Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Airbus A321XLR soll BER zu mehr Lang...

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Beitrag vom 19.11.2025 - 09:58 Uhr
Userdlehmann66
User (616 Beiträge)
In meine Augen eine sehr waghalsige Theorie. Lufthansa schafft es an ihren Hubs mit Zubringerverkehr A350 und B777 zu füllen und nun soll das in Berlin nur mit regionalen Passagieren klappen?

Wir reden hier von 10-15 Mill Bewohnern in der Region (Berlin, Brandenburg, MVP, Polen und Sachsen Anhalt) daher kann ich mir das auf Rennstrecken (LAX, New York, Dubai, eventuell Thailand, Singapur, Hong Kong [ich weiss nicht ob hier die Reichweite der XLR reicht]) schon eine tägliche Verbindung vorstellen d.h. anfangen wöchentlich mit einer XLR und dann steigern auf dann im Sommer A330neo u.s.w.
Ich sehe andere Regionen wie Zürich, mit weniger Bewohner, die auch grosse Langstrecken haben z.T. mit A380 (ja in ZRH wohnt viel mehr Geld). Ich Nordosten von DE will man auch in Urlaub aber eventuell weniger auf Businesstrips.

Dieser Beitrag wurde am 19.11.2025 10:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.11.2025 - 10:19 Uhr
UserNiedersachsenHans
User (346 Beiträge)
Es gibt zwei Gründe, warum der A 321xlr eben nicht der Wunderlangstreckenflieger ist, mit dem man viele Nordatlantikstrecken nonstop ganzjährig befliegen kann:
Der eine Grund liegt eben an der Windsituation, denn gerade auf dem Flug nach Westen und im Winter fliegt man sehr oft lange Zeit im Polarfrontjetstream, wo durchaus eine Gegenwindkomponente von 100kt im Durchschnitt vorkommen kann. Da müsste man dann in Gander oder Bangor eine Zwischenlandung einlegen. Im Sommer sieht das meist etwas besser aus.
Dazu kommt noch, dass aufgrund des Centertanks kaum noch Kapazität für Fracht vorhanden ist, da die restlichen Bellies für Gepäck gebraucht werden.
Die Fracht macht auf den Langstrecken schon einiges aus an Umsatz, gerade für die großen Carrier
Dass der Flieger aufgrund der langsameren Fluggeschwindigkeit ne halbe Stunde länger braucht z.B. nach JFK, spielt da nur eine untergeordnete Rolle.
Und wenn man jetzt sagt, dass ja TAP auch mit dem XLR nach JFK usw fliegt, LiS liegt ja schon deutlich weiter westlich, da ist ein Flug mehr als eine Stunde kürzer als von BER, und zusätzlich ist man dort weniger vom Jetstream beeinträchtigt, da die Flugstrecke weiter südlich liegt


Dieser Beitrag wurde am 19.11.2025 10:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 19.11.2025 - 10:19 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2139 Beiträge)
Ich sehe andere Regionen wie Zürich, mit weniger Bewohner, die auch grosse Langstrecken haben z.T. mit A380 (ja in ZRH wohnt viel mehr Geld). Ich Nordosten von DE will man auch in Urlaub aber eventuell weniger auf Businesstrips.

Zürich ist aber auch ein Hub von Swiss. Das ist nicht wirklich vergleichbar.
Beitrag vom 19.11.2025 - 10:39 Uhr
UserTino Riva
User (12 Beiträge)
Das Reservoir potentieller Passagiere um den BER wird m. E. überschätzt, da der Passagier ab einer gewissen Entfernung auch andere Flughäfen in Betracht zieht. Wenn man 2,5 h zum BER braucht, fährt man gewiß auch 3,5 bis 4 h zum FRA, wo es mehr Wettbewerb gibt und das Angebot größer ist.

Daß der BER Marktforschung betreibt, ist Teil seines Business.
Aber das öffentliche Anbiedern insbesondere aus der Politik erweckt (subjektiv empfunden) irgendwie keinen guten Eindruck.
Beitrag vom 19.11.2025 - 11:34 Uhr
UserFRAHAM
User (1229 Beiträge)
Wir reden hier von 10-15 Mill Bewohnern in der Region (Berlin, Brandenburg, MVP, Polen und Sachsen Anhalt) ...

