Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Boeing will geparkte 737 MAX zügig ...

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Beitrag vom 01.10.2019 - 12:31 Uhr
Userdlehmann66
User (336 Beiträge)
Für USA und Kanada kann ich mir die Zeitvorgaben vorstellen d.h. Ende Oktober wird das Grounding aufgehoben mit der Auflage Nachschulung der Piloten und Anfang 2020 geht es dem Einsatz wieder los.
Für Europa....???????
Für China glaube ich, dass es noch sehr lange dauern wird, nach dem Handelskrieg, den POTUS da angezettelt hat. Da hört man auch aktuell gar nix aus China....

Na schaumer mal.
Beitrag vom 01.10.2019 - 13:56 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (376 Beiträge)
"Endphase der Zertifizierung"

Komisch das der Leiter der FAA davon vor ein paar Tagen noch rein garnichts wusste.
Beitrag vom 01.10.2019 - 23:05 Uhr
Userheli_jupp
User (36 Beiträge)
Die Crews der betroffenen Airlines und vor allem deren PAXE können es „kaum noch erwarten“, endlich wieder MAX zu fliegen. Mal sehen, ob die die Euphorie von Dennis teilen. Ich würde mal prognostizieren, dass es nach der Freigabe noch so einiger „vertrauensbildender Maßnahmen“ bedarf.
Beitrag vom 02.10.2019 - 06:28 Uhr
UserVJ 101
User (695 Beiträge)
Hoffentlich spielt dann keiner als Wartemusik AC/DC Highway to Hell ;-)
Beitrag vom 02.10.2019 - 10:00 Uhr
UserEricM
User (2288 Beiträge)
Aus der  Seattle Times von gestern:

Boeing is in the “endgame” of preparing its 737 MAX to return to the commercial market after two deadly crashes prompted a global grounding more than six months ago, Chief Executive Officer Dennis Muilenburg said in an interview.
The company is fine-tuning a software upgrade for the Max’s flight-control computers in its simulation lab, girding for the evaluation of a final version by line pilots — all while discussing the timing of the certification flight with U.S. officials. That’s the final hurdle before the Federal Aviation Administration determines whether the flying ban can be lifted, Muilenburg said Monday.

"The Company is finetuning[...]" liest sich für mich als sei die neue Software Stand 1.10.2019 immer noch in Bearbeitung bei Boeing.
D.h. die Vorlage der endgültigen Version bei der FAA steht aus, die Dauer der Genehmigung bei der FAA ist unbekannt. Weiterhin wird mit der FAA scheinbar nur das Datum eines einzigen Abnahmeflugs (Singular) diskutiert.
Uber ein tatsächliches Auslieferungsdatum kann so weiterhin eigentlich nur spekuliert werden. Anfang Q4 ist bereits rum. Noch in Q4? Nicht mal das sehe ich noch als realistisch an, wenn die Arbeiten an der SW immer noch laufen. Nicht mal in den USA.
Ich verstehe dass Boeing seine Aktionäre bei Laune halten möchte, die getätigten Aussagen sind jedoch so verdammt positiv, dass sich schon die Frage stellt inwiefern das unlautere Beeinflussung des Aktienkurses darstellt.

Dieser Beitrag wurde am 02.10.2019 10:30 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.10.2019 - 10:08 Uhr
Userdlehmann66
User (336 Beiträge)
Die Crews der betroffenen Airlines und vor allem deren PAXE können es „kaum noch erwarten“, endlich wieder MAX zu fliegen. Mal sehen, ob die die Euphorie von Dennis teilen. Ich würde mal prognostizieren, dass es nach der Freigabe noch so einiger „vertrauensbildender Maßnahmen“ bedarf.


Wie? Dennis M. ist doch schon kurz nach dem 2. Absturz mit einer frühen überarbeiteten Version des MCAS auf einer 737 MAX7 mitgeflogen und nicht abgestürzt. Was soll er denn noch tun?
Beitrag vom 02.10.2019 - 12:34 Uhr
Userfbwlaie
User (4380 Beiträge)
Die "Doofen" von Lionair konnte die 737MAX ohne MCAS und Autopilot fliegen - allerdings nur bis ca. 30k ft. Soviel zu Dennis von Boeing.

