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Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 05.08.2019 - 09:47 Uhr
UserEricM
User (1475 Beiträge)
Boeing ändert die Software- und Sicherheitsarchitektur der 737 MAX: Messdaten zu Geschwindigkeit, Höhe und Antellwinkel werden nur noch direkt verarbeitet, wenn mindestens zwei Sensoren übereinstimmende Werte liefern. Zudem werden stets beide Flugcomputer die Daten filtern.

Klingt wie der richtige Weg.
Auch wenn "mindestens 2" in dem Fall heißt "alle beide", da die 737 ja nur über 2 AoA Sensoren verfügt.
Die Frage ist : Was passiert bei AoA Disagree (rein manueller Trim?) und wie werden die Piloten für diesen Fall in manueller Kontrolle des aeordynamisch instabilen Verhaltens durch die vorgezogenen Triebwerkspositionen der MAX geschult?
Ich bezweifle allerdings heftigst, dass eine solche "grundlegende Neuauslegung der Flugsteuerung" inklusive Tests und Qualitätssicherung in weniger als 8 Wochen bis zur Übergabe an die FAA machbar ist.
Selbst 8 Monate wären für ein solches Projekt noch sportlich.

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2019 09:55 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.08.2019 - 10:08 Uhr
Userfbwlaie
User (4211 Beiträge)
Welche Hilfen soll es im Feherfall geben? Wie bereitet man die Piloten auf derartige Ereignisse vor?
Beitrag vom 05.08.2019 - 10:17 Uhr
Usermenschmeier
User (450 Beiträge)
Welche Hilfen soll es im Feherfall geben? Wie bereitet man die Piloten auf derartige Ereignisse vor?


Was sind denn das für merkwürdige Fragen?

Und Vorallem, wer soll das ein paar Stunden nach der Ankündigung wirklich fundiert beantworten können.

Man kann nur mutmaßen.

Wenn einen Diskrepanz zwischen der AoA Sensoren erkannt wird, wird sich das MCAS wohl abschalten und der Pilot darüber in Kenntnis gesetzt werden. Damit engt sich dann evtl der Flugbereich etwas ein und das kann man über Anzeigen auf den Instrumenten (zum Beispiel: Rote Bereiche für Speed und Pitch) kenntlich machen, oder die Schulung der Piloten so auslegen, dass sie das auch ohne Anzeigen bewältigen können.

Aber das ist nur Vermutung, weil niemand näheres wissen kann. Dafür hat Boeing zuwenig Informationen geliefert. Was sie evtl, auch noch gar nicht können, weil das ein Prozess zusammen mit der FAA sein wird, wo sich das ganze entwickelt und ständig ändert.
Beitrag vom 05.08.2019 - 11:33 Uhr
UserJumpfly
User (74 Beiträge)
In diesem Artikel ist die Überschrift inhaltlich fragwürdig. Boeing sichert die Flugsteuerung der 737 MAX nicht besser ab, sondern sichert sie überhaupt mal ab. Bisher wurde nur auf eine Quelle zugegriffen, keine Redundanz, keine Sicherheit. Nun geht man den Weg den die Konkurrenz seit Jahrzehnten geht.
Beitrag vom 05.08.2019 - 11:45 Uhr
Userresponsive
User (10 Beiträge)
Das wollen sie dann alles bis Oktober hinbekommen? Die Software muß dafür total überarbeitet, oder neu geschrieben werden, denk ich. Ich hatte mal gelesen, Airbus braucht ca. 1 Jahr um überarbeitete Software in allen möglichen lagen zu testen.
Beitrag vom 05.08.2019 - 12:05 Uhr
UserKate Austen
User (460 Beiträge)
"Boeing legt die Flugsteuerung der 737 MAX von Grund auf neu aus. Die Systeme werden künftig Daten über beide Flugsteuerungscomputer parallel auswerten und stets mindestens zwei Sensorwerte heranziehen. Damit will Boeing Risiken durch Verarbeitungs- oder Chipfehler im Flug ausschließen.

Boeing ändert die Software- und Sicherheitsarchitektur der 737 MAX: Messdaten zu Geschwindigkeit, Höhe und Antellwinkel werden nur noch direkt verarbeitet, wenn mindestens zwei Sensoren übereinstimmende Werte liefern. Zudem werden stets beide Flugcomputer die Daten filtern.

Die geplanten Redundanzen gehen nach Quellen der "Seattle Times" und der Nachrichtenagentur "Bloomberg" weit über das bisher von Boeing angedachte Softwareupdate hinaus."

Und das soll sich inkl. weltweiter Abnahme bis Oktober ausgeben? Oktober 2020?
Beitrag vom 05.08.2019 - 12:32 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (289 Beiträge)
Die Flugsteuerung neu auslegen. Ein erster schritt. Jetzt noch die vermurkste Aerodynamik nachbessern und die 737 könnte ab 2021 oder 22 wieder abheben.

Nur was bedeutet bereits die Neuauslegung der Flugsteuerung genau?
Müssen da leistungsfähigere Computer nachgerüstet werden, neue Verkablung der Elektrik?

Das klingt nicht mehr nur nach "Software" Patch.
Die bereits auf Halde gebauten Maschinen scheinen aufwendig nachgerüstet werden zu müssen.
Das wird richtig teuer für Boeing.

Dieser Beitrag wurde am 05.08.2019 12:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.08.2019 - 15:45 Uhr
UserPropeller45
User (167 Beiträge)
"Boeing sichert Flugsteuerung der 737 MAX besser ab"

richtig, es ist sicher zu früh daraus bereits eine abschließende Lösung zu entnehmen. Wobei das Wort "besser" in unserer Sprache nicht das Optimum verspricht.

Andererseits, wie verhält sich diese Ankündigung zu den EADS-Forderungen: Schwierigkeiten beim Betätigen des manuellen Trimmrads, unzuverlässige Sensoren für den Anstellwinkel, unzureichendes Training der Piloten, Softwarefehler in Zusammenhang mit einem schwachen Mikroprozessor, der Autopilot schaltet sich in bestimmten Notfallsituationen nicht aus usw.

Frage also, die FAA erteilt im Okt. die Zulassung und die EADS prüft weiter?
Beitrag vom 05.08.2019 - 22:30 Uhr
UserLP
User (147 Beiträge)
Kurze Erläuterung: Mit EADS war von „Propeller45“ sicher die EASA gemeint.
Also ich sehe solch einen Eingriff in die Flugsteuerung auch nicht mal eben bis Oktober diesen Jahres gemacht. Mal von den Nachrüstungen an bereits fertiggestellten Maschinen abgesehen, änderst Du das nicht „mal so“ in der Serie. Der Zeitplan ist utopisch.