Und das ist eine berühmte Milchmädchen-Rechnung. Berlin, Brandenburg und Ost-MVP lasse ich gelten, sowie Teile von Sachsen und Sachsen-Anhalt. Aber alles was im Bereich < 1 Stunde rund um Leipzig/Dresden wohnt hat ein gutes Umsteigenetz via Frankfurt/München. Westliche Teile MVPs fahren sicherlich schneller nach Hamburg und von da via Frankfurt/München in alle Welt. Alles was östlich von Poznan in Polen wohnt, hat es näher nach Warschau (mit etwas mehr Langstrecken-Angebot) als nach Berlin. Davon abgesehen, dass auch Poznan eine Verbindung nach Frankfurt, Stettin nach Warschau hat etc. Die 10-15 Millionen brechen dann schnell zusammen auf 8-9 Millionen.

Der wesentliche Teil ist aber ... es fehlt die Wirtschaft. Insbesondere der 321XLR lebt in Ermangelung von Frachtkapazitäten von den teuren Sitzen vorne. Es sind zwar vom BIP beide Ballungszentren vergleichbar. Aber Berlin hat eher die Künstler und Start-Up Szene, die das Geld einspielen, wohingegen Rhein-Main neben der Tatsache, dass es als Hub noch Passagiere feedert, hauptsächlich Banken, sonstigen Finanzkonzerne, Anwaltskanzleien - aber auch Chemie und IT-Unternehmen beherbergt und hier auch in der Regel internationale Großkonzerne, bei denen die Reisetätigkeiten damit ungleich größer sind. Ein auch nicht unwesentlicher Faktor ist die Frankfurter Messe, die rund Faktor 2,2 mehr Gäste anzieht als in Berlin.

Aber - was ich, wie viele andere, nicht kritisiere, ist die Tatsache, dass ein Airport versucht Airline neue Geschäftsmodelle schmackhaft zu machen. Ob der gewählte Weg der richtige ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn mir aber ein Lieferant vorrechnen will, wie mein Geschäftsmodell aussieht, ich bin da nicht sicher, ob das auf viel Gegenliebe stößt. Weil entweder hat er recht, dann habe ich unfähige Mitarbeiter, was keiner zugeben will. Oder ich habe recht, dann ist dieser Lieferant "unfähig" meine Bedüfnisse zu kennen.

Ich finde es zudem schwierig mit der Mitleidsmasche alle paar Wochen eine Pressemeldung zu lesen, in der steht, dass man doch mehr Langstreckenverkehr haben möchte. Das klingt trotzig und kindlich, aber nicht erwachsen/professionell.

Ich bin der Meinung, dass es Berlin gut stehen würde, sich über seine Kernkompetenzen klar zu werden und zu schauen, wo ethnische Bevölkerungsgruppen ein hohes Grundrauschen erzeugen könnten und Family&Friends Flüge. Oder wo ein Wirtschaftsunternehmen mit Sitz oder wenigsten Betrieb in Berlin sonst noch einen Sitz, Betrieb oder Vorlieferanten hat und dann zusammen mit diesem dann aktiv die Airlines ansprechen und bspw. Buchungsgarantien zu geben, um den Airlines das Risiko des Verlustes zu minimieren (oder im Beispiel Paderborn sogar eigene Airline gründen). Da wird es aber wahrscheinlich schwierig, die größten Wirtschaftsunternehmen wie Bahn, Axel Springer, Zalando oder Siemens haben keine klassischen Wertschöpfungsketten mit höheren Reiseanteilen oder im Falle Siemens ihre Reisetätigkeiten vermutlich eher ex München.

Mein Wunsch wäre nur ... arbeitet, habt Erfolge und meldet Euch dann wieder zu Wort.
Beitrag vom 19.11.2025 - 12:19 Uhr
UserKonTra77
User (244 Beiträge)
Die üblichen dummen Kommentare hier. Komisch, dass Qatar jeden Tag 900 Sitze problemlos voll bekommt (davon 82 in Biz) und andere Airlines nichtmal über einen A321XLR nachdenken. Das Potenzial ist definitiv vorhanden.

900... und wie viel mehr noch?
18 Millionen im Einzugsgebiet... aber mit deutlich geringere Kaufkraft als es ein Einzugsgebiet in West- oder Süddeutschland hat.

Immer das gleiche... hier werden absolute Zahlen in den Raum geschmissen, ohne diese in Relation zu setzen.
Beitrag vom 20.11.2025 - 10:01 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3804 Beiträge)
Es ist m.E. völlig normal das die Verantwortlichen der Hauptstadt Deutschlands nunmal gerne eben auch internationales Renommee, u.a. durch ein 'BIG Airport' hätten. Völlig okay.

