geht.
@Rambazamba hat gesagt, die wirtschaftliche Entscheidung Cityline kurzfristig stillzulegen wäre betriebswirtschaftlich fragwürdig. Dem habe ich zugestimmt, fragwürdig, weil wir nicht genug Daten haben um das bewerten zu können.
Dann sind Sie mit Ihrer sinnfreien Frage reingegrätscht. Wie soll es eine Antwort darauf geben, ob alles stillzulegen betriebswirtschaftlich Sinn ergeben könnte, wenn wir, wie beschrieben, keine Daten haben außer das alles insgeamt hochdefizitär ist.

Gestern war ich raus, weil mir die Diskussion mit Ihnen - oder besser gesagt der Versuch eine zu führen - zu blöd wurde. Jetzt hab ich aber grad wieder etwas Zeit. ;-)
Beitrag vom 21.04.2026 - 08:41 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)

Stimmt. Wenn man sich die Kont-Zahlen anschaut ist nach außen völlig unklar, ob es nicht doch billiger ist sofort zu schließen oder in den nächsten Monaten weiter Verluste einzufliegen.
Aaaah, der ContrailCarsten ist auch wieder da!
Na dann erklären Sie uns doch mal, warum man nicht auch gleich die ganze Mainline Kont-Flotte stillgelegt hat? Die ist ja angeblich auch defizitär.
Ah, immer noch bockig und ohne Substanz. Ich dachte Sie wären raus, wegen Zeitverschwendung und so.

Bockig? Wie kommen's denn da jetzt drauf? Ohne Substanz? Ich hab Ihnen - mal wieder - eine ziemlich substanzielle Frage gestellt, aber da kommt ja wieder nix von Ihnen.
Bockig deswegen, weil die Frage völlig sinnfrei ist. Sie ist rein auf Krawall ausgerichtet. Sie haben in Ihrer Bubbel schon völlig verdrängt um was es in diesem Austausch hier geht.
@Rambazamba hat gesagt, die wirtschaftliche Entscheidung Cityline kurzfristig stillzulegen wäre betriebswirtschaftlich fragwürdig. Dem habe ich zugestimmt, fragwürdig, weil wir nicht genug Daten haben um das bewerten zu können.
Dann sind Sie mit Ihrer sinnfreien Frage reingegrätscht. Wie soll es eine Antwort darauf geben, ob alles stillzulegen betriebswirtschaftlich Sinn ergeben könnte, wenn wir, wie beschrieben, keine Daten haben außer das alles insgeamt hochdefizitär ist.

Wie (fast) immer: nichts relevantes, faktenbasiertes geschrieben, aber unter Strich - wie immer - im Tenor 'alle Entscheidungen der GL der LH richtig, kritische Nachfragen sind völlig überflüssig und (eigentlich) Majestätsbeleidigung.

Aber klar, Sie sind natürlich nicht für diese tätig... ;):)

Gestern war ich raus, weil mir die Diskussion mit Ihnen - oder besser gesagt der Versuch eine zu führen - zu blöd wurde. Jetzt hab ich aber grad wieder etwas Zeit. ;-)
Beitrag vom 21.04.2026 - 08:50 Uhr
Usertop_pax
User (425 Beiträge)
Anderer Ansatz als der Weg von CS:

 https://www.latribune.fr/article/la-tribune-dimanche/dimanche-eco/45221519722132/ben-smith-dg-d-air-france-klm-nous-avons-besoin-de-champions-europeens

Scheint ein ziemlich erfolgreicher Ansatz zu sein...
Beitrag vom 21.04.2026 - 08:53 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4255 Beiträge)
OK, akzeptiert. Es gab eine Menge Threads zum Thema. Da habe ich ihre ebenso heftige Kritik an den Streiks, unter denen hunderttausende Passagiere zu leiden hatten, wahrscheinlich übersehen.

Ich habe mich glaube ich, nicht dazu geäußert. Weder "heftig" noch sonst irgendwie. ;-)

Ach so. Dann interessieren Sie sich also nur gelegentlich für die Interessen der Kunden.

Der Unterschied ist halt, dass Beschäftigte in einem Arbeitskampf, außer zu streiken, kaum wirksame Möglichkeiten haben, sich zu wehren.

Gegen was genau müssen sich die Beschäftigten denn "wehren"? VC und UFO haben doch zunächst mal Forderungen an den Arbeitgeber gestellt, die sie durchboxen wollen.

