Beitrag vom 09.11.2025 - 13:23 Uhr
...
Dazu muss man aber sagen, dass diese "Differenz" auf zu dem Zeitpunkt sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle zutrafen. Mit der "neuen GWI" wurde das auf dezentralen Point-to-Point-Verkehr übertragen und so ziemlich alle dezentralen Strecken der LH übernommen. Trotz der dann besseren Tarifierung hat man bei GWI deutlich bessere Ergebnisse MIT dem KTV erzeugt.
...
Ich habe zuvor verstanden, dass GWI den KTV gar nicht zahlen musste, da die Differenz bei LH hängen blieb.
... Da kommt dann die übliche Spirale ins Spiel... Das Ergebnis hätte ja noch besser sein können und (Achtung: Henne-Ei-Diskussion) Lh hat sich eider einmal entschieden, es ohne KTV zu versuchen.
...
Der absolute Gag ist ja, dass niemand bei Verstand behauptet, dass LH (Classic) günstiger ist, als Discover oder City Airlines. Die Frage ist, ob man das überhaupt sein muss, um erfolgreich gegenüber EXTERNEN Konkurrenten zu sein. ...
Wirklich günstiger als Discover oder City Airlines zu sein verlangt ja auch keiner von LH. Alles ist doch eine Mischkalkulation. wenn der Abstand kleiner währe, würde sich der Aufwand, der gerade betrieben wird, von vornherein nicht lohnen.
... Das Geld, was hier verbrannt und verschachert wird, hätte man nutzen können, um die Gesamtheit des vorhandenen Personals günstiger zu beschäftigen.
Da wären dann sicherlich keine 40% Kostenvorteile bei heraus gekommen, aber 20 wären realistisch drin. Die weiteren 20 wären der "Preis" für Loyalität, Zuverlässigkeit und Perspektiven gewesen. Das scheint aber zu teuer zu sein und man nimmt in Kauf, dass Personal fluktuiert, dass "der Hammer" fallen gelassen wird und Gäste vergrault werden. ...
jetzt kommen wir wieder zu einem Henne-Ei-Problem
... Dass Personal einen Wert an sich darstellt (Über die Personalkosten hinaus), hat man in den oberen Etagen leider schon länger vergessen. ...
Das hat das Personal aber zuvor selbst so deutlich gemacht, dass man in der GL Wege gesucht hat, sich weniger abhängig zu machen. Langer Prozess, teurer Prozess.
Und ja, das beruht auch auf Gegenseitigkeit.
Henne-Ei
Wenn man sich gegenseitig keinen Wert mehr zu gesteht, dann gibt es auch keinen Grund für gegenseitige Wertschätzung. Wer damit nun angefangen hat, ist heute irrelevant. Mit den Folgen müssen aber alle heute leben.
Leider.
Dieser Beitrag wurde am 09.11.2025 13:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.11.2025 - 13:38 Uhr
...
Der größere Teil der Differenz stammt wohl eher daher, dass bei LH die alten Recken mit Ihren Endstufengehältern fliegen, wogegen bei den Töchter ein Team mit den untersten Gehaltsstufen in den jeweiligen Funktionen unterwegs ist. Normal, wenn man einen Laden wie Discover neu gründet und alle noch in den Einstiegsstufen dümpeln. Wenn man das mal rechnerisch normieren würde, indem man die LH Classic Gehälter zur durchschnittlichen Gehaltsgruppeneinstufung der Töchter normiert, wäre der Vorteil bei weitem nicht mehr so groß. Zudem wird halt nicht so viel richtiges Altmetall durch die Gegend geflogen, wie bei der Mutter. Allein in den letzten Wochen lese ich fast täglich von A/C changes und Streichungen wegen Defekten auf den Steinzeitflotten der Classic. Das koscht Geld, während sich bei den Töchtern die Flieger mangels williger Knechte die Reifen platt stehen. Sinnfrei, lässt sich aber schön gegen die Classic rechnen.
Stehende Flieger sind teuer und vermiesen die Zahlen der Töchter.
...
Man muss da schon einmal die Grundfrage stellen, warum z.B. eine LH Technik AG den Töchtern pro Stunde weniger in Rechnung stellt, als sie es für die gleiche Leistung bei der Mutter macht. ...
Gibt es dazu was nachzulesen?
