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Beitrag vom 06.08.2020 - 23:11 Uhr
UserFW 190
User (1587 Beiträge)


Man kann sich natürlich auch mal überlegen, wo all das Vertrauen zwischen den Sozialpartnern wohl hin ist, dessen offensichtliches Fehlen die jetzigen Verhandlungen so schwierig gestaltet. Wohlgemerkt mit KEINER Gewerkschaft wurde bislang ein Abschluss erzielt - Zufall?

Fehlt Vertrauen oder die Einsicht in die Realität: "Die Kosten sind doppelt so hoch wie die Einnahmen" wurde soeben bei den Tagesthemen zitiert. Wie lange kann sich eine Firma, die schon mit sehr viel Staatsgeld vor dem Bankrott gerettet werden musste, das noch leisten?

Beitrag vom 07.08.2020 - 03:08 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (129 Beiträge)
Ist die Frage nicht eher Flottengebunden?

Wenn man gerade auf der Langstrecke den Status quo vor Corona erst in 24 oder 25 wieder erwartet und dementsprechend die Flotte einmal glattzieht somit diverse 4 Strahler dauerhaft ausflottet dann hat man wohl einfach zuviele Crews und dann auch noch die falschen.

Die Flottenpolitik bis 24 wird ja gerade vorweg genommen, bis dahin braucht man die vorherige Flotte definitiv nicht mehr.
Folglich könnte man auf die Idee kommen, alle verbleibenden B744, A346, A380 auszuflotten.
Und anschließend auch die A343 und A333.
Dann wäre man flottentechnisch bei der Mainline selbst relativ schlank aufgestellt.
In FRA hätte man B789, B777x und B748.
In MUC nur A359.

Die Komplexität wäre massiv reduziert. Die A333 könnte man bei Brussels konsolidieren oder an die EW geben.

Man hätte eine deutlich kleiner Langstreckenflotte und damit einfach massiv Personal zu viel. Das kann man nicht mitschleppen.

Wie bei vielen Unternehmen erwarte ich bei der LH auch einen Kahlschlag, besonders auf den Wasserkopf Positionen.
Beitrag vom 07.08.2020 - 08:32 Uhr
Usercontrail55
User (1998 Beiträge)
Zum Thema: ich kann ja einerseits den Vorstand verstehen, dass er auf die Tube drücken will. Andererseits aber auch die Gewerkschaften, die jetzt höllisch aufpassen müssen, nicht die Büchse der Pandora aufzumachen und dem Management etwas in die Hand zu geben, mit dem er sie später erpressen kann. Man hat aus der Steckerleiste gelernt. Blinder Aktionismus ist hier nicht hilfreich, auf beiden Seiten. Das müssen tragbare Abschlüsse werden und nicht was eilig hingeschustertes.

Sorry, aber eilig hingeschustert trifft es nicht ganz. So wie ich es verstanden habe, steigt man erst jetzt in den Dialog mit LH ein, nachdem man sich intern einig scheint. Etwa sieben Wochen, nachdem die erste Partei einen Abschluss hatte.

Der Dialog der Tarifkommission mit dem Unternehmen war abgeschlossen.
Danke für den Hinweis. Ich will garnicht in Wortglauberei verfallen, aber fertig ist für mich, wenn das Werk auf beiden Seiten unterschriftsreif ist. Unabhängig davon, wann es denn jetzt unterschrieben wird. Da das Paket der VC nochmal aufgemacht wird ist es für mich nicht fertig. Das es intern da Meinungsverschiedenheiten gegeben hat ist nicht die Schuld der LH, da ja hier immer wieder der belastbare und faire Dialog erwähnt wird. Daher mein Hinweis, auch sieben Wochen nach dem Verhandlungsergebnis der UFO haben die anderen das nicht geschafft und wir befinden uns in dem Monat, an dessen Ende die KA Regelung ausläuft. Klar, Manches ist komplex und man will möglichst viel absichern, aber muss man es immer auf die Spitze treiben? Ist LH immer der Feind? Nehmen Sie den Abschluss der UFO. Da gibt es Einsparungen und jeder gibt Geld ab. Aber das Risiko, dass das Ziel der zukünftigen Personalstärke über TZ, Abfindungen, Fluktzation usw. auch erreicht wird, das trägt LH zu 100% alleine, Stichwort Jobgarantie.
Welche Partei hat denn einen fertig unterschriebenen Abschluss?
Nicht unterschrieben, aber fertig. Liegt hier bei mir auf dem Schreibtisch. Es fehlt die Zustimmung der Mitglieder. Dieser Prozess würde ja bei den anderen Sozialpartnern auch noch dazu kommen.

