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Beitrag 16 - 30 von 38
Beitrag vom 17.07.2023 - 18:24 Uhr
UserX-Ray
User (994 Beiträge)
Die Rahmenbedingungen bei den amerikanischen Carriern hören ja nicht bei den Gehältern auf. Die haben genauso auch umfangreiche Tarifverträge wie wir hier. Zudem sind die Gewerkschaften dort noch stärker als hierzulande und es gibt bei der Einstellung z.b einen Tag, bei dem sich ein Gewerkschaftsvertreter mit dem neuen Arbeitnehmer zusammensetzt und haarklein erklärt, was die Firma darf und was nicht (und was der Arbeitnehmer so für Rechte und Pflichten hat). Man stelle sich das mal hier vor...

Zumindest beim Streikrecht scheint man sich hier auch ohne eine schulmäßige Unterrichtsstunde ganz gut auszukennen.
Beitrag vom 17.07.2023 - 19:26 Uhr
UserAngros
User (915 Beiträge)
Die Rahmenbedingungen bei den amerikanischen Carriern hören ja nicht bei den Gehältern auf. Die haben genauso auch umfangreiche Tarifverträge wie wir hier. Zudem sind die Gewerkschaften dort noch stärker als hierzulande und es gibt bei der Einstellung z.b einen Tag, bei dem sich ein Gewerkschaftsvertreter mit dem neuen Arbeitnehmer zusammensetzt und haarklein erklärt, was die Firma darf und was nicht (und was der Arbeitnehmer so für Rechte und Pflichten hat). Man stelle sich das mal hier vor...

Zumindest beim Streikrecht scheint man sich hier auch ohne eine schulmäßige Unterrichtsstunde ganz gut auszukennen.

Mensch, der war ja der Hammer! Haben Sie da noch mehr auf Lager?
Beitrag vom 17.07.2023 - 19:51 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Zumindest beim Streikrecht scheint man sich hier auch ohne eine schulmäßige Unterrichtsstunde ganz gut auszukennen.

Muss man ja auch, sonst wird man direkt vor Gericht gezerrt.
Beitrag vom 17.07.2023 - 21:15 Uhr
Usercontrail55
User (6335 Beiträge)
Die Rahmenbedingungen bei den amerikanischen Carriern hören ja nicht bei den Gehältern auf. Die haben genauso auch umfangreiche Tarifverträge wie wir hier. Zudem sind die Gewerkschaften dort noch stärker als hierzulande und es gibt bei der Einstellung z.b einen Tag, bei dem sich ein Gewerkschaftsvertreter mit dem neuen Arbeitnehmer zusammensetzt und haarklein erklärt, was die Firma darf und was nicht (und was der Arbeitnehmer so für Rechte und Pflichten hat). Man stelle sich das mal hier vor...

Zumindest beim Streikrecht scheint man sich hier auch ohne eine schulmäßige Unterrichtsstunde ganz gut auszukennen.

Mensch, der war ja der Hammer!
Finde ich auch. Muss man erst mal drauf kommen :-)
Haben Sie da noch mehr auf Lager?
Hatte er doch schon einige, muss man gar nicht so weit zurück blättern. Aber Geduld, da kommen bestimmt noch mehr. Steilvorlafgen werden hier doch regelmäßig gespielt.

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2023 21:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.07.2023 - 21:56 Uhr
Usercontrail55
User (6335 Beiträge)
Wie muss man die US-Entgelte mit den deutschen Vergleichen?
Welcher Ami-Angestellte hat 30 Tage bezahlten Urlaub etc.?

Die Piloten bei United, Delta, American...
Aber nicht von Anfang an. Delta hat im neuen Vertrag 1-4 Jahre 2 Wochen, 5-10 3W, 11-15 4W, 16+ 5W. Ab 25 Jahre 6 Wochen, aber fast ohne Flugstundengutschrift.
Beitrag vom 17.07.2023 - 22:16 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Wie muss man die US-Entgelte mit den deutschen Vergleichen?
Welcher Ami-Angestellte hat 30 Tage bezahlten Urlaub etc.?

Die Piloten bei United, Delta, American...
Aber nicht von Anfang an. Delta hat im neuen Vertrag 1-4 Jahre 2 Wochen, 5-10 3W, 11-15 4W, 16+ 5W. Ab 25 Jahre 6 Wochen, aber fast ohne Flugstundengutschrift.


