Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Ryanair-Chef rechnet mit Bundesregie...

Beitrag 16 - 30 von 89
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... | 6 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 28.11.2024 - 09:05 Uhr
UserEricM
User (6833 Beiträge)
Ich sehe, Sie lernen dazu. Erst eine belegfreie These aufstellen und dann von der Gegenthese Belege verlangen

Jetzt liefern Sie mir mal einen Beleg, dass ich Belege verlangt habe :)
Nein, im Ernst:

Warum ich einen positiven Gesamteffekt der Geschäftstätigkeit von FR in Frage stelle, hab ich glaube ich ausreichend begründet.
Ich hatte daher , ich denke zurecht, um eine Abschätzung für dieses vermeintliche "Riesenplus für Deutschland" gebeten, denn der Ansatz, einfach jegliche Geschäftstätigkeit ohne Einschränkung automatisch netto positiv zu bewerten, scheint mir gerade in volkswirtschaftlicher Hinsicht etwas unterkomplex zu sein.
Beitrag vom 28.11.2024 - 09:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3851 Beiträge)
Ernsthaft??? Haben Sie auch nur irgendeine Idee um was für Positionen es in der Summe geht? Oder auch nur was die Luftverkehrsteuer ist und wo sie hingeht?

Die Luftverkehsabgabe hätte Deutschland auch dann eingenommen, wenn ein Steuern zahlendes Unternehmen mit Angestellten in DE die entsprechenden Flüge durchgeführt hätte.

Sie dürfen gerne Ihre eigenen Abschätzungen für die letzten 20 Jahre hier einstellen.
Von Ryanair und ihren Angestellten in DE gezahlte Steuern und Abgaben
vs.
Von Ryanair direkt und indirekt erhaltene Subventionen inklusive Bau und Erhalt bzw Verluste der von ihnen genutzten Landratspisten.
Von Ryanair bei anderen Airlines verhinderte Umsätze
Von Ryanair bei anderen Airlines verhinderte oder vernichtete Arbeitsplätze

Erst dann können wir diskutieren, wem hier das volkswirtschaftliche Basiswissen fehlt.
Ich sehe, Sie lernen dazu. Erst eine belegfreie These aufstellen und dann von der Gegenthese Belege verlangen. Da haben Sie bei den Diskussionsspezialisten hier etwas abgeschaut.
Zu den Fakten...
"In FRA haben sie just in dem Moment, als sie die Gebühren zahlen sollten, fluchtartig das Gelände verlassen." Haben Sie dazu Belege, dass Ryanair über das für alle Airlines geltende Incentivprogramm der FRAport hinaus weniger Gebühren bezahlt hat?
"Rheinland Pfalz rennt seit Jahren vom Hahn illegal gezahlten Beihilfen an Ryanair hinterher." Um welche Beihilfen handelt es sich da? Dazu habe ich nichts gefunden, außer die illegalen Beihilfen aus dem aktuellen, aber noch nicht rechtskräftigen, Urteil der EU. Danke
"Die von FR gezahlten (oder auch nicht gezahlten) Gebühren an anderen Standorten sind meines Wissens nach nicht öffentlich einsehbar."
Damit sind alle Aussagen rund um die Ryanair Gebühren spekulativ.

Ich finde es sehr bemerkenswert und traurig, mit welcher Art Foristen Sie sich hier gemein machen um einen sachlich und fachlich ausgewogenen Foristen zu diskreditieren.

Zur Sache:

Sind Sie wirklich so unwissend (oder unterdrücken Sie bewusst die Tatsachen?) das:

- FR jahrelang von einer Landratspiste zur nächsten hüpfte und dabei, extra für diese Airline mit Steuergeldern, ausgebaute 'Airports', pleite hinterließ?
(Altenburg- Leipzig, Berlin- Magdeburg- International, Berlin- Neuhardenberg etc.)

- FR dabei 'Etiketten- Schwindel' bei den Namen betrieb und betreibt und damit PAXe bewusst vera...lberte? (Frankfurt- Hahn, Düsseldorf- Weeze etc.)