Das stimmt so nicht. Nicht alle Sozialpartner müssen ihre Mitglieder fragen.... Auch die VC-TK muss ihre Mitglieder nicht fragen. Und soweit ich weiß, die Verdi auch nicht.
Zugegeben, ich wüsste nicht ob UFO das muss oder aus Fairness oder zur Absicherung macht. Das habe ich so übertragen. Danke für die Info.

Dieser Beitrag wurde am 07.08.2020 08:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.08.2020 - 08:38 Uhr
Usercontrail55
User (1998 Beiträge)
Welche Partei hat denn einen fertig unterschriebenen Abschluss?
Nicht unterschrieben, aber fertig. Liegt hier bei mir auf dem Schreibtisch. Es fehlt die Zustimmung der Mitglieder. Dieser Prozess würde ja bei den anderen Sozialpartnern auch noch dazu kommen.

Von „fertig“ kann also keine Rede sein, denn ohne Zustimmung kein Abschluss.
Ok, angenommen, siehe den Post oben.
Und offenbar haben Sie das falsch verstanden, der Dialog mit dem Management läuft bereits seit einiger Zeit und man hatte so gesehen ebenfalls ein „fertig“ verhandeltes Paket. Das bekanntlich, so stand es hier auf aero.de ebenso zu lesen, vom VC-Vorstand per Veto in eine weitere interne Diskussionsrunde geschickt wurde - es fehlte also noch die Zustimmung.
Akzeptiert. Auch hier, siehe oben.
Man kann sich natürlich auch mal überlegen, wo all das Vertrauen zwischen den Sozialpartnern wohl hin ist, dessen offensichtliches Fehlen die jetzigen Verhandlungen so schwierig gestaltet. Wohlgemerkt mit KEINER Gewerkschaft wurde bislang ein Abschluss erzielt - Zufall?
Ja, das kann man mal überlegen. Da wird man, wenn man alle Parameter zusammenfasst, wohl einen Anteil auf allen Seiten finden.
Beitrag vom 09.08.2020 - 16:25 Uhr
UserDigiflieger
User (1045 Beiträge)
> Zum Thema: ich kann ja einerseits den Vorstand verstehen, dass er auf die Tube drücken will. Andererseits aber auch die Gewerkschaften, die jetzt höllisch aufpassen müssen, nicht die Büchse der Pandora aufzumachen und dem Management etwas in die Hand zu geben, mit dem er sie später erpressen kann. Man hat aus der Steckerleiste gelernt. Blinder Aktionismus ist hier nicht hilfreich, auf beiden Seiten. Das müssen tragbare Abschlüsse werden und nicht was eilig hingeschustertes.

Sorry, aber eilig hingeschustert trifft es nicht ganz. So wie ich es verstanden habe, steigt man erst jetzt in den Dialog mit LH ein, nachdem man sich intern einig scheint. Etwa sieben Wochen, nachdem die erste Partei einen Abschluss hatte.

Der Dialog der Tarifkommission mit dem Unternehmen war abgeschlossen.
Danke für den Hinweis. Ich will garnicht in Wortglauberei verfallen, aber fertig ist für mich, wenn das Werk auf beiden Seiten unterschriftsreif ist. Unabhängig davon, wann es denn jetzt unterschrieben wird. Da das Paket der VC nochmal aufgemacht wird ist es für mich nicht fertig. Das es intern da Meinungsverschiedenheiten gegeben hat ist nicht die Schuld der LH, da ja hier immer wieder der belastbare und faire Dialog erwähnt wird. Daher mein Hinweis, auch sieben Wochen nach dem Verhandlungsergebnis der UFO haben die anderen das nicht geschafft und wir befinden uns in dem Monat, an dessen Ende die KA Regelung ausläuft. Klar, Manches ist komplex und man will möglichst viel absichern, aber muss man es immer auf die Spitze treiben? Ist LH immer der Feind? Nehmen Sie den Abschluss der UFO. Da gibt es Einsparungen und jeder gibt Geld ab. Aber das Risiko, dass das Ziel der zukünftigen Personalstärke über TZ, Abfindungen, Fluktzation usw. auch erreicht wird, das trägt LH zu 100% alleine, Stichwort Jobgarantie.