Gibts dazu eine Quelle? Zu Delta habe ich bisher keine Details zum neuen Vertrag finden können, auch nicht zu United. Nur grobe Infos.

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2023 22:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.07.2023 - 00:12 Uhr
UserHeinzi
User (570 Beiträge)
Hier in Deutschland braucht man perspektivisch immer Sicherheit, Vollkasko mit 10 Airbags. Vielleicht muss man auch verstehen, daß man woanders anders tickt.
Zudem haben nicht zuletzt hier in Deutschland Piloten erfahren dürfen, was diese Airbags im Zweifel wirklich wert sind. Auch LH hat nun 1100 Piloten mit Kündigung bedroht, auch wenn es schnell dämlich war. Vielleicht hätten einige da auch lieber das Geld in USA gewählt, statt der "Absicherung" hier. Das dürfte sehr individuell sein. Und der vermeintlich sichere Hafen Lufthansa ist auch eher ein Scherbenhaufen, seit der derzeitigen Geschäftsleitung. Wer die Gelwgenheit hat Stimmen von Piloten der LH einzufangen, wird feststellen, daß dort kaum jemand ernsthaft auch nur annähernd von US Abschlüssen träumt. Inflationsausgleich sollte aber wohl erlaubt sein. Selbst das wird die VC nicht auf die Reihe bekommen und hat es noch nicht einmal für alle Pilotengruppen gefordert. Jetzt nun bitte nicht wieder das Argument " Die haben ja auch schon genug". Das ist arg abgelutscht.
Beitrag vom 18.07.2023 - 01:13 Uhr
Userdingi
User (14 Beiträge)
Sehr interessant, ein Auszug aus dem amerikanischen Pilotenforum, Gehaltsumfrage 2022:

 https://www.airlinepilotforums.com/major/140822-end-2022-salary-survey-46.html

Hier findet sich ein Kapitän von United, auf einem Narrowbody (A320, B737 oä.) der es meiner Meinung nach sehr schön aufschlüsselt.

Der Herr dort hat $406,783, respektive 373.533â?¬ Brutto verdient ($48,800 Pension noch mal on Top!)
. Das war 2022 - United hat nun diesen großen Payrise angekündigt - grob gerechnet steigt dann das Gehalt auf $544,000 / 499.000â?¬
Wie er in dem Post schreibt sind von United Airlines "Medical, Dental, Vision, their portion of LTD, life insurance" bereits bezahlt. Zieht man das Einkommen durch einen Brutto/ Netto Rechner in bspw. Texas so bleiben ihm noch $415,000 / 381.000â?¬ netto übrig (verheiratet)

Die oben im Aero-Artikel beschriebenen Gehälter sind also nur Basic-Salaries/ Richtwerte, das tatsächlichen Jahresgehalt dürfte also deutlich höher ausfallen.

Wohl gemerkt: Auf einem Narrowbody/ Schmalrumpf!

Es gilt zu beachten: Die meisten der Kommentare über die Lufthansa Gehälter "..die verdienen ja auch 280.000â?¬ bei der Lufthansa.." beziehen sich auf die LH-Kapitäne, die in den absolut höchsten Stufen sind â?" diese fliegen dann in der Regel auch Langstrecke auf den Widebodies - hier zahlt United (wie auch die meisten anderen Carrier in den USA) gerne noch mal 25-30% mehr zu dem oben genannten Beispiel, Gehälter auf der Langstrecke von bis zu $700,000 dürfen also denkbar sein â?" Hallelujah.

Hinsichtlich der Lebenshaltungskosten gibt es diverse Werte und Ansätze die das analysieren â?" im Bereich von 10-35% die die USA teurer sind findet sich alles.

Mal ganz vereinfacht ausgedrückt: United Pilot Jack verdient realistisch netto das Drei-/ Vierfache wie LH Pilot Hans Jörg.
Beitrag vom 18.07.2023 - 06:28 Uhr
Usercontrail55
User (6335 Beiträge)
Wie muss man die US-Entgelte mit den deutschen Vergleichen?
Welcher Ami-Angestellte hat 30 Tage bezahlten Urlaub etc.?