... Auch das trägt dazu bei, die häßlichen Töchter in schönes Licht zu hüllen. Das diese letztlich, teilweise auch mangels Tarifverträgen, an einigen Ecke produktiver sein dürfen, wundert eher weniger. Da werden halt mehr Stunden für des Grundgehalt geflogen, sind kürzere Ruhezeiten hinzunehmen, etc. pp. .
Das widerspricht aber ein wenig dem:
Wenn man das mal rechnerisch normieren würde, indem man die LH Classic Gehälter zur durchschnittlichen Gehaltsgruppeneinstufung der Töchter normiert, wäre der Vorteil bei weitem nicht mehr so groß.
Beitrag vom 09.11.2025 - 20:40 Uhr
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Dazu muss man aber sagen, dass diese "Differenz" auf zu dem Zeitpunkt sehr unterschiedliche Geschäftsmodelle zutrafen. Mit der "neuen GWI" wurde das auf dezentralen Point-to-Point-Verkehr übertragen und so ziemlich alle dezentralen Strecken der LH übernommen. Trotz der dann besseren Tarifierung hat man bei GWI deutlich bessere Ergebnisse MIT dem KTV erzeugt.
...
Ich habe zuvor verstanden, dass GWI den KTV gar nicht zahlen musste, da die Differenz bei LH hängen blieb.
Vor ca 2010 war das bei den Ausleihen so... Danach hat man "regulär" aus dem KTV bereedert.
Beitrag vom 09.11.2025 - 20:49 Uhr
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Ich habe zuvor verstanden, dass GWI den KTV gar nicht zahlen musste, da die Differenz bei LH hängen blieb.
Vor ca 2010 war das bei den Ausleihen so... Danach hat man "regulär" aus dem KTV bereedert.
Ok, danke!
Beitrag vom 09.11.2025 - 20:50 Uhr
Der absolute Gag ist ja, dass niemand bei Verstand behauptet, dass LH (Classic) günstiger ist, als Discover oder City Airlines. Die Frage ist, ob man das überhaupt sein muss, um erfolgreich gegenüber EXTERNEN Konkurrenten zu sein. ...
Wirklich günstiger als Discover oder City Airlines zu sein verlangt ja auch keiner von LH. Alles ist doch eine Mischkalkulation. wenn der Abstand kleiner währe, würde sich der Aufwand, der gerade betrieben wird, von vornherein nicht lohnen.
Dieser Theorie glaubt aber keiner mehr, da der vorerst letzte Versuch in der Richtung (Stichwort: PPV) hier maximal in die Hose gegangen ist... Das dort zerstörte Vertrauen klingt sehr lange nach ;-(
... Dass Personal einen Wert an sich darstellt (Über die Personalkosten hinaus), hat man in den oberen Etagen leider schon länger vergessen. ...
Das hat das Personal aber zuvor selbst so deutlich gemacht, dass man in der GL Wege gesucht hat, sich weniger abhängig zu machen. Langer Prozess, teurer Prozess.
Das geht in ein Richtung, die ich nicht richtig verstehe.
Das Personal ist selbst dafür verantwortlich, dass der eigene Wert vergessen wurde?
Ist der KTV doch ein so großes Schreckgespenst und keine Errugnenschaft gewesen?
Da kann man jetzt auch trefflich philosphieren, wer den ersten Stein geschmissen hat, bzw. wer da was vergessen hat oder vergessen wollte...
Wie hätte man sich denn alternativ in "Erinnerung" bringen können, ausser durch verlässliche Performance, die dem Konzern so manches finanzielle Abenteuer und manchen strategischen Fehltritt (2-Mot/4-Mot, Allegris) bezahlt hat?
Beitrag vom 09.11.2025 - 23:50 Uhr
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Der größere Teil der Differenz stammt wohl eher daher, dass bei LH die alten Recken mit Ihren Endstufengehältern fliegen, wogegen bei den Töchter ein Team mit den untersten Gehaltsstufen in den jeweiligen Funktionen unterwegs ist. Normal, wenn man einen Laden wie Discover neu gründet und alle noch in den Einstiegsstufen dümpeln. Wenn man das mal rechnerisch normieren würde, indem man die LH Classic Gehälter zur durchschnittlichen Gehaltsgruppeneinstufung der Töchter normiert, wäre der Vorteil bei weitem nicht mehr so groß. Zudem wird halt nicht so viel richtiges Altmetall durch die Gegend geflogen, wie bei der Mutter. Allein in den letzten Wochen lese ich fast täglich von A/C changes und Streichungen wegen Defekten auf den Steinzeitflotten der Classic. Das koscht Geld, während sich bei den Töchtern die Flieger mangels williger Knechte die Reifen platt stehen. Sinnfrei, lässt sich aber schön gegen die Classic rechnen.
