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Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 06.05.2026 - 16:42 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Das ist interessant, denn jetzt passiert _exakt_ das, was Fraport und die DFS in der Verhandlung vor dem Bundesverwaltungsgericht kategorisch ausgeschlossen hatten.

Die Kläger hatten damals argumentiert, dass die vielen Konflikte zwischen den Verfahren ( Start 18W vs Landung 25L, Start Center mit Südumfliegung vs Durchstarten 25L, etc. ) ein Erreichen von 701.000 FB mit Südumfliegung selbst im optimalen Fall nicht ermöglichen würden, sondern dass für 701.000 FB die alten NW Abflugstrecken wieder aktiviert werden müssten oder sogar ein Geradeaus-Start in BR West, direkt über Rüsselsheim erfolgen müsste , was zu unzumutbarer Doppelbelastung vieler Gemeinden unter dem Endanflug westlich des Flughafens führen würde.

Fraport und die DFS hatten das damals bestritten, und jetzt passiert genau das bereits bei spätestens 560.000 FB.... Wir erinnern uns: Selbst ohne die NW Bahn hatte FRA eine Kapazität von knapp 500.000 FB/Jahr.

Bin mal gespannt wie das weitergeht.
Vermeidbare Planungsfehler haben in DE ja schon zu ganz anderen Bauruinen geführt...
 https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_M%C3%BClheim-K%C3%A4rlich#Bau_und_Stilllegung


Dieser Beitrag wurde am 06.05.2026 16:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.05.2026 - 20:58 Uhr
UserSENflyer
User (272 Beiträge)
Berechtigterweise bringen sich die betroffenen Gemeinden nun in Stellung, z.B. hier:  https://www.fnp.de/frankfurt/flughafen-kommunen-fordern-weniger-fluege-ueber-der-nordwest-route-am-94282627.html
Man hat Rechtsanwalt Dr. Martin Schröder eingeschaltet. Bin mal gespannt, was da nun passiert...
Beitrag vom 06.05.2026 - 22:50 Uhr
UserCptKirk
Kapitän zur See
User (290 Beiträge)
Ich nehme im Frankfurter Umland, wo ich viel unterwegs bin in allen Himmelsrichtungen von der Stadtmitte aus gesehen, fast nie unerträglichen Fluglärm wahr. Die älteren Modelle hört man schon mal stärker raus. Flörsheim ist halt je nach Tageszeit schon heftig gewesen früher. Da war ich länger nicht mehr. Aber in Hofheim z. B. finde ich es absolut akzeptabel. In Mainz und Wiesbaden kaum wahrnehmbar. Hochheim und Hattersheim kann ich nicht beurteilen.
Wenn man hier in der Regio wohnt, weiß man allerdings auch seit vielen Jahrzehnten, dass es den Flughafen gibt und viele sind in dem Wissen auch in die Orte gezogen. Ebenso war eigentlich immer klar, dass der Flughafen weiter wachsen wird. Natürlich kann man einwenden, dass es eben andere Zusagen gab bzgl. Routen usw. Aber ganz überraschend dürfte es auch für die wenigsten sein, dass auch das nicht auf Ewigkeit ist.

Dieser Beitrag wurde am 06.05.2026 22:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.05.2026 - 08:00 Uhr
UserEricM
User (7058 Beiträge)
Natürlich kann man einwenden, dass es eben andere Zusagen gab bzgl. Routen usw. Aber ganz überraschend dürfte es auch für die wenigsten sein, dass auch das nicht auf Ewigkeit ist.

Das ist aber nicht das Wesen einer Planfeststellung. Aktueller Stand ist, dass die Flugbewegungszahlen von vor dem Ausbau (490.000) mit dem neuen Betriebsmodell bisher gerade mal um maximal 24.000 FB (514.000 in 2019), also 5% überschritten wurden.
Aktuell wird bei der Ballung in den Abendstunden schon bei 460.000 FB, also bei 93% des vor-Ausbau Volumens, verstärkt auf die NW Bahn zurückgegriffen.

Festgestelltes Planziel für den Ausbau 2011 waren 701.000 Flugbewegungen.
Die DFS hat jetzt in 2026 klargestellt, dass diese Menge mit dem planfestgestellten Betriebskonzept, auf dessen Basis alle Betroffenheiten ermittelt und wirtschaftlichen Abwägungen getroffen wurden, keinesfalls erreicht werden kann, da nicht mal 560.000 FB erreicht werden können.

Die Planung war also offensichtlich fachlich fehlerhaft, denn die mit dem Ausbau geplante Ziel-Kapazität hat sich als nicht erreichbar erwiesen.
Die Konsequenzen daraus müssen jetzt denke ich Verwaltungsrechtler beurteilen.

Dieser Beitrag wurde am 07.05.2026 09:22 Uhr bearbeitet.