Beitrag vom 12.11.2025 - 14:41 Uhr
Eine sehr interessante Diskussion, die zeigt, wie verfahren die Situation ist. Beiden Seiten scheinen sich so weit voneinander entfernt zu haben, dass ein tragfähiger konstruktiver Kompromiss kaum mehr möglich scheint. Unversöhnlich stehen sich Vorstand und VC gegenüber..und genauso steht sich ein Großteil der Floristen gegenüber, jede Seite will die Wahrheit für sich gepachtet haben
Ok, ich hasse es ja eigentlich, wenn Leute auf Schreibfehlern/Autokorrektur-Fails von anderen rumreiten, aber der mit den sich gegenüberstehenden Floristen war echt gut und hat doch das Kopfkino zum Arbeiten gebracht :-D
Beitrag vom 12.11.2025 - 17:38 Uhr
...
Im besten Fall kann man die Sichtweise auf die Wahrheit versuchen, zu erklären. Überzeugen muss man hier ja niemanden. ...
Gelingt uns allen hier Forum leider nicht immer. Haben wir diesmal aber ganz gut hinbekommen. Denke ich.
Beitrag vom 12.11.2025 - 18:11 Uhr
Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
Da müssten Sie mir helfen. Wo habe den AN ihre Bedürfnisse aberkannt oder den AG verteidigt?
Naja, wir beide wissen, auf wessen Seite wir grundsätzlich stehen. Das Unschuldslamm steht Ihnen da genauso wenig, wie mir ;-)
Wenn man einseitig die "Strategie", bzw. die "Wahrheiten" der AG wiedergibt und verteidigt, dann könnte das Gefühl schon aufkommen...
Sorry, das ist mir zu einfach, da gehe ich nicht mit. Das sehe ich differenzierter. @FloCo hat das hier vor Kurzem gut auf den Punkt gebracht. Nur weil man ein bestimmtes Verhalten analysiert, sogar nachvollziehen kann heißt das noch lange nicht, dass man dieses Verhalten gut findet. Deswegen gleich, sehr persönlich, in eine Ecke gestellt zu werden ist hier bei manchen Usus und ich dachte, bei Ihnen nicht. Das hat mich überrascht.
Ansonnsten stimme ich @Ein Leser dieser... zu.
Beitrag vom 13.11.2025 - 09:16 Uhr
...
Stehende Flieger sind teuer und vermiesen die Zahlen der Töchter.
Stehen gebliebene Gäste der Mutter mangels funktionierender Flieger kosten leider auch.
Ja natürlich, aber es macht keinen Sinn, vorsätzlich an beiden Stellen Verlust zu machen, wenn man die Töchter pushen will.
Das ist aus meiner Sicht der größte Fehler, den viele in der Beurteilung von Entscheidungen bei Carsten Spohr machen. Ihn schert es wenig, ob etwas für andere Sinn macht, oder nicht. Man muss auch einmal unsinnige Dinge machen, um seine Ziel zu erreichen. Das hat es mit Ihm in der Vergangenheit häufiger gegeben. Ein Typ jenseits des großen Wassers macht das jeden Tag und fährt letztlich nicht schlecht damit.
Man muss da schon einmal die Grundfrage stellen, warum z.B. eine LH Technik AG den Töchtern pro Stunde weniger in Rechnung stellt, als sie es für die gleiche Leistung bei der Mutter macht.
Gibt es dazu was nachzulesen?
Ja, in den entsprechenden Fachabteilungen der Technik, oder LH z.B: . Das ist sicher nichts, was man rausposaunt, ...
Bis dahin habe ich es verstanden.
... und ein Schriftstük mit "Top Secret" Vermerk entstammt da eher einer Hollywood Produktion.
Das verstehe ich jetzt gerade nicht in diesem Zusammenhang.
Soll heißen, ich kann Ihnen ein Schriftstück nicht präsentieren, weil ich keines habe, und wenn, dürfte man dessen Inhalt in diesem Rahmen kaum publizieren.
...
Nö, natürlich sind sie produktiver, weil sie mehr für das Grundgehalt fliegen müssen.
Ja.
... Das z.B die Gruppe der Copiloten bei Discover im Schnitt vielleicht in der zweiten Gehaltsstufe sind, weil es die Tochter erst seit wenigen Jahren gibt, bei LH aber in Stufe 9 , macht einen gewaltigen Unterschied. Dieser Umstand gehört beim billig/teuer Spiel bedacht.
Natürlich.