- FR nachweislich von FRA verschwand, als die billigen Sonderkosten ausliefen: "Zwischen 2017 und 2022 unterhielt Ryanair eine Basis mitten auf Lufthansa-Terrain. Als nach fünf Jahren die Sonderkonditionen ausliefen, zog Ryanair ihre Flugzeuge aus Frankfurt ab.", aus diesem Artikel:
 https://www.aero.de/news-46313/Ryanair-Wilson-Frankfurt.html

- FR jahrzehntelang die Sozialkassen mit windigen Anstellungsverträgen in Deutschland (und anderen Ländern- dort teilweise bis heute) um Abgaben/ Beiträge betrog?

Das wollen Sie alles wirklich nicht gewusst haben!?

Nur peinlich!






Beitrag vom 28.11.2024 - 09:48 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2147 Beiträge)
@EricM: Grundsätzlich, viel Zustimmung zu dem, was Sie schreiben, abe rbei 2 Sachen wäre ich mir nicht so sicher:

Die Flughäfen wurden vom Steuerzahler jahrzehntelang subventioniert, die FR Flüge über "Co-Marketing" Inititativen ebenfalls, dafür waren die Piloten jahrelang nach irischem Recht als eigene Firmen eingetragen und haben den deutschen Sozialkassen hohe Beiträge vorenthalten, während FR seine Gewinne in Irland versteuert, naja zumindst ein bisschen ....

Organisationen wie Ryanair, sind schuld daran, dass dem deutschen Renten- und Sozialsystem nicht genug Mittel zur Verfügung stehen.

Wenn man nicht in die Sozialkassen einzahlt, dann bekommt man auch keine wirklichen Leistungen daraus. Die Piloten waren Selbstständig, also bekommen Sie dafür auch nichts aus der Rentenkasse und auch die Krankenkasse mussten Sie selbst zahlen. Es ist also nicht wirklich so, dass Ryanair Schuld daran ist, dass den Sozialsystemen das Geld fehlt. Man hat eher das komplette Risiko an die Mitarbeiter abgedrückt.

Von Ryanair direkt und indirekt erhaltene Subventionen inklusive Bau und Erhalt bzw Verluste der von ihnen genutzten Landratspisten.

Das ist jetzt eine Henne-Ei Diskussion. Die Landratspisten waren doch schon vor Ryanair da und die Landratspisten sind jetzt auch noch da, wo Ryanair Sie nicht mehr nutzt. Also in meinen augen kann man da Ryanair nicht den Vorwurf machen, dass man für den Bau/Betrieb dieser unsinnigen Flughäfen verantwortlich sind. Ausgenutzt haben sie die Misere dieser Airports zweifelsohne, aber für den Bau würde ich Sie nicht in der Verantwortung sehen.
Beitrag vom 28.11.2024 - 10:47 Uhr
UserEricM
User (6833 Beiträge)
@EricM: Grundsätzlich, viel Zustimmung zu dem, was Sie schreiben, abe rbei 2 Sachen wäre ich mir nicht so sicher:

Die Flughäfen wurden vom Steuerzahler jahrzehntelang subventioniert, die FR Flüge über "Co-Marketing" Inititativen ebenfalls, dafür waren die Piloten jahrelang nach irischem Recht als eigene Firmen eingetragen und haben den deutschen Sozialkassen hohe Beiträge vorenthalten, während FR seine Gewinne in Irland versteuert, naja zumindst ein bisschen ....

Organisationen wie Ryanair, sind schuld daran, dass dem deutschen Renten- und Sozialsystem nicht genug Mittel zur Verfügung stehen.

Wenn man nicht in die Sozialkassen einzahlt, dann bekommt man auch keine wirklichen Leistungen daraus. Die Piloten waren Selbstständig, also bekommen Sie dafür auch nichts aus der Rentenkasse und auch die Krankenkasse mussten Sie selbst zahlen. Es ist also nicht wirklich so, dass Ryanair Schuld daran ist, dass den Sozialsystemen das Geld fehlt. Man hat eher das komplette Risiko an die Mitarbeiter abgedrückt.

