Beitrag vom 03.08.2026 - 18:05 Uhr
Ich traue den Aussagen dieser Berichterstattung nicht und verlasse mich lieber auf die fundierten Fakten des Aviation Herald (wo bisher noch nichts dazu zu lesen ist).
Beitrag vom 04.08.2026 - 07:50 Uhr
Normalerweise würde ich Ihnen uneingeschränkt zustimmen. In diesem Fall jedoch nicht.
Simon Hradecky hat in diesem Fall sein bekanntes und geschätztes Umfeld des Datensammlers und Aufbereiters verlassen und präsentiert eine Berechnung zum Zeitpunkt des Auftretens des Fehlers basierend auf pixeligen Kamera Bilder und eines nicht verifizierbaren Zeitstempels im Kamera Bild. Dann zitiert er einen Anwalt (also ausdrücklich keine Luftfahrtingenieur, Unfallermittler oder Sachverständigen mit tiefer Systemkenntnis der B787) der in einem Engineering Simulator irgendwas getestet haben will. Engineering Simulatoren bilden die technischen Abläufe und komplexen Zusammenhänge von Systemen ab, nicht aber die genauen Zeitlichen Abläufe. Das müssen sie auch gar nicht, denn dazu sind sie nicht entwickelt worden. Dafür gibt es Level D Simulatoren.
So sehr ich seine Arbeit schätze, aber in diesem Fall bietet er massiven Spekulationsraum.
NAtürlich kann das auch alles richtig sein, aber ich denke, dann wären die Behörden, allen voran das NTSB, da auch schon drauf gekommen.
Und irgendeine dubiose Fehlerkombination die gar keine Spuren auf den Datenschreibern hinterlässt, sondern so aussieht wie ein beabsichtigtes Umlegen der Schalter ohne weitere Symptome und das bei deutlich mehr als 1000 aufgezeichneter Parameter, klingt für mich (und das ist ausdrücklich meine Meinung) eher nach Verschwörung und nicht nach Realität.
Wie gesagt, ich schätze die Arbeit von Simon und dem Team vom AvHerald sehr, aber in diesem Fall, denke ich, hat er sich keinen Gefallen getan.
Wir werden sehen, was im abschließenden Unfallbericht steht.
Dieser Beitrag wurde am 04.08.2026 07:53 Uhr bearbeitet.