... Der Vorteil frisst sich mit den Jahren bei Discover auf.
Das setzt voraus, dass Discover genauso tarifiert wird wie LH Classic und widerspricht dem "mehr fliegen für´s Grundgehalt">
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Es sei denn man wird zum Durchlauferhitzer, weil jeder geht sobald er etwas besseres het und wieder Co`s in Stufe 1 nachrücken.
Wieviel bessere Alternativen gibt es denn? Und wenn das so ist, dass die AN wegrennen, wird man die Verhältnisse anpassen.>
Für die, die gut sind, gibt es immer Alternativen. Beim Rest muss sich zeigen, welche neuen Konzepte andere ,stark expandierende Airlines haben und ob sie sich ggf. neue Pilotenmärkte erschließen wollen/müssen. Denkmodelle gibt es da schon.
Dieser Beitrag wurde am 13.11.2025 09:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.11.2025 - 11:34 Uhr
> Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
Da müssten Sie mir helfen. Wo habe den AN ihre Bedürfnisse aberkannt oder den AG verteidigt?
Naja, wir beide wissen, auf wessen Seite wir grundsätzlich stehen. Das Unschuldslamm steht Ihnen da genauso wenig, wie mir ;-)
Wenn man einseitig die "Strategie", bzw. die "Wahrheiten" der AG wiedergibt und verteidigt, dann könnte das Gefühl schon aufkommen...
Sorry, das ist mir zu einfach, da gehe ich nicht mit. Das sehe ich differenzierter. @FloCo hat das hier vor Kurzem gut auf den Punkt gebracht. Nur weil man ein bestimmtes Verhalten analysiert, sogar nachvollziehen kann heißt das noch lange nicht, dass man dieses Verhalten gut findet. Deswegen gleich, sehr persönlich, in eine Ecke gestellt zu werden ist hier bei manchen Usus und ich dachte, bei Ihnen nicht. Das hat mich überrascht.
Ansonnsten stimme ich @Ein Leser dieser... zu.
Ein gewisse Einseitigkeit haben Sie ja mir auch unterstellt. Das kann ich zu gutem Teil auch bestätigen ;-)
Mein Eindruck ist, dass Sie sehr versuchen, den AG zu verstehen, bzw. zu begründen. Schlimm finde ich das auch erst einmal gar nicht, solange wir respektvoll bleiben. Das ist zumindest mein Bemühen und ist uns hier doch auch tatsächlich einigermaßen gelungen...
Beitrag vom 13.11.2025 - 13:02 Uhr
> > Die Kunden sehen nur den ausgefallenen Flug. Und wenn der AG dann die einfache Begründung liefert, dass das Personal zu "habgierig" ist, dann glauben die meisten Kunden das. Was das dann aber mit dem eigenen Personal macht, können sie hier live und in Farbe nachlesen. Schade ;-(
>
> Zunächst Danke für Ihre Erläuterungen. Allerdings erscheint mir da einiges gefühlt zu einseitig.
Wieso einseitig? Sie geben doch das Beste Beispiel. Anstatt eventuell legitime Bedürfnisse der AN anzuerkennen, wird einseitig die AG-Seite verteidigt ;-(
Da müssten Sie mir helfen. Wo habe den AN ihre Bedürfnisse aberkannt oder den AG verteidigt?
Naja, wir beide wissen, auf wessen Seite wir grundsätzlich stehen. Das Unschuldslamm steht Ihnen da genauso wenig, wie mir ;-)
Wenn man einseitig die "Strategie", bzw. die "Wahrheiten" der AG wiedergibt und verteidigt, dann könnte das Gefühl schon aufkommen...
Sorry, das ist mir zu einfach, da gehe ich nicht mit. Das sehe ich differenzierter. @FloCo hat das hier vor Kurzem gut auf den Punkt gebracht. Nur weil man ein bestimmtes Verhalten analysiert, sogar nachvollziehen kann heißt das noch lange nicht, dass man dieses Verhalten gut findet. Deswegen gleich, sehr persönlich, in eine Ecke gestellt zu werden ist hier bei manchen Usus und ich dachte, bei Ihnen nicht. Das hat mich überrascht.
Ansonnsten stimme ich @Ein Leser dieser... zu.
Ein gewisse Einseitigkeit haben Sie ja mir auch unterstellt. Das kann ich zu gutem Teil auch bestätigen ;-)
Mein Eindruck ist, dass Sie sehr versuchen, den AG zu verstehen, bzw. zu begründen. Schlimm finde ich das auch erst einmal gar nicht, solange wir respektvoll bleiben. Das ist zumindest mein Bemühen und ist uns hier doch auch tatsächlich einigermaßen gelungen...