Renten und Sozialsysteme in DE sind umlagenfinanziert.
Sprich: Heutige Beitragszahler zahlen für heutige Leistungsbezieher.
Ein scheinselbständiger Pilot fühhrt also schon heute dazu, dass dem System insgesamt Einnahmen fehlen, die für heutige Leistungsbezieher benötigt werden.
Dass er dafür in Zukunft keine Leistungen bekommt, macht das Problem der Kassen erst in 20-30 Jahren etwas kleiner - falls es sie dann überhaupt noch gibt.
Das mit dem Abdrücken des Risikos auf die Mitarbeiter ist natürlich richtig, wobei sich dieses Risiko erst nach Ende des Berufslebens oder eben im Krankheitsfall realisiert.

Von Ryanair direkt und indirekt erhaltene Subventionen inklusive Bau und Erhalt bzw Verluste der von ihnen genutzten Landratspisten.

Das ist jetzt eine Henne-Ei Diskussion. Die Landratspisten waren doch schon vor Ryanair da und die Landratspisten sind jetzt auch noch da, wo Ryanair Sie nicht mehr nutzt. Also in meinen augen kann man da Ryanair nicht den Vorwurf machen, dass man für den Bau/Betrieb dieser unsinnigen Flughäfen verantwortlich sind. Ausgenutzt haben sie die Misere dieser Airports zweifelsohne, aber für den Bau würde ich Sie nicht in der Verantwortung sehen.

Das ist richtig, für den Bau selbst -verantwortlich- war/ist FR sicher nicht. Da sind Politiker in vielen Ländern dem Märchen von Wohlstand durch Flugplätze auf den Leim gegangen.
Aber die für den Bau der Flugplätze aufgewendeten Steuermittel, denen in den betroffenen Kreisen und Ländern aufgrund der realisierten Dauer-Verluste im Betrieb keine Einnahmen gegenüberstehen, sind letztendlich eine Leistung aus Steuermitteln, die die Gewinnspanne von Ryanair angehoben hat.

Hätten alle von FR angeflogenen Flugplätze auf zumindest kostendeckenden Gebühren bestanden, hätte die Bilanz Ryanairs in den vergangenen Jahren ganz anders ausgesehen.
Es gibt zugegebenermaßen auch durchaus Situationen wo sich das insgesamt auf regionaler oder nationaler Ebene lohnt.
Spanien zB holt uA mit FR eine Mege Geld über Tourismus ins Land.
Aber in DE erleichtert Ryanair den Leuten tendenziell, ihr Geld außer Landes auszugeben und damit unsere heimische Wirtschaft zu schwächen.

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2024 11:05 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 08:34 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Spannender Artikel zum Thema. Leider die Hälfte hinter Paywall, aber das davor lässt ahnen, was die größere Strategie ist. Da alle ähnliche Aussagen machen, man sich den Markt in D sozusagen zurecht legt, wird die Freude über weniger Flugverkehr wohl nur von kurzer Dauer sein. Sich hier immer wieder an MOL abzuarbeiten bringt da nix.
Sich damit auseinanderzusetzen sagt auch nichts darüber aus, wer sich mit wem vermeintlich gemein macht und gehört zu einem sachlich/fachlich ausgewogenen Austausch dazu.

 https://www.airliners.de/gedankenfluege-ryanair-deutschland-strategie-schrumpfkurs-markteroberung/78044

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2024 08:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 09:02 Uhr
UserEricM
User (6833 Beiträge)
Spannender Artikel zum Thema. Leider die Hälfte hinter Paywall, aber das davor lässt ahnen, was die größere Strategie ist. Da alle ähnliche Aussagen machen, man sich den Markt in D sozusagen zurecht legt, wird die Freude über weniger Flugverkehr wohl nur von kurzer Dauer sein. Sich hier immer wieder an MOL abzuarbeiten bringt da nix.
Sich damit auseinanderzusetzen sagt auch nichts darüber aus, wer sich mit wem vermeintlich gemein macht und gehört zu einem sachlich/fachlich ausgewogenen Austausch dazu.

 https://www.airliners.de/gedankenfluege-ryanair-deutschland-strategie-schrumpfkurs-markteroberung/78044

Ja, interessanter Artikel.
Daraus:
Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert.
Wenn dann in ein paar Jahren die Steuern und Gebühren tatsächlich auch in Deutschland sinken sollten, ist man in Dublin bereit für einen Frontalangriff auf Lufthansa und Eurowings â?" mit einer Armada aus neuen 737 Max.