Stehende Flieger sind teuer und vermiesen die Zahlen der Töchter.
...
Stehen gebliebene Gäste der Mutter mangels funktionierender Flieger kosten leider auch.
Man muss da schon einmal die Grundfrage stellen, warum z.B. eine LH Technik AG den Töchtern pro Stunde weniger in Rechnung stellt, als sie es für die gleiche Leistung bei der Mutter macht. ...
Gibt es dazu was nachzulesen?>
Ja, in den entsprechenden Fachabteilungen der Technik, oder LH z.B: . Das ist sicher nichts, was man rausposaunt, und ein Schriftstük mit "Top Secret" Vermerk entstammt da eher einer Hollywood Produktion.
... Auch das trägt dazu bei, die häßlichen Töchter in schönes Licht zu hüllen. Das diese letztlich, teilweise auch mangels Tarifverträgen, an einigen Ecke produktiver sein dürfen, wundert eher weniger. Da werden halt mehr Stunden für des Grundgehalt geflogen, sind kürzere Ruhezeiten hinzunehmen, etc. pp. .
Das widerspricht aber ein wenig dem:
Wenn man das mal rechnerisch normieren würde, indem man die LH Classic Gehälter zur durchschnittlichen Gehaltsgruppeneinstufung der Töchter normiert, wäre der Vorteil bei weitem nicht mehr so groß.>
Nö, natürlich sind sie produktiver, weil sie mehr für das Grundgehalt fliegen müssen. Das z.B die Gruppe der Copiloten bei Discover im Schnitt vielleicht in der zweiten Gehaltsstufe sind, weil es die Tochter erst seit wenigen Jahren gibt, bei LH aber in Stufe 9 , macht einen gewaltigen Unterschied. Dieser Umstand gehört beim billig/teuer Spiel bedacht. Der Vorteil frisst sich mit den Jahren bei Discover auf. Es sei denn man wird zum Durchlauferhitzer, weil jeder geht sobald er etwas besseres het und wieder Co`s in Stufe 1 nachrücken.
Beitrag vom 10.11.2025 - 19:25 Uhr
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... Dass Personal einen Wert an sich darstellt (Über die Personalkosten hinaus), hat man in den oberen Etagen leider schon länger vergessen. ...
Das hat das Personal aber zuvor selbst so deutlich gemacht, dass man in der GL Wege gesucht hat, sich weniger abhängig zu machen. Langer Prozess, teurer Prozess.
Das geht in ein Richtung, die ich nicht richtig verstehe. ...
Damit meine ich eine Serie von Streiks, der die GL damals ziemlich machtlos gegenüber stand. Damit möchte ich aber die Streiks an und für sich nicht verurteilen, sondern nur die Situation beschreiben.
Das Personal ist selbst dafür verantwortlich, dass der eigene Wert vergessen wurde?
Nein, aber, wenn man den eigenen Wert zu sehr herausstellt, sucht die andere Partei Wege, den Wert zu mindern.
Ist der KTV doch ein so großes Schreckgespenst und keine Errugnenschaft gewesen?
Natürlich war der KTV eine Errungenschaft, für sich gesehen. Aber es wurden damals auch Dinge erstreikt, die heute so nicht mehr erstreikbar währen. Daher kam es auch zu keinem Konsens über die Verschwiegenheitsklauseln beim aktuellen Streit.
Da kann man jetzt auch trefflich philosphieren, wer den ersten Stein geschmissen hat, bzw. wer da was vergessen hat oder vergessen wollte...
Da gehören sicher beide Seiten und auch "Persönlichkeiten" dazu.
Wie hätte man sich denn alternativ in "Erinnerung" bringen können, ausser durch verlässliche Performance, die dem Konzern so manches finanzielle Abenteuer und manchen strategischen Fehltritt (2-Mot/4-Mot, Allegris) bezahlt hat?
Ja, so ist das nun mal, dass AN ihren Job machen und der AG damit Geld verdient. Alleine das Fliegen reicht aber nicht. Da muss sogar auch das Management einiges richtig getan haben, dass trotz der Fehler noch Gewinn im Konzern gemacht werden konnte.