Naja, die UFO hat einen Abschluss für LH zur Abstimmung. Und selbst da wird noch "nachverhandelt". Zum Anderen betrifft dieser Abschluss NUR die LH. Insofern geben nicht ALLE etwas ab. Denn die GWIler verlieren ALLES... SXD wird liquidiert und die Kabine verliert ALLES.
Ich finde es vermessen, die UFO als positiv Beispiel im LH-Konzern darzustellen, wenn sie "nur" die Lufthanseaten versorgt.

Und ob es reicht, wenn gerade die Langstreckenflieger 15-24 CAs/Flugzeug nicht mehr fliegen sollen, bleibt fraglich.

Zum Thema "Unstimmigkeiten". Der LH-Vorstand hat in der Erklärungsfrist den KaG Tarifvertrag für GWI kassiert und "verschenkt" jeden Monat 15% Lohnzahlungen und den KaG Zuschuss vom Staat.... Die VC wird aber als "Spassbremse" angeprangert, wenn sie bei einem komplexen Tarifwerk noch einmal in Klausur geht.

Vielleicht bin ich zu doof, um grundsätzlich zu verstehen, warum es immer wieder sinnvoll sein soll, günstigeres Personal zusätzlich einzustellen und arbeiten zu lassen, während das teurere Personal mit nichts tun zu Hause sitzt, aber weiter bezahlt werden muss....


Beitrag vom 09.08.2020 - 20:38 Uhr
UserFW 190
User (1587 Beiträge)

Zum Thema "Unstimmigkeiten". Der LH-Vorstand hat in der Erklärungsfrist den KaG Tarifvertrag für GWI kassiert und "verschenkt" jeden Monat 15% Lohnzahlungen und den KaG Zuschuss vom Staat.... Die VC wird aber als "Spassbremse" angeprangert, wenn sie bei einem komplexen Tarifwerk noch einmal in Klausur geht.

Ja stimmt, aber die 3-4 Mio pro Monat fallen bei 750.000 / Std kaum ins Gewicht. Den Ausschluss der betriebsbedingten Kündigungen, den diese Vereinbarung zu GWI vorsah, wollte man nicht akzeptieren. Wieviel wollten denn die Anderen abgeben um GWI zu retten?
Denn seit 2015 - noch vor dem Absturz - war die Schließung beschlossen. Also wußte jeder was kommt, nur kommen jetzt Folgen die Pandemie dazu.


Beitrag vom 09.08.2020 - 21:33 Uhr
UserDigiflieger
User (1045 Beiträge)

Zum Thema "Unstimmigkeiten". Der LH-Vorstand hat in der Erklärungsfrist den KaG Tarifvertrag für GWI kassiert und "verschenkt" jeden Monat 15% Lohnzahlungen und den KaG Zuschuss vom Staat.... Die VC wird aber als "Spassbremse" angeprangert, wenn sie bei einem komplexen Tarifwerk noch einmal in Klausur geht.

Ja stimmt, aber die 3-4 Mio pro Monat fallen bei 750.000 / Std kaum ins Gewicht. Den Ausschluss der betriebsbedingten Kündigungen, den diese Vereinbarung zu GWI vorsah, wollte man nicht akzeptieren. Wieviel wollten denn die Anderen abgeben um GWI zu retten?
Denn seit 2015 - noch vor dem Absturz - war die Schließung beschlossen. Also wußte jeder was kommt, nur kommen jetzt Folgen die Pandemie dazu.

Na, dann ist doch alles OK. Die Lh nimmt ihre soziale Verantwortung wahr und zahlt einfach alle GWI Gehälter, bis es eine sinnvolle Weiterverwendung für die 1200 Kollegen gibt.

Trotz "beschlossener Schließung", hat man bis 2017 noch Kollegen in LH-Tarife eingestellt und bis 2019 weiter Kollegen in eine zweite Tarifschiene eingestellt...

Passt irgendwie alles nicht zusammen.