Aber die Entwicklung in Deutschland nach 1945 hat nun mal dafür gesorgt das politische und wirtschaftliche 'Macht' im Westen der BRD sich entwickelte und immer noch dort ist.

Berlin (und Brandenburg) und damit der Airport hat nur dann eine wirkliche Chance, wenn es die Region schafft, die New Economy massiv in und um Berlin anzusiedeln.

Dann entsteht auch genügend Bedarfe an Geschäfts/Businessfliegerei.

Die Attraktivität der Hauptstadt als Touristen- Hotspot bleibt als zusätzlicher Beschleuniger ja erhalten.
Beitrag vom 20.11.2025 - 10:17 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2139 Beiträge)
Es ist m.E. völlig normal das die Verantwortlichen der Hauptstadt Deutschlands nunmal gerne eben auch internationales Renommee, u.a. durch ein 'BIG Airport' hätten. Völlig okay.

Aber die Entwicklung in Deutschland nach 1945 hat nun mal dafür gesorgt das politische und wirtschaftliche 'Macht' im Westen der BRD sich entwickelte und immer noch dort ist.

Berlin (und Brandenburg) und damit der Airport hat nur dann eine wirkliche Chance, wenn es die Region schafft, die New Economy massiv in und um Berlin anzusiedeln.

Dann entsteht auch genügend Bedarfe an Geschäfts/Businessfliegerei.

Die Attraktivität der Hauptstadt als Touristen- Hotspot bleibt als zusätzlicher Beschleuniger ja erhalten.

Jetzt bin ich verwirrt: Sind nicht Sie einer der großen Redner hier, die hier regelmäßig propagieren, dass
a) Fliegerei keinen Einfluss darauf hat, welche Unternehmen sich wo ansiedeln, weil
b) Die Business Fliegerei sowieso auf einem absteigenden Ast ist, weil durch Teams/Zoom und co ersetzt + immer mehr Unternehmen "grün" denken?
c) Generell weniger geflogen wird, die Leute immer umweltbewusster werden (zumindest in D) und auch privat eher Bahn fahren als zu fliegen?

Warum glauben Sie dann, dass gerade in der "New Economy" genug Geschäftsfliegerei entsteht?
Beitrag vom 20.11.2025 - 11:10 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3804 Beiträge)
Es ist m.E. völlig normal das die Verantwortlichen der Hauptstadt Deutschlands nunmal gerne eben auch internationales Renommee, u.a. durch ein 'BIG Airport' hätten. Völlig okay.

Aber die Entwicklung in Deutschland nach 1945 hat nun mal dafür gesorgt das politische und wirtschaftliche 'Macht' im Westen der BRD sich entwickelte und immer noch dort ist.

Berlin (und Brandenburg) und damit der Airport hat nur dann eine wirkliche Chance, wenn es die Region schafft, die New Economy massiv in und um Berlin anzusiedeln.

Dann entsteht auch genügend Bedarfe an Geschäfts/Businessfliegerei.

Die Attraktivität der Hauptstadt als Touristen- Hotspot bleibt als zusätzlicher Beschleuniger ja erhalten.

Jetzt bin ich verwirrt: Sind nicht Sie einer der großen Redner hier, die hier regelmäßig propagieren, dass

Das 'verwirrt sind' wundert mich nicht - ist ja nicht das erste Mal das Sie meine Beiträge nicht verstehen (wollen) ;)))

a) Fliegerei keinen Einfluss darauf hat, welche Unternehmen sich wo ansiedeln, weil
b) Die Business Fliegerei sowieso auf einem absteigenden Ast ist, weil durch Teams/Zoom und co ersetzt + immer mehr Unternehmen "grün" denken?
c) Generell weniger geflogen wird, die Leute immer umweltbewusster werden (zumindest in D) und auch privat eher Bahn fahren als zu fliegen?

Ich schrieb, gerne noch mal nachlesen, von den Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg.

Aber Sie haben mit a, b und c völlig Recht.

Warum glauben Sie dann, dass gerade in der "New Economy" genug Geschäftsfliegerei entsteht?

Weil 'Old Economy' sich nicht in diese Gegend locken lassen wird (eher ganz aus DE wegziehen, bzw. verschwindet).

Ein Blick nach China, Indien und die USA, in Bezug auf 'New Economy' sollte ausreichen.

