Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Kurzschlussrisiko in der 737 MAX

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Beitrag vom 06.01.2020 - 09:14 Uhr
Usertutnixzursache
User (18 Beiträge)
vielleicht sollte man die MAX endlich einstampfen und tatsächlich ein ganz neues Flugzeug in der Klasse konstruieren, bis dahin die alte 737 weiter bauen. So viel Pfusch, Schlamperei und falsches Sparen kann man fast nicht glauben, auch dass nicht ernsthaft an einem Nachfolgemodell lägst gearbeitet wird
Beitrag vom 06.01.2020 - 09:19 Uhr
Userfliegerschmunz
User (246 Beiträge)
Auf den Schrott mit der Karre. Im Leben würde ich in so ein Ding nicht einsteigen.
Beitrag vom 06.01.2020 - 09:24 Uhr
UserFW-Condor
User (191 Beiträge)
Bei der ursprünglichen Zulassung ist das der FAA nicht aufgefallen, naja hat wohl keiner hingeguckt. Und jetzt merkt Boeing bei der Antragstellung nicht, das sie gegen Konstruktionsvorschriften verstoßen haben und immer noch verstoßen. Das heißt, die Sicherheitskultur hat sich noch lange nicht geändert. Wie auch, wenn das Personal das selbe bleibt.
Frage: an wievielen Stellen in der MAX gibt es denn ähnliche Probleme?

Man kann das Gefühl haben, das Nachbessern genauso lange dauern wird wie neu machen.
Beitrag vom 06.01.2020 - 09:27 Uhr
Userdidigolf
User (347 Beiträge)
Im Bericht der NYT steht aber auch, dass das Problem möglicherweise in 2 Arbeitsstunden zu beheben ist. Betroffen sind alle 800 bisher gebauten MAXes, und möglicherweise auch alle 5000 NG's.
Hier der Artikel:  https://www.nytimes.com/2020/01/05/business/boeing-737-max.html?action=click&module=Top Stories&pgtype
Beitrag vom 06.01.2020 - 09:33 Uhr
UserKnete
User (1 Beiträge)
vielleicht sollte man die MAX endlich einstampfen und tatsächlich ein ganz neues Flugzeug in der Klasse konstruieren, bis dahin die alte 737 weiter bauen. So viel Pfusch, Schlamperei und falsches Sparen kann man fast nicht glauben, auch dass nicht ernsthaft an einem Nachfolgemodell lägst gearbeitet wird

und ein mal schnell aus dem Ärmel geschütteltes Nachfolgemodell soll dann besser sein? Weißt du eigentlich wieviel Jahre es dauert ein komplett neues Flugzeug zu entwickeln?!
Die gucken jetzt halt ein bisschen genauer hin, bei andere Herstellern würden nach solch einem Skandal wahrscheinlich auch die ein oder anderen bedenklichen Konstruktionen ans Licht kommen. Ich denke die 737max wird nach dem ganzen Theater ein sicheres Flugzeug werden. Es stehen so viele Leute im Focus, die alle Angst um ihren Kopf haben, da möchte sich keiner einen Fehler erlauben.
Beitrag vom 06.01.2020 - 11:30 Uhr
UserKate Austen
User (499 Beiträge)
Frage an die Experten:
wurden/werden andere Muster anderer Hersteller ähnlich penibel untersucht?

Würde man dort sowas also auch wahrscheinlich finden, wenn man nur genau genug schaut, oder ist das wirklich den vielen Evolutionsstufen der B737 über die vielen Jahrzehnte geschuldet?
Beitrag vom 06.01.2020 - 11:47 Uhr
Usermenschmeier
User (517 Beiträge)
Solche Untersuchungen passieren immer mal wieder, meist im Rahmen von Weiterentwicklungen oder Modifiktionen.