Dieser Beitrag wurde am 10.11.2025 19:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 10.11.2025 - 19:46 Uhr
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Stehende Flieger sind teuer und vermiesen die Zahlen der Töchter.
Stehen gebliebene Gäste der Mutter mangels funktionierender Flieger kosten leider auch.
Ja natürlich, aber es macht keinen Sinn, vorsätzlich an beiden Stellen Verlust zu machen, wenn man die Töchter pushen will.
Man muss da schon einmal die Grundfrage stellen, warum z.B. eine LH Technik AG den Töchtern pro Stunde weniger in Rechnung stellt, als sie es für die gleiche Leistung bei der Mutter macht.
Gibt es dazu was nachzulesen?
Ja, in den entsprechenden Fachabteilungen der Technik, oder LH z.B: . Das ist sicher nichts, was man rausposaunt, ...
Bis dahin habe ich es verstanden.
... und ein Schriftstük mit "Top Secret" Vermerk entstammt da eher einer Hollywood Produktion.
Das verstehe ich jetzt gerade nicht in diesem Zusammenhang.
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Nö, natürlich sind sie produktiver, weil sie mehr für das Grundgehalt fliegen müssen.
Ja.
... Das z.B die Gruppe der Copiloten bei Discover im Schnitt vielleicht in der zweiten Gehaltsstufe sind, weil es die Tochter erst seit wenigen Jahren gibt, bei LH aber in Stufe 9 , macht einen gewaltigen Unterschied. Dieser Umstand gehört beim billig/teuer Spiel bedacht.
Natürlich.
... Der Vorteil frisst sich mit den Jahren bei Discover auf.
Das setzt voraus, dass Discover genauso tarifiert wird wie LH Classic und widerspricht dem "mehr fliegen für´s Grundgehalt"
Es sei denn man wird zum Durchlauferhitzer, weil jeder geht sobald er etwas besseres het und wieder Co`s in Stufe 1 nachrücken.
Wieviel bessere Alternativen gibt es denn? Und wenn das so ist, dass die AN wegrennen, wird man die Verhältnisse anpassen.
Dieser Beitrag wurde am 10.11.2025 19:47 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.11.2025 - 07:14 Uhr
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... Dass Personal einen Wert an sich darstellt (Über die Personalkosten hinaus), hat man in den oberen Etagen leider schon länger vergessen. ...
Das hat das Personal aber zuvor selbst so deutlich gemacht, dass man in der GL Wege gesucht hat, sich weniger abhängig zu machen. Langer Prozess, teurer Prozess.
Das geht in ein Richtung, die ich nicht richtig verstehe. ...
Damit meine ich eine Serie von Streiks, der die GL damals ziemlich machtlos gegenüber stand. Damit möchte ich aber die Streiks an und für sich nicht verurteilen, sondern nur die Situation beschreiben.
Naja, machtlos sind sie einem Streik auch heute noch gegenüber. Sonst würde es ja nicht schon so viel Ärger und Diskussionen um "Nadelstiche" geben. Einen "echten" Streik über alle Flotten und mehrere Tage hat es doch bislang nicht gegeben. Einen Warnstreik, wie bei Verdi einfach mal für 24h, hat es beim fliegenden Personal mWn noch nie gegeben.
Und was würde ein AG dagegen auch tun wollen. Selbst einen Streik bei den Töchtern, könnte der AG nicht kompensieren. Dafür ist schlicht zu wenig Luft im System.
Das Personal ist selbst dafür verantwortlich, dass der eigene Wert vergessen wurde?
Nein, aber, wenn man den eigenen Wert zu sehr herausstellt, sucht die andere Partei Wege, den Wert zu mindern.
Ist der KTV doch ein so großes Schreckgespenst und keine Errugnenschaft gewesen?
Natürlich war der KTV eine Errungenschaft, für sich gesehen. Aber es wurden damals auch Dinge erstreikt, die heute so nicht mehr erstreikbar währen. Daher kam es auch zu keinem Konsens über die Verschwiegenheitsklauseln beim aktuellen Streit.
Auch wenn es etwa komisch klingt, war der KTV kein Tarifvertrag... Von daher konnte auch nicht für den KTV gestreikt werden. Erst relativ kurz vor der PPV wurde der KTV als Vereinbarung mal aufgeschrieben. Darin wurde das beiderseitige Verständnis mal formuliert.