Dazu gibt es von mir volle Zustimmung!
Dieser Beitrag wurde am 13.11.2025 13:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.11.2025 - 18:17 Uhr
...
Das verstehe ich jetzt gerade nicht in diesem Zusammenhang.
Soll heißen, ich kann Ihnen ein Schriftstück nicht präsentieren, weil ich keines habe, und wenn, dürfte man dessen Inhalt in diesem Rahmen kaum publizieren.
Ok.
...
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. ...
Das bleibt abzuwarten.
... Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. ...
Bis zu 60 % (!?!) aufzuholen dürfte ein wenig dauern.
... Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Diese Sichtweise finde ich äußerst interessant. Kann man bei Discover auch schon mit 55 den Hut an den Nagel hängen? Vielleicht zahlt LH ja lieber 100 % Lohn für 100 % Arbeit als 60 % Lohn für nix. Und der ein oder andere geht ja auch mit 55. Der muss mit bezahlt werden. In der Gesamtbetrachtung ist LH vielleicht doch deutlich teurer als Discover.
...
Für die, die gut sind, gibt es immer Alternativen. Beim Rest muss sich zeigen, welche neuen Konzepte andere ,stark expandierende Airlines haben und ob sie sich ggf. neue Pilotenmärkte erschließen wollen/müssen. Denkmodelle gibt es da schon.
Nur bis jemand das Wort Seniorität erwähnt. In jüngeren Jahren stellt man sich gerne nochmal dem Markt. Irgendwann dann tauschen doch die Meisten die Freiheit gegen Sicherheit ein. Eigentlich sollte man denken, man kann nicht alles im gleichen hohen Maße haben. Wer ein par Jahre bei LH geflogen ist, hat es aber. Zumindest im Vergleich zur Konkurrenz, die von Deutschland aus fliegt.
Beitrag vom 14.11.2025 - 07:31 Uhr
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Immerhin sagen Sie selbst, dass sie "viel zu teuer " sind. Das ist doch schon mal ein guter Ansatz ;-)
Sonst hört sich das ja fast an wie ein Perpetuum Mobile. In Ihrer Rechung unberücksichtigt bleibt, wo das Geld für die ÜV herkommt. Das fällt ja nicht vom Himmel, in meinen ÜV Topf hat der AG (ich natürlich auch) 23 Jahre jeden Monat kräftig eingezahlt. Zusätzlich zur Vergütung und AV.
Beitrag vom 15.11.2025 - 10:48 Uhr
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Immerhin sagen Sie selbst, dass sie "viel zu teuer " sind. Das ist doch schon mal ein guter Ansatz ;-) >
Das habe ich so nicht gesagt, da haben Sie mich falsch zitiert. Ich sagte, dass sie "genau so teuer... sind". Ich hätte auch sagen können, dass die Piloten der Töchter zu gleichen Kosten unterwegs sein werden, wie die der Mutter. Ich finde generell eher, dass sich die Piloten der Töchter zu billig anbiedern, weil sie vermutlich nix besser bezahltes finden, oder sie anderweitige persönliche Zwänge und Restriktionen haben.
Sonst hört sich das ja fast an wie ein Perpetuum Mobile. In Ihrer Rechung unberücksichtigt bleibt, wo das Geld für die ÜV herkommt. Das fällt ja nicht vom Himmel, in meinen ÜV Topf hat der AG (ich natürlich auch) 23 Jahre jeden Monat kräftig eingezahlt. Zusätzlich zur Vergütung und AV.
Da haben Sie natürlich Recht, vom Himmel fällt das nicht. Trotzdem könnte ein Pilot der Lufthansa für bis zu 60% seines Gehaltes zuhause bleiben. Das wäre dann quasi müheloses Einkommen, oder er fliegt 10 Jahre lang, von 55 bis 65, für 40% mehr weiter 100 %. Unter der Prämisse, dass man Ihn in seiner Funktion ohnehin ersetzen müsste, braucht es also einen neuen Copiloten und ein Upgrade zum Cpt. Das kostet schätzungsweise das gleiche. Das wäre die Kostenbetrachtung heute.