Leidtragende sind da natürlich auch die Passagiere. Bedauerlich, aber ist halt so.

Tja, ist halt so.

In diesem Fall aber, sind die Flugausfälle vom Management verursacht

Das Management hat aber ohne Streik auch einige Möglichkeiten, darauf mit Anpassungen zu reagieren.

und die Auswirkungen werden sich über Wochen hinziehen und nicht "nur" 5 Tage, wie letzte Woche.

Schauen wir mal, ob da nicht noch ein paar Tage hinzukommen.

So, so 'Schauen wir mal';):).

Was durfte ich von Ihnen lesen, als ich das (wie Sie, im Sinne: 'erstmal abwarten', allerdings ohne zusätzliche, negative Unterstellung... nur einfach "Schaun wir mal") schrieb, nämlich das:

"... Sie wissen doch wieder gar nicht, worauf Sie eigentlich hinaus wollen."

Anmerkung: der weggelassene Teil (...) enthielt Reininterpretationen seitens @X-Ray, Dinge die ich überhaupt nicht geschrieben hatte.

Beitrag vom 21.04.2026 - 09:26 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1511 Beiträge)
Wie (fast) immer: nichts relevantes, faktenbasiertes geschrieben, aber unter Strich - wie immer - im Tenor 'alle Entscheidungen der GL der LH richtig, kritische Nachfragen sind völlig überflüssig und (eigentlich) Majestätsbeleidigung.
Und den Gegenpart - alles was die Gewerkschaften machen und veröffentlichen ist richtig und nicht zu hinterfragen - übernehmen wie immer Sie! Dann passt doch alles, Rede und Gegenrede! /Und ob das, was Sie von sich geben, immer faktenbasiert ist, mag dahin gestellt bleiben.
Beitrag vom 21.04.2026 - 09:35 Uhr
UserJosef Huber
User (4 Beiträge)
Es zeigt wieder: das Management von Lufthansa hat keine Ahnung.... Verstecken sich im Gläsernen Turm und beglückwünschen sich zu jeder falschem Entscheidung. Der Zeitpunkt der Schließung von Cityline ist für Passagiere eine Zumutung, für die Mitarbeiter psychische Kriegsführung, sehr schmutzig.... Es trifft Mitarbeiter die immer alles für den Konzern gegeben haben. Wir werden sehen wieviel der Konzern für die ausgemusterte Mitarbeiter übrig hat.... Was ist ein Mitarbeiter nach 20-30 Jahren noch wert
Beitrag vom 21.04.2026 - 10:45 Uhr
UserDaedalos1504
User (997 Beiträge)
Verstecken sich im Gläsernen Turm

Die Aussage hat was ;)

Der Zeitpunkt der Schließung von Cityline ist für Passagiere eine Zumutung...

Der Fünftagestreik der DLH und CLH ist mit Sicherheit die größere Zumutung für die Passagiere gewesen.
Beitrag vom 21.04.2026 - 10:45 Uhr
UserVB
User (483 Beiträge)
Der Zeitpunkt der Schließung von Cityline ist für Passagiere eine Zumutung, für die Mitarbeiter psychische Kriegsführung, sehr schmutzig.... Es trifft Mitarbeiter die immer alles für den Konzern gegeben haben. Wir werden sehen wieviel der Konzern für die ausgemusterte Mitarbeiter übrig hat.... Was ist ein Mitarbeiter nach 20-30 Jahren noch wert

Guten Morgen,
ich kann die Emotionen verstehen und bin auch weiterhin der Ansicht, dass es im LH-Management genauso wie in den Gewerkschaften nach dieser Eskalation einen personellen Neuanfang braucht, um wieder zusammen zu finden.

Aber das ist doch irgendwie dann schon ein wenig einseitig, oder?