Der KTV wurde 1992 "erkauft". Einmal durch Gehalt, einmal durch Abhängigkeit.
Da fängt Henne-Ei wieder an:
Aus AN-Sicht hat der AG ganz eindeutig sehr schnell, nach dem die 92er-Krise überwunden wurde, versucht, den KTV zu umgehen (Stichwort: CLH 50/70/100-Sitzer Regel, usw.).
Aus AG-Sicht haben die AN den KTV "aufgekündigt", als man 2000 die 92 rasierten Gehälter wieder angehoben hat.
Nun kann man trefflich streiten, wer hier mehr "Unrecht" hat. Am Ende des Tage streitet man über Personalkosten und Perspektiven..
Die Kosten sind (leider) relativ einfach zu beziffern, Perspektiven will man nicht garantieren (ist zugegebenermaßen auch schwierig).
Und nun?
Ich fürchte, dass solange der AG nicht bereit ist, zum eigenen Kostennachteil Perspektiven zu garantieren, wird es keine Personalkosteneinsparung geben. Und da liegt aus meiner bescheidenen Sicht die Krux...
Mit der Kündigung der PPV und dem Agieren (z.B.: Kündigungsdrohungen aufrecht erhalten, obwohl es für alle erkennbar schon wieder los ging) während der Corona-Krise hat der AG aus meiner Sicht das kleine Pflänzchen Hoffnung in Richtung Kompromiss für Garantien und Kosten (PPV) mit fettem Stiefel zertreten. Dass ein VV darauf auch noch Stolz war/ist, macht die Sache nicht besser oder eine zukünftige Einigung nicht einfacher. Die PPV ist Geschichte, der KTV lebt mit all seinen Unzulänglichkeiten wieder auf und der AG versucht, sich "frei" zu kaufen.
Für das "Freikaufen" war der Preis aber bisher noch nicht hoch (kaum zu glauben, aber wahr ;-) )genug, denn die AV/ÜV ist noch lange nicht wieder auf dem Niveau, das die AN für die "Garantien" der PPV mal hergegeben haben.
Wie hätte man sich denn alternativ in "Erinnerung" bringen können, ausser durch verlässliche Performance, die dem Konzern so manches finanzielle Abenteuer und manchen strategischen Fehltritt (2-Mot/4-Mot, Allegris) bezahlt hat?
Ja, so ist das nun mal, dass AN ihren Job machen und der AG damit Geld verdient. Alleine das Fliegen reicht aber nicht. Da muss sogar auch das Management einiges richtig getan haben, dass trotz der Fehler noch Gewinn im Konzern gemacht werden konnte.
Das bestreite ich auch nicht!
Ich frage mich nur, ob man sich den meisten Personalärger zum Wohle der Kunden nicht hätte sparen können. Die Rechnung kann aber kaum jemand wirklich auf machen, bzw. diejenigen, die das könnten, haben kein Interesse am Ergebnis ;-)
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Dieser Beitrag wurde am 11.11.2025 07:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.11.2025 - 08:39 Uhr
...
... Dass Personal einen Wert an sich darstellt (Über die Personalkosten hinaus), hat man in den oberen Etagen leider schon länger vergessen. ...
Das hat das Personal aber zuvor selbst so deutlich gemacht, dass man in der GL Wege gesucht hat, sich weniger abhängig zu machen. Langer Prozess, teurer Prozess.
Das geht in ein Richtung, die ich nicht richtig verstehe. ...
Damit meine ich eine Serie von Streiks, der die GL damals ziemlich machtlos gegenüber stand. Damit möchte ich aber die Streiks an und für sich nicht verurteilen, sondern nur die Situation beschreiben.
Naja, machtlos sind sie einem Streik auch heute noch gegenüber. Sonst würde es ja nicht schon so viel Ärger und Diskussionen um "Nadelstiche" geben. Einen "echten" Streik über alle Flotten und mehrere Tage hat es doch bislang nicht gegeben. Einen Warnstreik, wie bei Verdi einfach mal für 24h, hat es beim fliegenden Personal mWn noch nie gegeben.
Und was würde ein AG dagegen auch tun wollen. Selbst einen Streik bei den Töchtern, könnte der AG nicht kompensieren. Dafür ist schlicht zu wenig Luft im System.
Das Personal ist selbst dafür verantwortlich, dass der eigene Wert vergessen wurde?
Nein, aber, wenn man den eigenen Wert zu sehr herausstellt, sucht die andere Partei Wege, den Wert zu mindern.
