Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airline-Chefs laufen Sturm gegen eur...

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Beitrag vom 14.12.2019 - 11:09 Uhr
UserSpheniscidae
User (347 Beiträge)
Lustig, dass O'Leary erwähnt, dass das Geld in neue Flugzeuge investiert werden könnte. Das kann den Europäern ziemlich egal sein, da Ryanair eh eine Boeingflotte betreibt.
Steuern sind ein sehr gutes Instrument um den Markt zu lenken, aber der Markt will halt nicht gelenkt werden.
Beitrag vom 14.12.2019 - 11:51 Uhr
Userlwz_wassermann
User (13 Beiträge)
Wie will denn O`Leary bei einem Politiker Gehör finden, der schon vor Greta einknickt? Vielleicht sollte M. O`Leary lieber mal mit Greta persönlich sprechen!
Beitrag vom 14.12.2019 - 15:48 Uhr
UserAfterburner
User (119 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...
Beitrag vom 14.12.2019 - 16:06 Uhr
UserJumpfly
User (183 Beiträge)
Haben Sie sich denn auch mal gefragt, ob die Steuern beispielsweise auf Autokraftstoff die Umweltbelastung reduziert haben? Die Rot-Grüne Bundesregierung hat über Jahre zum 1.Januar eine Ökosteuer auf den Kraftstoff draufgeschlagen der eh schon ohnehin zum größten Teil aus Steuern besteht. Das ist lange genug her dass man da mal ein Fazit ziehen kann. Bin ich nun seither weniger Auto gefahren? Nein, denn ich bin auch davor nicht aus Spaß an der Freude mit dem Auto von A nach B gefahren, sondern weil es in dem ländlichen Raum mangels Transportalternativen einfach keine Option gibt zur Arbeit, Supermarkt... zu fahren. Gut, aber dann hat der Staat ja mehr an mir verdient. Wurde denn mit den Milliarden der Autofahrer irgendwie die Umwelt gerettet oder weniger belastet? Nein, die Einnahmen wurden genutzt um das Defizit in der Rentenkasse auszugleichen.
=> Was hat uns nun die so genannte "ökosteuer" auf Autokraftstoff gebracht? Sie war und ist eine Preiserhöhung die für viele Dinge verwendet wird aber nicht um die Umwelt zu schonen. Da gäbe es von Seiten des Staates etliche Optionen wie man den CO2 Ausstoß massiv senken könnte. In der Luftfahrt wird der single european sky genannt, ähnlich könnte man bei Autofahrern durch intelligente Verkehrsleitsysteme und nicht stupide Zeitschaltampeln einen großen Beitrag leisten. Auch ist unser ÖPNV alles andere als über dem internationalen Standard, die Pünktlichkeit sind einem Pendler der pünktlich zur Arbeit erscheinen muss nicht zumutbar, im ländlichen Raum bis heute nicht vorhanden. Da fahren mit Glück am Tag 6 Busse durch den Ort mit exakt 2 Fahrtzielen. Möchte man woanders hin wird es eben schwer bis unmöglich. Hätte man mit dem Wort "Ökosteuer" nicht den Bürger veräppeln wollen, sondern fällige Investitionen in die Infrastruktur mit diesen Einnahmen getätigt wären wir heute einige Schritte weiter beim Thema CO2 optimierter Transport. So bleiben wir da weiterhin weit von entfernt. Und auch eine Kerosinsteuer wird daran nichts ändern. Mein Vorschlag wäre, eine Kerosinabgabe einzuführen die Zweckgebunden für die Entwicklung alternativer Kraftstoffe sowie zur Forschungsförderung des elektrischen Fliegens in der EU verwendet wird. Dann wird ein Schuh draus, den Airlines werden die Argumente genommen und man wird auf lange Sicht den CO2 Ausstoß verringern. Nur eine weitere Steuer (neben den vielen schon existenten) die die Fliegerei lediglich weiter belastet aber keinen Mehrwert für die Umwelt darstellt braucht niemand. Und dass alleine die Ticketsteuer die deutschen Airlines bereits heute deutlich mehr belastet als eine Kerosinsteuer dies tun würde ist denke ich mittlerweile auch bekannt. Man könnte also sagen, dass die Airlines bereits jetzt in Deutschland eine Kerosinsteuer sowie eine Ticketsteuer zahlen die über dem Satz von beispielsweise Frankreich liegt. Eine zusätzliche Belastung zum Emissionshandel usw. mit einer weiteren Steuer würde die Ungleichheit nur verstärken. Einheitliche Regeln für ganz Europa. Kerosinabgabe (zweckgebunden), und Ticketsteuer (niedrigeres Niveau als heute) sowie Emissionshandel und die Airlines zahlen nur verkraftbar mehr als heute und die Forschung wird massiv angekurbelt und das in ALLEN Ländern gleich und nicht in Deutschland unverhältnismäßig mehr als in den Nachbarstaaten.
Beitrag vom 14.12.2019 - 18:12 Uhr
Usermarbu
User (285 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...