- Sie werfen dem Management eine "Kriegsführung" vor, nach einem 5 Tage durchgängigem Streik für eher zweifelhafte Ziele (s. unten) und das während der 100-Jahr-Feier mit entsprechend öffentlicher Wahrnehmung der LH (das hat auch Auswirkung auf die Mitarbeiter und ist nicht nur eine nette Veranstaltung für das Management). Das ist schon ein wenig einseitig betrachtet.
- Zweifelhafte Gründe: Streik bei der Mainline für einen Tarifvertrag zur bereits sehr guten Übergangsversorgung in dieser Weltlage oder einen Tarifvertrag für einen Sozialplan ist keine "Kriegsführung"? Zum Thema Sozialplan: das ist doch sowieso eine Pflicht aus dem BetrVG - wofür jetzt eigentlich der Streik? Wenn der Arbeitgeber keinen Sozialplan vorlegt, sind die Gerichte der richtigte Ort dafür zu sorgen, dass es einen gibt.
- "ausgemusterte" Mitarbeiter: ich denke es ist allen bekannt, dass es genügend Möglichkeiten gab und gibt, innerhalb des Konzerns zu wechseln. Auch wenn das dann ein anderer Arbeitsplatz als der doch eher beschaulich Betrieb der Cityline ist - wenn das Geschäftsfeld des Unternehmens Cityline, der dezentrale Regionalflug, von Billigfliegern und der Bahn übernommen wurde und die Gewerkschaften dafür gesorgt haben, dass sich die Cityline wegen der Flottenbeschränkungen nicht zu einem Zubringer-Spezialisten entwickeln konnte, dann ist es trotz aller berechtigter Kritik m. E. schon eher fragwürdig, diese Entwicklung dem LH-Management als "psychische Kriegsführung" vorzuwerfen.

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2026 10:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.04.2026 - 11:53 Uhr
Usermucin
User (223 Beiträge)

Der Fünftagestreik der DLH und CLH ist mit Sicherheit die größere Zumutung für die Passagiere gewesen.
Natürlich ist er das, das bestreitet ja auch glaub ich kaum einer hier.
Aber die Auswirkungen und Verwerfungen die durch die - vollkommen überstürzte und planlose (man muss es einfach immer wieder betonen) - frühzeitige Cityline Schließung, sind eine ungleich größere Zumutung, weil die Auswirkungen sich über Wochen, teilweise ja sogar bis zum Ende des Sommerflugplans, hinziehen werden.
Beitrag vom 21.04.2026 - 12:00 Uhr
UserPerM
User (60 Beiträge)
Der Zeitpunkt der Schließung von Cityline ist für Passagiere eine Zumutung, für die Mitarbeiter psychische Kriegsführung, sehr schmutzig.... Es trifft Mitarbeiter die immer alles für den Konzern gegeben haben. Wir werden sehen wieviel der Konzern für die ausgemusterte Mitarbeiter übrig hat.... Was ist ein Mitarbeiter nach 20-30 Jahren noch wert

Guten Morgen,
ich kann die Emotionen verstehen und bin auch weiterhin der Ansicht, dass es im LH-Management genauso wie in den Gewerkschaften nach dieser Eskalation einen personellen Neuanfang braucht, um wieder zusammen zu finden.

Aber das ist doch irgendwie dann schon ein wenig einseitig, oder?

- Sie werfen dem Management eine "Kriegsführung" vor, nach einem 5 Tage durchgängigem Streik für eher zweifelhafte Ziele (s. unten) und das während der 100-Jahr-Feier mit entsprechend öffentlicher Wahrnehmung der LH (das hat auch Auswirkung auf die Mitarbeiter und ist nicht nur eine nette Veranstaltung für das Management). Das ist schon ein wenig einseitig betrachtet.
- Zweifelhafte Gründe: Streik bei der Mainline für einen Tarifvertrag zur bereits sehr guten Übergangsversorgung in dieser Weltlage oder einen Tarifvertrag für einen Sozialplan ist keine "Kriegsführung"? Zum Thema Sozialplan: das ist doch sowieso eine Pflicht aus dem BetrVG - wofür jetzt eigentlich der Streik? Wenn der Arbeitgeber keinen Sozialplan vorlegt, sind die Gerichte der richtigte Ort dafür zu sorgen, dass es einen gibt.
- "ausgemusterte" Mitarbeiter: ich denke es ist allen bekannt, dass es genügend Möglichkeiten gab und gibt, innerhalb des Konzerns zu wechseln. Auch wenn das dann ein anderer Arbeitsplatz als der doch eher beschaulich Betrieb der Cityline ist - wenn das Geschäftsfeld des Unternehmens Cityline, der dezentrale Regionalflug, von Billigfliegern und der Bahn übernommen wurde und die Gewerkschaften dafür gesorgt haben, dass sich die Cityline wegen der Flottenbeschränkungen nicht zu einem Zubringer-Spezialisten entwickeln konnte, dann ist es trotz aller berechtigter Kritik m. E. schon eher fragwürdig, diese Entwicklung dem LH-Management als "psychische Kriegsführung" vorzuwerfen.

