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Beitrag vom 22.05.2019 - 16:09 Uhr
Userfbwlaie
User (4137 Beiträge)
Da bin ich gespannt, wie diese Forderungen von Boeing abgeschwächt werden können.
Wer wird aber akzeptieren: Die 737MAX ist sicher. Wegen der neuen Software muss doch keine Sim-Schulung durchgeführt werden!

Dieser Beitrag wurde am 22.05.2019 16:13 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.05.2019 - 16:26 Uhr
Userdlehmann66
User (196 Beiträge)
Weiss das hier jemand, wo gibt es 737 MAX Simulatoren in Europa und Asien?
Beitrag vom 22.05.2019 - 16:34 Uhr
UserHF 738
User (19 Beiträge)
Lufthansa LAT Berlin wollte sich dieses Jahr einen zulegen. Ich weiß aber nicht ob der schon in Betrieb ist.


Dieser Beitrag wurde am 22.05.2019 16:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.05.2019 - 17:14 Uhr
Userbevol
User (157 Beiträge)
Da bin ich gespannt, wie diese Forderungen von Boeing abgeschwächt werden können.
Wer wird aber akzeptieren: Die 737MAX ist sicher. Wegen der neuen Software muss doch keine Sim-Schulung durchgeführt werden!

Das könnte evtl. auch schwierig werden. Ich glaube vor Kurzem gelesen zu haben, dass es weltweit bisher weniger als ein Dutzend MAX Simulatoren gäbe. Demnach gibt es in den gesamten USA genau einen! Und der gehört wohl Boeing...

Eine Quelle muss ich aber leider schuldig bleiben, weil ich nicht mehr weiß, wo ich diese Info gelesen habe. Ich weiß also auch nicht, wie valide sie ist ;)
Beitrag vom 22.05.2019 - 18:47 Uhr
UserZiegelwieser
User (1 Beiträge)
War es nicht so das Ethiopian Airlines als eine der wenigen Fluggesellschaften einen echten 737-MAX Simulator hat? Ergebnis ist ja bekannt....
Beitrag vom 22.05.2019 - 23:43 Uhr
UserMHalblaub
User (485 Beiträge)
War es nicht so das Ethiopian Airlines als eine der wenigen Fluggesellschaften einen echten 737-MAX Simulator hat? Ergebnis ist ja bekannt....

Das Problem bei Simulatoren ist die Programmierung derselben und was trainiert wird. Die Simulatoren werden auch nicht von Boeing gebaut. U.a. ist bekannt geworden, dass die Anzeige für erhebliche Differenzen der Anstellwinkelgeber, die es bei der NG gab, bei der MAX wegen eines Programmierfehlers rausgeflogen sind. Hat das der Hersteller der Simulatoren wissen können? Im Simulator käme die Warnung und im Flugzeug selbst nicht.

"Laut Horne zwingen mangelnde Ressourcen Regulierungsbehörden wie die FAA zu solchen Maßnahmen - doch dies führt zu Interessenkonflikten."

Die FAA hätte wie jede Zulassungsbehörde auf diesem Gebiet keinen Mangel an Ressourcen. Der Antragsteller zahlt die Kosten für die Zertifizierung. Ist die Zertifizierung aufwendig, dann zahlt der Antragsteller einfach mehr. Bei dem geänderten Zertifizierungsverfahren mit Prüfern von Boeing ging es alleine darum Boeing Kosten zu sparen.
Beitrag vom 23.05.2019 - 08:22 Uhr
UserEricM
User (1335 Beiträge)
"Laut Horne zwingen mangelnde Ressourcen Regulierungsbehörden wie die FAA zu solchen Maßnahmen - doch dies führt zu Interessenkonflikten."

Die FAA hätte wie jede Zulassungsbehörde auf diesem Gebiet keinen Mangel an Ressourcen. Der Antragsteller zahlt die Kosten für die Zertifizierung. Ist die Zertifizierung aufwendig, dann zahlt der Antragsteller einfach mehr. Bei dem geänderten Zertifizierungsverfahren mit Prüfern von Boeing ging es alleine darum Boeing Kosten zu sparen.

Ich denke der Einfluss des Herstellers baut sich indirekt über Sparzwang durch die Politik auf.

1) Hersteller beklagt sich bei gewogenen Politikern über zu teure Zulassungen.
2) Gewogene Politiker streichen Mittel (in Behörden entspricht das eigentlich immer einem Personalabbau) und begrenzen somit die leistbare Arbeit der Behörde
3) Als "Ausweg" aus dem Dilemma wurden dann Selbst-Zertifizierungen verstärkt genutzt.

Das ganze wird dann als "Bürokratie-Abbau" dem Volk untergejubelt.

Ist also ganz ähnlich gelaufen wie bei der von der EU vorgegebenen Parsonal- und Finanz-Fehlplanung der DFS.


Dieser Beitrag wurde am 23.05.2019 08:24 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 23.05.2019 - 10:17 Uhr
Useratc
User (370 Beiträge)
Das Personal mit der entsprechenden Qualifikation ist schwer zu bekommen.
In den USA zahlen Behörden schlechter und Firmen (im Tech-sektor) besser als hier, die Einkommensdifferenz ist also ganz erheblich.
Der Resourcenmangel wäre also auch nicht behoben, wenn die FAA mehr Geld hätte oder die Prüfung teurer wär.
Klar man kann die Spezialisten extern einkaufen, aber wo kriege ich einen Spezialisten für MCAS her - wenn nicht von Boeing?
Beitrag vom 23.05.2019 - 17:07 Uhr
Userdlehmann66
User (196 Beiträge)
Also Mitarbeiter in einer Firma achten auf das Shareholder Value und auf ihre persönlichen Ziele und ihre Macht und ihr Einkommen. Das ist auch OK so.

