Beitrag vom 29.05.2024 - 09:47 Uhr
"Es besteht die Gefahr, dass Flugpreise steigen und Frequenzen sinken", hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gerade grundsätzliche Vorbehalte der EU-Kommission gegen den Zusammenschluss erneuert.
Na da sollen die mal mit den für Umweltschutz verantwortlichen Kommissaren sprechen, die dürfte das doch freuen :-D
Beitrag vom 29.05.2024 - 10:12 Uhr
"Es besteht die Gefahr, dass Flugpreise steigen und Frequenzen sinken", hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gerade grundsätzliche Vorbehalte der EU-Kommission gegen den Zusammenschluss erneuert.
Na da sollen die mal mit den für Umweltschutz verantwortlichen Kommissaren sprechen, die dürfte das doch freuen :-D
...vermutlich stecken die sogar dahinter ð???.
Beitrag vom 29.05.2024 - 11:07 Uhr
Aber Qatar Airways die fünfte Freiheit in Europa gewähren. Die haben echt den Schuss noch nicht gehört in Brüssel, von welchen Steuergeldern, deren Gehälter bezahlt werden.
Lufthansa ist z. B. vor 20 Jahren noch recht viele Ziele in Südostasien angeflogen, mittlerweile nur noch zwei. Also von zu wenig Wettbewerb sehe ich hier in Europa eher nichts und mit IAG/AA und AF/KLM/Delta gibt es ja auch reichlich Alternativen um nach Nordamerika zu kommen.
Beitrag vom 29.05.2024 - 11:29 Uhr
Dann hoffe ich doch , dass der LH das erspart wird, sollen doch die Italiener sich selbst kümmern !
LH kann Air Dolomiti weiter ausbauen und die Langstreckenpassagiere nach FRA oder MUC feedern
Beitrag vom 29.05.2024 - 12:12 Uhr
Aber Qatar Airways die fünfte Freiheit in Europa gewähren. Die haben echt den Schuss noch nicht gehört in Brüssel, von welchen Steuergeldern, deren Gehälter bezahlt werden.
Wenn man eingleisig alleine auf mehr Wettbewerb (egal wie) abzielt, führt sowohl die Freigabe an Quatar als auch die Verweigerung der �bernahmen von ITA durch LH zum gleichen Ziel, sind also konsistent.
Aber:
Die Frage ist mMn eher ganz grundlegend, _welcher_ Wettbewerb im Markt der Fluganbieter zB beim Vergleich der Arbeitsbedingungen oder der staatlichen Subventionen als fair betrachtet und damit zulässig sein sollte.
Auf der einen Seite sind EU Vorschriften an Umweltschutz, Klimaschutz, Arbeitsschutz, Arbeitnehmerrechte, Arbeitszeiten, etc. deutlich höher als im Rest der Welt, was ja auch per se (mMn) in die richtige Richtung geht, aber halt Geld kostet.
Ausgerechnet das Wettbewerbs-Komissariat nimmt sich aber hier heraus, nicht-EU Anbieter, die gleich in mehreren Bereichen EU Standards nicht erfüllen und daher Geld sparen, als gleichberechtigte Marktteilnehmer nicht nur zuzulassen sondern wie in diesesm Fall verglichen mit europäischen Anbietern weniger streng zu reglementieren.
Hier scheint die Wettbewerbs-Kommissarin eine Schieflage des Marktes aktiv zu erzeugen.
Dieser Beitrag wurde am 29.05.2024 12:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2024 - 13:21 Uhr
Frau Margrethe Vestager ist Dänin und hat sicher den SAS Deal für AF/KL ohne großen Troubel durchgewunken.
Sie war auch damals (mit)verantwortlich, dass LH nicht so leicht vom Deutschen Staate gerettet werden kann. Ihr waren Millionen Jobs egal. Und erneut, zeigt sie Kälte und blockiert bei LH wo es nur geht. Bei IAG, AF/KL oder Qatar werden alle Augen zugedrückt, soso!