Recht haben Sie natürlich auch, dass der Discover Pilot in 20 Jahren und mehreren Tarifrunden selbst bei gleich hohem erstreikten Gehalt günstiger wäre, weil er keine Übergangsversorgung und Betriebsrente hat, für die die LH heute teilweise Rücklagen bilden muss. Das werden die Neider wieder ganz toll finden, ich finde das eher ein Armutszeugnis der Lufthansa. Eine Art der Versorgung braucht es, um einen erzwungenen Ausstieg, oder den gewollten, z.b. wegen medizinischer Indikationen, möglich zu machen. Und die Discover Leute können da vermutlich bei Ihren Gehältern kaum privat ausreichend vorsorgen.
Beitrag vom 15.11.2025 - 13:42 Uhr
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Immerhin sagen Sie selbst, dass sie "viel zu teuer " sind. Das ist doch schon mal ein guter Ansatz ;-) >
Das habe ich so nicht gesagt, da haben Sie mich falsch zitiert.
Nur der Ordnung halber, die Aussage ist genau 2 Zeilen über dem Zitat. Sie haben es viellecht anders gemeint, das ist ok.
Ich sagte, dass sie "genau so teuer... sind". Ich hätte auch sagen können, dass die Piloten der Töchter zu gleichen Kosten unterwegs sein werden, wie die der Mutter. Ich finde generell eher, dass sich die Piloten der Töchter zu billig anbiedern, weil sie vermutlich nix besser bezahltes finden, oder sie anderweitige persönliche Zwänge und Restriktionen haben.
Sonst hört sich das ja fast an wie ein Perpetuum Mobile. In Ihrer Rechung unberücksichtigt bleibt, wo das Geld für die ÜV herkommt. Das fällt ja nicht vom Himmel, in meinen ÜV Topf hat der AG (ich natürlich auch) 23 Jahre jeden Monat kräftig eingezahlt. Zusätzlich zur Vergütung und AV.
Da haben Sie natürlich Recht, vom Himmel fällt das nicht. Trotzdem könnte ein Pilot der Lufthansa für bis zu 60% seines Gehaltes zuhause bleiben. Das wäre dann quasi müheloses Einkommen, oder er fliegt 10 Jahre lang, von 55 bis 65, für 40% mehr weiter 100 %. Unter der Prämisse, dass man Ihn in seiner Funktion ohnehin ersetzen müsste, braucht es also einen neuen Copiloten und ein Upgrade zum Cpt. Das kostet schätzungsweise das gleiche. Das wäre die Kostenbetrachtung heute.
Recht haben Sie natürlich auch, dass der Discover Pilot in 20 Jahren und mehreren Tarifrunden selbst bei gleich hohem erstreikten Gehalt günstiger wäre, weil er keine Übergangsversorgung und Betriebsrente hat, für die die LH heute teilweise Rücklagen bilden muss. Das werden die Neider wieder ganz toll finden, ich finde das eher ein Armutszeugnis der Lufthansa. Eine Art der Versorgung braucht es, um einen erzwungenen Ausstieg, oder den gewollten, z.b. wegen medizinischer Indikationen, möglich zu machen. Und die Discover Leute können da vermutlich bei Ihren Gehältern kaum privat ausreichend vorsorgen.
Das sind aber alles nur Meinungen, die dürfen wir ja auch alle haben. Ich bin zB der Meinung, dass Personen mit viel Veratwortung und gutem Verdienst durchaus in der Lage sein sollten, ihre privaten Pläne auch selbst zu managen und sich selbst zu versorgen.
Beitrag vom 15.11.2025 - 22:29 Uhr
Zunächst einmal wage ich anzunehmen, das der Tag kommt und auch die Töchter tarifiert werden. Es kommt der Tag, wo auch die keine Lust mehr haben sich billigst, ohne Verträge, zu prostituieren. Wenn wir mal in die Ferne schweifen, werden die spätestens mit 55 Jahren genau so teuer, wie die LH Piloten. Letztere kosten die Lufthansa ,in Vollzeit fliegend, nur noch 40 % des Gehalts. Das dürfte dann mal auf dem Niveau der Discover Kaptitäne liegen, vielleicht sogar darunter. Warum? Sollte ein Kapitän bei LH eine 30% Teilzeit fliegen, also nur für 70% bezahlt werden, kostet das LH nur 10% des Gehalts, da dieser Mensch auch einfach überhaupt nicht mehr fliegen könnte und in seine Übergangsversorgung geht und 60% bekommt. Ohne eine Minute fliegen zu gehen. Insofern ist es eine weitere Mär, das die Kapitäne in den Endstufen pauschal viel zu teuer sind. Sie sind es bis 55, danach ein Schnäppchen.