Aber richtig ist, dass die Pandemie jetzt genutzt werden soll, um Fakten zu schaffen. Überall. Und ja, vieles ist unvermeidbar.
Aber genau um das unvermeidbare vom vermeidbaren zu unterscheiden, gibt es diese langen Prozesse.
Das nervt, bzw. kostet Nerven, aber es zeichnet eine soziale Marktwirtschaft aus, die uns in D über die letzen Jahrzehnte so erfolgreich gemacht haben.
Und ich denke, dass viele überrascht sein werden, wieviel Solidarität wirklich vorhanden ist. Positiv, wie negativ...
Beitrag vom 10.08.2020 - 08:32 Uhr
Usercontrail55
User (1998 Beiträge)

Zum Thema "Unstimmigkeiten". Der LH-Vorstand hat in der Erklärungsfrist den KaG Tarifvertrag für GWI kassiert und "verschenkt" jeden Monat 15% Lohnzahlungen und den KaG Zuschuss vom Staat.... Die VC wird aber als "Spassbremse" angeprangert, wenn sie bei einem komplexen Tarifwerk noch einmal in Klausur geht.

Ja stimmt, aber die 3-4 Mio pro Monat fallen bei 750.000 / Std kaum ins Gewicht. Den Ausschluss der betriebsbedingten Kündigungen, den diese Vereinbarung zu GWI vorsah, wollte man nicht akzeptieren. Wieviel wollten denn die Anderen abgeben um GWI zu retten?
Denn seit 2015 - noch vor dem Absturz - war die Schließung beschlossen. Also wußte jeder was kommt, nur kommen jetzt Folgen die Pandemie dazu.

Na, dann ist doch alles OK. Die Lh nimmt ihre soziale Verantwortung wahr und zahlt einfach alle GWI Gehälter, bis es eine sinnvolle Weiterverwendung für die 1200 Kollegen gibt.

Trotz "beschlossener Schließung", hat man bis 2017 noch Kollegen in LH-Tarife eingestellt und bis 2019 weiter Kollegen in eine zweite Tarifschiene eingestellt...

Passt irgendwie alles nicht zusammen.
Unter Umständen schon. Wenn man einen Vertrag hat, der sicherstellt, dass GWI bis Zeitpunkt x in Stärke y in Betrieb ist, dann muss man das auch bereedern. Haben die Kollegen einen befristetetn Vertrag? Dann ist doch alles klar, jeder weiß worauf er sich einlässt.
Aber im Grunde ist das doch beleidgtes (sorry, mir fällt gerade nichts anderes ein) Lamentieren. Da schmeißen sie Geld raus und wir sollen sparen. Dann will ich auch nicht sparen.
Aber richtig ist, dass die Pandemie jetzt genutzt werden soll, um Fakten zu schaffen. Überall. Und ja, vieles ist unvermeidbar.
Na klar. Alle anderen Wettberwerber schaffen auch Fakten. Dann kan ich doch nicht träumen und sagen, wie schön es doch war, so soll es bleiben. Wenn alle die nach-Corona Kosten senken, was bleibt mir übrig? Egal welches Konstrukt man favorisiert, die Kosten müssen runter. Sagen Sie welches Sie wollen, melden Sie es Ihrer GW und weiter geht´s. Da imme die Schuld dem AG zu geben ist mir viel zu einfach.
Aber genau um das unvermeidbare vom vermeidbaren zu unterscheiden, gibt es diese langen Prozesse.
Das nervt, bzw. kostet Nerven, aber es zeichnet eine soziale Marktwirtschaft aus, die uns in D über die letzen Jahrzehnte so erfolgreich gemacht haben.
Ja, das nervt. Sagen Sie das denen, die mit ihrem Kaufverhalten die soziale Marktwirtshaft beerdigen. Aber so ist das Leben, ändern oder anpassen.
Und ich denke, dass viele überrascht sein werden, wieviel Solidarität wirklich vorhanden ist. Positiv, wie negativ...
Schaun wir mal.

Dieser Beitrag wurde am 10.08.2020 08:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.08.2020 - 22:17 Uhr
UserFW 190
User (1587 Beiträge)
"Bei der Lufthansa eskaliert ein Streit zwischen Konzernspitze und Gewerkschaften um Sparbeiträge der Mitarbeiter in der Coronakrise. Selbst einem vorläufigen Kompromiss aus dem Juni droht das Aus."

