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Beitrag vom 01.07.2011 - 18:07 Uhr
Userunknown
User (21 Beiträge)
@bluedanube
In Verbindung mit dem Tankerauftrag wäre das sicher sinnvoll gewesen ein Werk in den USA, aber macht es auch Sinn ohne? Also quasi nur für die A320? Klar Produktion in der Währung in der Verkauft wird senkt Wechselkursrisiken, aber Anders als in China gibt es ja nicht grade einen Kostenvorteil in der Produktion oder täusche ich mich da.

@ch1lled: Danke für die interessanten Ausführungen. Ist denn eine Erweiterung der A380 Kapazitäten (neue Hallen) langfristig in HH vorgesehen? Z.B. wenn die A380-900 dann vielleicht kommt.
Habe damals die Diskussion in den Medien verfolgt bzgl. des Mühlenbergerlochs und nun frage ich mich einfach ob die damals gewonnene Fläche reicht um A320 und A380 Infrastruktur auszubauen, vor allem vor dem Hintergrund, dass ich gelesen habe, dass sich Deutschland und Frankreich auf die Verlagerung des A320-Nachfolgers nach HH geeinigt haben, und T dafür den A350 erhält.
Beitrag vom 02.07.2011 - 00:09 Uhr
Userbluedanube
User (555 Beiträge)
@bluedanube : In Verbindung mit dem Tankerauftrag wäre das sicher sinnvoll gewesen ein Werk in den USA, aber macht es auch Sinn ohne? Also quasi nur für die A320? Klar Produktion in der Währung in der Verkauft wird senkt Wechselkursrisiken, aber Anders als in China gibt es ja nicht grade einen Kostenvorteil in der Produktion oder täusche ich mich da.
@unknown: Auch der Tankerauftrag wäre nur ein Einstieg gewesen. Boeing sieht bis 2030 allein in N.AM. einen Bedarf von 5.540 Single Aisle Flugzeugen. Bei einem Engagement von Airbus in den USA geht es ja nicht nur um die 250+ AA-Order, sondern um wichtige Marktanteile. Und wenn Mazda, Sony & Co mit US-Produktionskosten zurecht kommen, schafft Airbus das auch. Ohne einen Partner dürfte es für Airbus aber schwer werden sich vor Ort adequat durchzusetzen.

Dennoch, Airbus 'Made in USA', why not? Oder Boeing 'Made in China'? Bei dem Markt (Asien/Pazific 7.680 SAs bis 2030) !!! Da gehts nicht nur um Kostenvorteile (oder Nachteile), sondern auch um Marktakzeptanz, das darf man nicht unterschätzen, vor allen bei den Yanks, aber auch in Hoffnungsmärkten wie China, Russland, Indien oder Brasilien. Vorausgesetzt diese Produktionsmärkte tragen sich selbst und gehen nicht auf Kosten der Heimatstandorte.

Bei einem Marktwert von 4 Billionen USD (lt Boeing 2010-2030) führt m.E. mittelfristig aber kein Weg daran vorbei, in den wichtigsten Absatzmärkten auch zu produzieren.

Dieser Beitrag wurde am 02.07.2011 01:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.07.2011 - 05:42 Uhr
UserRunway
User (2803 Beiträge)

Dennoch, Airbus 'Made in USA', why not? Oder Boeing 'Made in China'? Bei dem Markt (Asien/Pazific 7.680 SAs bis 2030) !!! Da gehts nicht nur um Kostenvorteile (oder Nachteile), sondern auch um Marktakzeptanz, das darf man nicht unterschätzen, vor allen bei den Yanks, aber auch in Hoffnungsmärkten wie China, Russland, Indien oder Brasilien. Vorausgesetzt diese Produktionsmärkte tragen sich selbst und gehen nicht auf Kosten der Heimatstandorte.

Denkbar ist da vieles abe rman sollte sich hüten die Stückzahleneuphorie zu übertreiben. Sobald Boeing seine Lösung präsentiert (welche auch immer) wird es auch zu einem Auftragsschub kommen und bis jetzt hat noch kein einziger Boeing-Kunde definitiv zu Airbus gewechselt.