Immerhin sagen Sie selbst, dass sie "viel zu teuer " sind. Das ist doch schon mal ein guter Ansatz ;-) >
Das habe ich so nicht gesagt, da haben Sie mich falsch zitiert.
Nur der Ordnung halber, die Aussage ist genau 2 Zeilen über dem Zitat. Sie haben es viellecht anders gemeint, das ist ok.
Ich sagte, dass sie "genau so teuer... sind". Ich hätte auch sagen können, dass die Piloten der Töchter zu gleichen Kosten unterwegs sein werden, wie die der Mutter. Ich finde generell eher, dass sich die Piloten der Töchter zu billig anbiedern, weil sie vermutlich nix besser bezahltes finden, oder sie anderweitige persönliche Zwänge und Restriktionen haben.
Sonst hört sich das ja fast an wie ein Perpetuum Mobile. In Ihrer Rechung unberücksichtigt bleibt, wo das Geld für die ÜV herkommt. Das fällt ja nicht vom Himmel, in meinen ÜV Topf hat der AG (ich natürlich auch) 23 Jahre jeden Monat kräftig eingezahlt. Zusätzlich zur Vergütung und AV.
Da haben Sie natürlich Recht, vom Himmel fällt das nicht. Trotzdem könnte ein Pilot der Lufthansa für bis zu 60% seines Gehaltes zuhause bleiben. Das wäre dann quasi müheloses Einkommen, oder er fliegt 10 Jahre lang, von 55 bis 65, für 40% mehr weiter 100 %. Unter der Prämisse, dass man Ihn in seiner Funktion ohnehin ersetzen müsste, braucht es also einen neuen Copiloten und ein Upgrade zum Cpt. Das kostet schätzungsweise das gleiche. Das wäre die Kostenbetrachtung heute.
Recht haben Sie natürlich auch, dass der Discover Pilot in 20 Jahren und mehreren Tarifrunden selbst bei gleich hohem erstreikten Gehalt günstiger wäre, weil er keine Übergangsversorgung und Betriebsrente hat, für die die LH heute teilweise Rücklagen bilden muss. Das werden die Neider wieder ganz toll finden, ich finde das eher ein Armutszeugnis der Lufthansa. Eine Art der Versorgung braucht es, um einen erzwungenen Ausstieg, oder den gewollten, z.b. wegen medizinischer Indikationen, möglich zu machen. Und die Discover Leute können da vermutlich bei Ihren Gehältern kaum privat ausreichend vorsorgen.
Das sind aber alles nur Meinungen, die dürfen wir ja auch alle haben. Ich bin zB der Meinung, dass Personen mit viel Veratwortung und gutem Verdienst durchaus in der Lage sein sollten, ihre privaten Pläne auch selbst zu managen und sich selbst zu versorgen.>
Bedeutet bei LH also,für Bezieher niedriger Einkommen wäre eine Zusatzversorgung wünschenswert und richtig, für Besserverdiener, wie die Führungskräftebenen B und C nicht, da sie für sich selbst vorsorgen können. Ab der Ebene A und Vorstand braucht dann auch wieder Versorgungsansprüche, weil das da ja so üblich ist, trotz hoher sechs und auch siebenstelliger Gehälter. Joa, auch ein Modell.
Man muss da mal festhalten, dass dies tarifliche Vereinbarungen sind, die man treffen kann und beide Parteien unterschrieben haben. Beide haben sich durch die nachgelagerten Gehaltsbestandteile Vorteile versprochen. Weiterhin ist die Vereinbarung ein Gehaltsbestandteil und ohne diesen wären andere, nämlich höhere Gehälter vereinbart worden. Man hat damit beiderseitig Vorteile durch Zahlung in der Vergangenheit mit Renditeerzielungsmöglichkeit seitens der Arbeitgeber, dadurch monatlich niedrigere Beiträge für die erreichbaren Endsummen gehabt und niedriger Besteuerung für die Arbeitnehmer in der Zukunft ermöglicht. Win win, würde ich sagen. Ich kann da irgendwie nichts verwerfliches dran entdecken.
Das gerade solche Leistungen in Berufen mit ohnehin höheren Gehältern verbunden ist mag schlicht damit zu tun haben, dass man dies in den unteren Gehaltsklassen nicht als Mittel zur Mitarbeiterbindung für nötig hält. Vermulich und da muss man "leider" sagen, einfacher austauschbarer ist. Auch von Bundesregierungen wurde dies zwar immer mal wieder als Pfeiler der Versorgung propagiert, aber offensichtlich interessiert es keinen Arbeitgeber. Das kann aber nun nicht Fehler derer sein, die dies für sich verhandelt haben.