Beitrag vom 29.05.2024 - 14:23 Uhr
Ausgerechnet das Wettbewerbs-Komissariat nimmt sich aber hier heraus, nicht-EU Anbieter, die gleich in mehreren Bereichen EU Standards nicht erfüllen und daher Geld sparen, als gleichberechtigte Marktteilnehmer nicht nur zuzulassen sondern wie in diesesm Fall verglichen mit europäischen Anbietern weniger streng zu reglementieren.
Das ist ja nicht nur hier der Fall. Unsere hoch regulierte Landwirtschaft muß mit unregulierter Nicht-EU-Konkurrenz auskommen, und kein einziges unserer Industrie-Unternehmen kommt noch ohne Rückgriff auf hiesige Regularien unterlaufende EU-Ausland-Lieferanten aus.
Man kann das auch kürzer formulieren: Wer vom Gegner leben will muß ihn auch fördern.
Beitrag vom 29.05.2024 - 14:27 Uhr
Frau Margrethe Vestager ist Dänin und hat sicher den SAS Deal für AF/KL ohne großen Troubel durchgewunken.
Sie war auch damals (mit)verantwortlich, dass LH nicht so leicht vom Deutschen Staate gerettet werden kann. Ihr waren Millionen Jobs egal. Und erneut, zeigt sie Kälte und blockiert bei LH wo es nur geht. Bei IAG, AF/KL oder Qatar werden alle Augen zugedrückt, soso!
SAS und KLM/AF hat noch keine Genehmigung der Kommission
Beitrag vom 29.05.2024 - 16:05 Uhr
Frau Margrethe Vestager ist Dänin und hat sicher den SAS Deal für AF/KL ohne großen Troubel durchgewunken.
Ã"h? Da gab es nichts durchzuwinken, da es keinen Antrag gab. Eine 19,9% Minderheitsbeteiligung ohne Stimmrecht ist zustimmungsfrei.
Sie war auch damals (mit)verantwortlich, dass LH nicht so leicht vom Deutschen Staate gerettet werden kann.
Ja, das stimmt und das war auch gut so. Aber nicht gut genug. Die Entscheidung wurde als zu wenig kontrolliert vor Gericht einkassiert. Das soll nicht wieder passieren, daher ja die harte Linie. MOL und AFKL warten schon auf das Ergebnis und werden umgened klagen.
Ihr waren Millionen Jobs egal. Und erneut, zeigt sie Kälte und blockiert bei LH wo es nur geht. Bei IAG, AF/KL oder Qatar werden alle Augen zugedrückt, soso!
Nein, werden sie nicht.
IAG hat auch noch keine Genehmigung und selbst die sehr weitreichenden Zugeständnisse der IAG reichen bisher nicht.
AFKL hat nichts beantragt, daher muss man auch kein Auge zudrücken.
Qatar wurde nicht von der Wettbewerbskommision bearbeitet, sondern Commission for mobility and transport.
Ich finde es ja auch nicht nachvollziehbar, aber bei den Fakten könnte man aschon bleiben.
Beitrag vom 29.05.2024 - 16:08 Uhr
"Es besteht die Gefahr, dass Flugpreise steigen und Frequenzen sinken", hatte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager gerade grundsätzliche Vorbehalte der EU-Kommission gegen den Zusammenschluss erneuert.
Na da sollen die mal mit den für Umweltschutz verantwortlichen Kommissaren sprechen, die dürfte das doch freuen :-D
Ja, das wäre eine gute Idee! Alles was hilft. Unter diesen Gesichtspunkten würden die das eher locker durchwinken als verhindern wollen ;-)
Beitrag vom 29.05.2024 - 20:49 Uhr
Ich bin mal gespannt, wie schnell die Deutschland-Hasserin Verstager den Air Europa Deal für AF/KL durchwinkt.
Für mich ist diese Dame schon seit Jahren die unfähigste Komissarin in Brüssel.