Ist der KTV doch ein so großes Schreckgespenst und keine Errugnenschaft gewesen?
Natürlich war der KTV eine Errungenschaft, für sich gesehen. Aber es wurden damals auch Dinge erstreikt, die heute so nicht mehr erstreikbar währen. Daher kam es auch zu keinem Konsens über die Verschwiegenheitsklauseln beim aktuellen Streit.
Auch wenn es etwa komisch klingt, war der KTV kein Tarifvertrag... Von daher konnte auch nicht für den KTV gestreikt werden. Erst relativ kurz vor der PPV wurde der KTV als Vereinbarung mal aufgeschrieben. Darin wurde das beiderseitige Verständnis mal formuliert.
Der KTV wurde 1992 "erkauft". Einmal durch Gehalt, einmal durch Abhängigkeit.
Da fängt Henne-Ei wieder an:
Aus AN-Sicht hat der AG ganz eindeutig sehr schnell, nach dem die 92er-Krise überwunden wurde, versucht, den KTV zu umgehen (Stichwort: CLH 50/70/100-Sitzer Regel, usw.).
Aus AG-Sicht haben die AN den KTV "aufgekündigt", als man 2000 die 92 rasierten Gehälter wieder angehoben hat.
Nun kann man trefflich streiten, wer hier mehr "Unrecht" hat. Am Ende des Tage streitet man über Personalkosten und Perspektiven..
Die Kosten sind (leider) relativ einfach zu beziffern, Perspektiven will man nicht garantieren (ist zugegebenermaßen auch schwierig).
Und nun?
Ich fürchte, dass solange der AG nicht bereit ist, zum eigenen Kostennachteil Perspektiven zu garantieren, wird es keine Personalkosteneinsparung geben. Und da liegt aus meiner bescheidenen Sicht die Krux...
Mit der Kündigung der PPV und dem Agieren (z.B.: Kündigungsdrohungen aufrecht erhalten, obwohl es für alle erkennbar schon wieder los ging) während der Corona-Krise hat der AG aus meiner Sicht das kleine Pflänzchen Hoffnung in Richtung Kompromiss für Garantien und Kosten (PPV) mit fettem Stiefel zertreten. Dass ein VV darauf auch noch Stolz war/ist, macht die Sache nicht besser oder eine zukünftige Einigung nicht einfacher. Die PPV ist Geschichte, der KTV lebt mit all seinen Unzulänglichkeiten wieder auf und der AG versucht, sich "frei" zu kaufen.
Für das "Freikaufen" war der Preis aber bisher noch nicht hoch (kaum zu glauben, aber wahr ;-) )genug, denn die AV/ÜV ist noch lange nicht wieder auf dem Niveau, das die AN für die "Garantien" der PPV mal hergegeben haben.
Wie hätte man sich denn alternativ in "Erinnerung" bringen können, ausser durch verlässliche Performance, die dem Konzern so manches finanzielle Abenteuer und manchen strategischen Fehltritt (2-Mot/4-Mot, Allegris) bezahlt hat?
Ja, so ist das nun mal, dass AN ihren Job machen und der AG damit Geld verdient. Alleine das Fliegen reicht aber nicht. Da muss sogar auch das Management einiges richtig getan haben, dass trotz der Fehler noch Gewinn im Konzern gemacht werden konnte.
Das bestreite ich auch nicht!
Ich frage mich nur, ob man sich den meisten Personalärger zum Wohle der Kunden nicht hätte sparen können. Die Rechnung kann aber kaum jemand wirklich auf machen, bzw. diejenigen, die das könnten, haben kein Interesse am Ergebnis ;-)
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
"Für das "Freikaufen" war der Preis aber bisher noch nicht hoch (kaum zu glauben, aber wahr ;-) )genug, denn die AV/ÜV ist noch lange nicht wieder auf dem Niveau, das die AN für die "Garantien" der PPV mal hergegeben haben." Das überrascht. Wenn ich einen Vertrag mit einer Kündigungsklausel abschließe und wenn diese gezogen wird die verhandelten Garantien auf der eigenen Seite verloren ist, dann ist das handwerklich schlecht gemacht. Das ist jetzt kein exklusives VC Thema, das hat die UFO auch. Nicht nur beim LH Management. Das kann man über die Condor auch regelmäßig nachlesen. Man scheint keine juristischen Hebel eingebaut zu haben, wenn der Vertragpartner nicht liefert. Das ist mir so bei Verdi nicht in Erinnerung, will ich aber nicht ausschließen.