Das ganzen klingt hier bei der B737MAX natürlich schwerwiegend und katastrophal, aber das ist wohl mehr der medialen Arbeit als dem Problem geschuldet. Die reale Gefahr wird wahrscheinlich deutlich geringer sein. Denn Kurzschlüsse an sich sind schon sehr sehr selten in Flugzeugen, und das dieser dann an einem eigentlich bewegungslosen Leitungsbündel passiert ist noch viel seltener. Und dann muss dieser ja auch noch massiv sein und von den Sicherungen nicht gestoppt werden, damit es zu einem großen Problem, wie hier dem Blackout, kommen wird.

Natürlich müssen Konstruktionsvorschriften in allen Belangen eingehalten werden, dazu gehört natürlich auch der Abstand. ABER: Ich halte die Gefahr für die MAX für sehr sehr gering und dass sich das Problem in zwei Arbeitsstunden beheben lässt, zeigt das es kein grundlegendes Problem zu sein scheint. Denn müssten neue Halter verbaut werden, evtl. sogar Löcher gebort usw, dann ist der Arbeitsaufwand, den man mit Standardwerten für gewisse Arbeitsschritte berechnet, deutlich höher.

Zusammengefasst: Standardvorgang, der nur wegen der B737MAX zu einem überhaupt Meldungsrelevanten Thema wurde.
Beitrag vom 06.01.2020 - 12:34 Uhr
UserNicci72
User (358 Beiträge)
Solche Untersuchungen passieren immer mal wieder, meist im Rahmen von Weiterentwicklungen oder Modifiktionen.

Das ganzen klingt hier bei der B737MAX natürlich schwerwiegend und katastrophal, aber das ist wohl mehr der medialen Arbeit als dem Problem geschuldet. Die reale Gefahr wird wahrscheinlich deutlich geringer sein. Denn Kurzschlüsse an sich sind schon sehr sehr selten in Flugzeugen, und das dieser dann an einem eigentlich bewegungslosen Leitungsbündel passiert ist noch viel seltener. Und dann muss dieser ja auch noch massiv sein und von den Sicherungen nicht gestoppt werden, damit es zu einem großen Problem, wie hier dem Blackout, kommen wird.

Natürlich müssen Konstruktionsvorschriften in allen Belangen eingehalten werden, dazu gehört natürlich auch der Abstand. ABER: Ich halte die Gefahr für die MAX für sehr sehr gering und dass sich das Problem in zwei Arbeitsstunden beheben lässt, zeigt das es kein grundlegendes Problem zu sein scheint. Denn müssten neue Halter verbaut werden, evtl. sogar Löcher gebort usw, dann ist der Arbeitsaufwand, den man mit Standardwerten für gewisse Arbeitsschritte berechnet, deutlich höher.

Zusammengefasst: Standardvorgang, der nur wegen der B737MAX zu einem überhaupt Meldungsrelevanten Thema wurde.

Aber es zeigt auch, wo Boeing mit seinem 737 MAX-Debakel in der öffentlichen Wahrnehmung inzwischen angekommen ist, wenn ein entdeckter "Routinefehler" (wenn es denn einer ist) zu einem solchen Medienecho führt bzw. führen kann. Nicht nur das, was Boeing bis zum 10. März 2019 "abgeliefert" hat war unterirdisch, auch das im halben Jahr danach.
Beitrag vom 06.01.2020 - 12:46 Uhr
UserMHalblaub
User (625 Beiträge)
Frage an die Experten:
wurden/werden andere Muster anderer Hersteller ähnlich penibel untersucht?

Was wir bisher wissen, Boeing hat sich selbst zertifiziert und dabei einige Dinge zu locker gehandhabt. Der Fall ist daher eher Boeing hat sich selbst weniger penibel untersucht.

Wahrscheinlich verzögert sich die Zulassung auch deswegen, weil die FAA einen Stapel von anonymen Hinweisen abarbeiten muss, wo Richtlinien zu großzügig ausgelegt wurden und die Ingenieure Bauchschmerzen hatten.

Beitrag vom 06.01.2020 - 13:03 Uhr
Userfbwlaie
User (4380 Beiträge)
Zur Erinnerung: Bei den MDs gab es vor ein paar Jahren (201x?) auch "Kabelprobleme". Einige Flüge fielen deswegen auch aus.
Selbst wenn die 737NG davon betroffen wären, wäre es wohl kein grosser Akt.