Dieser Beitrag wurde am 29.05.2024 20:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2024 - 20:55 Uhr
Nabend,
Richtig so, denn die LH Group hat das ein oder andere mal bewiesen, dass die Marktbereinigung nicht im Sinne des Kunden ist/war, leider. Man kann sich nur das Trauerspiel innerdeutsch anschauen. Entweder LH-Preise zahlen oder gar nicht fliegen.
Beitrag vom 29.05.2024 - 21:34 Uhr
Ich bin mal gespannt, wie schnell die Deutschland-Hasserin Verstager den Air Europa Deal für AF/KL durchwinkt.
Ich glaube schnell ist da die falsche Bezeichnung
https://www.airliners.de/iag-air-europa-uebernahme-40-prozent-slots-abgeben/73975 Beitrag vom 30.05.2024 - 08:23 Uhr
Nabend,
Richtig so, denn die LH Group hat das ein oder andere mal bewiesen, dass die Marktbereinigung nicht im Sinne des Kunden ist/war, leider. Man kann sich nur das Trauerspiel innerdeutsch anschauen. Entweder LH-Preise zahlen oder gar nicht fliegen.
Leider wahr! Ich vermisse HLX, Easyjet und AirBerlin. Allerdings sagt einem das auch alles was man über den Innerdeutschen Markt wissen muss. Er ist scheinbar nicht profitabel genug damit echter Wettbewerb überleben kann. Easyjet hat rechtzeitig die Routen eingestellt, HLX gibt es so nicht mehr und AirBerlin ist sogar insolvent gegangen. Diese Fakten muss man halt als Wettbewerbswächter auch berücksichtigen. Wenn der gewünschte Wettbewerb so ruinös ist, dass sich alle zurückziehen oder pleite gehen, dann muss man das halt auch berücksichtigen. Denn man wünscht sich ja langfristig gesunden Wettbewerb. Nur ist er das nicht wenn er nicht auch profitabel machbar ist.
Auf den Innerdeutschen Strecken sollte die LHAG (inklusive Eurowings) aber bei den aktuellen Ticketpreisen wirklich gute Margen haben. Das Problem ist aber auch, dass die Kosten für diese Strecken, durch den Staat (Airportentgelte, Steuern (insb. Luftverkehrssteuer), Arbeitgeberauflagen etc.) hoch gehalten werden. Man kann nicht auf der einen Seite mehr Wettbewerb in der Luftfahrt fordern, auf der anderen Seite aber immer Züge als Alternative hinstellen. Wenn Züge eine Alternative sind, dann gibt es fast immer genug Wettbewerb auf Strecken.
Beitrag vom 30.05.2024 - 11:01 Uhr
Allerdings sagt einem das auch alles was man über den Innerdeutschen Markt wissen muss. Er ist scheinbar nicht profitabel genug damit echter Wettbewerb überleben kann.
Das ist eine ökonomisch recht ungewöhnliche Markt-Definition.
Was ich daraus als Laie ableiten würde wäre doch eigentlich, dass
A) der Preisdruck am Markt offenbar nicht so hoch ist, dass der Kunde sich Alternativen zu den bestehenden Angeboten sucht oder diese nutzt, wenn sie vorhanden sind - bzw. sie nutzte, als sie noch vorhanden waren.
oder B) die existierenden Angebote/Preise bereits das im aktuellen Kontext Machbare darstellen.
Ein nicht funktionierender Markt erlaubt ja einzelnen Akteuren dauerhaft, durch hohe Preise hohe Gewinne einzufahren. Können andere Marktteilnehmer mit etwas niedrigeren Preisen keine Gewinne mehr erwirtschaften, ist diese Situation aber nicht gegeben.
Wenn der gewünschte Wettbewerb so ruinös ist, dass sich alle zurückziehen oder pleite gehen, dann muss man das halt auch berücksichtigen. Denn man wünscht sich ja langfristig gesunden Wettbewerb. Nur ist er das nicht wenn er nicht auch profitabel machbar ist.
Mehr Wettbewerb wäre also nur bei insgesamt höherem Preisniveau möglich.
Das ist aber exakt das Gegenteil dessen, was Wettbewerb im Markt erreichen soll.