Airbus hat bekanntermaßen ja das Währungsproblem. Produzieren hauptsächlich im Euro-Kostenraum aber Erlöse in Dollar bekommen. Das ist ein ungeheures Risiko das auch durch Währungsabsicherung nicht voll abgedeckt wird. In den letzten Jahren wurde versucht mehr Teile im Dollarraum zu produzieren. Solang die Stückzahlen nicht geradezu explodieren (und das tun sie trotz derzeitiger Euphorie nocht nicht wirklich) scheint mir das vorläufig die bessere Lösung.

Bei dem China-Werk kam ja schon der Aufschrei der europäischen Belegschaften wegen Arbeitsplätzen und auch befürchtetem Technologietransfer. Dabei handelt es sich nur um die Montage. Die hauptsächlichen Teile werden immer noch zugeliefert. Auch die Kosten sind zumindest in den ersten Jahren nach eigener Airbus-Aussage nicht günstiger. Und vorläufig ist die Veinbarung auf 2016 termininiert. Ein Schelm wer daran denkt das in dem Jahr auch C919 in Serie geht.
Beitrag vom 02.07.2011 - 13:59 Uhr
Userbluedanube
User (555 Beiträge)
@runway: Bei der gegenwärtigen Auftragslage braucht EADS in den USA kein eigenes Airbus-Werk, ganz klar.
Das Thema "Auslagerung von Produktion in die wichtigsten Absatzmärkte' ist aber ein Strategisches. Da geht es um Entscheidungen, die vor allem künftige Programme betreffen, mit einer Laufzeit von mindestens 30 Jahren. Und die werden sehr bald zu treffen sein, spätestens in zwei Jahren.

Tatsächlich sind ja bereits heute schon alle grossen Programme 'internationalisiert', beginnend bei Triebwerken, Rumpf- und Flügelsegmenten, Fahrwerk, Avionik, Hydraulik und anderen Systemkomponenten, bis hin zur Kabinenausstattung. Nicht nur die Herstellung, auch die Entwicklung und Systembetreuung sind längst 'globalisiert'. Da ist die 'Internationalisierung' oder besser gesagt der 'Lokalisierung' der Endmontage nur noch ein logischer, nächster Schritt. Nicht nur für die Technik, auch für die Investoren. Und das gilt künftig wohl auch zwischen den Programmen.

Ich seh da eine ähnliche Entwicklung wie in der Auto- oder IT-Industrie. In einer MS21 (UAC) läuft ohne Boeing, Honeywell & Co gar nichts, ähnliches bei der C919 (COMAC), da freilich steckt mehr Europa drin. Und bei einem Bedarf von 33.000 neuen Maschinen bis 2030, mit einem Auftragsvolumen von 4 Billionen USD braucht sich Hamburg oder Toulouse keine Sorgen zu machen, dass ihnen die Felle davon schwimmen, vorausgesetzt sie bleiben gute Jäger.

Währungsabsicherung ist da nur ein Teil des Problems, weitere Treiber sind Marktakzeptanz, Human Resources/Talent, Kapitalressourcen, und nicht zuletzt politische Interessen. Die Luftfahrt ist eine Schlüsselindustrie mit fundamentalen Effekten für die jeweiligen Volkswirtschaften. Undenkbar dass Airbus in den USA sagen wir 2000 Maschinen absetzt (ein Drittel vom Markt), ohne dass da ein Großteil der Wertschöpfung im Land bleibt. Undenkbar aber auch, dass Airbus auf dieses Potential verzichtet, können sie auch gar nicht.
Beitrag vom 02.07.2011 - 17:53 Uhr
UserRunway
User (2803 Beiträge)

Undenkbar dass Airbus in den USA sagen wir 2000 Maschinen absetzt (ein Drittel vom Markt), ohne dass da ein Großteil der Wertschöpfung im Land bleibt. Undenkbar aber auch, dass Airbus auf dieses Potential verzichtet, können sie auch gar nicht.
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Kann deinem Posting in allen wesentlichen Punkten zustimmen. Der Anteil der USA an Airbusfliegern liegt derzeit soweit ich das weiß bei 25-30% und dürfte auch nicht sinken da lauter hochwertige Teile.
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