Beitrag vom 16.11.2025 - 08:25 Uhr
Recht haben Sie natürlich auch, dass der Discover Pilot in 20 Jahren und mehreren Tarifrunden selbst bei gleich hohem erstreikten Gehalt günstiger wäre, weil er keine Übergangsversorgung und Betriebsrente hat, für die die LH heute teilweise Rücklagen bilden muss. Das werden die Neider wieder ganz toll finden, ich finde das eher ein Armutszeugnis der Lufthansa. Eine Art der Versorgung braucht es, um einen erzwungenen Ausstieg, oder den gewollten, z.b. wegen medizinischer Indikationen, möglich zu machen. Und die Discover Leute können da vermutlich bei Ihren Gehältern kaum privat ausreichend vorsorgen.
Das sind aber alles nur Meinungen, die dürfen wir ja auch alle haben. Ich bin zB der Meinung, dass Personen mit viel Veratwortung und gutem Verdienst durchaus in der Lage sein sollten, ihre privaten Pläne auch selbst zu managen und sich selbst zu versorgen.>
Bedeutet bei LH also,für Bezieher niedriger Einkommen wäre eine Zusatzversorgung wünschenswert und richtig, für Besserverdiener, wie die Führungskräftebenen B und C nicht, da sie für sich selbst vorsorgen können. Ab der Ebene A und Vorstand braucht dann auch wieder Versorgungsansprüche, weil das da ja so üblich ist, trotz hoher sechs und auch siebenstelliger Gehälter. Joa, auch ein Modell.
Ach Heinzi. Nein, hab ich nicht gesagt. Einfach nochmal in Ruhe lesen.
Man muss da mal festhalten, dass dies tarifliche Vereinbarungen sind, die man treffen kann und beide Parteien unterschrieben haben. Beide haben sich durch die nachgelagerten Gehaltsbestandteile Vorteile versprochen. Weiterhin ist die Vereinbarung ein Gehaltsbestandteil und ohne diesen wären andere, nämlich höhere Gehälter vereinbart worden. Man hat damit beiderseitig Vorteile durch Zahlung in der Vergangenheit mit Renditeerzielungsmöglichkeit seitens der Arbeitgeber, dadurch monatlich niedrigere Beiträge für die erreichbaren Endsummen gehabt und niedriger Besteuerung für die Arbeitnehmer in der Zukunft ermöglicht. Win win, würde ich sagen. Ich kann da irgendwie nichts verwerfliches dran entdecken.
Das gerade solche Leistungen in Berufen mit ohnehin höheren Gehältern verbunden ist mag schlicht damit zu tun haben, dass man dies in den unteren Gehaltsklassen nicht als Mittel zur Mitarbeiterbindung für nötig hält. Vermulich und da muss man "leider" sagen, einfacher austauschbarer ist. Auch von Bundesregierungen wurde dies zwar immer mal wieder als Pfeiler der Versorgung propagiert, aber offensichtlich interessiert es keinen Arbeitgeber. Das kann aber nun nicht Fehler derer sein, die dies für sich verhandelt haben.
Beitrag vom 16.11.2025 - 11:54 Uhr
... Ich finde generell eher, dass sich die Piloten der Töchter zu billig anbiedern, weil sie vermutlich nix besser bezahltes finden, oder sie anderweitige persönliche Zwänge und Restriktionen haben.
Das widerspricht ein Wenig dem:
Für die, die gut sind, gibt es immer Alternativen. Beim Rest muss sich zeigen, welche neuen Konzepte andere ,stark expandierende Airlines haben und ob sie sich ggf. neue Pilotenmärkte erschließen wollen/müssen. Denkmodelle gibt es da schon.
...
... Trotzdem könnte ein Pilot der Lufthansa für bis zu 60% seines Gehaltes zuhause bleiben. Das wäre dann quasi müheloses Einkommen, oder er fliegt 10 Jahre lang, von 55 bis 65, für 40% mehr weiter 100 %. Unter der Prämisse, dass man Ihn in seiner Funktion ohnehin ersetzen müsste, braucht es also einen neuen Copiloten und ein Upgrade zum Cpt. Das kostet schätzungsweise das gleiche. Das wäre die Kostenbetrachtung heute.
Genau: die Betrachtung auf heute und auch nur einen Aspekt reduziert, haben Sie natürlich recht.
