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Beitrag vom 05.12.2019 - 09:59 Uhr
UserNicci72
User (233 Beiträge)
Dieses Statement von Boeing kann man jetzt für bare Münze nehmen und einfach so glauben - oder auch nicht.

Wenn man Boeing glaubt, dann hat sich hier ein langjähriger, hochverdienter Mitarbeiter breitschlagen lassen, seinen Ruhestand zu verschieben und die 737-MAX-Krise zu managen - und nachdem dieser Job erfolgreich erledigt wurde und die 737 MAX jetzt nun wirklich ganz bald wieder in der Luft sein wird, darf er zu Weihnachten nun endlich doch seinen wohlverdienten Ruhestand genießen.

Wenn man Boeing nicht glaubt (warum auch immer), dann war - nachdem die 737 MAX zu Weihnachten immer noch nicht wieder in der Luft ist und ein konkretes Datum der Wiederzulassung immer noch nicht absehbar ist - ein weiteres Bauernopfer nötig, um zu beruhigen und den Immer-noch-CEO Muilenburg nicht wieder zum Thema werden zu lassen (Hamilton hatte Muilenburg auch bei dessen für Boeing völlig verunglückter Kongress-Anhörung assistiert).

Es ist jedem/r selbst überlassen einzuschätzen, welche Variante wahrscheinlicher ist.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 10:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 10:22 Uhr
Usersystemchef
User (164 Beiträge)
nachdem die EASA ja 3 AoA Sensoren verlangt und Boeing immer noch nicht angefangen hat mit dem Umbau der Maschine wird die Wiederzulassung in Europa noch weit entfernt sein.
Beitrag vom 05.12.2019 - 11:12 Uhr
UserA320Fam
User (842 Beiträge)
nachdem die EASA ja 3 AoA Sensoren verlangt und Boeing immer noch nicht angefangen hat mit dem Umbau der Maschine wird die Wiederzulassung in Europa noch weit entfernt sein.

VERLANGT sie die tatsächlich???
Beitrag vom 05.12.2019 - 11:35 Uhr
Usermesserheimer
User (211 Beiträge)
nachdem die EASA ja 3 AoA Sensoren verlangt und Boeing immer noch nicht angefangen hat mit dem Umbau der Maschine wird die Wiederzulassung in Europa noch weit entfernt sein.

Wo haben sie die Info denn her... wenn man so was behauptet sollte man ein proof haben!
Beitrag vom 05.12.2019 - 12:39 Uhr
Usersystemchef
User (164 Beiträge)
 https://www.airliners.de/easa-hardware-nachruestung-boeing-737-max/51795
Beitrag vom 05.12.2019 - 13:28 Uhr
UserA320Fam
User (842 Beiträge)
 https://www.airliners.de/easa-hardware-nachruestung-boeing-737-max/51795

...Sollte aus der favorisierten Nachrüstung eine Forderung der Easa werden...
...Die Easa wolle Boeing zwar nicht vorschreiben, wie genau die Probleme mit dem problematischen MCAS-System gelöst werden können...

Wieder eine Zeitungsmeldung voller Konjungtive, die
unter Berufung auf Easa-Kreise
zitiert ...

Kann sein, muss aber nicht.
Und auch: wieder weiss man Genaues nicht.
Aber schön drauf los schreiben, wird schon irgendwas dran sein...
Beitrag vom 05.12.2019 - 16:44 Uhr
UserFW 190
User (1329 Beiträge)

Und auch: wieder weiss man Genaues nicht.
Aber schön drauf los schreiben, wird schon irgendwas dran sein...

Aus dem link bzw. dessen Zitat der ST: "Sollte aus der favorisierten Nachrüstung eine Forderung der Easa werden, würde das die Wiederzulassung der Max wohl weiter verzögern - und Boeing teuer zu stehen kommen."

Das war am 11. Sept. Scheint ja doch etwas dran zu sein denn woher kommen die Verzögerungen? Sollte doch: "Nach Informationen verschiedener US-Medien unter Berufung auf Insider, könnte die FAA im Oktober Abnahmeflüge für Updates an Flugsteuerung und MCAS ansetzen."
bis Dez. alles in trockenen Tüchern sein. Wer oder WAS bremst die Wiederzulassung?