Die Piloten bei United, Delta, American...
Aber nicht von Anfang an. Delta hat im neuen Vertrag 1-4 Jahre 2 Wochen, 5-10 3W, 11-15 4W, 16+ 5W. Ab 25 Jahre 6 Wochen, aber fast ohne Flugstundengutschrift.


Gibts dazu eine Quelle? Zu Delta habe ich bisher keine Details zum neuen Vertrag finden können, auch nicht zu United. Nur grobe Infos.
Eine Quelle nicht, eher viele Kleine. Die Beste waren die Rundschreiben der Delta TK. Die tauchen manchmal auf, nennen sich "From the Negotiators Notepad" oder so ähnlich. Einige Airlines stellen sich auch mit den aktuellen TV ins Schaufenster. Die Urkaubstabellen sind sich da alle sehr ähnlich, 2-5 Wochen Urlaub gestaffelt nach Seniority. Nicht nur für Piloten, das gilt bei den Majors für alle. Die aktuellen Verträge haben die 5 Wochen nicht erhöht, sie wurden nur nach vorne gezogen, man ist schneller bei mehr Urlaub. Die 5/16 waren vorher bei 5/19.

Dieser Beitrag wurde am 18.07.2023 08:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.07.2023 - 08:12 Uhr
UserChristian159
User (1819 Beiträge)
Sehr interessant, ein Auszug aus dem amerikanischen Pilotenforum, Gehaltsumfrage 2022:

 https://www.airlinepilotforums.com/major/140822-end-2022-salary-survey-46.html

Hier findet sich ein Kapitän von United, auf einem Narrowbody (A320, B737 oä.) der es meiner Meinung nach sehr schön aufschlüsselt.

Der Herr dort hat $406,783, respektive 373.533â?¬ Brutto verdient ($48,800 Pension noch mal on Top!)
. Das war 2022 - United hat nun diesen großen Payrise angekündigt - grob gerechnet steigt dann das Gehalt auf $544,000 / 499.000â?¬
Wie er in dem Post schreibt sind von United Airlines "Medical, Dental, Vision, their portion of LTD, life insurance" bereits bezahlt. Zieht man das Einkommen durch einen Brutto/ Netto Rechner in bspw. Texas so bleiben ihm noch $415,000 / 381.000â?¬ netto übrig (verheiratet)

Die oben im Aero-Artikel beschriebenen Gehälter sind also nur Basic-Salaries/ Richtwerte, das tatsächlichen Jahresgehalt dürfte also deutlich höher ausfallen.

Wohl gemerkt: Auf einem Narrowbody/ Schmalrumpf!

Es gilt zu beachten: Die meisten der Kommentare über die Lufthansa Gehälter "..die verdienen ja auch 280.000â?¬ bei der Lufthansa.." beziehen sich auf die LH-Kapitäne, die in den absolut höchsten Stufen sind â?" diese fliegen dann in der Regel auch Langstrecke auf den Widebodies - hier zahlt United (wie auch die meisten anderen Carrier in den USA) gerne noch mal 25-30% mehr zu dem oben genannten Beispiel, Gehälter auf der Langstrecke von bis zu $700,000 dürfen also denkbar sein â?" Hallelujah.

Hinsichtlich der Lebenshaltungskosten gibt es diverse Werte und Ansätze die das analysieren â?" im Bereich von 10-35% die die USA teurer sind findet sich alles.

Mal ganz vereinfacht ausgedrückt: United Pilot Jack verdient realistisch netto das Drei-/ Vierfache wie LH Pilot Hans Jörg.

Wenn man bei einem anderen Arbeitgeber so viel mehr verdienen kann, sollte man diesen wechseln ..... wie das bei Rechtsanwälten, Medizinern, Ingenieuren, Schreinern etc. auch der Fall ist.
Beitrag vom 18.07.2023 - 09:31 Uhr
UserBoeing757767
User (872 Beiträge)


Wenn man bei einem anderen Arbeitgeber so viel mehr verdienen kann, sollte man diesen wechseln ..... wie das bei Rechtsanwälten, Medizinern, Ingenieuren, Schreinern etc. auch der Fall ist.

1. Warum das nicht so einfach möglich ist ( mal abgesehen von der Green card und der USA Sicherheitsüberprüfung, die bei der Luftfahrt unumgänglich ist . ) haben wir genug durchgekaut.