An dem Punkt hab ich etwas den Faden verloren.
Warum sollte denn alleine dadurch Druck aufgebaut werden, wenn Ryanair sein Angebot reduziert hält?
Von geringen Gebühren profitieren ja schon alle Airlines, die Billig(st)-Flieger aber am meisten, da in deren Kostenkalkulation die Gebühren einen prozentual höheren Anteil einnehmen, was den prozentualen Abstand zur Konkurrenz reduziert.
Warum sollten daher andere Airlines wie LH soviel Druck machen, wenn sie dadurch einen erneuten Angriff mit Ansage durch Ryanair aufs eigene Geschäft auslösen?

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2024 09:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 09:37 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Spannender Artikel zum Thema. Leider die Hälfte hinter Paywall, aber das davor lässt ahnen, was die größere Strategie ist. Da alle ähnliche Aussagen machen, man sich den Markt in D sozusagen zurecht legt, wird die Freude über weniger Flugverkehr wohl nur von kurzer Dauer sein. Sich hier immer wieder an MOL abzuarbeiten bringt da nix.
Sich damit auseinanderzusetzen sagt auch nichts darüber aus, wer sich mit wem vermeintlich gemein macht und gehört zu einem sachlich/fachlich ausgewogenen Austausch dazu.

 https://www.airliners.de/gedankenfluege-ryanair-deutschland-strategie-schrumpfkurs-markteroberung/78044

Ja, interessanter Artikel.
Daraus:
Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert.
Wenn dann in ein paar Jahren die Steuern und Gebühren tatsächlich auch in Deutschland sinken sollten, ist man in Dublin bereit für einen Frontalangriff auf Lufthansa und Eurowings â?" mit einer Armada aus neuen 737 Max.

An dem Punkt hab ich etwas den Faden verloren.
Warum sollte denn alleine dadurch Druck aufgebaut werden, wenn Ryanair sein Angebot reduziert hält?
Das habe ich so verstanden, dass die Airports Druck auf die Regierung machen, da sie immer weniger profitabel sind.
Von geringen Gebühren profitieren ja schon alle Airlines, die Billig(st)-Flieger aber am meisten, da in deren Kostenkalkulation die Gebühren einen prozentual höheren Anteil einnehmen, was den prozentualen Abstand zur Konkurrenz reduziert.
Jup, deswegen pusht ja Ryan so stark und auch EW.
Warum sollten daher andere Airlines wie LH soviel Druck machen, wenn sie dadurch einen erneuten Angriff mit Ansage durch Ryanair aufs eigene Geschäft auslösen?
Die LH hat größtenteils einen ganz anderen Markt in die Hubs, da kommt man sich nicht zwangsläufig in die Quere und LHG steht insgesamt mit den ganzen Umsteigern im Wettbewerb. Da gibt es genug Vorteile, auch ohne LVA.

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2024 09:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 10:26 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3851 Beiträge)
Ich sehe das:

"Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert."

ebenfalls nicht, dass da ein 'unerträglicher Druck' entstehen wird.
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.

Denn im besten Falle führt das zu einer Konsolidierung bei den Airports, sprich einige der unrentablen 'Landratspisten' werden endlich geschlossen.
Beitrag vom 03.12.2024 - 12:07 Uhr
UserEricM
User (6833 Beiträge)
Spannender Artikel zum Thema. Leider die Hälfte hinter Paywall, aber das davor lässt ahnen, was die größere Strategie ist. Da alle ähnliche Aussagen machen, man sich den Markt in D sozusagen zurecht legt, wird die Freude über weniger Flugverkehr wohl nur von kurzer Dauer sein. Sich hier immer wieder an MOL abzuarbeiten bringt da nix.
Sich damit auseinanderzusetzen sagt auch nichts darüber aus, wer sich mit wem vermeintlich gemein macht und gehört zu einem sachlich/fachlich ausgewogenen Austausch dazu.