Langfristig ist es doch besser für den AG generell bis 65 fliegen zu lassen, den Piloten für seine zu
vollbringende Arbeit zu bezahlen und so auch die Intervalle, einen Ausscheider durch einen neuen Piloten zu ersetzen, zu verlängern.
Recht haben Sie natürlich auch, dass der Discover Pilot in 20 Jahren und mehreren Tarifrunden selbst bei gleich hohem erstreikten Gehalt günstiger wäre, weil er keine Übergangsversorgung und Betriebsrente hat, für die die LH heute teilweise Rücklagen bilden muss. Das werden die Neider wieder ganz toll finden, ich finde das eher ein Armutszeugnis der Lufthansa. Eine Art der Versorgung braucht es, um einen erzwungenen Ausstieg, oder den gewollten, z.b. wegen medizinischer Indikationen, möglich zu machen. Und die Discover Leute können da vermutlich bei Ihren Gehältern kaum privat ausreichend vorsorgen.
Aber wenn sie doch dann bei LH-Gehältern angekommen sind, dann könnten sie es doch.
PS: Die Neid-Debatte steht Ihnen nicht.
Beitrag vom 16.11.2025 - 12:09 Uhr
...
Bedeutet bei LH also,für Bezieher niedriger Einkommen wäre eine Zusatzversorgung wünschenswert und richtig, für Besserverdiener, wie die Führungskräftebenen B und C nicht, da sie für sich selbst vorsorgen können. Ab der Ebene A und Vorstand braucht dann auch wieder Versorgungsansprüche, weil das da ja so üblich ist, trotz hoher sechs und auch siebenstelliger Gehälter. Joa, auch ein Modell.
Das meine ich mit "Die Neid-Debatte steht Ihnen nicht"
Man muss da mal festhalten, dass dies tarifliche Vereinbarungen sind, die man treffen kann und beide Parteien unterschrieben haben. Beide haben sich durch die nachgelagerten Gehaltsbestandteile Vorteile versprochen. Weiterhin ist die Vereinbarung ein Gehaltsbestandteil und ohne diesen wären andere, nämlich höhere Gehälter vereinbart worden. Man hat damit beiderseitig Vorteile durch Zahlung in der Vergangenheit mit Renditeerzielungsmöglichkeit seitens der Arbeitgeber, dadurch monatlich niedrigere Beiträge für die erreichbaren Endsummen gehabt und niedriger Besteuerung für die Arbeitnehmer in der Zukunft ermöglicht. Win win, würde ich sagen. Ich kann da irgendwie nichts verwerfliches dran entdecken.
Der AN ersteikt sich Vorsorge (sein gutes Recht). Der AG muss mehr zahlen, auf diese Zahlungen wird ein vergünstigter Steuersatz erhoben, den der AG aber auch zahlen muss - das ist Win-Win?
Das gerade solche Leistungen in Berufen mit ohnehin höheren Gehältern verbunden ist mag schlicht damit zu tun haben, dass man dies in den unteren Gehaltsklassen nicht als Mittel zur Mitarbeiterbindung für nötig hält. Vermutlich und da muss man "leider" sagen, einfacher austauschbarer ist. ...
Das sieht der AG heute bei Piloten vielleicht ähnlich. Die Bedingungen haben sich geändert.
Auch von Bundesregierungen wurde dies zwar immer mal wieder als Pfeiler der Versorgung propagiert, aber offensichtlich interessiert es keinen Arbeitgeber. Das kann aber nun nicht Fehler derer sein, die dies für sich verhandelt haben.
Wer unter diesen Bedingungen unterschrieben hat, bekommt seine Versorgung ja auch. Nur stehen diese Bedingungen heute nicht mehr in diesem Ausmaß zum Angebot.
Möglicherweise liegt es u.a. ja auch mit daran, dass sich die VC zu sehr auf LH konzentriert hat und dadurch zu unterschiedliche Bedingungen geschaffen wurden, die jetzt gegeneinander abgewogen werden.
Beitrag vom 17.11.2025 - 08:43 Uhr
...
Bedeutet bei LH also,für Bezieher niedriger Einkommen wäre eine Zusatzversorgung wünschenswert und richtig, für Besserverdiener, wie die Führungskräftebenen B und C nicht, da sie für sich selbst vorsorgen können. Ab der Ebene A und Vorstand braucht dann auch wieder Versorgungsansprüche, weil das da ja so üblich ist, trotz hoher sechs und auch siebenstelliger Gehälter. Joa, auch ein Modell.