Analog zur Ticketsteuer möchte ich dann aber bitte auch dass Sie jedesmal eine Gebühr zahlen wenn Sie ihr Auto anlassen. Für kurze Strecken 2€, ab 10km 5€ und wenn Sie gar weiter fahren als 100km sollen es 8€ sein.
Dann wird die große Klappe plötzlich ganz klein und das Geplärre hat ein Ende...
Beitrag vom 14.12.2019 - 18:24 Uhr
Userflydc9
User (485 Beiträge)
Kerosinsteuer könnte CO2-Ausstoß senken
Elf Prozent – so stark würde der Kohlendioxidausstoß der Luftfahrt zurückgehen, würde eine europäische Kerosinsteuer eingeführt werden.

 https://orf.at/stories/3121993/
Beitrag vom 14.12.2019 - 19:33 Uhr
Usersf260
User (572 Beiträge)
Lustig, dass O'Leary erwähnt, dass das Geld in neue Flugzeuge investiert werden könnte. Das kann den Europäern ziemlich egal sein, da Ryanair eh eine Boeingflotte betreibt.
Steuern sind ein sehr gutes Instrument um den Markt zu lenken, aber der Markt will halt nicht gelenkt werden.
Auch eine reine neue Boeing Flotte verbaucht weniger Sprit und setzt damit weniger EMissionen frei... Und darum gehts ihm: Den Airlines werden die Mittel genommen, um in spasamewre Modelle zu investieren!
Beitrag vom 14.12.2019 - 20:18 Uhr
UserJumpfly
User (183 Beiträge)
Kerosinsteuer könnte CO2-Ausstoß senken
Elf Prozent – so stark würde der Kohlendioxidausstoß der Luftfahrt zurückgehen, würde eine europäische Kerosinsteuer eingeführt werden.

Warum soll dies geschehen? Ist es beim Auto vergleichbar geschehen? Nein! Und man muss nicht jeden Quatsch lesen und glauben. Wer selbständig denken kann wird zum Ergebnis kommen, dass dies nicht eintreten wird. Die Kerosinsteuer wäre pro Flug deutlich niedriger als die Ticketsteuer. Sind bei der Ticketsteuereinführungen die CO2 Emissionen um 11% gesunken? Nein! Warum sollten sie es nun tun? Mit CO2 Ausstoß Kosten, Emissionshandel, Ticketsteuer... könnte man den umweltschädlichen Aspekt der Luftfahrt mehr als kompensieren. Dafür dürfte man das Geld eben nur nicht zweckentfremden.
Beitrag vom 14.12.2019 - 21:54 Uhr
UserAfterburner
User (119 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...

Analog zur Ticketsteuer möchte ich dann aber bitte auch dass Sie jedesmal eine Gebühr zahlen wenn Sie ihr Auto anlassen. Für kurze Strecken 2€, ab 10km 5€ und wenn Sie gar weiter fahren als 100km sollen es 8€ sein.
Dann wird die große Klappe plötzlich ganz klein und das Geplärre hat ein Ende...