 https://www.airliners.de/gedankenfluege-ryanair-deutschland-strategie-schrumpfkurs-markteroberung/78044

Ja, interessanter Artikel.
Daraus:
Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert.
Wenn dann in ein paar Jahren die Steuern und Gebühren tatsächlich auch in Deutschland sinken sollten, ist man in Dublin bereit für einen Frontalangriff auf Lufthansa und Eurowings â?" mit einer Armada aus neuen 737 Max.

An dem Punkt hab ich etwas den Faden verloren.
Warum sollte denn alleine dadurch Druck aufgebaut werden, wenn Ryanair sein Angebot reduziert hält?
Das habe ich so verstanden, dass die Airports Druck auf die Regierung machen, da sie immer weniger profitabel sind.

FR würde doch vermutlich tendenziell weiter an denjenigen Pisten fliegen, die kurz vorm Kollaps stehen und die daher gezwungen sind, auch auf Knebelverträge und nachvertragliche Forderungen von FR einzugehen.
Haben diese potentiellen Pleitekandidaten (außer vielleicht im Bundesrat) denn eine derartige Lobby um da den genannten "unerträglichen" Druck aufzubauen?

Von geringen Gebühren profitieren ja schon alle Airlines, die Billig(st)-Flieger aber am meisten, da in deren Kostenkalkulation die Gebühren einen prozentual höheren Anteil einnehmen, was den prozentualen Abstand zur Konkurrenz reduziert.
Jup, deswegen pusht ja Ryan so stark und auch EW.
Warum sollten daher andere Airlines wie LH soviel Druck machen, wenn sie dadurch einen erneuten Angriff mit Ansage durch Ryanair aufs eigene Geschäft auslösen?
Die LH hat größtenteils einen ganz anderen Markt in die Hubs, da kommt man sich nicht zwangsläufig in die Quere

Das klang 2019, als Herr Spohr über 9,99 Tickets gewettert hat, aber noch gnaz anders ...

und LHG steht insgesamt mit den ganzen Umsteigern im Wettbewerb. Da gibt es genug Vorteile, auch ohne LVA.
Naja, auch EW ist ja letztendlich LH, und die steht schon mit FR in direkter Konkurrenz. Und Kunden sind mobil. FR Flüge von kleinen Pisten in der Pampa ziehen auch Passagiere von EW Plätzen ab.
Beitrag vom 03.12.2024 - 12:55 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Das habe ich so verstanden, dass die Airports Druck auf die Regierung machen, da sie immer weniger profitabel sind.

FR würde doch vermutlich tendenziell weiter an denjenigen Pisten fliegen, die kurz vorm Kollaps stehen und die daher gezwungen sind, auch auf Knebelverträge und nachvertragliche Forderungen von FR einzugehen.
Haben diese potentiellen Pleitekandidaten (außer vielleicht im Bundesrat) denn eine derartige Lobby um da den genannten "unerträglichen" Druck aufzubauen?
Es steht im Artikel, dass Ryan dafür extra eine Lobbyistin eingestellt hat. Grundsätzlich fliegt Ryan von den Airports, bei denen Geld zu verdienen ist, egal ob Groß oder Klein. Bei den ganz Kleinen ohne Catchment ist der Aufwand ungleich größer als bei den Großen. Sie fliegen ja auch von den Großen.
Von geringen Gebühren profitieren ja schon alle Airlines, die Billig(st)-Flieger aber am meisten, da in deren Kostenkalkulation die Gebühren einen prozentual höheren Anteil einnehmen, was den prozentualen Abstand zur Konkurrenz reduziert.
Jup, deswegen pusht ja Ryan so stark und auch EW.
Warum sollten daher andere Airlines wie LH soviel Druck machen, wenn sie dadurch einen erneuten Angriff mit Ansage durch Ryanair aufs eigene Geschäft auslösen?
Die LH hat größtenteils einen ganz anderen Markt in die Hubs, da kommt man sich nicht zwangsläufig in die Quere