Das meine ich mit "Die Neid-Debatte steht Ihnen nicht"
>
Meine Neiddebatte ist das sicher nicht. Die galt eher der Nachfrage, um die Aussage von contrail55 zu verstehen.
Man muss da mal festhalten, dass dies tarifliche Vereinbarungen sind, die man treffen kann und beide Parteien unterschrieben haben. Beide haben sich durch die nachgelagerten Gehaltsbestandteile Vorteile versprochen. Weiterhin ist die Vereinbarung ein Gehaltsbestandteil und ohne diesen wären andere, nämlich höhere Gehälter vereinbart worden. Man hat damit beiderseitig Vorteile durch Zahlung in der Vergangenheit mit Renditeerzielungsmöglichkeit seitens der Arbeitgeber, dadurch monatlich niedrigere Beiträge für die erreichbaren Endsummen gehabt und niedriger Besteuerung für die Arbeitnehmer in der Zukunft ermöglicht. Win win, würde ich sagen. Ich kann da irgendwie nichts verwerfliches dran entdecken.
Der AN ersteikt sich Vorsorge (sein gutes Recht). Der AG muss mehr zahlen, auf diese Zahlungen wird ein vergünstigter Steuersatz erhoben, den der AG aber auch zahlen muss - das ist Win-Win?
Nö, Winwin ist, heute geringere Beiträge einzahlen zu müssen, um in der Zukunft einen höheren Betrag, durch Geldanlage und Verinsung auszahlen zu können. Gleichzeitig versteuert der AN als Rentner niedriger. Da liegt der Vorteil für beide Seiten. Ist halt ähnlich wie beim Firmenwagen unter Bruttogehaltsverzicht. Absolut betracht ist ein Mehr an Kosten für den AG sicher kein Vorteil.
Das gerade solche Leistungen in Berufen mit ohnehin höheren Gehältern verbunden ist mag schlicht damit zu tun haben, dass man dies in den unteren Gehaltsklassen nicht als Mittel zur Mitarbeiterbindung für nötig hält. Vermutlich und da muss man "leider" sagen, einfacher austauschbarer ist. ...
Das sieht der AG heute bei Piloten vielleicht ähnlich. Die Bedingungen haben sich geändert.
Klar, sieht er das so. Spätestens seit sich die klare Rangfolge, 1. Sicherheit, 2. Wirtschftlichkeit 3. Kundenzufriedenheit, im LH Konzern etwas verschoben hat. Konnte man ja gerade mit dem heraus drängen des Flight Safety Vorsitzenden den der LH Cargo sehr schön beobachten.
Auch von Bundesregierungen wurde dies zwar immer mal wieder als Pfeiler der Versorgung propagiert, aber offensichtlich interessiert es keinen Arbeitgeber. Das kann aber nun nicht Fehler derer sein, die dies für sich verhandelt haben.
Wer unter diesen Bedingungen unterschrieben hat, bekommt seine Versorgung ja auch. Nur stehen diese Bedingungen heute nicht mehr in diesem Ausmaß zum Angebot.
Offensichtlich bekommt nicht das, was vereinbart wurde. Darum geht es in den Verhandlungen, oder bei potentiellen Streiks.
Möglicherweise liegt es u.a. ja auch mit daran, dass sich die VC zu sehr auf LH konzentriert hat und dadurch zu unterschiedliche Bedingungen geschaffen wurden, die jetzt gegeneinander abgewogen werden.
Keine Ahnung, ob Sie schon die Gnade des Alters erleben, oder Sie am Thema vor Jahrzehnten schon interessiert, oder involviert waren. Unterschiedliche Bedingungen z.B. bei CityLine, Condor und LH waren der Bedienung anderer Geschäftsfelder und Ausbildungswege geschuldet. Man war der Meinung, daß z.B. bei Cityline eine kürzere Ausbildung ausreicht, da ja nur Turboprops auf Kurzstrecken geflogen werden oder sich deren Pilotenschaft vom freien Markt rekrutierte. Im übrigen auch aus der Gruppe derer, die von der LH keinen Schulungsplatz für ein LH Cockpit angeboten bekamen und Ihre Ausbildung selbst finanzieren wollten. Auch damals war die Wirtschaftlichkeit eines reinen Feeders schon ein Thema und man hat dem Wunsch der LH Rechnung getragen. Vielleicht ein Fehler? Keine Ahnung. Letzlich erleben Sie das überall in der Industrie. Großunternehmen boten häufig Zusatzleistungen, die sich Kleinbetriebe nicht leisten konnten.