Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Fraport-Chef Schulte kritisiert hohe...

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Beitrag vom 21.01.2019 - 07:09 Uhr
Usersciing
User (324 Beiträge)
Stimmt 40% Lohnsteigerungen sollten ausschließlich Vorständen vorbehalten sein!
Wie war das mit Neiddebatte? Komisch das die immer von oben kommen! Lohnsteigerungen in Niedrigstlohnbereich erzeugen mehr Disskussion als die Gehälter sogenannter Leistungsträger.
Ich bin ein ganz einfache Grenze um die Interessen von Vorständen und Niedriglöhner unter einen Hut zu bekommen, der niedrigste Lohn ist mindestens 1/20 des höchsten!
Beitrag vom 21.01.2019 - 09:33 Uhr
UserEricM
User (1475 Beiträge)
Genau! Stellenabbau ist eine total plausible Drohung, weil, äh ... Fraport heute sowieso zu viele Sicherheitsleute hat.
Das sind so viele, die stehen sich an den Kontrollen immer alle gegenseitig im Weg, nur deswegen geht das immer so langsam.

Ironie aus.
Was automatisierbar ist, ist/wird sowieso automatisiert. Aber Änderungen in dem Bereich dauern gerne mal Jahrzehnte.
Also ein bisschen mehr Mühe dürfte sich der Herr Schulte beim Erfinden von Pseudo-Argumenten schon geben ...

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2019 09:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.01.2019 - 11:10 Uhr
Usermenschmeier
User (450 Beiträge)
Trotzdem muss man hier mal die Relation sehen, diese ungelernten, weil nur eingewiesenen, Kräfte fordern einen um knapp 15% höheren Stundenlohn als ihn die ausgebildeten Bundespolizisten im mittleren Dienst bekommen, deren Aufgaben sie übernehmen. Über die Qualität der abgelieferten Arbeit bzw. die Sicherheitslecks an allen deutschen Flughäfen wurde ja nun hinlänglich berichtet.

Versteht mich nicht falsch, jeder soll seine Lohnsteigerung haben, jeder soll auch sein Auskommen haben, aber hier läuft etwas massiv verkehrt.

Von daher halte ich die Kritik ausnahmsweise mal für berechtigt.

Dieser Beitrag wurde am 21.01.2019 11:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.01.2019 - 11:23 Uhr
UserEricM
User (1475 Beiträge)
... nur eingewiesenen, Kräfte fordern einen um knapp 15% höheren Stundenlohn als ihn die ausgebildeten Bundespolizisten im mittleren Dienst bekommen

Habe ich gehört - allerdings stellt sich mir da eher die Frage, was dann dann gegen eine Gehaltserhöhung für Bundespolizisten im mittleren Dienst spricht.

Versteht mich nicht falsch, jeder soll seine Lohnsteigerung haben, jeder soll auch sein Auskommen haben, aber hier läuft etwas massiv verkehrt.

Angebot und Nachfrage?
"Der Markt" irrt doch nicht :)

Von daher halte ich die Kritik ausnahmsweise mal für berechtigt.

Die Kritik eines Arbeitgebers der etwas mehr zahlen soll: Klar, die ist aber seinem Partikularinteresse geschuldet.
Was ich für ausgemachten Blödsinn halte ist seine Drohung mit mehr Automatisierung.
Beitrag vom 21.01.2019 - 11:36 Uhr
Usermenschmeier
User (450 Beiträge)
... nur eingewiesenen, Kräfte fordern einen um knapp 15% höheren Stundenlohn als ihn die ausgebildeten Bundespolizisten im mittleren Dienst bekommen

Habe ich gehört - allerdings stellt sich mir da eher die Frage, was dann dann gegen eine Gehaltserhöhung für Bundespolizisten im mittleren Dienst spricht.


Nichts, aber die Stellvertreter fordern eigentlich immer nachher.

Versteht mich nicht falsch, jeder soll seine Lohnsteigerung haben, jeder soll auch sein Auskommen haben, aber hier läuft etwas massiv verkehrt.

Angebot und Nachfrage?
"Der Markt" irrt doch nicht :)

Mal überspitzt gesprochen, der Markt ist nur solange da, wie das Outsourcing billiger ist, wenn die Stundenlöhne auf ein Niveau steigen waas höher ist als das der eigentlichen Einrichtung, dann wird das schneller wieder Aufgabe der Bundespolizei sein, als den Sicherheitsleuten das lieb ist, denn das sind alles ganz kurzfristig kündbare Werkverträge. Von daher irrt der "Markt" ganz gewaltig.