Wo Rauch ist, ist in der Regel auch Feuer.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 16:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 16:50 Uhr
UserFW 190
User (1329 Beiträge)
Im Übrigen bin ich bei @Nicci72: Entweder hat Hamilton das Problem gelöst und wir werden in kürze zumindest seitens der FAA die Zulassung sehen oder er hat versagt und dann dauert es noch länger. Jeder darf doch hier seine eigene Einschätzung schreiben, oder?
Beitrag vom 05.12.2019 - 18:17 Uhr
Usercontrail55
User (1200 Beiträge)
Eben, deswegen sehe ich das eher wie @A320Fam.
Hier wird selektiv zitiert und sich die Wahrheit gebaut wie gebraucht. Mal aus der ST, airliners, aero oder dpa.
Der erst Artikel der ST zum Thema 3 AOAs sagt auch
“EASA is also examining whether Boeing’s use of two vanes is sufficient, Northcote said. The regulations don’t necessarily require an additional one must be added. Safety could be addressed “through improvement of the flight crew procedures and training, or through design enhancements, or a combination of the two,” EASA said. "The agency is not prescriptive how to address the problem” Kann jeder für sich übersetzen.
Im 2. Artikel zum Thema Hamilton steht auch, die berühmten Insider sagen Dezember wird sportlich, eher “ January is more likely “ Nichts von noch großen Problemen und alles offen.
Aber ja, natürlich ist jede Einschätzung erlaubt.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 18:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 19:35 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Im Übrigen bin ich bei @Nicci72: Entweder hat Hamilton das Problem gelöst und wir werden in kürze zumindest seitens der FAA die Zulassung sehen oder er hat versagt und dann dauert es noch länger. Jeder darf doch hier seine eigene Einschätzung schreiben, oder?


Ich kann nicht erkennen, dass irgend jemand das untersagt hat. Das Schreiben der eigenen Meinung muss immer die Akzeptanz von Widerspruch beinhalten, egal wie massiv. Widerspruch darf niemals mit einer Einschränkung von Meinungsäußerung gleichgesetzt werden!

Eine Änderung von 3 AoA Sensoren hätte weitreichende Folgen für die Elektronik-Architektur. Der Aufwand für Architekturänderung, erneute Safetyanalyse, Implementierung von HW, SW und Sensormechanik, Testen und Validierung würden weit mehr als ein halbes Jahr dauern. Da im Augenblick eine derartig lange Verschiebung in der Gerüchteküche noch nicht unterwegs zu sein scheint, wird es mit einiger Sicherheit nicht dazu kommen. Sonst wären die Folgen wir Boeing immens - man denke nur an den Nachrüstaufwand.

Der Artikel hat die Art der Lösung ja auch explizit offen gelassen: die EASA will in erster Linie keinen 3. AoA Sensor, sondern eine Lösung der Sensordatenintegritätsfrage.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 19:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 22:02 Uhr
UserLP
User (240 Beiträge)
Also ich vermute schon, die Lösung des Problems ist noch nicht greifbar. Der Chefingenieur würde ja wohl noch die 1-2 Monate draufpacken, wenn ein Ende des Groundings absehbar wäre.
Das Problem scheint tiefgreifender zu sein, als nur mal eben etwas patchen usw. .
Obwohl bei der Konkurrenz tätig, drücke ich Boeing die Daumen, hier endlich Fortschritte zu erzielen oder eben vernünftige Entscheidungen zu treffen.
Beitrag vom 05.12.2019 - 22:14 Uhr
UserPropeller45
User (199 Beiträge)
Heute hat Boeing die US-Börsenaufsicht SEC darüber informiert, die Produktion der MAX zu reduzieren bzw. auszusetzen.
Das nun nach einem zweitägigen Infomationstreffen zu dem Boeing eingeladen hatte, um zu demonstrieren, wie der Stand der Dinge sich aus ihrer Sicht darstellt.
Meine Meinung, war wohl nicht so doll.