Ich habe mich immer gefragt, warum ist das bei den Mitgliedern kein Thema? Scheint allerdings so, als wenn da Bewegung reingekommen ist und man nicht mehr alles mitamcht, was die GW vorhat. Eine Lösung wird es auch nur geben, wenn man sich bewegt und aus der Schmollecke rauskommt. Das Ziel der LHA ist klar, Stückkosten runter, in ALLEN Bereichen. Das werden die umsetzen, egal wie.
Beitrag vom 11.11.2025 - 09:18 Uhr
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
"Für das "Freikaufen" war der Preis aber bisher noch nicht hoch (kaum zu glauben, aber wahr ;-) )genug, denn die AV/ÜV ist noch lange nicht wieder auf dem Niveau, das die AN für die "Garantien" der PPV mal hergegeben haben."
Das überrascht. Wenn ich einen Vertrag mit einer Kündigungsklausel abschließe und wenn diese gezogen wird die verhandelten Garantien auf der eigenen Seite verloren ist, dann ist das handwerklich schlecht gemacht. Das ist jetzt kein exklusives VC Thema, das hat die UFO auch. Nicht nur beim LH Management. Das kann man über die Condor auch regelmäßig nachlesen. Man scheint keine juristischen Hebel eingebaut zu haben, wenn der Vertragpartner nicht liefert. Das ist mir so bei Verdi nicht in Erinnerung, will ich aber nicht ausschließen.
Ganz so ist es nicht... Zum Einen war die PPV ein Zugeständnis beider Seiten, die das gegenseitige Vertrauen stärken sollte, mit dem man gemeinsam in die Zukunft gehen wollte.
Dass die Mechanismen, die für wirtschaftlich schlechte Zeiten gedacht waren, aus taktischen Gründen gezogen wurden (Stichwort: Ausbluten der GWI), hat den ersten Schub geliefert. Die legale(!) Kündigung den zweiten.
Der Schutz vor Kündigung war, dass man in den beiderseits unbeliebteren KTV zurück fällt. Nun bestreitet man die Konsequenzen des eigentlich vorgesehenen Rückfall zum KTV. Da ist das letze Wort aber noch nicht gesprochen...
Verdi hat eine größere politische Unantastbarkeit. Während die "kleineren" GW das Problem haben, dass man von den Mitgliedern, für die Mitglieder auch handwerkliche Fehler akzeptieren muss.
Am Ende bleibt dann die Frage, ob der AG mit einer Verdi in allen Bereichen besser aufgestellt wäre. Warnstreiks in 24h oder 48h sind mal ne Ansage. Ich persönlich denke, dass auch hier teile und herrsche das Prinzip ist.
Ich habe mich immer gefragt, warum ist das bei den Mitgliedern kein Thema? Scheint allerdings so, als wenn da Bewegung reingekommen ist und man nicht mehr alles mitamcht, was die GW vorhat. Eine Lösung wird es auch nur geben, wenn man sich bewegt und aus der Schmollecke rauskommt. Das Ziel der LHA ist klar, Stückkosten runter, in ALLEN Bereichen. Das werden die umsetzen, egal wie.
Das war und ist immer wieder ein Thema bei den Mitgliedern. Denn keine andere GW ist so sehr mit den Flugbetrieben des Konzerns verknüpft.
Ich glaube aber, dass das Gefühl täuscht. Intern wird viel um den Kurs geritten und diskutiert, aber sobald es "extern" wird, braucht man sich um die Geschlossenheit keine größeren Sorgen machen. Auch wenn das einige mal wieder gerne so hätten.
Dieser Beitrag wurde am 11.11.2025 09:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.11.2025 - 18:56 Uhr
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
Da müssten Sie mir helfen. Wo habe den AN ihre Bedürfnisse aberkannt oder den AG verteidigt?
"Für das "Freikaufen" war der Preis aber bisher noch nicht hoch (kaum zu glauben, aber wahr ;-) )genug, denn die AV/ÜV ist noch lange nicht wieder auf dem Niveau, das die AN für die "Garantien" der PPV mal hergegeben haben."