Das klang 2019, als Herr Spohr über 9,99 Tickets gewettert hat, aber noch gnaz anders ...
Die 9â?¬ Zeiten sind vorbei, auch bei Ryan. Deren Durschschnittspreis lag letztes Jahr bei Mitte 60â?¬.
und LHG steht insgesamt mit den ganzen Umsteigern im Wettbewerb. Da gibt es genug Vorteile, auch ohne LVA.
Naja, auch EW ist ja letztendlich LH, und die steht schon mit FR in direkter Konkurrenz.
Die haben aber ein ganz andere Kostenbasis als die Mutter.
Und Kunden sind mobil. FR Flüge von kleinen Pisten in der Pampa ziehen auch Passagiere von EW Plätzen ab.
Das hab ich irgendwie ganz anders im Ohr ;-)
Der Wettbewerb mit EW ist wohl nicht so dramatisch, denn EW verdient gutes Geld und steht mit Ryan in BER, HAM, CGN direkt im Wettbewerb und STR, DUS mit kleinen Plätzen drumrum.
Aber was alle eint ist die Luftverkehrspolitik im Ganzen. Da wollen die ran.


Dieser Beitrag wurde am 03.12.2024 13:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 13:08 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Ich sehe das:

"Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert."

ebenfalls nicht, dass da ein 'unerträglicher Druck' entstehen wird.
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.
Was meinen Sie mit profitieren? In LEJ, DRS, STR, HAM ist der Druck schon da, Volumen und finanziell. Das sind keine kleinen Airports.
Denn im besten Falle führt das zu einer Konsolidierung bei den Airports, sprich einige der unrentablen 'Landratspisten' werden endlich geschlossen.
Beitrag vom 03.12.2024 - 16:27 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3851 Beiträge)
Ich sehe das:

"Dann wird abgewartet, bis der Druck unerträglich wird und die Politik reagiert."

ebenfalls nicht, dass da ein 'unerträglicher Druck' entstehen wird.
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.
Was meinen Sie mit profitieren? In LEJ, DRS, STR, HAM ist der Druck schon da, Volumen und finanziell. Das sind keine kleinen Airports.

Ja richtig, der Druck IN den Airports, aber nicht auf die Politik. Und mit FR (und anderen Billigheimern) wird sich auch kein ordentliches Betriebsergebnis erwirtschafteten lassen. Wenn diese Airports den Druck dieser Airlines nachgeben, dann bleibt das auch so.

Und Subventionen vom Staat oder den jeweiligen Bundesländern, um diese Nassauer- Airlines zu stützen, wird es hoffentlich nicht geben.

Denn im besten Falle führt das zu einer Konsolidierung bei den Airports, sprich einige der unrentablen 'Landratspisten' werden endlich geschlossen.

Darauf bezog sich mein 'profitieren'.
Wenn diese Airports (Erfurt, Bremen, Kassel etc.) geschlossen werden würden, gebe es möglicherweise mehr PAXe an den wirklich großen Airport (MUC,FRA,BER,DUS,HAM).
Diese 5 sind m.E. für Deutschland völlig ausreichend.

(ich weiß das ist eine ziemlich gewagte These)
Beitrag vom 03.12.2024 - 16:56 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.
Was meinen Sie mit profitieren? In LEJ, DRS, STR, HAM ist der Druck schon da, Volumen und finanziell. Das sind keine kleinen Airports.

Ja richtig, der Druck IN den Airports, aber nicht auf die Politik.
Aber Sie schreiben doch, dass es keine Subventionen geben soll. Wenn die Betriebsergebnisse (weiter) ins Minus rutschen, dann gleicht die öffentliche Hand als Eigentümer da noch mehr aus. Die wird dann schon fragen, warum das so ist und die Airports werden sagen warum. Die verhandeln ja mit den Airlines und wissen genau was geht und was nicht. Die Politik ist da recht schnell mit im Boot.
Und mit FR (und anderen Billigheimern) wird sich auch kein ordentliches Betriebsergebnis erwirtschafteten lassen. Wenn diese Airports den Druck dieser Airlines nachgeben, dann bleibt das auch so.
Haben Sie für diese Aussagen Quellen?

