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Beitrag vom 05.10.2021 - 13:30 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)

Zudem muss man, wenn man tatsächlich unsere Wirtschaftsleistung weltweit vergleichen will, den CO2 Ausstoß der Zulieferer in u.A. China durchaus mit einberechnen, ohne den unsere Wirtschaft gar nicht mehr lauffähig wäre.

Und da sähen diese Zahlen ganz ansders aus.


Das sehe ich ganz anders: Wenn Sie uns die Produktion von CO2 in China anrechnen wollen, rechne ich den ganzen Export bei uns heraus. Wenn wir das dann noch rückwirkend machen, (ab 1850 mit der Industrialisierung) dann ist unser CO2 Rucksack nicht 6% wie uns gerne vorgerechnet wird sondern nur halb soviel und damals hatte D einen Anteil von 3% an der Weltbevölkerung. Also even!

1950 hatte D einen Anteil von 2,8 % an der Weltbevölkerung. Wenn sich alle danach so bescheiden mit der Vermehrung begnügt hätten wie wir, würden heute nur 2,9 Mrd. Menschen auf der Welt leben. Etwa die Menge die der Club of Rome schon 1974 als genug betrachtet hat damit alle so leben können wir wir zu der Zeit.

@cokoyn: Wenn Sie die 15-20 Jahre verdreifachen kommen Sie der Realität näher. Die Chinesen haben vor einigen Jahren ein Projekt gestartet mit dem sie bis 2027 (lass es doch 2030 werden) definitiv feststellen wollen ob diese Technik überhaupt realisiert werden kann. Suchen Sie mal nach"Hartwig Zohm" bei youtube da können sie sich immer aktuell informieren. Das ist DER deutsche Wissenschaftler auf diesem Sektor.

Sorry Hartmut Zohm

Dieser Beitrag wurde am 05.10.2021 14:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.10.2021 - 13:44 Uhr
UserEricM
User (3351 Beiträge)
Das sehe ich ganz anders: Wenn Sie uns die Produktion von CO2 in China anrechnen wollen, rechne ich den ganzen Export bei uns heraus.

Ja, das wäre fair, aber wie berechnen wir den CO2 Betrag für unseren Export?

Bei Automobil, Elektro, Maschinenbau, etc. erfolgt oft noch die Entwicklung und Endmontage/QC in DE, der Rest, die eigentliche Fertigung der Rohmaterialien bis zur Ebene der komplexen Komponenten, in Asien.

Die CO2-intensive Fertigung (Stahl, Aluminium, Chips, ... ) dürfte den in DE erfolgten Zusammenbau in puncto Emissionen locker abhängen.
Aus dem Bauch raus (was besseres hab ich gerade nicht zur Hand) würde ich eher 80/20 oder 90/10 schätzen
Wie kommen Sie da auf die genannten 50%?

Beitrag vom 05.10.2021 - 14:08 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)
In den Jahren 1850 bis 1950 hat Deutschland die Welt mit Industriegütern aller Art bedient. Chemie Anlagen, Kraftwerke, Autos, Lkw , Krankenhäuser Eisenbahnen, Schiffe usw... Einfachmal geschätzt. Wir waren schließlich bis vor wenigen Jahren Exportweltmeister über lange Zeit. Und bis 1950 eben ein viel größerer Anteil der Weltbevölkerung als heute. Kohle war die Energie und selbst Erdöl gab es vor 50 Jahren in anteilig nennenswerten Mengen die zur Herstellung dienten.

NS:
Nach 1950 sind wir dann richtig durchgestartet.

Dieser Beitrag wurde am 05.10.2021 14:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.10.2021 - 14:14 Uhr
UserBlotto
User (248 Beiträge)
Power-to-Liquid wird in Deutschland auch in 50 Jahren nicht funktionieren, weil dafür der Strombedarf nicht mit ÖKO-Strom gedeckt werden kann, sei denn, man baut alle 100m ein Windrad und Deutschland wird dadurch unbewohnbar.