Haben die Boeing-Leute auch die Anmerkungen vom NTSB berücksichtigt?
Im Fehlerfall waren die Meldungen nachweislich beindruckend bis behindernd.

Beitrag vom 02.10.2019 - 13:31 Uhr
UserULFT Cargo
User (45 Beiträge)
Ein kluger Mensch hat kürzlich gesagt: "Boeing konnte früher gute Flugzeuge bauen. Heute können sie nur noch Geld verdienen. Das gute Flugzeuge bauen haben sie verlernt."
Ich denke: Auch das Geld verdienen verlernen sie gerade.
Beitrag vom 02.10.2019 - 13:41 Uhr
Usersystemchef
User (176 Beiträge)
 https://www.airliners.de/easa-hardware-nachruestung-boeing-737-max/51795

ich würde mal sagen Boeing hat Glück wenn die Kisten zum Sommerflugplan 2020 wieder fliegen dürfen. Ob die Passagiere dann gerne einstiegen ist ein anderes Thema.
Beitrag vom 02.10.2019 - 14:53 Uhr
Userjasonbourne
User (1759 Beiträge)
 https://www.airliners.de/easa-hardware-nachruestung-boeing-737-max/51795

ich würde mal sagen Boeing hat Glück wenn die Kisten zum Sommerflugplan 2020 wieder fliegen dürfen. Ob die Passagiere dann gerne einstiegen ist ein anderes Thema.

ich sehe das Problem nicht, einen 3. AoA Sensor einzubauen und diesen zu integrieren.
Das wäre längst möglich gewesen an dieser Lösung zu arbeiten, und falls Easa und China das so wollen, muss Boeing das so bringen.

Im anderen Fall ist die Frage, was macht der Flieger wenn AoA daten der beiden Sensoren nicht übereinstimmen, und wie weit ist MCAS nötig damit die Kiste sicher fliegt?
Es ist bis heute nicht klar warum der Regelbereich von MCAS so ausgeweitert wurde, warum das durch die Prozesse ging ohne das es eine Sicherheitsprüfung gab und warum das bei der Zertifizierung nie aufgefallen ist.

Boeing ist in meinen Augen mal wieder dabei - analog zu B787 - den einfachen Weg zu gehen, weil er billiger ist.
Und ich hoffe das sich die Max erledigt, weil keiner mehr bucht & einsteigt.
Sowas kann man einer Company einfach nicht durchgehen lassen.

Wahrscheinlich ist es Boeing auch garnicht so unrecht das der Flieger steht, da wächst schließlich Gras über die Sache, und was interessieren in Amerika schon 300 Afrikaner und Asiaten?

Eine Software die bei AoA value disagree MCAS abschaltet kann ja nur die Lösung sein, wenn der Flieger dann auch manuell fliegbar ist - und da fängt der Rattenschwanz an.
Kann man dann einen NG Piloten wirklich in einer 1h Ipad Schulung umschulen?
Reicht der Sim?

Oder fällt damit Boeings Argument die Max zu kaufen weg?

Ich bin gespannt. Unabhängig davon wann die Kiste wieder in die Luft darf sehe ich das Thema Max noch lange als nicht erledigt an.