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2024 16:57 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.12.2024 - 19:00 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3851 Beiträge)
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.
Was meinen Sie mit profitieren? In LEJ, DRS, STR, HAM ist der Druck schon da, Volumen und finanziell. Das sind keine kleinen Airports.

Ja richtig, der Druck IN den Airports, aber nicht auf die Politik.
Aber Sie schreiben doch, dass es keine Subventionen geben soll. Wenn die Betriebsergebnisse (weiter) ins Minus rutschen, dann gleicht die öffentliche Hand als Eigentümer da noch mehr aus. Die wird dann schon fragen, warum das so ist und die Airports werden sagen warum. Die verhandeln ja mit den Airlines und wissen genau was geht und was nicht. Die Politik ist da recht schnell mit im Boot.

Sie kennen meine Meinung:
Ein Ticket sollte/muss soviel kosten, das es alle Kosten abdeckt, also auch die realen Kosten für den Airport, plus einer entsprechenden Marge für die Airline.
Ohne irgendwelche Quersubventionen.

Und mit FR (und anderen Billigheimern) wird sich auch kein ordentliches Betriebsergebnis erwirtschafteten lassen. Wenn diese Airports den Druck dieser Airlines nachgeben, dann bleibt das auch so.
Haben Sie für diese Aussagen Quellen?

Schauen Sie sich die Zahlen der von mir genannten (und ähnlichen Airports) an - da haben Sie die Quelle.
Selbst der BER kommt ja nicht mal aus den roten Zahlen, dann schafft es eine 'Landratspiste', die zum Großteil nur von den Billigheimern angeflogen wird, gleich garnicht.
Beitrag vom 03.12.2024 - 20:46 Uhr
Usercontrail55
User (5855 Beiträge)
Von wem, den großen Airports? Die könnten m.E. sogar profitieren.
Was meinen Sie mit profitieren? In LEJ, DRS, STR, HAM ist der Druck schon da, Volumen und finanziell. Das sind keine kleinen Airports.

Ja richtig, der Druck IN den Airports, aber nicht auf die Politik.
Aber Sie schreiben doch, dass es keine Subventionen geben soll. Wenn die Betriebsergebnisse (weiter) ins Minus rutschen, dann gleicht die öffentliche Hand als Eigentümer da noch mehr aus. Die wird dann schon fragen, warum das so ist und die Airports werden sagen warum. Die verhandeln ja mit den Airlines und wissen genau was geht und was nicht. Die Politik ist da recht schnell mit im Boot.

Sie kennen meine Meinung:
Ein Ticket sollte/muss soviel kosten, das es alle Kosten abdeckt, also auch die realen Kosten für den Airport, plus einer entsprechenden Marge für die Airline.
Ohne irgendwelche Quersubventionen.
Kein Ticket kostet so viel wieviel es kostet. Selbst Ihre Bahntickets nicht. Es gibt immer Schwankungen im Markt, das müssten Sie doch kennen aus Ihrem alten Job.
Und mit FR (und anderen Billigheimern) wird sich auch kein ordentliches Betriebsergebnis erwirtschafteten lassen. Wenn diese Airports den Druck dieser Airlines nachgeben, dann bleibt das auch so.
Haben Sie für diese Aussagen Quellen?

Schauen Sie sich die Zahlen der von mir genannten (und ähnlichen Airports) an - da haben Sie die Quelle.
Hab ich, deswegen frage ich ja. Memmingen, ein reiner Lowcost Airport, macht Gewinn, große Airports mit niedrigem LCC Anteil machen Verlust. Liegt vielleicht nicht an Ryanair und Co.
Selbst der BER kommt ja nicht mal aus den roten Zahlen, dann schafft es eine 'Landratspiste', die zum Großteil nur von den Billigheimern angeflogen wird, gleich garnicht.
Siehe oben.
Größe und Airlinemix alleine scheinen Garantie zu sein.
1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... | 6 | « zurück | weiter »