Das überrascht. Wenn ich einen Vertrag mit einer Kündigungsklausel abschließe und wenn diese gezogen wird die verhandelten Garantien auf der eigenen Seite verloren ist, dann ist das handwerklich schlecht gemacht. Das ist jetzt kein exklusives VC Thema, das hat die UFO auch. Nicht nur beim LH Management. Das kann man über die Condor auch regelmäßig nachlesen. Man scheint keine juristischen Hebel eingebaut zu haben, wenn der Vertragpartner nicht liefert. Das ist mir so bei Verdi nicht in Erinnerung, will ich aber nicht ausschließen.
Ganz so ist es nicht... Zum Einen war die PPV ein Zugeständnis beider Seiten, die das gegenseitige Vertrauen stärken sollte, mit dem man gemeinsam in die Zukunft gehen wollte.
Dass die Mechanismen, die für wirtschaftlich schlechte Zeiten gedacht waren, aus taktischen Gründen gezogen wurden (Stichwort: Ausbluten der GWI), hat den ersten Schub geliefert. Die legale(!) Kündigung den zweiten.
Der Schutz vor Kündigung war, dass man in den beiderseits unbeliebteren KTV zurück fällt. Nun bestreitet man die Konsequenzen des eigentlich vorgesehenen Rückfall zum KTV. Da ist das letze Wort aber noch nicht gesprochen...
Verdi hat eine größere politische Unantastbarkeit. Während die "kleineren" GW das Problem haben, dass man von den Mitgliedern, für die Mitglieder auch handwerkliche Fehler akzeptieren muss.
Am Ende bleibt dann die Frage, ob der AG mit einer Verdi in allen Bereichen besser aufgestellt wäre. Warnstreiks in 24h oder 48h sind mal ne Ansage. Ich persönlich denke, dass auch hier teile und herrsche das Prinzip ist.
Ich habe mich immer gefragt, warum ist das bei den Mitgliedern kein Thema? Scheint allerdings so, als wenn da Bewegung reingekommen ist und man nicht mehr alles mitamcht, was die GW vorhat. Eine Lösung wird es auch nur geben, wenn man sich bewegt und aus der Schmollecke rauskommt. Das Ziel der LHA ist klar, Stückkosten runter, in ALLEN Bereichen. Das werden die umsetzen, egal wie.
Das war und ist immer wieder ein Thema bei den Mitgliedern. Denn keine andere GW ist so sehr mit den Flugbetrieben des Konzerns verknüpft.
Ich glaube aber, dass das Gefühl täuscht. Intern wird viel um den Kurs geritten und diskutiert, aber sobald es "extern" wird, braucht man sich um die Geschlossenheit keine größeren Sorgen machen. Auch wenn das einige mal wieder gerne so hätten.
Beitrag vom 12.11.2025 - 08:22 Uhr
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
Da müssten Sie mir helfen. Wo habe den AN ihre Bedürfnisse aberkannt oder den AG verteidigt?
Naja, wir beide wissen, auf wessen Seite wir grundsätzlich stehen. Das Unschuldslamm steht Ihnen da genauso wenig, wie mir ;-)
Wenn man einseitig die "Strategie", bzw. die "Wahrheiten" der AG wiedergibt und verteidigt, dann könnte das Gefühl schon aufkommen...
Beitrag vom 12.11.2025 - 14:30 Uhr
Eine sehr interessante Diskussion, die zeigt, wie verfahren die Situation ist. Beiden Seiten scheinen sich so weit voneinander entfernt zu haben, dass ein tragfähiger konstruktiver Kompromiss kaum mehr möglich scheint. Unversöhnlich stehen sich Vorstand und VC gegenüber..und genauso steht sich ein Großteil der Floristen gegenüber, jede Seite will die Wahrheit für sich gepachtet haben
Beitrag vom 12.11.2025 - 14:37 Uhr
Eine sehr interessante Diskussion, die zeigt, wie verfahren die Situation ist. Beiden Seiten scheinen sich so weit voneinander entfernt zu haben, dass ein tragfähiger konstruktiver Kompromiss kaum mehr möglich scheint. Unversöhnlich stehen sich Vorstand und VC gegenüber..und genauso steht sich ein Großteil der Floristen gegenüber, jede Seite will die Wahrheit für sich gepachtet haben
Wahrheit ist so ein großes Wort ;-)
Im besten Fall kann man die Sichtweise auf die Wahrheit versuchen, zu erklären. Überzeugen muss man hier ja niemanden. VC und Vorstand werden unsere Wortgefechte hier eher wenig, bis gar nicht interessieren.