 https://www.reuters.com/article/us-boeing-737max-idUSKBN1Y928K
Beitrag vom 06.12.2019 - 08:04 Uhr
Usercontrail55
User (1200 Beiträge)
Heute hat Boeing die US-Börsenaufsicht SEC darüber informiert, die Produktion der MAX zu reduzieren bzw. auszusetzen.
Das steht da so nicht. Da steht, sollte es zuzusätzlichen beträchtlichen Zulassungsanforderungen oder Verzögerungen... kommen, dann könnte es zu einer Reduzierung oder Stop der Produktion kommen. Das ist etwas ganz anderes. Dazu ist die Börsenmitteilung vom 18. Oktober und seitdem ist nichts Weiteres in diese Richtung bekannt. Sie wurde durch die SEC am Donnerstag freigegeben, einen Tag nach dem Meeting "selected aviation leaders". Ein Zusammenhang mit dem Meeting wird nicht hergestellt.
"Significant additional regulatory requirements or delays in returning Boeing Co’s 737 MAX to commercial service could cause it to cut or temporarily halt production of the aircraft, it said in an Oct. 18 letter released on Thursday."
Das nun nach einem zweitägigen Infomationstreffen zu dem Boeing eingeladen hatte, um zu demonstrieren, wie der Stand der Dinge sich aus ihrer Sicht darstellt.
Meine Meinung, war wohl nicht so doll.

 https://www.reuters.com/article/us-boeing-737max-idUSKBN1Y928K



Dieser Beitrag wurde am 06.12.2019 08:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2019 - 10:28 Uhr
UserNicci72
User (233 Beiträge)
Heute hat Boeing die US-Börsenaufsicht SEC darüber informiert, die Produktion der MAX zu reduzieren bzw. auszusetzen.
Das steht da so nicht. Da steht, sollte es zuzusätzlichen beträchtlichen Zulassungsanforderungen oder Verzögerungen... kommen, dann könnte es zu einer Reduzierung oder Stop der Produktion kommen. Das ist etwas ganz anderes. Dazu ist die Börsenmitteilung vom 18. Oktober und seitdem ist nichts Weiteres in diese Richtung bekannt. Sie wurde durch die SEC am Donnerstag freigegeben, einen Tag nach dem Meeting "selected aviation leaders". Ein Zusammenhang mit dem Meeting wird nicht hergestellt.
"Significant additional regulatory requirements or delays in returning Boeing Co’s 737 MAX to commercial service could cause it to cut or temporarily halt production of the aircraft, it said in an Oct. 18 letter released on Thursday."
Das nun nach einem zweitägigen Infomationstreffen zu dem Boeing eingeladen hatte, um zu demonstrieren, wie der Stand der Dinge sich aus ihrer Sicht darstellt.
Meine Meinung, war wohl nicht so doll.

 https://www.reuters.com/article/us-boeing-737max-idUSKBN1Y928K


Mit anderen Worten: Auch Boeing schreibt hier im Konjunktiv. Wenn man dagegen hält, dass im letzten halben Jahr des Öfteren von Boeing ventiliert wurde, die 737 MAX stehe kurz vor der Wiederzulassung und wenn man dann noch das anfängliche Statement von Dennis Muilenburg im Ohr hat, es gehe nur darum, "to make a safe plane even safer", dann kann man dieses vorsichtige und zurückhaltende Statement, das Sie hier verlinken, im diskursiven Zusammenhang auch als "Zurückrudern" betrachten. Mag sein, dass jetzt im Nachgang zu dem Meeting mit den "selected aviation leaders" positivere Nachrichten veröffentlicht werden. Dass solch ein Meeting nun überhaupt durchgeführt wurde, ist allerdings auch ein Indiz dafür, dass es momentan nicht so gut läuft mit dem Projekt "Wiederzulassung der 737 MAX" wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Um es deutlich zu sagen: Das ist meine persönliche Meinung.