Ich will neutral an dieser Stelle mal einwerfen, dass einfach in einen anderen Flugbetrieb wechseln nicht ganz sooo einfach ist. Von CLH weg hätte man sich in jedem Fall schlechter gestellt.
Davon abgesehen ist es aber niemals ratsam, unbegründet als AN einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Man gibt einfach zu viel auf, insbesondere nach vielen Jahren im Unternehmen.

Nun könnte man argumentieren, dass der AG nur das Beste für die Belegschaft will. Hier hat LH leider in der Vergangenheit häufig bewiesen, dass die Übergangspläne/Sozialpläne am absoluten Minimum ausgestaltet waren
Beitrag vom 21.04.2026 - 12:30 Uhr
UserAir Marshall
User (115 Beiträge)
Auf die Schnelle erste Umstrickungen: STR-MUC die 4 täglichen CLH-Verbindungen Stand jetzt fallen ersatzlos weg.
DRS/FMO-MUC ersetzt durch Mainline/airBaltic
Beitrag vom 21.04.2026 - 12:40 Uhr
UserCRJ9
User (126 Beiträge)

- Sie werfen dem Management eine "Kriegsführung" vor, nach einem 5 Tage durchgängigem Streik für eher zweifelhafte Ziele (s. unten) und das während der 100-Jahr-Feier mit entsprechend öffentlicher Wahrnehmung der LH (das hat auch Auswirkung auf die Mitarbeiter und ist nicht nur eine nette Veranstaltung für das Management). Das ist schon ein wenig einseitig betrachtet.
Wenn eine Seite Ihr Arsenal aus jeder kreativen Auslegung des gesetzlichen Rahmens bezieht gegen die man dann klagen müsse - die andere Seite aber nur eine einzige Waffe hat, da alle anderen Waffen immer mit der (schon demonstrierten) gerichtlichen Keule die Auslöschung per Schadensersatzklage bedroht sind- dann kann man schon von einem Ungleichgewicht sprechen.

- Zweifelhafte Gründe: Streik bei der Mainline für einen Tarifvertrag zur bereits sehr guten Übergangsversorgung in dieser Weltlage oder einen Tarifvertrag für einen Sozialplan ist keine "Kriegsführung"? Zum Thema Sozialplan: das ist doch sowieso eine Pflicht aus dem BetrVG - wofür jetzt eigentlich der Streik? Wenn der Arbeitgeber keinen Sozialplan vorlegt, sind die Gerichte der richtigte Ort dafür zu sorgen, dass es einen gibt.
Wer hat eigentlich den aufgestachelten Volksneid zum Richter über die Güte oder moralische Akzeptanz einer Versorgungsdebatte erhoben??
Wenn Sie wissen, wie die TVs Übergang und Versorgung der LH entstanden sind, welche Kompromisse beiderseits eingegangen wurden und welche Privilegien schon abgegolten oder ersetzt wurden, dann zündeln Sie hier wider besserem Wissen um Aufregung und Anerkennung.
Wenn Sie es nicht explizit wissen, dann sollten Sie die Tastatur halten!

- "ausgemusterte" Mitarbeiter: ich denke es ist allen bekannt, dass es genügend Möglichkeiten gab und gibt, innerhalb des Konzerns zu wechseln. Auch wenn das dann ein anderer Arbeitsplatz als der doch eher beschaulich Betrieb der Cityline ist - wenn das Geschäftsfeld des Unternehmens Cityline, der dezentrale Regionalflug, von Billigfliegern und der Bahn übernommen wurde und die Gewerkschaften dafür gesorgt haben, dass sich die Cityline wegen der Flottenbeschränkungen nicht zu einem Zubringer-Spezialisten entwickeln konnte, dann ist es trotz aller berechtigter Kritik m. E. schon eher fragwürdig, diese Entwicklung dem LH-Management als "psychische Kriegsführung" vorzuwerfen.

Was allen bekannt ist ist das plakative, weinerliche Narativ der Pressestelle der LH!
Es gab weder genügend noch faire oder sinnvolle Möglichkeiten zum Wechsel von CLH zu LHX!
Eine Kündigung bzw. ein Aufhebungsvertrag und die nachfolgende Bewerbung "zu Vorzugskonditionen" in einem StartUp ohne aufgebaute (weil bei CLH-mit anderem Unternehmensziel- geklaut) ist für einen Mitarbeiter in einer beherrschten GmbH mit teilweise jahrzehntelanger Betriebszugehörigkeit KEINE sinnvolle Option! Wenn Sie von einem Freund in dieser Situation um einen Rat für eine Entscheidung gebeten werden und Sie empfehlen DIESE Option- dann möchte ich Ihr Freund nicht sein!