2. und wieso kommt das US Volk damit klar, dass ein Pilot dieses Gehalt verdient, obwohl es weit über dem US Median liegt ?

3. Wieso gibt es nur in D diese verkappte Neiddebatte und diesen sadomaso Hang zum Sozialismus... Wenn ich diese Dinge schon lese: Gehaltsschere, benachteiligt, nicht gerecht.... OH mann, das Leben ist nicht gerecht, und alle Jobs sind nicht dazu da, um eine gerechte und eine "enge Gehaltsschere" z bieten...

4. LH wird nachziehen müssen, denn die hier so beschrienen, tausende arbeitslose Piloten ( die es ja nicht gibt ) machen nun schon massive Bereederungsprobleme. Jede Woche Aufrufe im internen Forum, dass man Freiwillige sucht, weil sonst Langstrecken Flüge cx weil kein Personal.... Nunja, wenn man da mal ne Incentive geben würde.... Wären auch mehr Freiwillige da.... Nur scheint man noch nicht kapiert zu haben. Letztes WE 3 LS cx... Weiter so...
Beitrag vom 18.07.2023 - 10:16 Uhr
UserA340Skipper
User (105 Beiträge)
... werter B757/767 - da muß ich leider widersprechen von wegen:
"LH wird nachziehen müssen, denn die hier so beschrienen, tausende arbeitslose Piloten ( die es ja nicht gibt ) machen nun schon massive Bereederungsprobleme ..."

- denn die angebl. Bereederungs-Probleme sind ein zu 100% hausgemachtes, da selbst gewolltes VC-Problem - um die eigenen Pfründe durch vorsätzlich herbeigeführte Personal-Verknappung zu sichern, da man ca. 95 % der vorhandenen qualifizierten Piloten-Bewerber entweder nicht will (gar nicht einlädt da nicht/ oder neg. DLR getestet) oder eben später einfach raus-interviewt ...
- in unsäglichen willkürlichen FQ/BU-Interviews - mir ist persönlich ein Fall eines qualifizierten F/Os bekannt (>3000h auf B737 bei einem irischen Billigheimer..) wo alle (!) 6 Bewerber an diesem Tag in den FQ/BU Interviews rausgekickt wurden !
-btw. auf die Ausschreibung für F/Os bei Cityline letztens gab es wohl knapp 1000 (!) qualifizierte ATPL-Bewerber -> ergo: nix da mit Personal-Knappheit in den Cockpits! Fakten !

Dieser Beitrag wurde am 18.07.2023 10:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.07.2023 - 11:35 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
... werter B757/767 - da muß ich leider widersprechen von wegen:
"LH wird nachziehen müssen, denn die hier so beschrienen, tausende arbeitslose Piloten ( die es ja nicht gibt ) machen nun schon massive Bereederungsprobleme ..."

- denn die angebl. Bereederungs-Probleme sind ein zu 100% hausgemachtes, da selbst gewolltes VC-Problem - um die eigenen Pfründe durch vorsätzlich herbeigeführte Personal-Verknappung zu sichern, da man ca. 95 % der vorhandenen qualifizierten Piloten-Bewerber entweder nicht will (gar nicht einlädt da nicht/ oder neg. DLR getestet) oder eben später einfach raus-interviewt ...
- in unsäglichen willkürlichen FQ/BU-Interviews - mir ist persönlich ein Fall eines qualifizierten F/Os bekannt (>3000h auf B737 bei einem irischen Billigheimer..) wo alle (!) 6 Bewerber an diesem Tag in den FQ/BU Interviews rausgekickt wurden !
-btw. auf die Ausschreibung für F/Os bei Cityline letztens gab es wohl knapp 1000 (!) qualifizierte ATPL-Bewerber -> ergo: nix da mit Personal-Knappheit in den Cockpits! Fakten !

Nur weil jemand eine Qualifikation hat, ist er noch lange nicht geeignet für den Job. Genauso wie nicht jeder mit Jura Studium automatisch Staatsanwalt oder Richter wird. Abgesehen davon hat man letztens erst zugeben müssen, dass man für die neue Cityline schon deutsch als Anforderung rausgestrichen hat, um mehr Bewerber zu finden. Die reine Anzahl sagt nichts darüber aus, ob nun eine Knappheit herrscht oder nicht.
Beitrag vom 18.07.2023 - 11:43 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
> Wie muss man die US-Entgelte mit den deutschen Vergleichen?
> Welcher Ami-Angestellte hat 30 Tage bezahlten Urlaub etc.?