Von daher halte ich die Kritik ausnahmsweise mal für berechtigt.

Die Kritik eines Arbeitgebers der etwas mehr zahlen soll: Klar, die ist aber seinem Partikularinteresse geschuldet.
Was ich für ausgemachten Blödsinn halte ist seine Drohung mit mehr Automatisierung.

Die Drohung bewerte ich nicht, dass er ein eigenes Interesse hat ist normal und in diesem Fall auch noch nachvollziehbar. Die Kritik, von wem auch immer sie kommen mag, an dieser Forderung ist für mich vollkommen berechtigt.
Beitrag vom 21.01.2019 - 11:53 Uhr
UserPilot Response
User (254 Beiträge)

Mal überspitzt gesprochen, der Markt ist nur solange da, wie das Outsourcing billiger ist, wenn die Stundenlöhne auf ein Niveau steigen waas höher ist als das der eigentlichen Einrichtung, dann wird das schneller wieder Aufgabe der Bundespolizei sein, als den Sicherheitsleuten das lieb ist, denn das sind alles ganz kurzfristig kündbare Werkverträge. Von daher irrt der "Markt" ganz gewaltig.

Sorry, das würde selbst bei einer 100% Lohnsteigerung der Sicherheitsleute nicht passieren.

Es ist irgendwie bei jedem Streik das Gleiche: Forderungen werden in der Öffentlichkeit schon als sichere Lohnerhöhungen gesehen, ein medialer Sh*tstorm gespickt mit Falschinformationen wird losgetreten, damit der deutsche Neidmichel wieder auf die Palme gebracht wird.

War nicht letztens in einem anderen Thread über dasselbe Thema der Vergleich Gehalt und Ausbildung Sicherheitsfachmann vs. Einzelhandelskaufmann? Was ist daran so schlimm, wenn die Security mehr verdient als der Duty-Free-Verkäufer 100m weiter, der überteuerten Ramsch an den Passagier bringen soll? Wenn zweiterer nicht mehr da ist, merkt es kein Mensch, oder?

Selbst wenn die Sicherheitsleute mehr verdienen als Polizisten im mittleren Dienst (was ich im "Gesamtpaket" bezweifle) wird es zu keinem Massenexodus von Polizei Richtung Airport Security kommen?

Beitrag vom 21.01.2019 - 11:54 Uhr
UserEricM
User (1475 Beiträge)
Angebot und Nachfrage?
"Der Markt" irrt doch nicht :)

Mal überspitzt gesprochen, der Markt ist nur solange da, wie das Outsourcing billiger ist,

oder nur Outsourcing die benötigten Kapazität hat...

wenn die Stundenlöhne auf ein Niveau steigen waas höher ist als das der eigentlichen Einrichtung, dann wird das schneller wieder Aufgabe der Bundespolizei sein, als den Sicherheitsleuten das lieb ist, denn das sind alles ganz kurzfristig kündbare Werkverträge.

Auch dieses Szenario halte ich kurz- bis mittelfristig für hypothetisch.
Die benötigte Anzahl an Beamten könnte die Bundespolizei mit der aktuellen Personalstärke doch gar nicht stellen.
Die Bundesbeamten schieben doch heute schon Überstunden jenseits von Gut und Böse.

Und man muss mal daran zurückdenken - die Älteren werden sich erinnern - wie sehr die Branche über die Bundespolizei geschimpft hat, als sie noch selbst zuständig waren.
Da wurde statt Beamtentum lautstark die Effizienz privatwirtschaftlicher Sicherheit gefordert.
Die hat man ja nun bekommen....

Aber zum freien, privaten Markt gehört nunmal auch die freie Preisfindung und die Gehaltsanpassung per Gewerkschaft...
Von daher hilfts nix, jetzt zu schimpfen.
Beitrag vom 21.01.2019 - 12:01 Uhr
Usercontrail55
User (931 Beiträge)
Habe ich gehört - allerdings stellt sich mir da eher die Frage, was dann dann gegen eine Gehaltserhöhung für Bundespolizisten im mittleren Dienst spricht.


Nichts, aber die Stellvertreter fordern eigentlich immer nachher.
Eigentlich? Auf welchem Grundsatz? Unsere Konditionen wie Arbeitsrecht, Kündigungsschutz, Urlaub, Streikrecht, Betriebsrat usw. haben wir nur weil mal einer vorgeprescht ist und eine für die Zet außerordentliche Vorderung gestellt hat, nehmen wir heute gerne mit, geht aber leicht vergessen.