Mehr als spekulieren kann derzeit nämlich eigentlich niemand in einer breiteren Öffentlichkeit, da zu diesem Thema die derzeit wichtigen "Hard Facts" schlicht nicht bekannt sind - also: Was sind die tatsächlichen internen Forderungen der zuständigen Aufsichtsbehörden und was ist der tatsächliche technische Stand der Dinge bei Boeing? Das letzte, was wirklich als eine Art "Hard Fact" bekannt geworden ist, ist das Statement des neuen Chefs der FAA, die Mitarbeiter seiner Behörde sollten sich von außen nicht unter Druck setzen lassen und sich in dem Verfahren die Zeit nehmen, die sie brauchen. Was über eine konkrete "Timeline" aber natürlich auch nichts aussagt.
Beitrag vom 06.12.2019 - 10:44 Uhr
Usercontrail55
User (1200 Beiträge)
Heute hat Boeing die US-Börsenaufsicht SEC darüber informiert, die Produktion der MAX zu reduzieren bzw. auszusetzen.
Das steht da so nicht. Da steht, sollte es zuzusätzlichen beträchtlichen Zulassungsanforderungen oder Verzögerungen... kommen, dann könnte es zu einer Reduzierung oder Stop der Produktion kommen. Das ist etwas ganz anderes. Dazu ist die Börsenmitteilung vom 18. Oktober und seitdem ist nichts Weiteres in diese Richtung bekannt. Sie wurde durch die SEC am Donnerstag freigegeben, einen Tag nach dem Meeting "selected aviation leaders". Ein Zusammenhang mit dem Meeting wird nicht hergestellt.
"Significant additional regulatory requirements or delays in returning Boeing Co’s 737 MAX to commercial service could cause it to cut or temporarily halt production of the aircraft, it said in an Oct. 18 letter released on Thursday."
Das nun nach einem zweitägigen Infomationstreffen zu dem Boeing eingeladen hatte, um zu demonstrieren, wie der Stand der Dinge sich aus ihrer Sicht darstellt.
Meine Meinung, war wohl nicht so doll.

 https://www.reuters.com/article/us-boeing-737max-idUSKBN1Y928K


Mit anderen Worten: Auch Boeing schreibt hier im Konjunktiv.
Wie würden Sie es denn formulieren? Das ist ein Finanzstatement für die Börsenaufsicht. Die hatten Detailfragen. Wenn es nicht schlimmer wird produzieren wir weiter. Falls es schlimmer wird könnte dies und das eintreffen.
Wenn man dagegen hält, dass im letzten halben Jahr des Öfteren von Boeing ventiliert wurde, die 737 MAX stehe kurz vor der Wiederzulassung und wenn man dann noch das anfängliche Statement von Dennis Muilenburg im Ohr hat, es gehe nur darum, "to make a safe plane even safer", dann kann man dieses vorsichtige und zurückhaltende Statement, das Sie hier verlinken,
Ich habe nichts verlinkt, ich habe auf Verlinkungen und Bezug auf diese Verlinkungen reagiert. Ich habe die entsprechenden Artikel zumindest mal gelesen.
im diskursiven Zusammenhang auch als "Zurückrudern" betrachten. Mag sein, dass jetzt im Nachgang zu dem Meeting mit den "selected aviation leaders" positivere Nachrichten veröffentlicht werden. Dass solch ein Meeting nun überhaupt durchgeführt wurde, ist allerdings auch ein Indiz dafür, dass es momentan nicht so gut läuft mit dem Projekt "Wiederzulassung der 737 MAX" wie man sich das eigentlich vorgestellt hatte. Um es deutlich zu sagen: Das ist meine persönliche Meinung.
Klar, gerne. Aber dieses "obskure" Meeting ist ein Step in dem veröffentlicheten und im Detail beschrieben Fahrplan zur Wiederzulassung. Siehe Boeing Pressemitteilung dazu. Ja, Ergebnisse sind noch nicht veröffentlicht, allerdings ist auch noch kein Fail durchgestochen.

Mehr als spekulieren kann derzeit nämlich eigentlich niemand in einer breiteren Öffentlichkeit, da zu diesem Thema die derzeit wichtigen "Hard Facts" schlicht nicht bekannt sind - also: Was sind die tatsächlichen internen Forderungen der zuständigen Aufsichtsbehörden und was ist der tatsächliche technische Stand der Dinge bei Boeing? Das letzte, was wirklich als eine Art "Hard Fact" bekannt geworden ist, ist das Statement des neuen Chefs der FAA, die Mitarbeiter seiner Behörde sollten sich von außen nicht unter Druck setzen lassen und sich in dem Verfahren die Zeit nehmen, die sie brauchen. Was über eine konkrete "Timeline" aber natürlich auch nichts aussagt.
Ich würde mich als FAA Mitarbeiter wundern, wenn mein Chef diese Aussage nicht machen und mich Boeing zum Fraß vorwerfen würde. Das buche ich unter Politk ab. Genauso wie die Aussagen von M. Das ist Pressesprech. Würde jeder CEO oder jede Behörde ganauso mahen.
Hier finden Sie eine Information zum technischen Stand der Dinge, natürlich unter Vorbehalt
 https://leehamnews.com/2019/12/06/bjorns-corner-analysing-the-lion-air-jt610-crash-part-6/
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