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2020 13:07 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2020 - 13:05 Uhr
UserLP
User (320 Beiträge)
Frage an die Experten:
wurden/werden andere Muster anderer Hersteller ähnlich penibel untersucht?

Würde man dort sowas also auch wahrscheinlich finden, wenn man nur genau genug schaut, oder ist das wirklich den vielen Evolutionsstufen der B737 über die vielen Jahrzehnte geschuldet?

Ich bin sicher, wenn man richtig sucht, findet man immer etwas.
Besser und sicherer geht immer. Halt immer in der Relation zur Wirtschaftlichkeit.
Beitrag vom 06.01.2020 - 14:13 Uhr
Useratc
User (436 Beiträge)
An Stelle von Airbus würde ich mit dem Händereiben vorsichtig sein.

Die FAA wird nach dem Debakel mit der Max sicher keine Lust haben, nochmal durch den Medienkakao gezogen zu werden, und in sofern könnten wiederholte Probleme mit bestimmten Systemen ganz schnell zum Grounding eines wichtigen Modells führen. Boeing wird sich sicher auch anstrengen, hier mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Spontan fallen mir die wiederholten Probleme mit Luftschadstoffen im A320 ein. (Und ja, das betrifft auch die neuen Modelle)

Dieser Beitrag wurde am 06.01.2020 14:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.01.2020 - 14:34 Uhr
Usercontrail55
User (1819 Beiträge)
An Stelle von Airbus würde ich mit dem Händereiben vorsichtig sein.
Falls es noch nicht aufgefallen ist, aber in der Luftfahrtindustrie gibt es bei technischen Schwierigkeiten oder Unfällen kein Händerreiben. Das gibt es nur hier oder anderen Foren.
Beitrag vom 06.01.2020 - 15:08 Uhr
Userdlehmann66
User (328 Beiträge)
Ich vermute mal, dass man bei der MAX ein paar mehr Kabel rum liegen hat, als bei der NG. Eventuell sind auch in der Nähe von Kabelsträngen neue Einbauten erfolgt, so dass der Platz für die Kabel noch enger wurde. Da das nicht wirklich viel war, hat man das im Rahmen der Selbstzertifizierung nicht wirklich neu beurteilt d.h. Boeing hat gesagt "passt schon" und die FAA wusste gar nix davon.

Wenn mir keiner sagt, dass sich etwas geändert hat, dann würde ich auch nicht die Einzelkabel in einem Kabelbündel nachzählen und die Abstandflächen zwischen Kabelbündeln nachmessen.

Für die FAA ist das ein weiterer Nachweis für ihren Kompetenzverlust und eine weiterer Nachweis, dass eine Eigenzertifizierung nicht praktiziert werden darf.

zu lösen ist aber sicher einfach....jedenfalls dieses Problem. Trotzdem weitere schlechte PR für Boeing, dem sie keine gute entgegen stellen können.
Beitrag vom 06.01.2020 - 15:17 Uhr
Userdlehmann66
User (328 Beiträge)
vielleicht sollte man die MAX endlich einstampfen und tatsächlich ein ganz neues Flugzeug in der Klasse konstruieren, bis dahin die alte 737 weiter bauen. So viel Pfusch, Schlamperei und falsches Sparen kann man fast nicht glauben, auch dass nicht ernsthaft an einem Nachfolgemodell lägst gearbeitet wird

Wie gesagt MAX einstampfen ist für die gesamte Branche keine wirklich richtige Lösung und für Boeing sind finanziell auch 7-10 Jahre ohne den Gewinn aus der MAX und 15 Mrd Ausgaben für den Nachfolger nicht stemmbar.

Ich glaube man arbeitet sicher schon an einem Nachfolger in Form von Studien und Varianten die man durchrechnet. Das macht auch Airbus schon. Die arbeiten offiziell an einem 320 Nachfolger und an einer 350 NEO. Aber nur Technologiestudien, mögliche Entwicklungsvarianten, mögliche Kosten, Risiken und Gewinnaussichten.
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