Im Gegenteil, das Geplärre wäre groß das einzuführen - wenn wenn analog zur Fliegerei im Gegenzug die ganzen Steuern abgeschafft werden würden, Zitat:

"Von 1,55 Euro für Benzin gehen rund 90,7 Cent an den Staat."
"Von 1,36 Euro für Diesel gehen rund 69,36 Cent an den Staat."
 https://www.avd.de/kraftstoff/staatlicher-anteil-an-den-krafstoffkosten/
Beitrag vom 15.12.2019 - 09:28 Uhr
UserEricM
User (2288 Beiträge)
Kerosinsteuer könnte CO2-Ausstoß senken
Elf Prozent – so stark würde der Kohlendioxidausstoß der Luftfahrt zurückgehen, würde eine europäische Kerosinsteuer eingeführt werden.

Warum soll dies geschehen? Ist es beim Auto vergleichbar geschehen? Nein!

Doch, klar ist das geschehen.
Überlegen Sie mal wie groß der Druck auf die Autoindustrie, verbrauchsgünstigere Modelle zu entwickeln, gewesen wäre, wenn der Sprit in den letzten 50 Jahren ganz ohne Steuern dauerhaft nur 40-50ct/L gekostet hätte.
Dann würden hierzulande auch noch massenhaft die V8 Maschinen mit einem Verbrauch jenseits der 15L/100km durch die Gegend blubbern.

Die Kerosinsteuer wäre pro Flug deutlich niedriger als die Ticketsteuer.

Nein, wäre sie nicht. Aktuell diskutiert werden 33ct/L.
Damit bliebe die Belastung für einen Flug Frankfurt-Paris annähernd gleich. Nur noch kürzere Strecken wie zB Frankfurt-Stuttgart würden billiger, alle längeren Strecken dagegen teurer.
Frankfurt-Reykjavik, Frankfurt-Moskau oder Frankfurt-Malaga würden alle etwa um den Faktor 3-3,5 mehr Steuern verursachen bei einer typischen Auslastung(*). Also etwa 20€ Pro Passagier, statt 7,38€.

(*) gerechnet mit A320, 2700 l/h Reiseflug + 500 l für LTO/Taxing, Auslastung 160 Sitze.

Dieser Beitrag wurde am 15.12.2019 10:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.12.2019 - 09:30 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...
Ok, kann man machen. Aber dann müssten zunächst die Systeme gleichgestellt werden. Alle Beteiligten im Luftverkehr sind Unternehmen und jede Leistung kostet den Nutzer Gebühr. Aus diesen Gebühren wird das ganze System finanziert, und nur aus diesen Gebühren. Der Anteil der KFZ- und Kraftstoffsteuern sowie die Einnahmen der Bahn reichen nicht aus sie nötige Infrastruktur bereitzustellen und wird entsprechend bezuschusst. Ob man das gerecht, gut oder schlecht findet steht auf einem anderen Blatt, aber nur so wird es eine Gleichbehandlung.

Dieser Beitrag wurde am 15.12.2019 09:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.12.2019 - 10:05 Uhr
UserEricM
User (2288 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...
Ok, kann man machen. Aber dann müssten zunächst die Systeme gleichgestellt werden. Alle Beteiligten im Luftverkehr sind Unternehmen und jede Leistung kostet den Nutzer Gebühr. Aus diesen Gebühren wird das ganze System finanziert, und nur aus diesen Gebühren. Der Anteil der KFZ- und Kraftstoffsteuern sowie die Einnahmen der Bahn reichen nicht aus sie nötige Infrastruktur bereitzustellen und wird entsprechend bezuschusst.

Einnahmen der Bahn: OK. Aber KFZ- und Mineralöl-/Energie-Steuer auf Diesel und Benzin bringen dem Staat deutlich mehr Geld ein (~40Mrd/Jahr), als für Verkehrs-Infrastruktur ausgegeben wird (~12 Mrd/Jahr).

 https://correctiv.org/checkjetzt/2019/06/28/nein-aus-47-milliarden-euro-steuern-durch-autofahrer-werden-nicht-nur-fuenf-in-den-strassenbau-investiert.