SPON von heute Nachmittag:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streit-um-sparbeitraege-des-personals-spitzt-sich-zu-a-77281c1b-7cca-4b70-9b4e-24249c0086e9#

Der August ist nun der 5. Monat mit Kurzarbeit und hohen Aufstockungen und doppelt so hohen Ausgaben wie Einnahmen. Wie lange geht das noch gut?

Dieser Beitrag wurde am 10.08.2020 22:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.08.2020 - 08:09 Uhr
Usercontrail55
User (1998 Beiträge)
"Bei der Lufthansa eskaliert ein Streit zwischen Konzernspitze und Gewerkschaften um Sparbeiträge der Mitarbeiter in der Coronakrise. Selbst einem vorläufigen Kompromiss aus dem Juni droht das Aus."

SPON von heute Nachmittag:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streit-um-sparbeitraege-des-personals-spitzt-sich-zu-a-77281c1b-7cca-4b70-9b4e-24249c0086e9#

Der August ist nun der 5. Monat mit Kurzarbeit und hohen Aufstockungen und doppelt so hohen Ausgaben wie Einnahmen. Wie lange geht das noch gut?
Das scheint sich festgefahren zu haben. Die eine Seite sagt, es wird schlimmer als gedacht, unsere Jobzusagen können wir nicht halten. Die andere Seite sagt, glauben wir nicht, das ist doch nur Masche um uns noch weiter zu drücken. Mal schauen ob und wie man das lösen kann. Bei einigen Webcasts der CEOs kam durch, dass die Geduld mit den GW ziemlich am Ende ist und das Geld, wie Sie sagen, durch die Finger rinnt.
Beitrag vom 11.08.2020 - 08:17 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (129 Beiträge)
"Bei der Lufthansa eskaliert ein Streit zwischen Konzernspitze und Gewerkschaften um Sparbeiträge der Mitarbeiter in der Coronakrise. Selbst einem vorläufigen Kompromiss aus dem Juni droht das Aus."

SPON von heute Nachmittag:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-streit-um-sparbeitraege-des-personals-spitzt-sich-zu-a-77281c1b-7cca-4b70-9b4e-24249c0086e9#

Der August ist nun der 5. Monat mit Kurzarbeit und hohen Aufstockungen und doppelt so hohen Ausgaben wie Einnahmen. Wie lange geht das noch gut?

9 Mrd. geht das gut, bzw. 7 wenn man nur den dt. Part anschaut.

Diese sinnlose Aufstockung ist der Wahnsinn.

Die Frage ist auch wie das Strukturell weiter gehen soll, die Prognosen gehen gerade beim Langstreckenverkehr von einer Erholung (2019 Niveau) irgendwann um 2023 - 2025 aus.
Folglich: Wie lange will man den Mitarbeiter Überhang denn rumschleppen, wenn die Flotte massiv verkleinert wird.
Rechnet man mal alle A346 und B744 raus, die sind alle inaktiv, sowie die 6 A380,
hat man mal eben 17 + 9 + 6 grosse WBs weniger.
Und da sind die A343 noch nicht mal drin, oder die alten A319, A320, A321 die man vlt. stillegt.
Will man die Crews jetzt irgendwie die nächsten 3-4 Jahre bezahlen ohne das man sie braucht?

Wie soll das gehen?
Beitrag vom 11.08.2020 - 09:52 Uhr
UserFW 190
User (1587 Beiträge)
Will man die Crews jetzt irgendwie die nächsten 3-4 Jahre bezahlen ohne das man sie braucht?

Wie soll das gehen?

Das wird so nicht gehen aber in meinen Augen haben alle GW den Ernst der Lage nicht begriffen. Das Ding wird gegen die Wand gefahren. Die Vereinbarungen vom April hätten nach 2 Monaten auf realistische Werte reduziert werden müssen denn dann war die Lage klar. Sehr löblich ist es ja, alle an Bord halten zu wollen, aber so richtig wollen sie dann auch nicht teilen. 80-90% Aufstockung? Fürs Nichtstun? Wie lange noch? UFO macht jetzt auch wieder Druck wie bei SPON zu lesen war. Empfehlung die (80%) Vereinbarung ab zu lehnen. Vereinbarungen in denen NFF und KA Stellen bereits heute bis 2023 fest vereinbart werden sollen? Umschulungen, Querschulungen und downgrades? Alles Zusatzkosten.