Aber wer fordert denn ernsthaft, dass P2X für die hiesige Nutzung auch nur in D hergestellt wird? Am Ende werden sich die Scheichs ihre Wüsten mit entsprechenden Anlagen vollbauen, wenn der Bedarf denn da ist. Für D wird das eine sinnvolle Technologie zur Verwendung von Stromüberschüssen bleiben.
Beitrag vom 05.10.2021 - 16:07 Uhr
Usercontrol55
User (32 Beiträge)
Am Ende werden sich die Scheichs ihre Wüsten mit entsprechenden Anlagen vollbauen, wenn der Bedarf denn da ist.
Man muss es ihnen aber auch gönnen. Wer möchte denn schon dauerhaft dort unten zuhause sein? Etwas Geld kann schon trösten in dieser Gegend.
Beitrag vom 05.10.2021 - 18:35 Uhr
UserKranich
User (410 Beiträge)
Power-to-Liquid wird in Deutschland auch in 50 Jahren nicht funktionieren, weil dafür der Strombedarf nicht mit ÖKO-Strom gedeckt werden kann, sei denn, man baut alle 100m ein Windrad und Deutschland wird dadurch unbewohnbar.

Aber wer fordert denn ernsthaft, dass P2X für die hiesige Nutzung auch nur in D hergestellt wird? Am Ende werden sich die Scheichs ihre Wüsten mit entsprechenden Anlagen vollbauen, wenn der Bedarf denn da ist. Für D wird das eine sinnvolle Technologie zur Verwendung von Stromüberschüssen bleiben.

Power-to-Liquid wird nicht ohne Kernenergie gehen, die benötigten Strommengen sind zu gigantisch. Vielleicht hilft ja Frankreich, mit derzeit knapp 60 AKW`s dort spielen 20 zusätzliche Kraftwerke in der öffentlichen Meinung keine so große Rolle und die neue Bundesregierung kann sich feiern lassen, dass die AKW`s hier in D abgeschaltet werden.
Oder Polen, mit den Kohlekarftwerken kann auch Polen aushelfen, Polen hat den EU-Klimapakt nicht unterzeichnet und fördert weiter den Kohlestrom. Davon profitieren auch die E-Mobil-Hersteller , denn in Breslau steht Europas größte Akkufabrik von LGChem, die Emissionen, die dabei entstehen, bei 80% Kohlestromanteil in Polen, sind dann polnische CO2 Emissionen und in D verkauft man die E-Mobile als Erfolg für CO2 arme E-Mobilität.
So wird die Bevölkerung getäuscht.
Beitrag vom 05.10.2021 - 20:11 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)
Und liefert nach Bayern Kohlstrom wenn die PV Anlagen in der Dunkelflaute sind. Bayern hat rd. 100 TWh Strom Bedarf und stellt selbst 74 TWh p.a her. Leitungen nach S-H werden nicht gebaut. Dort werden 14,5 TWh verbraucht und 34 TWh hergestellt davon nur PV und Wind 23.
Beitrag vom 19.10.2021 - 11:57 Uhr
UserFW 190
User (1865 Beiträge)
Das ist doch keine Pilot sondern nur eine Laboranlage. Die 1 t Kerosyn pro Tag, also 300 bis 400t p.a. kann doch ein "Fassroller" bequem wegschaffen bei 6 Fässern pro Tag. Aber ein Anfang ist gemacht. Jetzt müsste eigentlich die nächste Stufe schon im Bau sein: Als Pilotanlage mit der 10-fachen Kapazität die ab 2023 zur Verfügung steht.

Dann ab 2025 mindesten 100 t / Tag. Um den den Anteiligen-Bedarf von 10% Kerosin ab 2030 zu ersetzten sind 830.000t Kapazität erforderlich. Also rd. 2.300t pro Tag! Oder 23 Anlagen mit 100t pro Tag!

Was mich aber mal interessiert und hier im Artikel - oder auch anderswo - nicht zu finden ist: Wie groß ist der Wirkungsgrad? Geschätzt 30 bis 40% also sind in Zukunft um 830.000 t Kerosyn zu produzieren etwa 20 TWh Strom erforderlich. Das sind rd. 10 % der heutigen PV und Windkraft Strommengen. Nur für die 10% des Flug Kerosins!

Es geht voran:

 https://aviation.direct/omv-errichtet-anlage-fuer-saf-kerosin-in-bayern

Jetzt wird die 50.000t Anlage gebaut. Hoffentlich bis 2023 fertig? Dann sind noch weitere 16 Anlagen für die 10% (830.000t bis 2030) zu bauen. Ich frage ich aber wie kommt der benötigte Strom aus dem Norden nach Burghausen? Die 40% Wirkungsgrad habe ich inzwischen in Publikationen gefunden, aber die dazu nötige CO2 Quelle (abscheiden aus Verbrennungsprozessen oder aus der Luft extrahieren) ist ebenso nebulös wie der erforderliche Energiebedarf dafür.
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