Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Streit um Abfindungen bei Lufthansa

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Beitrag vom 07.10.2020 - 15:45 Uhr
Usercontrail55
User (2282 Beiträge)
Na ja, wer nicht völlig verblendet durch die Gegend läuft und sich aus den Gesprächen auf der Strecke komplett ausklinkt, der hat sich schon Gedanken gemacht, wie die individuelle Zukunft aussehen könnte. Wer das in 4 Wochen noch nicht weiß, der weiß das auch nicht in sechs.
Spannend wird werden, wieviele das Angebot annehmen, denn LH muss selbst schauen, wie sie die Leute los wird. Da sind sie mit der Arbeitsplatz Garantie vs. Sparbeitrag ins Risiko gegangen.
Wer die Zahlen liest, der bekommt eine Idee, wo der Unterschied zu Ocean liegt. Das bedeutet auch, mind. 15% sind in den Endstufen.
Aber wenigstens bewegt sich was.



Dieser Beitrag wurde am 07.10.2020 17:16 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.10.2020 - 16:01 Uhr
UserBene78
User (64 Beiträge)
Wer die Zahlen liest, der bekommt eine Idee, wo der Unterschied zu Ocean liegt. Das bedeutet auch, mind. 15% sind in den Endstufen.
Was meinen sie mit Endstufen?

0,75 Gehälter/Beschäftigungsjahr sind doch auch nicht unterdurchschnittlich. Ob bei ner bk und Klage Mehr rum kommt bezweifel ich. Hört sich nach einem Versuch an nochmal das maximale rauszupressen solange noch etwas Geld da ist.
Beitrag vom 07.10.2020 - 16:04 Uhr
UserBene78
User (64 Beiträge)

Spannend wird werden, wieviele das Angebot annehmen, denn LH muss selbst schauen, wie sie die Leute los wird. Da sind sie mit der Arbeitsplatz Garantie vs. Sparbeitrag ins Risiko gegangen.

Wenn q4 20 und q1 21 weiterhin unter den alten Erwartungen bleiben - was wohl ziemlich sicher ist - wars das wohl auch mit dem vereinbarten Kündigungsschutz.
Beitrag vom 07.10.2020 - 16:39 Uhr
Usercontrail55
User (2282 Beiträge)
Wer die Zahlen liest, der bekommt eine Idee, wo der Unterschied zu Ocean liegt. Das bedeutet auch, mind. 15% sind in den Endstufen.
Was meinen sie mit Endstufen?
Die Gehälter sind in Gehaltsstufen eingeteilt, höher = mehr und man steigert in bestimmten Abständen. Endstufe ist die höchste Stufe.
0,75 Gehälter/Beschäftigungsjahr sind doch auch nicht unterdurchschnittlich. Ob bei ner bk und Klage Mehr rum kommt bezweifel ich. Hört sich nach einem Versuch an nochmal das maximale rauszupressen solange noch etwas Geld da ist.
Es wird in der Kabine keine bK geben, die sind ja ausgeschlossen für 4 Jahre. Daher greift das nicht. Aber das KSG definiert das mit 0,5/Jahr. Hier ist es also mehr, aber es soll ja auch ein Incentiv geschaffen werden, damit so viele wie möglich gehen. Ob das reicht werden wir sehen.

Wenn q4 20 und q1 21 weiterhin unter den alten Erwartungen bleiben - was wohl ziemlich sicher ist - wars das wohl auch mit dem vereinbarten Kündigungsschutz.
Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.
Beitrag vom 07.10.2020 - 19:40 Uhr
UserA345
User (720 Beiträge)


Wenn q4 20 und q1 21 weiterhin unter den alten Erwartungen bleiben - was wohl ziemlich sicher ist - wars das wohl auch mit dem vereinbarten Kündigungsschutz.
Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.

Eine Insolvenz reicht aus. Da hilft kein Kündigungsschutz mehr.
Beitrag vom 07.10.2020 - 19:55 Uhr
Usercontrail55
User (2282 Beiträge)


Wenn q4 20 und q1 21 weiterhin unter den alten Erwartungen bleiben - was wohl ziemlich sicher ist - wars das wohl auch mit dem vereinbarten Kündigungsschutz.
Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.

Eine Insolvenz reicht aus. Da hilft kein Kündigungsschutz mehr.
Sag ich ja, dann haben wir ganz andere Probleme.
Beitrag vom 07.10.2020 - 20:51 Uhr
UserA345
User (720 Beiträge)


Wenn q4 20 und q1 21 weiterhin unter den alten Erwartungen bleiben - was wohl ziemlich sicher ist - wars das wohl auch mit dem vereinbarten Kündigungsschutz.
Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.

Eine Insolvenz reicht aus. Da hilft kein Kündigungsschutz mehr.
Sag ich ja, dann haben wir ganz andere Probleme.