Die Piloten bei United, Delta, American...
Aber nicht von Anfang an. Delta hat im neuen Vertrag 1-4 Jahre 2 Wochen, 5-10 3W, 11-15 4W, 16+ 5W. Ab 25 Jahre 6 Wochen, aber fast ohne Flugstundengutschrift.


Gibts dazu eine Quelle? Zu Delta habe ich bisher keine Details zum neuen Vertrag finden können, auch nicht zu United. Nur grobe Infos.
Eine Quelle nicht, eher viele Kleine. Die Beste waren die Rundschreiben der Delta TK. Die tauchen manchmal auf, nennen sich "From the Negotiators Notepad" oder so ähnlich. Einige Airlines stellen sich auch mit den aktuellen TV ins Schaufenster. Die Urkaubstabellen sind sich da alle sehr ähnlich, 2-5 Wochen Urlaub gestaffelt nach Seniority. Nicht nur für Piloten, das gilt bei den Majors für alle. Die aktuellen Verträge haben die 5 Wochen nicht erhöht, sie wurden nur nach vorne gezogen, man ist schneller bei mehr Urlaub. Die 5/16 waren vorher bei 5/19.

Verstehe. Das klingt zunächst Mal nach nicht viel, relativiert sich aber auch wieder, wenn man bedenkt wie wenig Urlaub die Amerikaner für gewöhnlich in ihren Jobs haben. Und dafür gibt es überproportional mehr Geld. Da sieht man wo die Prioritäten liegen ;-)
Beitrag vom 18.07.2023 - 23:44 Uhr
UserHeinzi
User (570 Beiträge)
... werter B757/767 - da muß ich leider widersprechen von wegen:
"LH wird nachziehen müssen, denn die hier so beschrienen, tausende arbeitslose Piloten ( die es ja nicht gibt ) machen nun schon massive Bereederungsprobleme ..."

- denn die angebl. Bereederungs-Probleme sind ein zu 100% hausgemachtes, da selbst gewolltes VC-Problem - um die eigenen Pfründe durch vorsätzlich herbeigeführte Personal-Verknappung zu sichern, da man ca. 95 % der vorhandenen qualifizierten Piloten-Bewerber entweder nicht will (gar nicht einlädt da nicht/ oder neg. DLR getestet) oder eben später einfach raus-interviewt ...
- in unsäglichen willkürlichen FQ/BU-Interviews - mir ist persönlich ein Fall eines qualifizierten F/Os bekannt (>3000h auf B737 bei einem irischen Billigheimer..) wo alle (!) 6 Bewerber an diesem Tag in den FQ/BU Interviews rausgekickt wurden !
-btw. auf die Ausschreibung für F/Os bei Cityline letztens gab es wohl knapp 1000 (!) qualifizierte ATPL-Bewerber -> ergo: nix da mit Personal-Knappheit in den Cockpits! Fakten !

Das eine Gewerkschaft über Einstellungen entscheidet, ist ja mal etwas ganz neues.Bewerber, die die Anforderungen von LH nicht erfüllen, sind eben nicht für LH qualifiziert. Fliegen können viele. LH hat über Jahrzehnte besondere Anforderungen an Ihre Crews gestellt. Dazu gab es Tests und eben auch DLR Tests oder auch andere Beurteilungen z.B. in Gesprävhen und in Simulatoren. Viele haben halt irgendwo nicht das gewünschte Niveau erreicht. Das kann fliegerische oder auch andere Qualifikationen betroffen haben. Urteilsfähigkeit, Risikobewusstsein Führungsqualitäten oder Verfahrenstreue. Vor Jahren gab es wohl einmal eine Untersuchung über schwere Vorfälle. Bei über 80% waren Crews beteiligt, die nicht bei LH ausgebildet wurden. Leider, wie schon erwähnt, scheint LH bereit, Ihren hohen Standard zumindest bei Töchtern, immer weiter aufzugeben.