Wenn die neuen Bedingungen bei der Security dann so traumhaft sind werden alle da arbeiten wollen und ein Exodus bei der BP oder im Gesundheitswesen einsetzen. Da wird man da dann nachlegen müssen um das zu verhindern. Wenn, wie gesagt, der Stellvertreter warten muss bis der Erste vorlegt wären wir heute lange nicht da wo wir heute sind. Kann der Stellvertreter ja nix für, wenn der Erste nicht aus den Socken kommt.

Angebot und Nachfrage?
"Der Markt" irrt doch nicht :)

Mal überspitzt gesprochen, der Markt ist nur solange da, wie das Outsourcing billiger ist, wenn die Stundenlöhne auf ein Niveau steigen waas höher ist als das der eigentlichen Einrichtung, dann wird das schneller wieder Aufgabe der Bundespolizei sein, als den Sicherheitsleuten das lieb ist, denn das sind alles ganz kurzfristig kündbare Werkverträge. Von daher irrt der "Markt" ganz gewaltig.

Aber das ist doch das Risiko/Problem des Marktes. Wenn er überzieht, muss er die Konsequenzen tragen wenn ein anderer Anbieter ihn aussticht. Darüber muss man sich keine Gedanken machen. Da wird aber nix passieren, denn die Securitykosten werden doch 1:1 durchgereicht soweit mir bekannt. Sie sind ja bei jedem Airport anders. IATA/ICOA geben da die Guideline raus. Gekniffen wäre die Airline, die ein 29,-€ Ticket weiterhin nur für 29€ verkauft und nicht für 29,03€


Dieser Beitrag wurde am 21.01.2019 12:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.01.2019 - 17:46 Uhr
UserBIKER
User (1 Beiträge)
Sehr geehrte Leser von Aero.de

Ich gönne jedem Arbeiter eine Gehaltserhöhung.
Aber 20 Euro für den Beruf ist meiner Ansicht ein Hohn.
Die einzigen wo die verantwortungsvollste Arbeit und eine satte Gehaltserhöhung gerechtfertigt hätten sind am Flughafen Frankfurt am Main die Lademeister Agenten vom Bodenpersonal RL-Fraport.
MfG Biker Suzuki B-King Mainaschaff
Beitrag vom 21.01.2019 - 21:34 Uhr
Userrasch
😊
User (152 Beiträge)
Ich bin erschüttert!

Da gibt es eine Arbeitnehmergruppe die sich endlich mal was traut und die „Kollegen“ fallen über sie her…

Seid ihr alle frustriert, weil ihr im Falle der von Managern, Vorständen usw. nix ausrichten konntet? Und nun auf die Kleinen :( ?!

Ich gönne den Sicherheitskollegen einen Erfolg und erwarte das sich das Ergebnis ggf. auch positiv auf den „Rest der Welt“ auswirkt…. Und dann Bedanken nicht vergessen!


Beitrag vom 22.01.2019 - 10:59 Uhr
Usermenschmeier
User (450 Beiträge)
Ich bin erschüttert!

Da gibt es eine Arbeitnehmergruppe die sich endlich mal was traut und die „Kollegen“ fallen über sie her…

Seid ihr alle frustriert, weil ihr im Falle der von Managern, Vorständen usw. nix ausrichten konntet? Und nun auf die Kleinen :( ?!

Ich gönne den Sicherheitskollegen einen Erfolg und erwarte das sich das Ergebnis ggf. auch positiv auf den „Rest der Welt“ auswirkt…. Und dann Bedanken nicht vergessen!


Sie sind erschüttert? Dann lesen sie sich besser mal nicht die Berichte über die Nicht-Erfüllung der übertragenen Aufgaben durch diese Berufsgruppe durch. Da kommt es zu eklataten Sicherheitsmängeln quer durch alle Bereiche bis hin zu einer Schwere die beinahe Schließungen von Flughäfen bzw einzelnen Teilbereichen derer zwingend erforderlich machen. Und das ganze schon seit Jahren.

Bei der Bundespolizei ist sicher nicht alles gut gewesen, aber so schlecht wie heute war es nicht. Deutsche Flughäfen sind ganz knapp davor, ihren Sicherheitsstatus zu verlieren und dann haben Passagiere und Fracht von diesen Flughäfen ganz andere Einreisekontrollen zu erwarten, dagegen ist das heute alles nur Spielkram.