Allerdings, das will ich nicht verschweigen, ist diese Sparte eher noch affiner in Bezug auf Telko, Viseokonferenzen etc. . Jedoch besitzen die Führungskräftve und MA eine gewisse Affinität zum 'zur Schau stellen von Geld und Reichtum' - wozu eben auch eine bestimmte Art des Fliegens gehört.
Beitrag vom 20.11.2025 - 11:31 Uhr
Userpiloto
User (1 Beiträge)
Moin,

ich verstehe die Aufregung nicht. Natürlich muss der Flughafen potentielle Strecken durchrechnen und bei den Airlines Klinken putzen gehen. Wenn nicht, hätte der Vertrieb versagt und das gleiche passiert auch bei FRAPORT/FMG usw., alles andere wäre fahrlässig.

Ohne wieder eine Pro/Anti Diskussion loszuschlagen, jeder Großraum, egal ob FRA/MUC/DUS/HAM/BER hat Potential. Dies gilt es zu heben und wenn vorher A332/763/788 das kleinste Flugzeug war, mit dem LR geflogen werden konnte, ist es jetzt halt die A321XLR.
Schaut man sich TAP/Aer Lingus/Iberia an, gibt es dahingehend schon Möglichkeiten.

Gruß,
Jochen
Beitrag vom 20.11.2025 - 12:07 Uhr
UserFloCo
Nicht mehr so Vielflieger
User (2139 Beiträge)
Es ist m.E. völlig normal das die Verantwortlichen der Hauptstadt Deutschlands nunmal gerne eben auch internationales Renommee, u.a. durch ein 'BIG Airport' hätten. Völlig okay.

Aber die Entwicklung in Deutschland nach 1945 hat nun mal dafür gesorgt das politische und wirtschaftliche 'Macht' im Westen der BRD sich entwickelte und immer noch dort ist.

Berlin (und Brandenburg) und damit der Airport hat nur dann eine wirkliche Chance, wenn es die Region schafft, die New Economy massiv in und um Berlin anzusiedeln.

Dann entsteht auch genügend Bedarfe an Geschäfts/Businessfliegerei.

Die Attraktivität der Hauptstadt als Touristen- Hotspot bleibt als zusätzlicher Beschleuniger ja erhalten.

Jetzt bin ich verwirrt: Sind nicht Sie einer der großen Redner hier, die hier regelmäßig propagieren, dass

Das 'verwirrt sind' wundert mich nicht - ist ja nicht das erste Mal das Sie meine Beiträge nicht verstehen (wollen) ;)))

a) Fliegerei keinen Einfluss darauf hat, welche Unternehmen sich wo ansiedeln, weil
b) Die Business Fliegerei sowieso auf einem absteigenden Ast ist, weil durch Teams/Zoom und co ersetzt + immer mehr Unternehmen "grün" denken?
c) Generell weniger geflogen wird, die Leute immer umweltbewusster werden (zumindest in D) und auch privat eher Bahn fahren als zu fliegen?

Ich schrieb, gerne noch mal nachlesen, von den Verantwortlichen in Berlin und Brandenburg.

Aber Sie haben mit a, b und c völlig Recht.

Warum glauben Sie dann, dass gerade in der "New Economy" genug Geschäftsfliegerei entsteht?

Weil 'Old Economy' sich nicht in diese Gegend locken lassen wird (eher ganz aus DE wegziehen, bzw. verschwindet).

Ein Blick nach China, Indien und die USA, in Bezug auf 'New Economy' sollte ausreichen.

Allerdings, das will ich nicht verschweigen, ist diese Sparte eher noch affiner in Bezug auf Telko, Viseokonferenzen etc. . Jedoch besitzen die Führungskräftve und MA eine gewisse Affinität zum 'zur Schau stellen von Geld und Reichtum' - wozu eben auch eine bestimmte Art des Fliegens gehört.

Danke für die Bestätigung.
Beitrag vom 20.11.2025 - 20:28 Uhr
Userdiver
User (188 Beiträge)
Die üblichen dummen Kommentare hier. Komisch, dass Qatar jeden Tag 900 Sitze problemlos voll bekommt (davon 82 in Biz) und andere Airlines nichtmal über einen A321XLR nachdenken. Das Potenzial ist definitiv vorhanden.

Sie vergleichen Äpfel mit Birnen. Fast alle dieser 900 Passagiere steigen in Doha um und fliegen von dort zu allen möglichen Destinationen weiter. Ich bezweifele ganz stark, dass von diesen 900 Passagieren dauerhaft 180-200 über Doha zu einem einzigen Flughafen weiterfliegen. Das aber bräuchte es, um einen Direktflug mit A321XLR als Konkurrenz wirtschaftlich neu zu positionieren. Zudem werden über Doha auch noch etliche Ziele angeflogen, die außerhalb der Reichweite des A321XLR (ex BER) liegen.
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