Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / 737-Krise brockt Boeing Milliarden-V...

Beitrag 1 - 6 von 6
Beitrag vom 29.01.2020 - 15:46 Uhr
UserBurntime
User (149 Beiträge)
18 Milliarden Sonderkosten?

2018 10,5 Milliarden Gewinn
2019 0,7 Milliarden Verlust

= > 2020 ist für Boeing eigentlich schon wieder ein "kleiner" Gewinn um 3 Milliarden möglich.
Mh, das würde ich mal bezweifeln.
Beitrag vom 29.01.2020 - 16:05 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (336 Beiträge)
Also der Aktienkurs zeigt, dass die Aktionäre jetzt nicht so unzufrieden zu sein scheinen... das ist fast das, was mich an der Sache am meisten wundert.
Beitrag vom 29.01.2020 - 18:23 Uhr
UserNicci72
User (233 Beiträge)
Also der Aktienkurs zeigt, dass die Aktionäre jetzt nicht so unzufrieden zu sein scheinen... das ist fast das, was mich an der Sache am meisten wundert.

Der Aktienkurs von Boeing ist überhaupt ein sehr interessantes Thema, schon seit längerem. In den ersten Deutungen der Analysten wird er gegenwärtig damit erklärt, dass die Verluste von Boeing 2019 nicht ganz so groß gewesen seien wie befürchtet... - ja...
Beitrag vom 29.01.2020 - 19:39 Uhr
UserPropeller45
User (198 Beiträge)
Nun ja...das ist Börsianersprech. Getrieben vom Anlagedruck der amerikanischen Pensionsfonds, die für ihre Klientel die großen DOW-Titel kaufen, wird auch der Boeing-Börsenwert künstlich angeschoben. Nach dem Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf".
So, wie scheinbar auch die Rezertifizierung der MAX begonnen wurde. Und nun?
Beitrag vom 29.01.2020 - 23:08 Uhr
UserMHalblaub
User (593 Beiträge)
Nun ja...das ist Börsianersprech. Getrieben vom Anlagedruck der amerikanischen Pensionsfonds, die für ihre Klientel die großen DOW-Titel kaufen, wird auch der Boeing-Börsenwert künstlich angeschoben. Nach dem Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf".

Das ist gerade das Problem für Boeing. Der eigene CEO und Führungsmannschaft werden hauptsächlich über Aktiengewinne entlohnt. Boeing gehört hauptsächlich den Pensionsfonds der CEOs und Führungsmannschaften ebenfalls nach Aktiengewinnen bezahlt werden. Das Problem ist, dass die Zyklen in der Luftfahrt erheblich länger sind als in vielen anderen Branchen.

Der Rumpf der 737 passiert auf einem Entwurf der 707. Der Erstflug war 1957! Das heißt ein Fehler von 1950 für das Rumpfdesign könnte sich bis heute auswirken und Kosten verursachen. Was juckt das einen CEO der vielleicht 5 Jahre im Amt ist? - Nicht nur bei Boeing sondern auch bei den Pensionsfonds.
Beitrag vom 30.01.2020 - 04:46 Uhr
UserDavid Webb
User (115 Beiträge)
Bin ich der einzige der die Überschrift irreführend findet?

700 Mio. Verlust sind für mich kein Milliardenverlust.

Ich bin immer noch überrascht wie gut Boeing das ganze wegsteckt. Es steht ja nicht nur der Hauptumsatz- & Gewinnbringer am Boden, man muss auch Rückstellungen aufbauen und zwar massiv für:
2 Abstürze und alle Folgekosten (Rechtskosten, etc.)
Kundenentschädigungen und Vertragsstrafen
weitere mit dem Grounding zusammenhängende Strafen von z.b. FAA oder Staaten
weitere mit dem Grounding zusammenhängende Kosten z.b. durch Entschädigungen an Zulieferer, Restrukturierung, etc.

Boeing steck das ganze massiv gut weg, eigentlich zu gut.
So ein Desaster sollte eigentlich eine Firma nicht überleben,
anders gefragt:
Wenn Boeing mutwillig seine Stakeholder betrügt und die Kunden und Angestellten seiner Kunden ermordet, und dann nicht Pleite geht - wann soll Boeing jemals Pleite gehen?

Nicht vergessen, die B787 hatte schon ein konstruktiven Blunder.
Wenn die Daten stimmen, dann hat Boeing 1-2 Totalverluste alle 2 Jahr wohl einkalkuliert.

Dafür haben die Airlines die Füße verdammt still gehalten, normalerweise hätte jeder vernünftige Airline CEO alle Max Bestellungen stonieren müssen.
Er tut es nur nicht, weil er keine Alternative hat.
Konsequenter Weise hätte man eigentlich alle Boeing Bestellungen stornieren müssen, denn wer 2x Mal so einen Mist baut, der ist durch.

Dafür steht Boeing viel viel viel zu gut da. Eigentlich müsste die Airline massiv ums Überleben kämpfen.