Dieser Beitrag wurde am 15.12.2019 10:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.12.2019 - 12:31 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
Klar und ich als Autofahrer fordere dann auch, dass mir der Staat ein E-Mobil vor die Tür stellt, oder erneuerbaren Kraftstoff anbietet. Ich mein wünschen darf man sich ja viel, aber es sollte halbwegs realistisch sein. Alle anderen Verkehrsträger zahlen steuern, wieso sollte ausgerechnet der Flugsektor ausgenommen werden? Weil es besonders umweltfreundlich ist CO2 in 12km Höhe auszustoßen? Sicher nicht ...
Ok, kann man machen. Aber dann müssten zunächst die Systeme gleichgestellt werden. Alle Beteiligten im Luftverkehr sind Unternehmen und jede Leistung kostet den Nutzer Gebühr. Aus diesen Gebühren wird das ganze System finanziert, und nur aus diesen Gebühren. Der Anteil der KFZ- und Kraftstoffsteuern sowie die Einnahmen der Bahn reichen nicht aus sie nötige Infrastruktur bereitzustellen und wird entsprechend bezuschusst.

Einnahmen der Bahn: OK. Aber KFZ- und Mineralöl-/Energie-Steuer auf Diesel und Benzin bringen dem Staat deutlich mehr Geld ein (~40Mrd/Jahr), als für Verkehrs-Infrastruktur ausgegeben wird (~12 Mrd/Jahr).

 https://correctiv.org/checkjetzt/2019/06/28/nein-aus-47-milliarden-euro-steuern-durch-autofahrer-werden-nicht-nur-fuenf-in-den-strassenbau-investiert.
Da haben Sie möglicherweise recht. Allerdings berücksichtigt diese Auflistung nur die Instalthaltung, im Bundeswegeplan bis 2030 (erstellt 2015) sind im Schnitt 7Mrd/Jahr für Neubau veranschlagt. Allein Brandeburg hat seit 2015 500Mio/Jahr für Neubau ausgegeben. Dazu kommen ab 2020 6 Mrd/Jahr erhöhte Aufwendungen Schienennetz sowie Sonderkosten Netzausbau bis 2030 von 156 Mrd. Ich habe das alles nicht korrekt nachgerechnet aber "gefühlt" wird das nicht reichen.
Beitrag vom 15.12.2019 - 12:51 Uhr
UserAvokus
User (879 Beiträge)
Haben Sie sich denn auch mal gefragt, ob die Steuern beispielsweise auf Autokraftstoff die Umweltbelastung reduziert haben? Die Rot-Grüne Bundesregierung hat über Jahre zum 1.Januar eine Ökosteuer auf den Kraftstoff draufgeschlagen der eh schon ohnehin zum größten Teil aus Steuern besteht. Das ist lange genug her dass man da mal ein Fazit ziehen kann. Bin ich nun seither weniger Auto gefahren? Nein, denn ich bin auch davor nicht aus Spaß an der Freude mit dem Auto von A nach B gefahren, sondern weil es in dem ländlichen Raum mangels Transportalternativen einfach keine Option gibt zur Arbeit, Supermarkt... zu fahren. Gut, aber dann hat der Staat ja mehr an mir verdient. Wurde denn mit den Milliarden der Autofahrer irgendwie die Umwelt gerettet oder weniger belastet? Nein, die Einnahmen wurden genutzt um das Defizit in der Rentenkasse auszugleichen.
=> Was hat uns nun die so genannte "ökosteuer" auf Autokraftstoff gebracht? Sie war und ist eine Preiserhöhung die für viele Dinge verwendet wird aber nicht um die Umwelt zu schonen. Da gäbe es von Seiten des Staates etliche Optionen wie man den CO2 Ausstoß massiv senken könnte. In der Luftfahrt wird der single european sky genannt, ähnlich könnte man bei Autofahrern durch intelligente Verkehrsleitsysteme und nicht stupide Zeitschaltampeln einen großen Beitrag leisten. Auch ist unser ÖPNV alles andere als über dem internationalen Standard, die Pünktlichkeit sind einem Pendler der pünktlich zur Arbeit erscheinen muss nicht zumutbar, im ländlichen Raum bis heute nicht vorhanden. Da fahren mit Glück am Tag 6 Busse durch den Ort mit exakt 2 Fahrtzielen. Möchte man woanders hin wird es eben schwer bis unmöglich. Hätte man mit dem Wort "Ökosteuer" nicht den Bürger veräppeln wollen, sondern fällige Investitionen in die Infrastruktur mit diesen Einnahmen getätigt wären wir heute einige Schritte weiter beim Thema CO2 optimierter Transport. So bleiben wir da weiterhin weit von entfernt. Und auch eine Kerosinsteuer wird daran nichts ändern. Mein Vorschlag wäre, eine Kerosinabgabe einzuführen die Zweckgebunden für die Entwicklung alternativer Kraftstoffe sowie zur Forschungsförderung des elektrischen Fliegens in der EU verwendet wird. Dann wird ein Schuh draus, den Airlines werden die Argumente genommen und man wird auf lange Sicht den CO2 Ausstoß verringern. Nur eine weitere Steuer (neben den vielen schon existenten) die die Fliegerei lediglich weiter belastet aber keinen Mehrwert für die Umwelt darstellt braucht niemand. Und dass alleine die Ticketsteuer die deutschen Airlines bereits heute deutlich mehr belastet als eine Kerosinsteuer dies tun würde ist denke ich mittlerweile auch bekannt. Man könnte also sagen, dass die Airlines bereits jetzt in Deutschland eine Kerosinsteuer sowie eine Ticketsteuer zahlen die über dem Satz von beispielsweise Frankreich liegt. Eine zusätzliche Belastung zum Emissionshandel usw. mit einer weiteren Steuer würde die Ungleichheit nur verstärken. Einheitliche Regeln für ganz Europa. Kerosinabgabe (zweckgebunden), und Ticketsteuer (niedrigeres Niveau als heute) sowie Emissionshandel und die Airlines zahlen nur verkraftbar mehr als heute und die Forschung wird massiv angekurbelt und das in ALLEN Ländern gleich und nicht in Deutschland unverhältnismäßig mehr als in den Nachbarstaaten.