Und die Insolvenz wird kommen, wenn manche Parteien den Ernst der Lage nicht langsam begreifen. Obwohl ich schon glaube, dass es (fast) alle verstanden haben. Nur muss man sich dann auch so verhalten - auch wenn es schwer fällt es zu begreifen.
Beitrag vom 07.10.2020 - 20:53 Uhr
Usersennah88
User (2 Beiträge)
Ich würde empfehlen die 4 Wochen ausgiebig darüber nachzudenken ob Gehalt aus Insolvenzmasse oder eine Abfindung als Back-Up besser ist. Zum einen hat sich LH es enorm mit vielen nationalen Passagieren mit ihrer unglaublichen Rückzahlungsstrategie verscherzt zum Anderen wird es keine Erholung geben. Das Geld rinnt davon und es wird herbstlich dunkel um den Konzern.
Beitrag vom 07.10.2020 - 20:57 Uhr
UserFW 190
User (1686 Beiträge)
Wovon träumt Herr Baublies? Erwartet wurde das doppelt der angebotenen 0,75. In guten Zeit war 1 Monats Gehalt pro zugehörigkeits Jahr in Deutschland schon gut, 50% die "normale" Abfindung. Und Ufo träumt in dieser Situation von 150%. Sehen die nicht (bei der Auslastung der Kabine) was los ist?

Bin jetzt mal auf Verdi gespannt.
Beitrag vom 07.10.2020 - 22:24 Uhr
UserFlugbegeisterter
User (62 Beiträge)

Es wird in der Kabine keine bK geben, die sind ja ausgeschlossen für 4 Jahre. Daher greift das nicht. Aber das KSG definiert das mit 0,5/Jahr. Hier ist es also mehr, aber es soll ja auch ein Incentiv geschaffen werden, damit so viele wie möglich gehen. Ob das reicht werden wir sehen.

Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.

Bei diesen beiden Sätzen frage ich mich, ob der Verfasser, den Ernst der Lage erkannt hat. Sie suggerieren, auch beim mehrmaligen lesen, dass man erstmal getrost warten kann. Es werde schon keiner gekündigt. Dass in der Kabine betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind, und das ganze für 4 Jahre, kann man fast nicht glauben. Das würde doch kein normaler Arbeitgeber vereinbaren. Die Tarifverträge enthalten Klauseln, dass ab 15 Jahren Betriebszugehörigkeit die ordentliche Kündigung ausgeschlossen ist. Ok, dann werden eben die mit weniger gekündigt. Glück für die Älteren.

Zur Abfindung: Der Verweis auf das KSchG greift zu kurz. Die 0,5 Gehälter oder mehr gibt es nur unter engen Voraussetzungen. Ein Blick in § 1 a KSchG erleichtert die Rechtsfindung. Und ein Irrglaube besteht unter Angestellten noch immer, nämlich dass es bei Kündigung immer Abfindungen gibt - mitnichten. Grundsatz ist: es gibt nichts. Wir dürfen gespannt sein, ob es Betroffene gibt, die das so schlechte Angebot annehmen. Nehmen zu wenige an, besteht die reelle Gefahr, dass es zum Sozialplan kommt. Und ich wette mit Ihnen, dass es dann betriebsbedingte Kündigungen geben wird.
Beitrag vom 07.10.2020 - 22:25 Uhr
UserFlugbegeisterter
User (62 Beiträge)
Wovon träumt Herr Baublies? Erwartet wurde das doppelt der angebotenen 0,75. In guten Zeit war 1 Monats Gehalt pro zugehörigkeits Jahr in Deutschland schon gut, 50% die "normale" Abfindung. Und Ufo träumt in dieser Situation von 150%. Sehen die nicht (bei der Auslastung der Kabine) was los ist?

Bin jetzt mal auf Verdi gespannt.

Der hat wohl sehr prickelnde Träume... Aber was soll er sonst machen, einknicken? Irgendwas muss er ja von sich geben, um von der Basis weiter das Verhandlungsmandat zu bekommen.
Beitrag vom 08.10.2020 - 00:34 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (511 Beiträge)
Nehmen zu wenige an, besteht die reelle Gefahr, dass es zum Sozialplan kommt. Und ich wette mit Ihnen, dass es dann betriebsbedingte Kündigungen geben wird.

Mir wurde von einem befreundeten LH MA gezwitschert, dass die Konzern Betriebsvereinbarung Sozialplan seitens LH ordentlich zum 31.12.2020 ohne Nachwirkung gekündigt wurde.
Beitrag vom 08.10.2020 - 07:59 Uhr
Usercontrail55
User (2282 Beiträge)

Es wird in der Kabine keine bK geben, die sind ja ausgeschlossen für 4 Jahre. Daher greift das nicht. Aber das KSG definiert das mit 0,5/Jahr. Hier ist es also mehr, aber es soll ja auch ein Incentiv geschaffen werden, damit so viele wie möglich gehen. Ob das reicht werden wir sehen.

Um das zu knacken sind sehr hohe Hürden eingebaut und wenn das greift haben wir ganz andere Probleme.