CityLine ist keine "beschauliche Regionalfluggesellschaft"- wer hat Ihnen denn diesen Unsinn erzählt?
CLH war Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft mit damals 83 Flugzeugen und bis zu 300.000Flügen pro Jahr.
Man hat seit 2000 sechs Flugzeugmuster eingeflottet, teilweise als launchcustomer mit Beta-gerät teilweise in ungekannter Kurzfristigkeit. Man hat den Hub München zu Spitzenzeiten mit 75% der Frequenzen nach allen Himmelsrichtungen angebunden bis die Strecken zu groß und das Gerät zu klein wurden- was aber in der Rolle als "Pfadfinder" sehr hilfreich war, denn sonst gäbe es viele Strecken oder Frequenzen schlicht nicht. Wie sich das mit A319 so rechnet wird sich zeigen und es werden mit Sicherheit einige Strecken nicht mehr bedient werden können.
Seit 2000 ist das Geschäftfeld der CLH das Hubfeeding mit den Tagesrand- und aufkommenschwachen Strecken, die entweder ausgetestet werden oder nicht sinnvoll zu einer Airbusrotation zusammengefasst werden können. Sowie das Antesten neuer Verbindungen oder zusätzlicher Frequenzen. Diese fallen jetzt weg oder werden auf größeres Gerät mit wenig Frequenz zusammengefasst.
Was DAS für die Passagiere am Ende kleinerer Verbindungen bedeutet können die ja demnächst erleben.

Woher sich Ihre MEINUNG speist bleibt ihr Geheimnis- ein alter Bericht über CLH aus dem Jahre des Herrn 1999 vielleicht?

Zur Formulierung "Psychische Kriegsführung" die Sie so jovial belächeln-:
Ich kann Ihnen sagen, daß das sehr wohl funktioniert! Diskussionen, Wut, Resignation, alle Facetten der Emotionalität- sind bei fast allen Citylinern mehr oder weniger ausgeprägt angekommen und es herscht Verunsicherung...ein voller Erfolg des Regisseurs dieses tragischen Theaters.

Aber ehrlich: Wollen Sie das in einer Airline als mindset im Flugbetrieb?

Da helfen irgendwann auch all die Schulungen und Selbstreflexionen und SMS-Vorlagen nix mehr!!!!
Da haben Sie eine GF, die konsequent die Situationen herbeiführt oder hinnimmt, die zu den Lasten führen, gegen die es tolle und teure Präventionsprogramme gibt. DAS ist ein Pardoxon aus dem Buch.

Abschließend:
Es gibt kaum zu beweisende Hinweise, dass der Streik seitens der AG provoziert wurde, um einen Zuverlässigkeitspassus(!) in dem Leasevertrag zwischen LH (Eigentümer und beherrschende Entität) und der CLH (beherrschte Tochter) auszulösen.
Die jahrelange Verzögerungs- und Widerstandstaktik (teilweise auch bemerkenswert ahnungslose Auftritte in Gerichtsverfahren) hat zur -eventuell beabsichtigten- Weißglut der Gewerkschaften geführt.
Emotional wurde es wohl, als die einen den Anderen in den Chamapgner gespuckt haben.
CLH hatte eine Zuverlässigkeit, die der LH in nichts nachstand- wenn sie flog! Aber in DIESEM Streik werden die Auslöser, die seit Jahrzehnten in diesen Verträgen schlummerten auf einmal wichtig...
Honi soit qui mal y pense!

Ein orchestrierter Zufall...
Beitrag vom 21.04.2026 - 13:04 Uhr
Usercontrail55
User (6145 Beiträge)
Nun könnte man argumentieren, dass der AG nur das Beste für die Belegschaft will. Hier hat LH leider in der Vergangenheit häufig bewiesen, dass die Übergangspläne/Sozialpläne am absoluten Minimum ausgestaltet waren.
Hätten Sie da ein Beispiel? ich habe jetzt nur einen Sozialplan German Wings aus 20125 gefunden, von dem die UFO sagte "Dieses Paket ist ein Sozialplan, das den Namen Sozialplan auch verdient" Die Sozialpläne zu den Standortschließungen der CLH wurden, über Minimum, als solides Mittelfeld eingestuft.
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