@ Jumpfly:
Sehr gut analysiert ! Gut dass es noch vernünftig denkende Menschen gibt. Bezüglich alternativer Kraftstoffe muß ich aber leider etwas Wasser in den Wein gießen. Es wird so getan als könnte man diesen aus der Rückgewinnung von CO2 aus der Luft generieren. Da gibt es ja sehr weitreichende Forschungsansätze das CO2 etwa aus der Luft zu Isolieren oder Abgase an Algen zu verfüttern oder etwa Bio Kerosin aus Pflanzenabfällen zu generieren. Hört sich alles erstmal sehr schön an, ja es gibt sogar Pilotanlagen, die sogar skalierbare wären. Nur hat das ganze eine erheblichen Schönheitsfehler. Wo kommt dafür das CO2 in Zukunft her?

Da wir es ja einsparen wollen etwa durch Verzicht auf den Einsatz von fossilen Brennstoffen wird dieses CO2 auch nicht für eine Rückgewinnung in ausreichenden Mengen bereit stehen. Der Bedarf für die Luftfahrt ist einfach zu groß um das heutige Kerosin komplett zu ersetzen. Der ehemalige LH Vorstand Dr. Weber hat vor vielen Jahren schon gefordert, dass man Kerosin für die Luftfahrt strategisch reservieren muß, weil es in der Luftfahrt auf lange Jahrzehnte keine vernünftige Alternative zum fossilien Brennstoff auf Mittel- und Langstrecken gibt. Und dieses Kerosin muß schließlich auch an jedem Ort verfügbar sein, der angeflogen wird.

Die Aussicht auf elektrisches Fliegen wird sich am ehesten auf Kurzstrecken realisieren lassen, wie es in Ansätzen auch schon passiert. Deren Einstellung wird aber jetzt allerorts gefordert, sodaß es da für die Industrie kaum Anreize zu größeren Entwicklung gibt, mangels Volumen. Das heißt elektrisches Fliegen bleibt dann ein Nischendasein beschieden.