Bei diesen beiden Sätzen frage ich mich, ob der Verfasser, den Ernst der Lage erkannt hat.
Doch, doch, das hat er. Dennoch gibt es zunächst einen TV Krise.
Sie suggerieren, auch beim mehrmaligen lesen, dass man erstmal getrost warten kann. Es werde schon keiner gekündigt.
So ist das mit Verträgen, sie suggerieren Sicherheit. Dafür sind sie da, sonst bräuchte man keine Vereinbarungen zu treffen. Wenn allerdings die Hütte brennt und man drin sitzt, dann nützt mir auch die Feuerversicherung nichts mehr.
Dass in der Kabine betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind, und das ganze für 4 Jahre, kann man fast nicht glauben. Das würde doch kein normaler Arbeitgeber vereinbaren.
Das hat er aber, wenn auch nicht zu 100%. Das habe ich auch so geschrieben.
Die Tarifverträge enthalten Klauseln, dass ab 15 Jahren Betriebszugehörigkeit die ordentliche Kündigung ausgeschlossen ist. Ok, dann werden eben die mit weniger gekündigt. Glück für die Älteren.
Das hat mit dem TV Krise nichts zu tun.
Zur Abfindung: Der Verweis auf das KSchG greift zu kurz. Die 0,5 Gehälter oder mehr gibt es nur unter engen Voraussetzungen.
Stimmt, sagt ja auch keiner etwas anderes. Es ging um den Vergleich zur vereinbarten Höhe der Abfindung und warum höhere Abfindungen sinnvoll sind. Die Kunst ist, die Abfindungen so attraktiv wie möglich zu machen, um das Ziel der Abgänge zu erreichen, aber nicht zu hoch um unnötig viel Geld auszugeben.
Ein Blick in § 1 a KSchG erleichtert die Rechtsfindung. Und ein Irrglaube besteht unter Angestellten noch immer, nämlich dass es bei Kündigung immer Abfindungen gibt - mitnichten. Grundsatz ist: es gibt nichts. Wir dürfen gespannt sein, ob es Betroffene gibt, die das so schlechte Angebot annehmen. Nehmen zu wenige an, besteht die reelle Gefahr, dass es zum Sozialplan kommt. Und ich wette mit Ihnen, dass es dann betriebsbedingte Kündigungen geben wird.
Da wette ich nicht dagegen, da ich geschrieben habe, es kann sie geben, wenn bestimmte Parameter erfüllt sind. Sind diese erfüllt, dann sitzen wir in der brennenden Hütte. Dann gelten aber auch die von Ihnen angeführten Vereinbarungen mit den 15Jahren nicht mehr.

Kurz, es müssen 2 Kriterien gleichzeitig! erfüllt sein, um den TV Krise zu kündigen. Dann kann man wieder betriebsbedingt kündigen, es fallen aber gleichzeitig alle verhandelnden Einsparungen sofort weg. Wenn diese Kriterien erreicht sind, dann können Sie alle Verträge in die Tonne werfen.

Dieser Beitrag wurde am 08.10.2020 08:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.10.2020 - 08:09 Uhr
Usercontrail55
User (2282 Beiträge)
Wovon träumt Herr Baublies? Erwartet wurde das doppelt der angebotenen 0,75. In guten Zeit war 1 Monats Gehalt pro zugehörigkeits Jahr in Deutschland schon gut, 50% die "normale" Abfindung. Und Ufo träumt in dieser Situation von 150%. Sehen die nicht (bei der Auslastung der Kabine) was los ist?

Das ist nicht der Hintergrund der Aussage. Der ist sauer, dass er nicht mitspielen darf und die PV der Verhandlungspartner war.
Beitrag vom 08.10.2020 - 09:34 Uhr
UserA345
User (720 Beiträge)
Wovon träumt Herr Baublies? Erwartet wurde das doppelt der angebotenen 0,75. In guten Zeit war 1 Monats Gehalt pro zugehörigkeits Jahr in Deutschland schon gut, 50% die "normale" Abfindung. Und Ufo träumt in dieser Situation von 150%. Sehen die nicht (bei der Auslastung der Kabine) was los ist?

Das ist nicht der Hintergrund der Aussage. Der ist sauer, dass er nicht mitspielen darf und die PV der Verhandlungspartner war.

Dann sollen die Gewerkschaften (VC, UFO, Verdi) doch mal erklären, wo die finanziellen Mittel für die Bedienung ihrer Forderungen herkommen sollen. Aus jetziger Sicht betrachtet können diese Mittel doch nur aus dem Steuersäckl kommen.

In dieser existenzbedrohenden Lage, in der sich die LH-Group als Ganzes befindet, sollte man als Gewerkschaft die Kirche im Dorf lassen und realistisch betrachten was überhaupt noch möglich ist. Ich kann mich an solch ein Gezeter nicht erinnern, als es 2017 um AB ging und 2018 um Germania. Ohne die 9 Mrd. vom Papa Staat wären die Lichter womöglich schon aus. 9 Mrd. sind 9000 Millionen, das am Rande. Für manche offenbar eine Selbstverständlichkeit, real betrachtet aber das Geld von knapp 80 Mio. Bundesbürgern.
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