Verdi mit der Aussage warum jetzt auf 20% verzichten (statt auf aktuell 10%) wenn dann in 2 Jahren - nach Insolvenz - das die neue Bezugsgröße für das ALG ist?

Da sitzen doch AN im Aufsichtsrat und haben demzufolge Zugriff auf die Daten. Können die diese das nicht verstehen und zweifeln an der Glaubwürdigkeit der GF? Da muss man doch nur die Zahl der PAX Und die Einnahmen daraus in einer Woche mal ins Verhältnis zu Durchschnitt 2019 stellen. Aber wie hat mal eine Moderatorin im TV gesagt, sie sei immer schon mit Mathematik überfordert gewesen - da ging es um einfaches Zählen! Die 4 Grundrechenarten sind ja heute schon offiziell Mathematik.
Beitrag vom 11.08.2020 - 10:27 Uhr
UserDigiflieger
User (1045 Beiträge)
Will man die Crews jetzt irgendwie die nächsten 3-4 Jahre bezahlen ohne das man sie braucht?

Wie soll das gehen?

Das wird so nicht gehen aber in meinen Augen haben alle GW den Ernst der Lage nicht begriffen. Das Ding wird gegen die Wand gefahren. Die Vereinbarungen vom April hätten nach 2 Monaten auf realistische Werte reduziert werden müssen denn dann war die Lage klar. Sehr löblich ist es ja, alle an Bord halten zu wollen, aber so richtig wollen sie dann auch nicht teilen. 80-90% Aufstockung? Fürs Nichtstun? Wie lange noch? UFO macht jetzt auch wieder Druck wie bei SPON zu lesen war. Empfehlung die (80%) Vereinbarung ab zu lehnen. Vereinbarungen in denen NFF und KA Stellen bereits heute bis 2023 fest vereinbart werden sollen? Umschulungen, Querschulungen und downgrades? Alles Zusatzkosten.

Die Vereinbarungen mit den GW haben wesentlich mehr umfasst, als das, was Sie hier bemängeln. Das wird von der GL durchaus auch so gesehen und sie haben ein Gesamtvolumen festgelegt, dass sowohl von UFO, als auch von der VC erreicht wurde.

Die nicht-monetären Bestandteile sind der Knackpunkt. Kosten die Abschlüsse mehr, als nur den Krisenbeitrag?

Verdi mit der Aussage warum jetzt auf 20% verzichten (statt auf aktuell 10%) wenn dann in 2 Jahren - nach Insolvenz - das die neue Bezugsgröße für das ALG ist?

Das ist schon bitter... ;-( Allerdings wir diese Aussage wohl kaum für sich alleine stehen, oder?!? Ich hoffe es zumindest.... Andererseits beschreibt es das Dilemma sehr plakativ.
Wieso soll man einen Krisenbeitrag liefern, wenn man seinen Job eh verlieren soll? Ob heute oder in einem halben Jahr ist für die meisten AN irrelevant.
Insofern können massive Zugeständnisse nur mit Jobgarantien begleitet werden. Wenn es dann schlimmer läuft, ist eh alles hinfällig...

Da sitzen doch AN im Aufsichtsrat und haben demzufolge Zugriff auf die Daten. Können die diese das nicht verstehen und zweifeln an der Glaubwürdigkeit der GF? Da muss man doch nur die Zahl der PAX Und die Einnahmen daraus in einer Woche mal ins Verhältnis zu Durchschnitt 2019 stellen. Aber wie hat mal eine Moderatorin im TV gesagt, sie sei immer schon mit Mathematik überfordert gewesen - da ging es um einfaches Zählen! Die 4 Grundrechenarten sind ja heute schon offiziell Mathematik.

Also in das Verhältnis zu 2019 setzt doch keiner mehr irgendetwas... Weder GW, noch die Gl...
Man hofft(!) auf eine Erholung und geht von Prognosen aus. Viele Analysten wurden von den besser-als-erwartet,-aber-immer-noch-beschissenen Zahlen positiv überrascht.
Und alle bei LH hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt. Nur Garantien gibt es dafür nicht.

Und die besagte Moderatorin ist ja nicht ohne Grund ins Fernsehen gewechselt, oder?!? Da kann sie ihre wahren Fähigkeiten doch viel besser vermarkten ;-)
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