Das Grundproblem in meinen Augen ist nicht gelöst, und ich finde das Boeing bisher viel zu gut weggekommen ist für so einen Blunder - wobei man sich fragen muss ob es nicht schon Vorsatz war.
Doch da weiss ich nicht was schlimmer ist: Vorsätzlich so ein Risiko eingegangen zu sein - oder die Kontrolle komplett verloren zu haben, sodass am Ende ein Flieger zugelassen wurde von dem keiner mehr wirklich wusste wie er gebaut ist.
Beitrag vom 03.10.2019 - 00:44 Uhr
Userfbwlaie
User (4380 Beiträge)
Falls MCAS nicht eine Luxusfunktion ist, stellt sich die Frage, weshalb man MCAS u. a. nur mit einem AoA-Sensor betreibt. Das hat keiner bemerkt? Nach dem Lionair Absturz mussten einige mehr von der MCAS-Problematik gewusst haben - auch Muilenburg.
Nach dem Lionair-Absturz wurde bekannt, dass man mit dem Ausschalten der automtischen Trimmung MCAS und den Autopiloten de facto deaktiviert.
Ohne Sim-Training kann also jeder 737NG-Pilot sicher in den kritischen AoA-Bereich fliegen?
Das hat Muilenburg mit "Ja" beantwortet.
Dann muss die 737 MAX ohne MCAS sicher sein!
Beitrag vom 03.10.2019 - 09:18 Uhr
UserAviaticus
User (353 Beiträge)
... Die Nachricht deutet darauf hin, daß die Problematik mit der 737Max wahrscheinlich nicht zu aller Zufreidenheit gelöst wird. Und dann kommt der Subventionsstreit obendrauf. TR wird alles tun, um Boeing wieder ins Rampenlicht der Glorie zu stellen und AIRBUS ins Hintertreffen zu schubsen. Mal sehen, wie es wirklich läuft
Wenn so etwas verlautbart wird, dann kennt man die Richtung des Unheils = "Die WTO ist viel besser zu uns, seit ich Präsident geworden bin", behauptete Trump ..und bildet Euch mal eine eigene Meinung.
...

Dieser Beitrag wurde am 03.10.2019 09:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.10.2019 - 14:47 Uhr
UserTody76
User (41 Beiträge)
die Chinesen und die EASA können die Zulassung weiter verzögern in dem Sie mehr fordern. Andere seits brauchen die Airlines in Asien und EU die Flieger. In absehbarer Zeit werden wieder größere Flieger gebraucht, da die Kapazitäten am Flughafen nicht erweitert werden können/wollen.
Beitrag vom 06.10.2019 - 16:28 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Ich verstehe dass Boeing seine Aktionäre bei Laune halten möchte, die getätigten Aussagen sind jedoch so verdammt positiv, dass sich schon die Frage stellt inwiefern das unlautere Beeinflussung des Aktienkurses darstellt.

So weit würde ich jetzt nicht gehen. Das „Leistungspotential“ von Boeings Marketingabteilung ist ja hinlänglich bekannt. Man erinnere sich nur an die Entwicklung der 787...

Es soll einfach weiter der Eindruck von Fortschritten und dem Näherrücken des Ende des Groundings geweckt werden.
Wenn Boeing die finale technische Lösung der FAA vorgelegt hat, wird Boeing massiv medialen Druck auf die Behörden ausüben bzw. insbesondere für weitere Verzögerungen den schwarzen Peter auf die Behörden schieben. Alles in allem ein normales Procedere - auch bei Airbus würde das nicht viel anders aussehen.
Beitrag vom 06.10.2019 - 18:21 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Im anderen Fall ist die Frage, was macht der Flieger wenn AoA daten der beiden Sensoren nicht übereinstimmen, und wie weit ist MCAS nötig damit die Kiste sicher fliegt?
Es ist bis heute nicht klar warum der Regelbereich von MCAS so ausgeweitert wurde, warum das durch die Prozesse ging ohne das es eine Sicherheitsprüfung gab und warum das bei der Zertifizierung nie aufgefallen ist.


Der Regelbereich wurde ausgeweitet, weil Testflüge die Notwendigkeit dafür ergeben haben.

Das ging dann durch ohne erneute Sicherheitsprüfung und ohne Kenntnisnahme seitens der FAA, vermutlich aufgrund Drucks von oben.

Einige Hintergründe dazu sind hier nachzulesen:

 https://www.seattletimes.com/business/boeing-aerospace/failed-certification-faa-missed-safety-issues-in-the-737-max-system-implicated-in-the-lion-air-crash/

Dieser Beitrag wurde am 06.10.2019 18:22 Uhr bearbeitet.
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