Vielleicht stellt sich aber in ein paar Jahren heraus, daß sich der ganze Hype um Greta und das Klima übertrieben, ja gelogen war, bzw. das Klima einfach weiter macht was es will. Wenn bis dahin nicht unsere Wirtschaft danieder liegt und wir es sogar geschafft hätten eine Technologieführerschaft aus dem Wandel zur Nachhaltigkeit für uns abzuleiten, dann hätte das ganze immerhin den positiven Effekt für eine saubere Umwelt mit weniger Schadstoffemissionen und den Erhalt des Erdöls für wichtigere Produkte als Brennstoffe und vielleicht sogar geopolitisch ein Ende von der Abhängigkeit zu den Ölstaaten.

Leider sehe ich die Entwicklung die durch den Klimahype losgetreten wurde, sehr kritisch. Die ganzen jungen Menschen die für Ihre Zukunft demonstrieren werden leider irgendwann einsehen, dass sie sich selbige verbaut haben. Mobilität wird so (verpönt) stark verteuert, daß sich der Durchschnittsverdiener keine Flugreise mehr leisten kann und will. Die Folgen für den Tourismus bei uns und auch in den Ländern die darauf stark angewiesen sind werden eklatant spürbar. Fliegen wird sich aufgrund der abfallenden Nachfrage und gestiegener Kosten für Treibstoff, Steuern und Abgaben, sowie Lande- und Überfluggebühren drastisch verteuern. Die Bevormundung des Staats und der Druck der Gesellschaft wir unser Konsumverhalten in vielen Bereichen so nachhaltig verändern, dass dies nicht ohne Folgen für die Wirtschaft bei uns und den Handel mit anderen Ländern bleibt. Und das Beste, Deutschland soll hier als Zugpferd vorangehen, während die anderen Staaten von uns Hilfen und Ausnahmeregelungen erwarten. Der größte Player USA wird dies nicht mitmachen.

Und all das vielleicht ohne jegliche Auswirkung auf das Klima.
Beitrag vom 15.12.2019 - 14:38 Uhr
UserSpheniscidae
User (347 Beiträge)

Auch eine reine neue Boeing Flotte verbaucht weniger Sprit und setzt damit weniger EMissionen frei... Und darum gehts ihm: Den Airlines werden die Mittel genommen, um in spasamewre Modelle zu investieren!
Es geht ihm darum geringe Kosten zu haben. Wenn er das mit billigen Dreckschleudern erreicht, wird er auch das tun.

Kerosinsteuer könnte CO2-Ausstoß senken Elf Prozent – so stark würde der Kohlendioxidausstoß der Luftfahrt zurückgehen, würde eine europäische Kerosinsteuer eingeführt werden.
Warum soll dies geschehen? Ist es beim Auto vergleichbar geschehen? Nein!
Sehe ich anders. Ich sehe einen großen Teil der Landflucht darin, dass die Leute inzwischen wissen, dass es so nicht weitergehen wird.
Außerdem sieht man ja an der steigenden Anzahl der SuV wohin es führt, wenn der Sprit sich verbilligt. In den letzten 10 Jahren ist er im Vergleich zur Inflation und zu den Häuserpreisen gesunken.

Ok, kann man machen. Aber dann müssten zunächst die Systeme gleichgestellt werden. Alle Beteiligten im Luftverkehr sind Unternehmen und jede Leistung kostet den Nutzer Gebühr. Aus diesen Gebühren wird das ganze System finanziert, und nur aus diesen Gebühren.
Finde ich einen guten Ansatz. Aber ich glaube die Luftreinigung kann sich die Luftfahrtindustrie erst recht nicht leisten.

Ein Glück lassen sich die jungen Menschen von den ganzen Klimaleugnern nichts mehr sagen. Ja es wird schmerzhaft und ja es wird teuer. Im Wesentlichen deswegen weil man es die letzten 30 Jahre ignoriert hat. 50km Arbeitsweg? Kein Problem, das Haus ist billig und den Weg zur Arbeit bezahlt die Allgemeinheit.

Dieser Beitrag wurde am 15.12.2019 14:40 Uhr bearbeitet.
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