Wenn aber die compliance und die geforderten Sicherheitsstandards nicht mit den vom Unternehmen an mich gestellten Zielen übereinstimmen, werde ich mich in der Regel immer für die meine Zielerfüllung entscheiden, denn davon hängt mein Einkommen und mein Weiterkommen ab.

Wenn ichj dann beides schaffen soll, dann geht das wie Boeing, Deutsche Bank, UBS, VW, Mercedes, Bayer scheif und kostet straegisch das Unternehmen Milliarden.

Deshalb sollte so eine compliance und Sicherheitsstandard Überwachungsstelle (wie FAA) nie inhouse sein, sondern wirklich UNABHàNGIG, sonst haben die Mitarbeiter wieder 2 Seelen und entscheiden sich für die für sie bessere Allternative.

Ich verstehe nicht, wo das Problem ist, auch wenn solche Flugsicherheitsspezialisten teuer sind...na und....ja dann kostet die Zulassung oder irgendein FAA papier halt auch mehr und das bezahlt Flugindustrie, weil es ja keine Allternative gibt und am Ende bezahlen es die Kunden. Das macht nachher vieleicht 0.01 % des Flugzeugpreises aus.
Beitrag vom 23.05.2019 - 17:19 Uhr
UserEricM
User (1335 Beiträge)
ch verstehe nicht, wo das Problem ist, auch wenn solche Flugsicherheitsspezialisten teuer sind...na und....ja dann kostet die Zulassung oder irgendein FAA papier halt auch mehr und das bezahlt Flugindustrie, weil es ja keine Allternative gibt und am Ende bezahlen es die Kunden. Das macht nachher vieleicht 0.01 % des Flugzeugpreises aus.

Ich vermute mal dass Lobbyisten von Boeing ( und auch Airbus ) das Politikern ganz anders erklären werden ...
Beitrag vom 23.05.2019 - 18:23 Uhr
Usermenschmeier
User (418 Beiträge)
Ich vermute mal dass Lobbyisten von Boeing ( und auch Airbus ) das Politikern ganz anders erklären werden ...

Tut mir leid, aber sind die letzten Entwicklungen von Airbus wegen immer wieder auftretenden gleichgearteten Problemen gegroundet worden? Hat die A350 ständig Probleme mit ihren Batterien oder ihrem Elektriksystem? Hat die A320NEO ein fehlerhaft konzipiertes und nicht ausreichend geprüftes, verstecktes Trimmsystem, was 350 unschuldige Menschen getötet hat?

Wenn nicht, dann scheint hier in Europa die Kontrolle zu funktionieren, und ihre Unterstellung ist nichts weiter als eine Verleumdung.
Beitrag vom 23.05.2019 - 18:59 Uhr
UserEricM
User (1335 Beiträge)
Ich vermute mal dass Lobbyisten von Boeing ( und auch Airbus ) das Politikern ganz anders erklären werden ...

Tut mir leid, aber sind die letzten Entwicklungen von Airbus wegen immer wieder auftretenden gleichgearteten Problemen gegroundet worden? Hat die A350 ständig Probleme mit ihren Batterien oder ihrem Elektriksystem? Hat die A320NEO ein fehlerhaft konzipiertes und nicht ausreichend geprüftes, verstecktes Trimmsystem, was 350 unschuldige Menschen getötet hat?

Wenn nicht, dann scheint hier in Europa die Kontrolle zu funktionieren, und ihre Unterstellung ist nichts weiter als eine Verleumdung.

Sie sollten mir nichts unterstellen was ich nicht gesagt habe.
Tatsache ist, dass generell Firmen auf weniger Bürokratie und weniger Wirtschaftshemmnisse hinwirken lassen.
Und da fällt eine Zulassung durchaus darunter, deren Kosten bitter beklagt werden.
Als "Wettbewerbsnachteil".

Was ich nicht gesagt habe - und was ich auch nicht annehme - ist, dass Airbus einen ähnlichen Schlendrian wie Boeing aufgezogen hat.
Beitrag vom 24.05.2019 - 06:39 Uhr
Usermenschmeier
User (418 Beiträge)
Doch genau das haben sie, wahrscheinlich aus Unwissenheit, gesagt.

Es gibt keinen Wettbewerbsnachteil für irgendeinen Hersteller. Die Zulassungsvorschriften sind weltweit einheitlich und wenn sich alle daran halten gibt es nichts für Lobbyisten zu beeinflussen. Und sie sagen Airbus würde dieses tun.
Beitrag vom 24.05.2019 - 08:26 Uhr
UserEricM
User (1335 Beiträge)
Doch genau das haben sie, wahrscheinlich aus Unwissenheit, gesagt.

Wenn Sie meinen... Ich bin hier nur verantwortlich für das, was ich schreibe.
Nicht für das was Sie dazu erfinden ...

Und falls Sie jemals einen Lobbyisten von Airbus, Boeing, oder sonst einer großen Firma finden, der öffentlich die Meinung vertritt, die Höhe von Zulassungskosten für das Produkt seiner Firma sei irrelevant und die Behörden könnten das gerne noch teurer machen, zeige ich Ihnen einen Lobbyisten der bald wieder dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht.

Dieser Beitrag wurde am 24.05.2019 08:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.05.2019 - 09:03 Uhr
Usermenschmeier
User (418 Beiträge)
Sie schweifen von ihrer Aussage ab. Die Zulassungskosten richten sich maßgeblich nach den zu erbringenden Flugnachweisen und da sind die Anforderungen auch seit Jahren konstant. Bzw der Anteil der Simulationen steigt stetig an und verringern die Anzahl der realen Flugversuche.

Somit ist ihre Aussage über steigende Zulassungskosten leider auch falsch.
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