Gute Arbeit verdient gutes Geld, und das gönne ich jedem einzelnen von ganzem Herzen, aber diese Forderung ist dreist, unverschämt und vollkommen realitätsfern. Und ich spreche dabei ganz ausdrücklich nicht von dem Euro, den mein Ticket evtl mehr kosten würde. Ich spreche davon, dass ich in Deutschland in ein Flugzeug einsteigen möchte und mich genauso sicher fühlen will, wie ich es beispielsweise in Asien oder anderen europäischen Ländern tue und nicht diese unterschwellige Angst haben muss, wie beispielsweise in Ägypten, wo diese Lücken ja bekanntlich schon ausgenutzt wurden.
Beitrag vom 22.01.2019 - 11:48 Uhr
Usercontrail55
User (931 Beiträge)
@menschmeier
Aber woran liegt es denn, das, wie Sie sagen, seit Jahren die Standards nicht erfüllt werden?
Was funktioniert nicht, und warum? Das muss abgestellt werden.
Sind es Rahmenbedingungen, Prozesse, Schulungen, Mitarbeiter, Hardware, Monitoring, ...?

Wenn es der Mitarbeiter ist, dann muss man Maßnahmen ergreifen um auffällige Mitarbeiter zu disziplinieren. Was ist mit denen, die gute Arbeit machen? Mitgefangen, mitgehangen? Wenn Sie sagen, gute Arbeit verdient gutes Geld heißt das im Umkehrschluß schlechte Arbeit nicht. Das bedeutet aber auch, dass man dann dadurch die schlechte Arbeit akzeptiert. Man zahlt halt nur weniger. Das darf aber nicht sein. Also muss man versuchen, dass die Arbeit ordentlich gemacht wird und das Problem anpacken. Daher, was ist das Problem? Sie scheinen ja Hintergünde und Berichte zu kennen.

Dieser Beitrag wurde am 22.01.2019 11:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.01.2019 - 12:17 Uhr
Userrasch
😊
User (152 Beiträge)

Sie sind erschüttert? Dann lesen sie sich besser mal nicht die Berichte über die Nicht-Erfüllung der übertragenen Aufgaben durch diese Berufsgruppe durch. Da kommt es zu eklataten Sicherheitsmängeln quer durch alle Bereiche bis hin zu einer Schwere die beinahe Schließungen von Flughäfen bzw einzelnen Teilbereichen derer zwingend erforderlich machen. Und das ganze schon seit Jahren.


Das ist aber mehr Wasser auf meine Mühle… Wer Heu füttert darf sich nicht wundern, wenn er nur Esel im Stall hat…

Wer glaubt denn das sich etwas verbessert, wenn die Gehälter niedrig bleiben und entsprechend jeder eingestellt werden muss der eine ZUP hat und bis Drei zählen kann? Um zu erreichen das die Kontrollen vernünftig durchgeführt werden müssen doch Menschen motiviert werden die über entsprechende Fähigkeiten verfügen. Es geht um unsere Sicherheit!

Aber das geht Alles ein Stück am Thema vorbei. Mein Thema ist der Arbeitnehmer der sich wehren soll und nicht die 20% bejammert die sich ein Vorstand oder Manager mehr einstreicht. Leider (das sehen wir auch an dieser Diskussion) streiten AN lieber untereinander als gemeinsam zu versuchen etwas heraus zu holen. Da wissen die „lieben Kollegen“ genau was der Andere leistet und beurteilen auch noch was das Wert ist.

Und dann werden Fehlleistungen einzelner heraus geholt um den ganzen Berufsstand zu diskreditieren. Aber Alle verdienen zu viel… Sippenhaftung!? …wirklich?

Üblicherweise orientieren sich Gehaltsverhandlungen an einer Sollvorgabe und der Erfüllung derselben. Man würde also denken: Hohe Anforderungen – hohes Gehalt und niedrige Anforderungen - niedriges Gehalt. Im Prinzip richtig sofern der AN organisiert und einig ist. Ansonsten picken die AG sich immer wieder schlecht organisierte heraus die „nur arbeiten wollen“ und unterläuft so die Tarifverträge. Das funktioniert je besser, je höher die Arbeitslosigkeit ist. Im Moment also nicht ganz so gut.

Jetzt ist also Einigkeit gefragt und nicht Neid und Missgunst!
Beitrag vom 22.01.2019 - 12:25 Uhr
Userrasch
😊
User (152 Beiträge)
Ich will mich bei den Eseln entschuldigen! Das sind ganz intelligente Tiere die einen starken Willen haben.
Beitrag vom 22.01.2019 - 13:38 Uhr
UserJoachimE
User (58 Beiträge)
Mal eine "dumme Frage" ?

Sollen dann zu den 20 € auch noch Nacht-, Wochenende-, usw -Zuschläge dazukommen?
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